Ein Denkmal für besonders tierische Taten.

Feuerwolf
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@Shibaherz: Hier ist ein Link zum Photo mit dem Hundedenkmal in Meissen im "Hundewinkel" von Fritsch

http://www.panoramio.com/photo/49308388

@an Alle: Kann jemand die Inschrift lesen?

Guts Nächtle Feuerwolf mit Renntier Fina
Shibaherz
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+ 1
@Feuerwolf: Auch mit einer Lupe kann ich die verblichenen Buchstaben nicht entziffern. Das Einzige, was ich herausbekommen habe, ist, dass sich das Wort „Gasse“ am Ende der ersten Zeile auf das Wort „Rasse“ am Ende der 4. Zeile reimt, von der vorher geschrieben steht, dass sie nicht zählt. Immerhin!

Der „Hundewinkel“ wurde 1684 als „Hundemarkt“ erwähnt. Es soll sich dabei aber um einen Scherz gehandelt haben, denn es wurden dort wohl nie Hunde gehandelt.
Vielmehr nutzten die in der nahen Umgebung ansässigen Metzger große Hunde als Zugtiere für ihre Karren. Die Hunde sollten indessen nicht hungrig bei den Verkaufsständen warten, deshalb wurden sie im Hundewinkel angebunden.

Das spricht dafür, dass mit dem Denkmal kein einzelner Hund geehrt werden soll, sondern die Hunde allgemein als Gebrauchshunde.
Die Skulptur wurde übrigens erst 2001 von dem Künstler Peter Fritzsche entworfen und bearbeitet.

Um Euch nach diesen drögen Infos noch etwas zu erheitern, hier noch ein anderes Relief vom Hundewinkel; ob z. Zt. noch vorhanden, weiß ich nicht:




Da ist eingeritzt:

PURE LIEBESLUST VERFORMT
WAS DER MENSCH SO STRENG GENORMT


...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Zuletzt geändert am 10.09.2017 14:45 Uhr
Feuerwolf
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@Shibaherz: Danke für Deine Mühe !

Das andere Relief passt aber ja nun auch wunderbar zum Thread-Titel

Gesehen hab`ich es damals aber leider nicht.....Schade!

Vielleicht kennt ja noch jemand hier im Forum das Hundedenkmal vom Hundewinkel in Meissen und kennt auch die Inschrift bzw. kann sie lesen?
Zuletzt geändert am 10.09.2017 18:02 Uhr
Shibaherz
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Ich glaube nicht, dass Deine Aufrufe hier von Erfolg gekrönt sein werden.
Wenn Dir das wichtig ist, solltest Du vielleicht mal den Meißener Kulturverein anschreiben:

w.hannot@meissener-kulturverein.de

...
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tomstep
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Pure Liebeslust verformt
was Du Mensch so
streng genormt

"Wäre doch nur ein Bruchteil der Schäferhundbesitzer so klug wie ihre Tiere."
(Stefan Wittlin, schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut)
Zuletzt geändert am 10.09.2017 18:25 Uhr
tomstep
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+ 1
Animals in War Memorial



Das Animals in War Memorial dient dem Gedenken an die in Kriegen und Konflikten unter britischem Kommando eingesetzten, verletzten und getöteten Tiere.

Das Mahnmal besteht aus zwei geschwungenen Kalkstein-Wänden mit einem schmalen Durchlass und Bronze-Tierskulpturen, die die Wand „durchschreiten“. Auf dem Pflaster der unteren Ebene straucheln zwei schwer beladene Maulesel auf die Lücke zwischen den Wänden zu. Jenseits der Wand schaut (von der erhöhten Rasenfläche) in einigem Abstand ein Hund zurück, ganz vorne (= im Norden) geht ein Bronzepferd. Die längere linke (westliche) Wand zeigt Flachreliefs vieler Tierarten, die in kriegerischen Auseinandersetzungen des 20. Jahrhunderts eingesetzt wurden, u. a. Pferde, Dromedare, Ziegen, Hunde, Brieftauben und Elefanten.
"Wäre doch nur ein Bruchteil der Schäferhundbesitzer so klug wie ihre Tiere."
(Stefan Wittlin, schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut)
Zuletzt geändert am 11.09.2017 13:53 Uhr
Shibaherz
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Statue von Hachiko (1923-35) und seinem Halter Hidesaburo Ueno (gest. 1925) auf dem Gelände der Universität von Tokio. Die Statue wurde im März 2015 eingeweiht.


Hachiko holte seinen Besitzer, einen jap. Univ.-professor, von 1924 bis 1925 jeden Tag am Bahnhof von Shibuya in Tokio ab. Sein Herrchen starb 1925 während einer Vorlesung an einer Gehirnblutung. Der Hund wurde zu Verwandten gegeben; er riss aber aus und lief weiterhin jeden Tag zu dem Bahnhof, wo schließlich der ehemalige Gärtner seines verst. Besitzers, der in der Nähe wohnte, seine Pflege übernahm und der Bahnhofsvorsteher ihm 1928 ein Ruheplätzchen einrichtete.

