EP, HD, Entwicklungsstörungen - Trockenfutter - praktischer Ersatz oder "Krankmacher"??

Sy Mehl
  • Begleithund
Beiträge: 1693
Ich hege so meinen Verdacht, wenn ich an Trockenfutter denke und von HD, EP, Allergien, Wachstums-"Giganten" etc. höre und sie hier z.T. in meiner HS und HP sehe.
Auch die hyperaktiven Hunde..sehe ich im Zshg. mit Trockenfutter.
Von den Problemen mit dem Magen-Darm-Trakt ganz zu schweigen.
Was ist so schwer an ausgewogener, artgerechter Ernährung? - Klar ist es bequem einen Becher Trockenfutter abzufüllen.., aber...die folgenden TA-Rechnungen werden dann nicht mehr als soo bequem angesehen. Ganz abgesehen von der gesundheitlichen "Hundebfindlichkeit".
Warum füttert der ein oder andere ausschließlich Trockenfutter?
Jedes Lebewesen ist ein Individuum. NIEMAND kann ein Lebewesen BESITZEN.

Sy Me
Gast
+ 1

BARF/nicht BARF/Trockenfutter/Mittelweg

Tja, schwer zu sagen, ob das alles immer "nur" mit Trockenfutter zusammenhängt.

Wir haben immer nur Trockenfutter gefüttert, keiner der Hunde hatte jemals irgendwelche Gesundheitlichen Probleme, die auf diese Fütterung zurückzuführen waren.
Ich denke bei solchen Dingen oft an sinnlose, nicht überdachte Zucht mit Hunden (egal ob der gleichen Rasse, oder verschiedener Rassen), die dann einfach "hier" schreien. Und dabei muss es nicht die erste oder zweite Generation sein.

Andererseits hat mich Dein (Sy) damaliger Buchtipp "Katzen würden Mäuse kaufen" seeeeeeeehr nachdenklich gestimmt, und so sind wir nun dabei, auf BARF umzustellen. Der erste Mixer ist schon hin ...

Bei Abby haben wir aber z.B. das Problem, dass sie viel zu dünn ist, und da weiß ich mir selber noch nicht zu helfen. Wie Barfen, aber gleichzeitig Gewicht drauf bringen? Schaafsfettdrops hat sie bekommen usw. Nun sind wir bei Ihr aber wieder bei High-Energy-Trockenfutter. Einmal am Tag BARF, die andere Ration trocken.

Trockenfutter haben wir eben immer gefüttert, ohne groß drüber nachzudenken. Nicht aus Bequemlichkeit, sondern einfach "weil es immer so war". Zum Glück, und das ist bei vielen Sachen so, lernt man nie aus, und kann auch so neue Wege gehen!
Sy Mehl
  • Begleithund
Beiträge: 1693

@stimpy

KARTOFFELN!!!
Jedes Lebewesen ist ein Individuum. NIEMAND kann ein Lebewesen BESITZEN.

Sy Me
Gast
Gekocht, nicht roh, oder? Jaaaaaaa, aber nur Kartoffeln? Mit Fleisch ist klar, sonst noch was?
CaLuFa
  • Halbstarker
Beiträge: 236
Original von Sy Mehl:

Warum füttert der ein oder andere ausschließlich Trockenfutter?

moinsen!

also ich halte es auch, wie stimpy: ich gebe einen teil trofu (meist beim futterbeuteln) und füttere frisch zu. ich denke, dass die tatsache,dass trofu so weit verbreitet ist, mehrere gründe haben könnte...

erstens hat die futtermittelindustrie ihre hausaufaben gemacht. hundehaltern wird ja gerne erzählt, dass "ein hund immer das gleiche fressen muss, weil sein magen-darm-trakt mit ständig wechselndem essen überfordert ist"...komisch, dass dieses phänomen fast ausschliesslich dann auftritt, wenn von trofu zu trofu gewechselt wird (verarmte darmflora bis hin zur dysbakterie? wenn ich über monate hinweg keine milchprodukte zu mir nehmen würde und mir dann ein glas milch und ein käsebrot reinhaue, kann ich auch davon ausgehen, dass ich durchfall bekomme )...ich würde das schon deshalb nicht glauben wollen, weil der wild lebende hund als "jäger und sammler" ja auch einen ständig wechselnden speiseplan hat.

zudem wird von futtermittelherstellern ja immer das argument hervorgebracht, dass man mit einer ration futter von X gramm für einen hund mit dem gewicht Y dann alle wichtigen nährstoffe, vitamine,mineralien usw. zuführt. auch das ist ja quatsch - es ist ja nicht so, dass es wichtig ist, dass ein hund jeden tag alle wichtigen nährstoffe in ausreichender menge bekommt, sondern über eine längere zeitspanne gesehen.

