Die Hunde meiner Gastfamilie

Minigore
  • Forenwelpe
Beiträge: 5
Hallo liebe Community!

Ich habe ein etwas außergewöhnlicheres Problem und wusste nicht genau in welchen Themenbereich dieses gehört, ich hoffe ich bin hier richtig.

Ich bin momentan in den USA für ein Jahr (in Palm Springs). Da ich Tiere liebe und das Jahr nicht ohne verbringen wollte, hat meine Organisation mir eine Familie mit Tieren gesucht (2 Hunde, 1 Katze). So weit so gut.. Nun mein Problem:

Die Hunde (beides Mischlinge) leben im Garten und sind dort so ziemlich die ganze Zeit auf sich alleine gestellt, nur selten kümmert sich jemand aus meiner Familie um sie. Der Garten sieht teilweise ein wenig wie eine Müllhalde aus. Fressen können sie sich aus einer aufgerissenen Tüte jederzeit selber nehmen (dafür sind sie echt dünn). Im Garten ist auch ein Pool, aus dem sie öfters trinken.. Ich habe mal meinen Gastbruder gefragt ob sie immer daraus trinken, der meinte zwar nein, ich habe jedoch noch keine Alternative im Garten gefunden aus der sie trinken könnten... Gassi gehen tut niemand mit Ihnen. Generell sehen sie sehr ungepflegt aus, wie Streuner.

Die beiden tun mir so leid.. Deshalb habe ich meine Gastmutter mal nach einer Bürste und Halsbänder/Leinen gefragt, da ich Ihnen gerne was gutes tun möchte. Ich kann das nicht mit ansehen wie die armen so verwahrlosen.. Außerdem habe ich Ihnen mal frisches Wasser hingestellt, was sie jedoch nur angeguckt haben und dann wieder unter der Terrasse verschwunden sind.

Der kleinere von beiden ist immer gut drauf und freut sich wenn man ihn streichelt und sich mit ihm beschäftigt, die größere kommt zwar auch, sieht jedoch nicht sonderlich fröhlich aus und verschwindet schnell wieder unter die Terrasse.

Meine Gastmutter hat mir dann gestern eine Leine und Geschirr für die größere gekauft, da sie meinte das sie eigentlich sehr gerne Spazieren geht. Als sie es ihr dann gestern umlegen wollte, ist sie ängstlich wieder unter die Terrasse geflüchtet. Ich bin später nochmal rausgegangen und habe es ihr angelegt, als ich dann jedoch die Leine holen wollte ist sie wieder geflüchtet. Irgendwie habe ich es dann geschafft sie wieder rauszulocken und bin mit ihr eine kleine Runde gegangen, wo ich auch nicht den Eindruck hatte das es ihr nicht gefällt. Als ich heute morgen dann wieder mit ihr gehen wollte, hat sie sich wieder versteckt (jedoch nicht aus Angst, ich hatte ihr das Geschirr vorher gezeigt und sie hat es ein wenig beschnuppert). Vielleicht weil es schon zu heiß ist? (Es sind 33 Grad und die Sonne brennt schon ziemlich) Abends ist die Temperatur immer sehr angenehm, vlt versuche ich es dann heute Abend nochmal.. Ich möchte sie zu nichts zwingen!

Habt ihr Ideen wie ich besser an beide ran komme und vlt eine Bindung aufbaue? Die beiden hören auf nichts, nicht auf ihren Namen, keine Kommandos.. Die beiden, vorallem die größere sehen so unglücklich aus..

Ich freue mich auf eure Antworten!

LG Mini
melwin
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2061
Dein Problem kann ich gut verstehen, mir würden die Hunde auch leid tun. Aber, Du arbeitest jetzt mit den Tieren, gibst Dir viel Mühe um ihr Leben zu verbessern, doch was bringt es den Tieren? Bist Du nach einem Jahr wieder weg, dann fallen die Hunde in ein tiefes Loch und landen genau da, wo sie heute sind.
Besser wäre eine Aufklärung in Sachen Hundehaltung. Man müßte gemeinsam mit der Familie daran arbeiten, dass es den Hunden besser geht. Man muss ihnen zeigen, was die Hunde brauchen und wie man die Bedürfnisse der Hunde erfüllen kann.Frisches Wasser und Futter im Napf, eine wetterfeste Hundehütte,Kontakt mit der Familie, gemeinsam spazieren gehen und sich mit den Hunden beschäftigen. Nur so kannst Du das Leben der Hunde verbessern. Du bist in einem Jahr nicht mehr da. Was wird dann aus den Hunden? Nur mit Aufklärung in Sachen Hundehaltung wirst Du den Hunden helfen können.
Liebe Grüße von Melwin.
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 915
@Melwin: Stimme Dir zu. Die Familie muss mit eingebunden werden.
Die Hunde scheinen gar keinen Kontakt zu ihren Besitzern zu haben und falls einmal einer da war..........
@Minigore: Toll, dass Du versuchst dich für die Hunde einzusetzen. Respekt!
Meinst Du es würde Dir gelingen die Familie auch mit ins Boot zu holen? Da scheint ja einiges im Argen zu liegen.

