Der Islandhund: Seine Eigenschaften, seine Eigenarten
Schade, auch ich habe Interesse an dieser Rasse, weiß aber sehr wenig aus eigener Erfahrung.
Allerdings gibt es das Gerücht des fehlenden Jagdtriebs ja auch für meine Wolfspitze: WEIT GEFEHLT!!
Ein Gerücht ist aber genauso die übertriebene Bellfreudigkeit. Sie sind zwar sehr kommunikativ, aber mit Sicherheit keine Kläffer.
Also, wer sagt jetzt mal was über seine eigenen Erfahrungen mit dem Islandspitz??? ( Sonst höre ich hier nachher gar nicht mehr auf, mich über Wolfspitze auszulassen....).
Allerdings gibt es das Gerücht des fehlenden Jagdtriebs ja auch für meine Wolfspitze: WEIT GEFEHLT!!
Ein Gerücht ist aber genauso die übertriebene Bellfreudigkeit. Sie sind zwar sehr kommunikativ, aber mit Sicherheit keine Kläffer.
Also, wer sagt jetzt mal was über seine eigenen Erfahrungen mit dem Islandspitz??? ( Sonst höre ich hier nachher gar nicht mehr auf, mich über Wolfspitze auszulassen....).
Jedes Lebewesen ist ein Individuum. NIEMAND kann ein Lebewesen BESITZEN.
Sy Me
Sy Me
Dann mache ich mal den Pausenfüller, bis sich tatsächlich Islandhundebesitzer melden.
Ich kenne einen "Wikingerhund" etwas näher und die zwei anderen, die ich am Strand und im Hamburger Volkspark getroffen hatte, hatten eine längere Unterhaltung mit den jeweiligen Haltern durch lautstarkes Gekläffe unmöglich gemacht.
"Ein Islandhund, der unzufrieden ist, fängt an zu kläffen". Das kann man auf den Seiten der Vereinigung der Züchter, Besitzer und Freunde des Islandhundes in Deutschland e.V. in 25474 Hasloh nachlesen;
z.B. Islandhund - für jedermann?
Der Islandhund, den ich etwas näher kenne, ist der Nachbarhund meiner Freundin. Er lebt als Haus- und Hofhund und treibt die Islandponys (auch mit lautstarkem Dauergebell) auf dem Pferdegestüt voran.
Rein von der Optik und der Herausforderung finde ich die "Wikingerhunde" auch interessant, aber ich würde ihnen im Alltag wohl nicht gerecht werden können; abgesehen davon, dass ich allzu redselige Hunde nicht gerne um mich habe.
Ich kenne einen "Wikingerhund" etwas näher und die zwei anderen, die ich am Strand und im Hamburger Volkspark getroffen hatte, hatten eine längere Unterhaltung mit den jeweiligen Haltern durch lautstarkes Gekläffe unmöglich gemacht.
"Ein Islandhund, der unzufrieden ist, fängt an zu kläffen". Das kann man auf den Seiten der Vereinigung der Züchter, Besitzer und Freunde des Islandhundes in Deutschland e.V. in 25474 Hasloh nachlesen;
z.B. Islandhund - für jedermann?
Der Islandhund, den ich etwas näher kenne, ist der Nachbarhund meiner Freundin. Er lebt als Haus- und Hofhund und treibt die Islandponys (auch mit lautstarkem Dauergebell) auf dem Pferdegestüt voran.
Rein von der Optik und der Herausforderung finde ich die "Wikingerhunde" auch interessant, aber ich würde ihnen im Alltag wohl nicht gerecht werden können; abgesehen davon, dass ich allzu redselige Hunde nicht gerne um mich habe.
Pfoten zum Gruß
aus der Shiba-Pagode
aus der Shiba-Pagode
Ich bin eher zufällig zu meinem "Isländer" gekommen. Vor 3 Jahren habe ich in einem kleineren Freundeskreis eröffnet, dass ich gerne einen Hund haben möchte. Einen aus dem Tierheim, mittelgross, vielleicht so 6-7 Jahre alt, ein eher ruhigeres Tier, auf keinen Fall einen Welpen. Ich wollte die ganze Sache in Ruhe und wohl überlegt angehen, ich hatte ja Zeit.
Wochen später hat mich eine von meinen Freundinnen angefragt, ob ich Zeit und Lust hätte, mit ihr Kaffe zu trinken, sie würde mich dann abholen. Nichts ahnend habe ich ihr zugesagt. Ihr könnt Euch denken, wo wir gelandet sind: auf einem Pferdehof in Stühlingen (DE). Da waren aber keine gewöhnlichen Pferde, das waren alles Island-Pferde, welche die Besitzer zum Teil auch selbst importiert hatten. Bei einer solchen Gelegenheit haben sie auch eine Islandhündin mitgebracht und eben dieses Mädchen hatte jetzt 6 Babys bekommen. Ach waren die süss, die kleinen Welpen...
Aber ich wollte ja auf keinen Fall einen jungen Hund und habe meinen Standpunkt bei meiner Freundin nochmals vehement vertreten. Die kleinen machen Dreck, machen viel kaputt, sind viel zu lebhaft und stubenrein sind sie natürlich auch nicht. Und dann noch der grosse zeitliche Aufwand für die Erziehung eines jungen Hundes... Also für mich kam das gar nicht in Frage und wir fuhren wieder nach Hause.