diese argumente verunsichern natürlich viele menschen; wenn man dann gesagt bekommt "aber hier ist alles drin, ganz ausgewogen und abgestimmt" denkt mancher, das er mit trofu "auf nummer sicher" geht, zumal ja auch nicht wirklich über die nachteile von trofu und den etikettenschwindel aufgeklärt wird...z.b.: zu getreidehaltig, was bedeutet, dass fleisch als schlüsselreiz zur magensäureproduktion fehlt und das futter nicht gut verwertet werden kann, was unter anderem dazu führt, dass fehlgärungen im darm stattfinden, bakterien nicht abgetötet werden und so weiter. oder: die angegebene menge an proteinen, die das futter enthalten (soll), wobei diese durch den garvorgang bei der herstellung denaturiert werden und deshalb von den entsprechenden enzymen nicht verwertet werden können, da die proteine nicht mehr ans aktive zentrum des jeweiligen enzyms "andocken" können. oder: die im rohen fleisch enthaltenen enzyme werden durchs garen denaturiert (auch enzyme sind proteine), was dazu führt, dass die bauchspeicheldrüse des hundes völlig überlastet wird, weil sie diese enzyme (wenn überhaupt vorhanden) selbst synthetisieren muss und und und

ein weiterer grund ist vieleicht auch, dass trofu schon ein wenig unaufwendiger und bequemer ist, als frisches futter - tüte auf und fertig, kein auftauen, abwiegen, mixen, mantschen,tabellen ablesen und vergleichen usw....ausserdem hält sich so ein sack ja sehr lange und man kann sich sehr gut bevorraten - grade, wenn man keine kühltruhe hat.

und der kostenfaktor ist wohl auch für viele ein punkt. viele denken, dass frischfutter sehr viel teurer ist, als trofu. auch das ist ja nur bedingt richtig. meine beiden bekommen auch sehr viel, was bei mir beim kochen so als "abfall" anfällt oder ich kaufe und mache halt etwas mehr...natürlich esse ich selber keine putenhälse und auch mag ich keine pansensuppe und hühnerherzen (uargh), aber so viel teurer ist es nicht, ein wenig natürlich schon.

mehr gründe fallen mir um diese uhrzeit nicht mehr ein

liebe grüsse
- GEGEN VORURTEILE UND RASSELISTEN -
Zuletzt geändert am 22.07.2009 04:41 Uhr
Hundeli
  • Begleithund
Beiträge: 1389
+ 1
Guten Morgen

nun, es kommt halt immer darauf an, was in einem fertigen Produkt ist.

Man weiss, dass minderwertige Proteinquellen auch Hunde hyperaktiv machen können. Meist im Zusammenhang mit den künstlichen Proteinzusätzen.

Auch Unverträglichkeiten können von den diversen Zusätzen entstehen oder durch das Zufügen von allerlei (unnötigen) Designernährstoffen, die ja auch bei uns Menschen als 'modern' gelten. Langzeiterfahrungen sind hierbei nur selten gegeben!
Manchmal werden auch Stoffe zugefügt, deren Konzentration (Extrakte) umstritten sind, seis weil sie zu astringierend wirken oder die Hunde durch die hohe Dosis Ablagerungen wie auch Fehlverdauungen machen.

Knochenentwicklungen und weitere gesundheitliche Störungen sind jedoch meist auf verschiedene Faktoren zurück zu führen. Gene, Haltung, Fütterung und und und gehören schliesslich zum ganzen Hund. Hier nur ein Teil verantwortlich zu machen find ich sehr gefährlich.
Zu diesem Thema wär das Buch von Kammerer sicher zu empfehlen, da es explizit auf das Ineinanderwirken von div. Nährstoffen im Zusammenhang von Wachstum usw. eingeht.

Futtermenge muss bei beiden Varianten auf den einzelnen Hund abgestimmt werden. Längst nicht alle Hunde verwerten gleich, haben die gleichen Aktivitäten oder Lebensumstände!

Ich bin der Meinung, man soll weder das Eine noch das Andere pauschalisieren. Schliesslich muss bei BARF-Fütterung genauso kritisch beurteilt werden, welche Rohkomponenten in welcher Qualität verendet werden, wie dies m.M. nach auch bei fertigen Futter gilt.
Andernseits kann man auch beide Fütterungen dem Hund offerieren. Solange dann wieder auf sehr gute, vollwertige 'Ware' geachtet wird und ein zeitlicher Abstand von ca. 6 Stunden eingehalten wird.