Eine Bindung zu den Hunden aufzubauen kannst Du evtl. so versuchen: Setze Dich in die Nähe des Versteckes mit dem Rücken zu ihnen. somit zeigst Du ihnen, dass Du ihnen nichts Böses willst. Und dann heisst es Ausdauer zu zeigen......evtl. ein bis zwei Stunden. Danach gehst Du wieder weg, ohne die Hunde angesprochen zu haben etc.
Wenn die Hunde von sich aus zu Dir kommen: Schnuppern lassen, dann eni kleines Leckerlie geben ohne Augenkontakt, der Hund muss das Leckerlie aktiv aus Deiner Hand holen, d.h. ganz nah an Dich rankommen. So gewinnt der Hund Vertrauen in Dich.
Meine alte Hündin hatte riesige Angst vor Menschen, da der Vorbestizer sie fast tägl. mit einem Baseballschläger geschlagen hat ( nur um ein Beispiel zu nennen). So habe ich auch angefangen ihr Vertrauen zu bekommen. Später ist sie für mich durch`s Feuer gegangen, sprichwörtlich. Aber es dauert seine Zeit.
Wenn es dann klappt, dass die Hunde freiwillig auf Dich zu kommen, dann binde die Familie und auch (ganz wichtig) die Kinder mit ein. Erkläre, was Du gemacht hast.

BIst Du dort als Au Pair ? Hättest Du denn so viel Zeit?
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 8970
erstmal finde ich es prima das Du Dich um die Wuffel kümmerst und vielleicht (immerhin 1 Jahr) gelingt es ja, die Leute zum Nach- / Umdenken zu animieren und den Hunden auf Dauer mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.
Wenn die sehen wie und wie oft Du dich mit den Hunden beschäftigst, könnte es im Idealfall ja dazu führen, das sie sich wirklich mit den Hunden Beschäftigen.
Wenn Du die Leute besser kennst, könntest du ja langsam mit der "Schulung" der Leute, wie Melwin es beschrieb starten und evtl. erstmal den "Gastbruder", oder von wem du denkst das es den grössten Sinn hätte motivieren.
Wünsche Dir auf jeden Fall viel Glück und vor allem Erfolg
"Wäre doch nur ein Bruchteil der Schäferhundbesitzer so klug wie ihre Tiere."
(Stefan Wittlin, schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut)
Minigore
  • Forenwelpe
Beiträge: 5
Danke für die lieben Antworten!

Ich mache hier ein Highschool Jahr deshalb habe ich leider unter der Woche nicht viel Zeit. Meine Gastmutter hat zwei kleine Kinder (3 und 6) und ist Tagesmutter weshalb sie manchmal 5-7 Kinder zu Hause hat. Sie hat Angst das die Kinder durch die Hunde verletzt werden könnten, weshalb sie meist draußen sind.

Heute war es aber erstaunlicherweise ganz anders! Als ich heute morgen raus ging, bin ich von beiden freudig begrüßt worden und musste sie erstmal kraulen! Da meine Gastfamilie in der Kirche ist habe ich beide rein gelassen und bin mit Vicky (der großen) Gassi gegangen da der kleine da keine Lust drauf hat. Als ich dann wieder nach Hause kam habe ich Ihnen frisches Wasser gegebene, was sie auch schnell ausgetrunken hatten! Da meine Gastfamilie noch nicht zurück ist, habe ich beide im Haus gelassen und der kleine schläft nun in meinem Arm auf meinem Bett

Ich habe schon mal mit meiner Gastmutter darüber geredet und eigentlich hatte ich den Eindruck das sie sich gut um die beiden gekümmert hat bevor das ganze mit den Kindern angefangen hat.. Ich habe die Hoffnung das sie sich dann wieder mehr kümmert wenn die Kinder größer sind und sie einen neuen Job hat (sie macht zzt. eine Umschulung)
meerestaucher
  • Hundetrainer
Beiträge: 4196
oh gott das hört sich ja komplett alles total siffig an....
amis halt....

glaub ich kaum dass die sich ändern wenn du wieder weg bist.
würd dann schauen dass du den hunden ein nettes jahr machst, schauen dass sie sich nciht zu sehr an dich binden, denn du musst ja wieder weg, aber doch gucken dass wenigestens frisches wasser und regelmäßig futter da ist, und ein paarmal in der woche mit denen rausgehst.
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast

Antoine de Saint-Exupéry
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 915
@Minigore: Das hört sich ja schon einmal super an......und........glaube mir, nicht alle Amis sind siffig.......beileibe nicht!.....auch wenn einige Leute dies behaupten mögen!.....es gibt überall solche und solche Menschen....überall!

