Ein Denkmal für besonders tierische Taten.

Gast
Hallihallöle miteinander

Dass Hunde ihren Menschenfreunden die treusten Gefährten sind und sie sogar vor dem Tod bewahren, ist eine, spannende und oft verblüffende Geschichte. Manch ein Name machte Schlagzeilen: sei es nun Balto, der Schlittenhund, der im Jahre 1925 eine ganze Stadt vor einer Diphtherie-Epidemie rettete; der Bernhardiner Barry als Vorbild für alle Lawinen-Suchhunde; die Hunde vom 11. September oder Selvakumar, der Tsunami-Retter. Weitaus mehr Hunde sind nicht so berühmt geworden. Und noch größer ist die Zahl der namenlosen, die den Menschen unglaubliche Dienste erwiesen haben.

Habt Ihr Lust noch einige dieser unbekannten Hunde, Katzen oder vielleicht auch Pferde zu nennen, denen einmal
ein Denkmal in der Öffentlichkeit gesetzt wurde ?
Es können Verfilmungen sein oder Dokus, aber bitte nur nach wahren Begebenheiten.
Gerne würde ich mir dann einen Ordner anlegen, weil ich so etwas sehr interessant finde.
Meine Oma brachte mich auf diese Idee.

Ich fange mal an :

http://de.wikipedia.org/wiki/Maltschik




1934 Juneau Alaska, Bürgermeister Goldstein ernennt Patsy Ann einen Bullterrier, als „official greeter“ der Stadt.
Patsy Ann war von Geburt an taub, aber irgendwie konnte sie die Sirene eines Schiffes hören lange bevor man es am Horizont zu sehen bekam. Wenn dieses geschah, trabte sie rasch auf die Docks und wartete auf die Ankunft des Schiffes, sie lag damit nie falsch!
50 Jahre nach ihren Tod wurde ihre Statue durch „Friends of Patsy Ann“ aufgestellt, die Bronze Skulptur stammt von Anna Burke Harris.
Hunderttausende von Touristen besuchen Juneau mit Kreuzfahrtschiffen und alle werden vom Dock aus begrüßt durch PATSY ANN !!!

Liebe Grüße von Lisa
red-nose
  • Begleithund
Beiträge: 619
Das ist ja mal eine wirklich nette Idee.


Ein Hoch auf Deine Oma


Hier ein kleiner Auszug v. Hounds & People v. 16.10.2012




"Der Pit Bull ist in den USA, seit Ende des 19. Jahrhunderts, das Symbol für Würde, Stärke und Loyalität.

Pitbulls gehören seit 150 Jahren zu den USA wie Teddy Roosevelt, Tomas Eddison, Mark Twain, Fred Astaire, Humphrey Bogart, John Steinbeck oder Brat Pitt. Sie alle hatten und viele Prominente bis heute – Pitbulls.

Seit dem l9. Jahrhundert ist dies so, als die Hunde mit den Englischen Einwanderern in die USA kamen und wegen ihrer Intelligenz, Loyalität, Würde, Stärke und ihrem liebevollen Charakter, nicht nur die beliebtesten Familienhunde und Babysitter wurden, sondern auch als Militärhunde große Dienste leisteten. Sie waren im letzten Jahrhundert überall zu sehen, in der Werbung, in Zeitungen und in Hollywoodfilmen. In der Times war der Pitbull der einzige Hund der drei Mal auf dem Titelbild erschien. Vor allem zu Kriegszeiten, symbolisierte dieser Hund für die Bevölkerung Stärke und Würde.

Jack Brutus war der erste berühmte Militärhund und das offizielle Maskottchen der First Connecticut Volunteer Infantry. Brutus starb 1898.