Wir haben bei unserem Wauz sehr gute Erfahrungen gemacht mit Trofu wie auch teilweise Frischfu. Vorteil ist dann auch, wenn man mal krank ist, ausser Küche oder sonstwie verhindert um frisches Futter zu machen. Schätzen tu ich auch, dass ich mit einer Sorte fleischlosem Futter eine vollwertige Nahrung mit zufügen von Muskelfleisch zubereiten kann, ohne weitere Zusätze und Mittelchen für jedes Grämmli an Ergänzungen.
Ob man nun gerne auf 'Nummer sicher' geht und gewissen Empfehlungen glaubt, sollte jedem überlassen sein.

Seit ich Hunde halte, sind Ernährungsthemen immer interessant. Aber ich habe auch immer wieder von grossen Sorgen in beiden Lagern erlebt. Von daher, find ich ratsam sich ausreichend zu informieren und kritisch zu hinterfragen. Dies muss nicht in extreme 'Mühs' gehen........

Grüesslis Hundeli
Loona2008
  • Halbstarker
Beiträge: 524
Original von Sy Mehl:

Warum füttert der ein oder andere ausschließlich Trockenfutter?

Viele wissen es einfach nicht besser. Sie haben keine Zeit oder keine Lust sich richtig zu informieren (oder verschließen sich vor anderen Meinungen), ausserdem ist es, wie du schon geschrieben hast, sehr bequem einfach TroFU in den Napf zu knallen.

Ich muss mir soviele Vorurteile anhören, wenn ich erzähle, dass ich meine Hunde barfe, das krasseste Erlebnis hatte ich bei einer alten Dame mit der ich unterwegs aufs Thema Fütterung kam. Sie wich erschrocken zurück und hat mich angeschrieen dass ich in ihrem Augen verantwortungslos sei weil ich meine Hunde mit rohem Fleisch füttere, weil diese ja dadurch blutrünstig und aggressiv würden.
Hunde sind wie Bücher, man muss nur in ihnen lesen können, dann kann man viel lernen.
(Oliver Jobes)
Zuletzt geändert am 22.07.2009 07:37 Uhr
Flory
  • Forenwelpe
Beiträge: 173
Hallo,

bequem ist die Fütterung mit industriellem Futter auf jeden Fall. Ob gesund ? Da hab ich mittlerweilen so meine Zweifel.

Die Industrie hat Ihre Hausaufgaben jedenfalls gemacht. Von Werbespots bis Spezialprodukten... alles supi. Wenn es zu gesundheitlichen Problemen kommen sollte (was allerdings nicht bewiesen ist) verdient die Pharmaindustrie gleich mit (was auch nicht bewiesen ist). Wie praktisch.

Und weil das bei Tieren ja so gut klappt, kommt die Menschheit jetzt auch in den Genuss von Analogkäse, Pseudogarnelen und Ähnlichem. Ein Schelm wer Böses dabei denkt

Eigentlich bin ich unserem Hund sehr dankbar, durch seine massiven Problem bei Fertigfutter, hab ich mich notgedrungen mit Futter beschäftigt und nicht nur seine sondern auch unsere Ernährung komplett umgestellt.

Aber ich denke das muss jeder selber entscheiden. Hätte unser Hund nicht so reagiert, würde ich immer noch Trockenfutter füttern. Eben weil ich Angst hätte, dass mein Hund Mangelerscheinungen bekommt.

Viele Grüße
Zuletzt geändert am 22.07.2009 08:15 Uhr
Gast
+ 1
Hallo,

also ich bin da sehr zwiegespalten.

Einerseits überzeugt mich das Argument der naturnahen Fütterung und als ich mir mal klar gemacht habe, dass ich mir um die artgerechte Ernährung meiner Kaninchen mehr Gedanken mache, als um die meiner Hunde, bin ich schon ganz schön ins Grübeln gekommen.

Klar, die Futtermittelindustrie hat ihre Hausaufgaben gemacht, keine Frage (wie jede andere Lebensmittelindustrie auch). Anderseits habe ich irgendeiner Futterwerbung schon immer genau so wenig geglaubt, wie ich geglaubt habe, dass Nutella gesund ist, nur weil da das beste aus einem 1/4 Liter Milch drin sein soll.
Ich denke, dass man keiner Werbung einfach glauben kann ist klar und das machen wir bei anderen Produkten ja auch nicht.