Hat es denn schon einmal einen Vorfall mit den Hunden wegen der Kinder gegeben? Vielleicht ist deshalb Deine Gastmutter so vorsichtig? Wielange geht denn die Umschulung noch?
In den USA sind einige Gesetze und Voraussetzungen anders als in Deutschland, vielleicht aus deshalb diese Angst der Gastmutter.

Wäre es denn für Deine Gastmutter okay, wenn die Hunde im Haus sind, wenn keine fremden Kinder da sind? Wäre ja ein Kompromis.

Gib`die Hoffnung nicht auf, dass es wieder besser wird ! Immerhin hat die Gastmutter ja ein neues Geschirr für den großen Hund gekauft!

Wenn es keine Vorfälle mit den Hunden und Kindern gegeben hat, frag`Deine Gastmutter, ob Du zumkindest den Großen der Kinder mit einbinden darfst in die Pflege der Hunde incl. Gassigang.
Denn wenn Du weg bist......hast Du es den Kindern beigebracht, wie es geht.....und Deine Saat geht vielleicht dann auf......wäre ein Gewinn für beide Seiten.

Ich finde es wirklich toll, dass Du nicht einfach wegschaust sondern hilfst und etwas ändern möchtest!

Lass`von Dir hören.

LG Feuerwolf mit Monsters
Minigore
  • Forenwelpe
Beiträge: 5
Ja leider gab es schon einen Vorfall.. Es wurde niemand verletzt, aber sie möchte halt nicht das die Kinder Angst vor Hunden haben ( die große scheint mir etwas unsicher und fängt schnell an zu Knurren z.B wenn ihr etwas nicht geheuer ist).

Generell meinte meine Gastmutter das es ok ist wenn Sie manchmal drinnen sind, der kleine markiert jedoch gerne Dinge ..
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 915

@minigore

@Minigore: Ohje....was für ein Vorfall war es denn? Da kann ich die Angst der Mutter schon verstehen, vor allem, wenn sie Tageskinder hat. Damit verdient sie ihren Lebensunterhalt.

Was das Markieren von Dingen vom Kleinen angeht: Geh`vorher mit den Hundis Gassi bevor Du sie ins Haus holst, dann ist Blase wenigstens schon einmal leer und er kann nicht so viel und nur in kleinen Mengen markieren ( für`s erste nur ein schneller Notfalltip natürlich )
Wer hat die Hosen an von den beiden Hunden? Der kleine Rüde oder die große Hündin?
War der "Vorfall" mit den eigenen Kindern? Wie gehen die Kids mit den Hunden um? Wie gehen die Hunde mit den Kids um? Respektvoll? Werden die Rückzugsmöglichkeiten der Hunde von den Kids respektiert? Haben die Kids Angst vor den Hunden, bzw. haben die Hunde Angst vor den Kids?
Wann hat die Hündin geknurrt? Wie alt sind die Hunde? Kastriert, unkastriert? Wo sind die Hunde her, Tierheim? Als Welpen zur Familie gekommen? Existiert ein Gastvater?

Ich weiss, viele Fragen. Aber ohne weitere Info`s ist es u.U. gefährlich Dir etwas zu raten bzw. Dir Alternativen zu nennen. Wie alt bist Du denn?

Ich finde es aber klasse, dass Du gleich die Gastmutter gefragt hast, ob es okay ist, wenn die Hunde zeitweise im Haus sind.
Denn ohne das Einverständniss und Absprache mit den Gasteltern.....kann es u.U. viel Ärger geben.

LG Feuerwolf
Minigore
  • Forenwelpe
Beiträge: 5
Ich weiß es nicht genau ich glaube ein Kind ist ein bisschen wild gewesen und da hat ein Hund versucht zu zwicken, also nichts bösartiges, es wurde niemand verletzt, aber den Kindern macht das natürlich Angst, das kann ich schon verstehen..

Das Problem ist das der kleine sich weigert Gassi zu gehen!

Die größere hat die Hosen an, definitiv.
Ob der Vorfall mit den eigenen Kindern war weiß ich leider nicht..
Die Kids sind etwas .. Sagen wir stürmisch ^^ ich glaube sie wissen nicht wie man mit Tieren am besten um geht bzw streichelt (wusste ich aber in dem Alter auch nicht und wollte es auch nicht einsehen wenn es mir erklärt wurde.. Meine armen Katzen )
ich glaube das ist für den kleinen nicht so das Problem da er selber gerne etwas stürmisch ist, die große ist jedoch eher ruhig und ich glaube sie hätte damit schon ein Problem da die Kinder die Rückzugsmöglichkeiten nicht wirklich respektieren.

Die Hündin knurrt so ziemlich immer wenn wir anderen Menschen begegnen oder ihr fremde Hunde zu nah kommen.
Wie alt die beiden sind und ob sie kastriert sind weiß ich leider nicht genau aber ich glaube die Hündin ist etwas über 10 und der Rüde etwas jünger. Es sollten eigentlich beide kastriert sein.

Die Tiere sind soweit ich weiß aus dem Tierheim und nein es existiert kein Gastvater.

Und ich bin 16

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