Sergeant Stubby war der zweite berühmte Militärhund und ein Symbol der Amerikaner. Im ersten Weltkrieg eroberte Stubby die Herzen der Amerikaner, war das offizielle Maskottchen der 102. Infantrie-Division und rettete mehrere seiner menschlichen Kameraden. Er kämpfte 18 Monate in den Gräben von Frankreich, warnte seine Kameraden vor Gas-Attacken, fand verwundete Soldaten im Niemandsland, machte entgegenkommende Artillerie ausfindig und war verantwortlich für die Erfassung von Spionen. Für seine Tapferkeit erhielt Stubby mehrere Medaillien und sogar den Rang eines Sergeant. Er war auch Mitglied des Roten Kreuz und der YMCA. Als er aus dem Krieg zurückkam wurde er von der Bevölkerung als Held empfangen und wurde bis zu seinem Lebensende das Maskottchen der Georgetown Universität.

Es folgten noch viele berühmte Pitbulls wie auch Pete mit den kleinen Strolchen. Bis heute leisten Pitbulls wichtige Dienste für den Menschen, ob als Zollhund, Rettungshund, in Altenheimen, oder einfach nur als liebenswerter und loyaler Familienhund.

Heute kämpfen Amerikaner gegen die Vorurteile, schützen die Hunde und ihr Symbol."
Manchmal sitzt er zu deinen Füssen und schaut dich an, mit einem Blick so schmeichelnd und zart, das man überrascht ist über die Tiefe seines Ausdrucks. Wer kann nur glauben, dass hinter solchen strahlenden Augen keine Seele wohnt !"
Théophile Gautier

Nicht für alle Schätze des Himmels, will ich diesen Hund im Stich lassen,
der meinen Schutz gesucht hat, mir treu ergeben ist.
Zuletzt geändert am 27.07.2013 16:52 Uhr
christianeadler
  • Moderator
Beiträge: 20188
Ich finde die Idee von deiner Oma toll und sorge dafür, dass das Thema nicht untergeht. Hoffentlich folgen noch viele Geschichten.

Ich habe erst einmal was zum berühmten Barry von Sankt Bernhard, der Anfang des 19. Jahrhunderts mehr als 40 Lawinenopfern das Leben rettete. Barry wurde tragischerweise bei einem Einsatz schwer verletzt, weil man ihn mit einem Wolf verwechselte. Er überlebte und durfte dann seine wohlverdiente Rente geniessen. Wie berühmt dieser Hund geworden ist, fiel mir beim Besuch des ältesten Tierfriedhofs der Welt bei Paris auf, wo man ihm ein Denkmal errichtet hat.




Was ich persönlich aber auch sehr beeindruckend finde, ist das Hundedenkmal in Warmsen. Ich fand es vor Jahren zufällig bei einem meiner Erkundungsausflüge im neuen Zuhause. Hier haben Jäger in ihrem Revier ihren Jagdhunden ein Denkmal gesetzt, und das ist für mich ein sehr schönes Zeichen der Dankbarkeit des Menschen an seine Gebrauchshunde. Das sollte es meiner Meinung nach auch viel häufiger geben.

Tierhalter.... was für ein Wort? Aber leider trifft dies oft zu.... ein Mensch der das Tier davon ab-hält frei zu sein (Stefan Wittlin)
Allura
  • Begleithund
Beiträge: 945
Ich habe letztens - mehr durch Zufall - im TV einen Film gesehen über den berühmten australischen Hund "Red Dog". Einen in Australien in den 70er Jahren landesweit bekannten Hund.

Vielleicht kann Christiane hierzu einen Link erstellen. Ich würde mich freuen.
Gott hat mir schon vergeben.
Das ist ja sein Geschäft. - Heinrich Heine
Gast
Hallihallöle,

@ christianeadler
Das Denkmal in Warmsen ist ja irre. Das liegt bestimmt ganz versteckt im Wald so wie es aussieht. Toll.

@ Allura
Den Film hatte ich letztens auch im TV gesehen.

Ich mache mal weiter mit Hachiko, der wartete immer um 17.00 am Bahnhof auf sein Herrchen.