Anderseits denke ich auch immer wieder, und immer mehr, umso mehr ich mich mit dem Thema befasse, dass die "BARF-Fraktion" ihre Arbeit auch gut gemacht hat.
Da werden immer wieder meiner Meinung nach zweifelhafte Argumente in den Raum geworfen und als Wahrheit dargestellt oder auch Sachen behauptet, die einfach nicht stimmen.
Das sind dann immer so Momente, wo Leute für mich ihre ganze Glaubwürdigkeit einbüßen, weil ich einfach denke, wenn sie in dem Punkt, wo ich mich auskenne, ohne rot zu werden Unwahrheiten erzählen (vielleicht weil sie es nicht besser wissen), muss ich beim Rest auch davon ausgehen.

Manche "Barf-Wahrheiten" scheinen sich durch das Internet und verschiedene Foren zu verbreiten und fröhlich weiter erzählt zu werden, ohne, dass jemand mal genau nachfragt, warum dieses und jenes so sein soll.
Selbst hier im Forum wurde mal so eine Unwahrheit einfach empfohlen ohne nachzudenken, hätte sich der Halter daran gehalten, wäre der Hund gestorben!
Andere beziehen sich einzig und allein auf das schon oben genannte Buch und nehmen das einfach mal so an, nur weil es geschrieben steht?!?!
Wirklich Ahnung hat eigentlich nur der, der zugibt, dass er nichts wirklich weiß!

Ups, jetzt bin ich vom Thema abgekommen!

Also meine ersten Hunde haben Trockenfutter bekommen und dazu immer das, was so an- bzw abgefallen ist. Wir haben uns eigentlich keine größeren Gedanken drum gemacht und sind gar nicht auf die Idee gekommen, einen Futterplan zu erstellen.
Ich glaube, das ist das "Problem": Es steht für viele Leute gar nicht zur Diskussion, weil sie schon immer so gefüttert haben, weil der Großteil des Umfelds so füttert, weil der Tierarzt es ja auch verkauft....

Alle Hunde hatten letztendlich im Alter irgendeine Krankheit. Die meisten Krankheiten sind multifakoriell, deswegen will ich gar nicht ausschließen, dass auch die Ernährung einen Teil dazu beigetragen hat. Allerdings gehe ich NICHT davon aus, dass die Ernährung die Ursache dafür war.

Bei Sam achte ich jetzt schon mehr drauf, was ich fütter und warum ich es fütter.
Nach allem, was ich bisher so lese und auch so weiß kann ich einfach nicht sagen: Der Hund braucht so viel Prozent davon, soviel davon etc., weil das meiner Meinung nach niemand wirklich weiß.
Von daher mache ich es jetzt so, dass ich versuche für Sam die passende Konstellation zu finden, dabei fütter ich auch Trockenfutter (und möchte das wenn es geht als Leckerchen auch bei behalten) und frische Sachen.

Letztendlich muss sich jeder selbst die Gedanken machen. Und wenn jemand sagt, dass er Trockenfutter füttert, welches sein Hund gut verträgt und welches besser kontrolliert ist, kann ich das auch verstehen! Und wie "hundeli" schon sagte, man kann Trockenfutter ja gar nicht über einen Kamm scheren, da gibt es ja auch schon wieder so große Unterschiede....
Es ist halt ein schwieriges Thema.

Liebe Grüße
Christina
aryushiba
  • Halbstarker
Beiträge: 398
Original von Sy Mehl:

Warum füttert der ein oder andere ausschließlich Trockenfutter?

Mutmaßlich aus Bequemlichkeit. Irgendwann ist der Hund so daran gewöhnt, daß er kein Naßfutter oder BARF mehr mag.

So einen Fall hatten wir selbst, übernommen aus dem Bekanntenkreis. Die Vorbesitzer waren Segler und viel unterwegs, da war Trockenfutter natürlich praktisch an Bord, und da die Hündin es gerne fraß, blieb man gänzlich dabei.
Als sie bei uns einzog, mochte sie überhaupt nichts feuchtes, erst nach und nach ließ sie sich auf Naßfutter umstellen.

Eine Freundin von mir füttert auch ausschließlich Trockenfutter, weil es praktischer ist. Wegen der Schlepperei zum einen, und weil sie häufig unterwegs sind zum anderen.

Welche Belege gibt es dafür, daß Trockenfutter auf Dauer krankheitsfördernd sein soll?
LG vom Ostseerudel

Geistige Auseinandersetzungen soll man nicht mit Unbewaffneten führen
Zuletzt geändert am 22.07.2009 11:12 Uhr
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