Seine Geschichte wurde schon zu seinen Lebzeiten veröffentlicht, wodurch er in ganz Japan bekannt wurde. 1934 wurde in seinem Beisein am Bahnhof eine Bronzestatue zu seinen Ehren eingeweiht. Zu der Zeit gab es in ganz Japan nur noch 30 reinrassige Akitas.
Er starb 1935. Sein Körper wurde präpariert und befindet sich heute im Nationalmuseum der Naturwissenschaften in Tokio.

Sein Schicksal wurde 2009 in den USA verfilmt. Wegen der Kino-Besucherzahlen und TV-Einschaltquoten wandelte sich der japanische zum US-Professor (Richard Gere). Der Welpe Hachiko wurde im Film von einem Shiba Inu dargestellt.




Hachiko wird in der Nähe des Bahnhofs tot aufgefunden, 1935

...
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Zuletzt geändert am 13.09.2017 17:57 Uhr
Feuerwolf
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Denkmal für Dox vom Coburger Land - eine Legende in Italien

Dox war ein italienischer Polizeihund, der für seine Taten in den 50- u. 60er Jahren ein bronzenes Denkmal bekam..

Als junger Polizist war Polizist Maimone in einer Polizeikaserne in Turin tätig. In dieser Kaserne war auch die Polizeihundestaffel stationiert mit eigenem Übungsgelände. Maimone kaufte sich, ohne eine Erlaubnis zu beantragen einen Schäferhundwelpen und nahm ihn zu sich auf sein Kasernenzimmer. Am Tag war der Welpe meist allein in Maimones Unterkunft und in der Nacht mit seinem Herrn draußen und heimlich auf dem Übungsgelände. So entstand eine geprägte tiefe und derart enge Beziehung zwischen den beiden, so dass sie sich einander nur mit Augenkontakt verstehen und „lesen“ konnte. Als der Hund schließlich entdeckt wurde, erhielt Maimone doch die Erlaubnis, diesen behalten zu dürfen und sogar die Möglichkeit einer Ausbildung bei der Polizeihundestaffel. So traten die beiden ins Diensthundewesen ein.

Dox vom Coburger Land entstammte aus bekannten und prämierten Ausstellungs- und Arbeits-Zuchtlinien (Schau- und Leistungshunde). In der damaligen Zeit gab es kaum Unterschiede zwischen „Schönen“- und Leistungshunden so wie dies heute der Fall ist. Dox war auf Menschengerüche geprägt und auf deren innere Stimmung. Niemand konnte ahnen, dass ausgerechnet dieses Team (der Ersthundehalter Maimone und Dox) das beste Polizei-Team aller Zeiten werden sollte. Der Begriff „Mantrailer“ war damals völlig unbekannt, so wie der Ausdruck „Spuren- oder Geruchsvergleich“. Was Dox mit seinem Geruchssinn schaffte, war sensationell und wäre es selbst heute noch.

Maimone benutze lediglich minimale Sichtzeichen und Körperbewegungen zur Kommunikation, die sein Hund schnell und richtig umsetzte.Sein Hund war in der Lage , Täter sowohl in Turin als auch in Rom von einem Stadtteil zum anderen zu verfolgen, sogar mit selbständiger Benutzung von Linienbussen. Nach vorheriger Witterungsaufnahme eines Hemdknopfes verfolgte Dox in Rom mit seiner Spürnase vom Tatort weg die Spur eines Verbrechers bis zu dessen Wohnung. Da angekommen zeigte Dox sich damit noch nicht zufrieden und stupste mit seiner Nase fordernd an einen Kleiderschrank, in dem sich ein Teil der versteckten Beute befand. Maimone und seine Kollegen waren höchst zufrieden mit dem Erfolg und solch enormer Leistung: dennoch drängte Dox weiter. Er war immer noch nicht fertig und führte die Beamten zu zwei weiteren Wohnungen, worin auch die restliche Beute gefunden würde.

In über 160 Einsätzen, wurde Dox siebenmal durch Schusswaffen schwer verletzt, letztmalig in Sizilien beim Kampf gegen die Mafia. Als er am Bein angeschossen wurde, verfolgte Dox den Übeltäter trotzdem auf drei Beinen und konnte ihn nach 8 Km Verfolgung stellen. 
 Die Konzentrationsfähigkeit, und Ausdauer dieses Hundes beim Fährtensuchen und Stöbern war außergewöhnlich: er war in der Lage, eine Spur von 20 Km Länge im Stadtverkehr auszuarbeiten und zu verfolgen mit all seinen Ablenkungen und Abgasen. Dox war nicht nur ein exzellenter Nasenspürhund sondern auch ein echter Detektiv, wie er im Fall „des fehlenden Knopfes“ bewies:

Im Jahr 1958 versteckte sich ein Räuber im Untergeschoss des römischen „Prinzen“-Theaters, wo dieser während der Nacht ein Loch in die Seitenwand bohrte, das zum benachbarten Juweliergeschäft führte. Der Gauner wurde von einem Wachmann entdeckt, aber er schaffte es, nach kurzem Kampf zu fliehen. Bei diesem Fall wurde Dox eingesetzt: der Hund schnüffelte das Gewandt des Wachmanns ab und nahm dabei den Geruch des Täters auf (Spurenvergleich). Dann führte er Maimone in einen Hauskeller, der in einem anderen Stadtteil von Rom lag. Hier schlief ein vorbestrafter Mann, der den Beamten überzeugen konnte, dass er mit dem Deal nichts zu tun hatte … „Sogar ich glaubte ihm“, bestätigte Maimone und „mit der Zeigefinger drohte ich meinem Dox bitterböse, besser aufzupassen …

… Dox antwortete mir mit lautem Gebell und entfernte sich von mir“… Der Hund kehrte selbstständig zum Tatort zurück und fand im hinteren Teils des Juwelierladen-Kellers einen Knopf, den er aufnahm, in seinem Fang zu Maimone trug und in dessen Hand legte. Dox führte erneut die Polizeibeamten zum dem Keller des Vorbestraften. Dort angekommen schnüffelte der Hund an einem darin befindlichen Kleiderschrank, öffnete dessen Türe, zog mit seinen Zähnen einen Regenmantel heraus und schnupperte die Stelle ab, an dem ein Knopf fehlte. Der Knopf, den Dox im Juweliergeschäft gefunden hatte, war der gleiche vom Regenmantel des Räubers. Sogar der Nähfaden, der sich noch am Knopf befand, war identisch mit den anderen des Regelmantels. Nach diesen klaren Beweisen gab der Verdächtige seine Tat zu.

In den zahlreichen Zeitungsberichten, war Dox nicht nur Feind der Ganoven sondern auch der Menschenretter: mit einem entschlossenen Sprung verhinderte der langstockhaarige Schäferhund Dox, dass ein Kind von einem Auto überfahren würde. Als ein verschütteter Skifahrer von Polizeihunden nach langer erfolgloser Suche aufgegeben wurde, kam Dox in Einsatz – mit Erfolg.

Als der Polizist mit seinem Hund dienstlich ein Zimmer mit 12 Verdächtigen verlassen musste, um im Revier telefonieren und Verstärkung anfordern zu können (damals gab es kein Handy), bewachte Dox mutig die 12 Männer allein.
 Dieser Hund konnte u. a. eine Pistole entschärfen und auseinander nehmen, inklusive Patronen.

Dox wurde 1946 bei einem Züchter aus Coburg mit 6 Geschwistern geboren und lebte 19 Jahre immer bei seinem Besitzer Giovanni Maimone. Der einmalige Hund durfte nie in Rente gehen: selbst in hohem Alter wurde er immer wieder auf Bitten von Privatleuten eingesetzt, um vermisste Personen (Kinder und Senioren) wieder zu finden.

13-mal Polizei-Weltmeister

171 Strafprozesse gelöst durch erschnüffelte Beweise

563 Banditen, Mörder, Räuber entdeckt und gefasst

136 Ältere Personen und Kinder gefunden

46 Rettungen

7-mal verletzt

11 Goldmedaillen

27 Silbermedaillen

Für diese Taten bekam er ein Denkmal
tomstep
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Auf dem Gebiet des Australischen Kriegsdekmals steht auch diese Skulptur zur Ehrung und Erinnerung an die vielen eingesetzten Sprengstoffsuchhunde im und vor allem nach dem Krieg. Kein Mensch oder Gerät ist in der Lage ihre Arbeit zu machen. Sie suchten Sprengstoffe, Waffen und Munition und konnten so viele Menschenleben retten.
"Wäre doch nur ein Bruchteil der Schäferhundbesitzer so klug wie ihre Tiere."
(Stefan Wittlin, schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut)
Zuletzt geändert am 14.09.2017 11:48 Uhr
tomstep
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GANDER




Gander
Dieser beeindruckende Neufundländer wurde vom Kanadischen Militär mitgenommen, um ihn davor zu bewahren wegen eines Missverständnisses eingeschläfert zu werden. Gander diente als Maskottchen in einer Infanterieeinheit während der Schlacht um Hong Kong, die 1941 stattfand und viele Leben forderte. Gander war besonders durch seine Größe und sein gutes Gehör gut zu gebrauchen. Seinen krönenden Moment erlebte er, als er draußen im Camp seiner Einheit schlief und die Präsenz von Feinden witterte. Gander attackierte als erster eine Gruppe Japaner, die versuchten seine Einheit anzugreifen, während sie schliefen, sowie eine zweite, die gerade dabei war verwundete Infanteristen hinzurichten. Eine Granate landete inmitten der Verwundeten. Gander rettete sie, indem er sie aufnahm und sie zurück zu den Japanern brachte. Unglücklicherweise detonierte die Granate und nahm Gander mit sich. Bis zu diesem Tag, wird der Name ‘Gander’ von einer Hundestatue des Kriegsdenkmals in Ottawa getragen.
"Wäre doch nur ein Bruchteil der Schäferhundbesitzer so klug wie ihre Tiere."
(Stefan Wittlin, schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut)
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