Schade, daß so wenige mit machen . . . >

Liebe Grüße von Lisa
Traumfänger
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 3070
In Snowdon steht der Grabstein des Wolfshundes Gelert. Er gehörte Llewelyn, dem Prinz von North Wales, der im 13. Jahrhundert lebte. Eines Abends sprang ihm freudig wedelnd Gelert entgegen - blutverschmiert. Zu Tode erschrocken stürzte Llewelyn ins Kinderzimmer. Das leer Bett war voller Blut. Völlig außer sich erstach der Prinz den Hund, doch Llewelyn fand kurz darauf seinen Sohn unversehrt. Neben ihm erkannte er einen riesigen toten Wolf, Gelerts hatte das Leben des Kindes gerettet..

(Leider bekomme ich das Bild von dem Grabstein nicht reingestellt )


Marina, darf ich? ######Gruss, Christiane#######


Das Grab



und eine Bronzestatue von Gelert


Nicht jede Hand, die ich hielt, hatte es verdient .... aber jede Pfote!
Liebe Grüße, Marina und die Ostseenasen
Zuletzt geändert am 11.08.2013 16:22 Uhr
WolfsSong
  • Halbstarker
Beiträge: 498
Oh das erinnert mich an meine liebste Hunde-Helden-Geschichte!

Als ich ein Kind war, kam "Balto" der Zeichentrickfilm in die Kinos, ich habe diesen Film auf VHS rauf und runter geschaut, jahrelang. Er basiert ja auf einer wahren Geschichte. Balto, der Sibirian Husky, war Leithund eines wichtigen Schlittenhundgespannes. Durch dieses tapferes Gespann kam das Serum gegen Diphterie in Nome, Alaska, trotz furchtbaren Wetterbedingungen an, bevor es noch mehr Opfer gegeben hätte.

Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen.
(Ernst R. Hauschka)
Zuletzt geändert am 11.08.2013 17:28 Uhr
Gast
Hallohallöle,

habe von Gelert auch ein Bild gefunden.






Dann habe ich noch das hier gefunden.

Greyfriars Bobby († 14. Januar 1872) war ein Hund der Rasse Skye Terrier, der im 19. Jahrhundert im schottischen Edinburgh durch die außerordentliche Treue zu seinem Herrchen bekannt wurde.[1]
Bobby gehörte dem Polizisten John Gray und soll nach dessen Tod im Jahr 1858 den Rest seines Lebens – immerhin 14 Jahre lang – am Grab seines Herrchens auf dem Kirchhof der Greyfriars Kirk in der Edinburgher Altstadt verbracht haben. Angeblich verließ er den Friedhof nur zu den Mahlzeiten im nahe gelegenen „Coffee House“. Es gibt zeitgenössische Berichte, nach denen sich zur Mittagszeit Schaulustige vor dem Friedhof einfanden, um den Hund bei seinem Gang zum Coffee House zu beobachten, zu dem er sich jeden Tag nach Abfeuerung der Ein-Uhr-Kanone aufmachte.[2] Bobby starb im Alter von 16 Jahren und wurde heimlich, da eine Beerdigung von Tieren dort nicht gestattet ist, auf dem Greyfriars Kirkyard beerdigt.




Liebe Grüße von Lisa
christianeadler
  • Moderator
Beiträge: 20188
Ich habe zufällig mal wieder was Neues gefunden, wusste selbst bis gestern nicht, dass es das gibt. Es geht um die Stiftung Courthouse Dogs in den USA, stellvertretend hier ein Foto von Molly B, eine der ersten Assistenzhunde ihrer Art.



Diese Hunde helfen verängstigten Menschen, vor allem Kindern, bei der Polizei und in Gerichtsverfahren ihre Aussagen zu machen, wenn es um Dinge wie Kindesmissbrauch, Vergewaltigung, häusliche Gewalt.... geht. Für die Opfer ist es schwer zu ertragen, ihre traumatischen Erlebnisse zu schildern und dadurch noch einmal zu erleben. Die Hunde sind in der Nähe und geben ihnen ihre Ruhe und Sicherheit. Als erster Hund wurde Jeeter (2012 verstorben) zu einem Gerichtsverfahren zugelassen, bei dem Kinder gegen ihren Vater wegen Missbrauchs aussagen mussten.



