Entlaufener Welpe an der A 7 erschossen

christianeadler
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http://www.fr.de/rhein-main/fulda-trauriges-ende-fuer-einen-kleinen-hund-a-1306939

Ich habe diesen Bericht bewusst im Bereich Tierschutz eingestellt, weil ich keinesfalls den Einsatz der Polizei hinterfrage. Ein Hund in der Nacht auf einer Autobahn ist eine zu grosse Gefahr. Das Ergebnis ist nur einfach traurig.

Mich hat es doppelt betroffen gemacht, weil wir letztes Jahr auch tagelang mit diesem Risiko leben mussten, als mein Pflegehund seinen Adoptanten entwischt war und drei Kilometer von der Autobahn in unmittelbarer Nähe eines Zubringers herum irrte. Man kann offenkundig, auch in diesem Fall waren es erfahrene Hundehalter, nicht oft genug dazu auffordern, einen frisch übernommenen Hund immer mehrfach zu sichern, damit er nicht weglaufen kann.

Unter dem Gesichtspunkt Tierschutz stellt sich mir aber auch die Frage, ob es nicht eine sinnvolle Investition in Tier- und Menschenleben wäre, wenn die Veterinärämter über ausgebildete Fachleute verfügen würden, die entlaufene Tiere auf Distanz betäuben könnten. Man müsste das nicht einmal engmaschig flächendeckend organisieren. Hier hat man stundenlang erfolglos versucht, den Hund wieder einzufangen. In der Zeit hätte auch jemand aus hundert Kilometer Entfernung anreisen und damit dem Hund das Leben retten können. Bei Hundegesetzen und Vorschriften für die Tierhaltung in der Landwirtschaft wird immer die Gefährdung der öffentlichen Sicherheit betont. Dann sollte sich mMn der Gesetzgeber auch darum bemühen, dass eine Gefahr durch entlaufene Tiere etwas schonender als immer nur durch Abschuss beseitigt wird.
Tierhalter.... was für ein Wort? Aber leider trifft dies oft zu.... ein Mensch der das Tier davon ab-hält frei zu sein (Stefan Wittlin)
Shibaherz
Beiträge: 20679
Bin ganz Deiner Meinung.
Eine Frage: Forderst Du die "schonende Gefahrenbeseitigung" nur für entlaufene Hunde oder auch für solche, die in Beißvorfälle verwickelt waren?

...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 8970
+ 2
solche Leute, die via Betäubungsgewehr, o.ä. ein Tier zum Einfangen vorbereiten könnten, wären eine gute Aktion. Müssten ja keine TÄ sein. Aber vermutlich wäre das wieder zu teuer, zuviel Aufwand, oder, oder, oder.
Wie oft hauen auch Pferde, Rinder, Schweine, ... ab und werden dann erschossen !?
Ich fände dann auch wurscht, ob ein bissiger, oder lieber Hund, oder ein wilder, oder braver Stier gesichert werden müsste.
Jedes Tier könnte (!) so wieder "human" eingefangen, werden glaube ich.
"Wäre doch nur ein Bruchteil der Schäferhundbesitzer so klug wie ihre Tiere."
(Stefan Wittlin, schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut)
Zuletzt geändert am 04.07.2017 12:26 Uhr
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 915
+ 1
Original von Shibaherz:

Bin ganz Deiner Meinung.
Eine Frage: Forderst Du die "schonende Gefahrenbeseitigung" nur für entlaufene Hunde oder auch für solche, die in Beißvorfälle verwickelt waren?

@Shibaherz: Hast Du da nur die Hunde im Blickfeld, die schon in Beissvorfälle verwickelt waren, oder auch die, die Kinder angeknurrt haben und es noch nicht zum Beissvorfall gekommen ist? Würde dann eine "prophylaktische, schonende Gefahrenbeseitigung" betrieben werden?
weckener
  • Halbstarker
Beiträge: 378
+ 1
@christianeadler,
ich habe das auch mit Schrecken gelesen. Man kann gerade mit neuerworbenen Tieren (können ja auch andere sein) nie genug vorsichtig sein, wenn schon nicht in einer Box so doch wenigstens angeleint...

Ich denke auch jetzt in der Ferienzeit an die vielen ausgesetzten Hunde an der Autobahn. Keiner weiß, wie viele da zur Zeit rumirren. Verschiedene Bekannte haben schon Hunde eingefangen, die ausgesetzt an der Autobahn liefen und weil ein HH mit seinem Hund vorbei kam, sich dem angeschlossen haben. Ich lebe in der Nähe von der A67 mit sehr großem Verkehrsaufkommen, da wird im Radio oft vor freilaufenden Hunden gewarnt. Sicher sind da auch ausgebüxte, die hinter einem Wildtier hergerannt sind, wir haben keinen Zaun an der Autobahen, also können sie jederzeit einen schlimmen Unfall verursachen, es rechnet doch die Wenigsten, das aus dem Wald plötzlich ein Hund die Fahrbahn überqueren will. In der Dämmerung Wild, das sicher, aber am helllichten Tag ein Hund?

Ja es wäre sehr zu begrüßen wenn es mehr Menschen gäbe, die mit Betäubungsgewehren, Pfeilen der Ähnlichen ausgebildet sind. Die man in der Not schnell rufen kann um Menschen und Tieren das leid ersparen kann.
Es gibt schon einige Suchhunde, die auf das Aufspüren von verlorengegangenen Hunden spezialisiert sind, auch davon könnten es viel mehr geben, damit die verlorenen Hunde gefunden werden und nicht verhungern oder verdursten müssen. Die meisten Familienhunde kennen das Überleben in der Wildnis nicht und wissen nicht wie sie überleben können.
CairnLover
  • Halbstarker
Beiträge: 571
Am Montag habe ich auf dem Weg zur Arbeit ein recht großes, totes Tier (ca. Schäferhundgröße) auf dem Mittelstreifen der 43a Höhe Abfahrt Klein-Auheim liegen sehen. Lag schräg auf den Bepflanzungen mit dem Kopf nach oben. Erschreckend. Am Dienstag morgen lag es auch noch da. Da war der Kopf aber nicht mehr oben.
Sah aus wie ein Hund und doch wieder nicht. Habe vorher noch nie so ein großes totes Tier an der AB gesehen.
Ich habe dann am Dienstag abend bei der Polizei angerufen.
Am Mittoch früh war ich dann zu sehr in Gedanken und habe nicht darauf geachtet. Donnerstag war es jedenfalls weg.

Und für die Autobahnpolizei ist es auch nicht ungefährlich, die Tiere wegräumen zu müssen.
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