Leider habe ich zu dem Thema nichts auf Deutsch gefunden, ich stelle aber für Interessierte trotzdem mal einen Link zur Geschichte der Courthouse Dogs ein. Ich finde das nachahmenswert.

http://thebark.com/content/dogs-courtroom
Tierhalter.... was für ein Wort? Aber leider trifft dies oft zu.... ein Mensch der das Tier davon ab-hält frei zu sein (Stefan Wittlin)
Zuletzt geändert am 09.09.2013 10:43 Uhr
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 872

Bamse, Träger des norwegischen Hundeordens und reguläre Mitglieder der norwegischen Marine

Bamse war ein gutmütiger Bernhardiner. Der Name Bamse bedeutet im Norwegischen soviel wie Teddybär. Er kam im Jahr 1937 als Welpe in den norwegischen Ort Honningsvåg und gehörte dem damaligen Hafenmeister des Orts Erling Hafto. Er spielte mit den Kindern in Honningsvåg und wurde von ihnen auch als Reittier und im Winter zum Schlittenziehen genutzt. 1939 wurde Hafto Kapitän des in Tromsø stationierten norwegischen Marineschiffs Thorodd. Nach dem Angriff Deutschlands auf Norwegen während des Zweiten Weltkriegs setzte sich die Thorodd wie weitere Schiffe der norwegischen Marine nach Großbritannien ab und war in den britischen Häfen von Montrose und Dundee stationiert. Sie wurde zum Minenräumer umgebaut. Bamse war weiterhin Schiffshund auf der Thorodd und wurde 1940 als offizielles Besatzungsmitglied eingetragen. Als sein Herrchen Hafto am 9. September 1940 auf den Minenräumer Nordkapp, der von Island aus operieren sollte, versetzt wurde, setzte sich die Mannschaft der Thorodd dafür ein, dass Bamse an Bord blieb.

Es gab eine Vielzahl von Berichten über die Tapferkeit und Fürsorge des Hundes für seine Mannschaft. Der 88 Kilogramm schwere Hund mischte sich bei Streit zwischen Besatzungsmitgliedern ein und stellte seine Vorderpfoten auf die Schulter eines Streitenden, um so wieder Ruhe herzustellen. Bamse holte Mannschaftsmitglieder zum Ende der Sperrstunde vom Landgang ab. Dazu benutzte er selbständig einen Bus, die Mannschaft hatte ihm ein Busticket gekauft, das er am Halsband trug. Bekannt war der Hund auch dafür gemeinsam mit der Mannschaft in Bars einzukehren und dort Bier zu trinken. Auch spielte er gerne mit der Mannschaft an Deck Fußball. Bamse rettete zwei Besatzungsmitgliedern das Leben. Darunter einem Schiffsoffizier, der im Hafen von Dundee von einem mit einem Messer bewaffneten Mann angegriffen wurde. Bamse griff ein und drängte den Angreifer so ab, dass dieser ins Hafenbecken fiel.

Bilder von Bamse, die ihn mit Matrosenkragen und -mütze bzw. einen für ihn angefertigten Helm zeigen, erreichten eine hohe Beliebtheit und wurden insbesondere zu Feiertagen an Norweger in der ganzen Welt gesandt.

Bamse verstarb am 24. Juli 1944 an Herzversagen. Er wurde mit militärischen Ehren in Montrose beigesetzt. Zu seiner Beisetzung waren 800 Personen erschienen. Posthume wurde ihm am 30. September 1984 der norwegische Hundeorden und im Juli 2006 die PSDA Gold Medal verliehen. 2006 wurde in Montrose und 2009 in Honningsvåg lebensgroße Statuen für ihn enthüllt.

ttps://de.wikipedia.org/wiki/Bamse_(Schiffshund)

Ich kann leider hier selber kein Bild davon einpflegen....bin irgendwie zu blöd dafür......aber......vielleicht kann das jemand anderes?? oder darauf antworten..... ??
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