Die süssen kleinen Racker haben sich aber nicht mehr aus meinen Gedanken vertreiben lassen. Ich wollte nochmals allein, quasi heimlich, vorbeifahren und mir die Mama nochmals genau anschauen. Die hatte mich dann auch sehr, sehr freundlich begrüsst, ohne Gebelle. Die Züchter haben betont, dass diese Hündin eine ganz tolle, freundliche und eher ruhige Familienhündin sei. Nach einem weiteren kurzen Blick in die Kinderstube habe ich mich wieder verabschiedet mit dem festen Vorsatz, keinen jungen Hund zu kaufen. Aber eben; Vorsätze sind dazu da, dass man sie irgendwann über Bord wirft...
Ein paar Wochen später war ich stolze Besitzerin eines Islandhundes. Das ist mittlerweile schon bald 3 Jahre her. Entgegen den Angaben der Züchterin hat Basco mich mit folgenden Charakterzügen konfrontiert: sehr offener und fröhlicher, aber auch selbständiger Hund, starker Bewegungsdrang, ausgesprochene Treib- und Hüteambitionen, arbeitet und lernt sehr gerne. Er hat mich öfters bis an die Grenzen gefordert, manchmal wollte ich aufgeben...
Mittlerweile haben wir in der Hundeschule beide so viel gelernt, dass es mit wenigen Ausrutschern ganz gut geht. Das war und ist natürlich immer noch eine sehr spannende Zeit, unsere Beziehung ist stark geworden und wir sind schon fast ein Dream-Team!
Ich würde Basco um nichts in der Welt mehr hergeben!!!
Wochen später hat mich eine von meinen Freundinnen angefragt, ob ich Zeit und Lust hätte, mit ihr Kaffe zu trinken, sie würde mich dann abholen. Nichts ahnend habe ich ihr zugesagt. Ihr könnt Euch denken, wo wir gelandet sind: auf einem Pferdehof in Stühlingen (DE). Da waren aber keine gewöhnlichen Pferde, das waren alles Island-Pferde, welche die Besitzer zum Teil auch selbst importiert hatten. Bei einer solchen Gelegenheit haben sie auch eine Islandhündin mitgebracht und eben dieses Mädchen hatte jetzt 6 Babys bekommen. Ach waren die süss, die kleinen Welpen...
Aber ich wollte ja auf keinen Fall einen jungen Hund und habe meinen Standpunkt bei meiner Freundin nochmals vehement vertreten. Die kleinen machen Dreck, machen viel kaputt, sind viel zu lebhaft und stubenrein sind sie natürlich auch nicht. Und dann noch der grosse zeitliche Aufwand für die Erziehung eines jungen Hundes... Also für mich kam das gar nicht in Frage und wir fuhren wieder nach Hause.
Die süssen kleinen Racker haben sich aber nicht mehr aus meinen Gedanken vertreiben lassen. Ich wollte nochmals allein, quasi heimlich, vorbeifahren und mir die Mama nochmals genau anschauen. Die hatte mich dann auch sehr, sehr freundlich begrüsst, ohne Gebelle. Die Züchter haben betont, dass diese Hündin eine ganz tolle, freundliche und eher ruhige Familienhündin sei. Nach einem weiteren kurzen Blick in die Kinderstube habe ich mich wieder verabschiedet mit dem festen Vorsatz, keinen jungen Hund zu kaufen. Aber eben; Vorsätze sind dazu da, dass man sie irgendwann über Bord wirft...
Ein paar Wochen später war ich stolze Besitzerin eines Islandhundes. Das ist mittlerweile schon bald 3 Jahre her. Entgegen den Angaben der Züchterin hat Basco mich mit folgenden Charakterzügen konfrontiert: sehr offener und fröhlicher, aber auch selbständiger Hund, starker Bewegungsdrang, ausgesprochene Treib- und Hüteambitionen, arbeitet und lernt sehr gerne. Er hat mich öfters bis an die Grenzen gefordert, manchmal wollte ich aufgeben...
Mittlerweile haben wir in der Hundeschule beide so viel gelernt, dass es mit wenigen Ausrutschern ganz gut geht. Das war und ist natürlich immer noch eine sehr spannende Zeit, unsere Beziehung ist stark geworden und wir sind schon fast ein Dream-Team!
Ich würde Basco um nichts in der Welt mehr hergeben!!!
Hallo ihr Lieben,
zunächst einmal ein Nordischer Hund - egal welcher Rasse ist kein Hund für Jedermann! Deshalb finde ich es gut, wenn man sich vorab gründlich über die Wunschrasse informiert.
Zu Samtpfote: Du hast wie ich deinem Profil entnehmen konnte, einen Islandhund/Golden Retrivermix. So dass, bei deinem Hund wahrscheinlich nur ein Charakteranteil - wenn auch nach deinen Beschreibungen ein großer - dem des Isländers entspricht. Bei einem reinrassigen Islandhund kann noch einiges hinzukommen..... Toll, dass ihr euch zusammengerauft habt und du nicht aufgegeben hast.
Nicht so toll finde ich deinen sogenannten Züchter, der in meinen Augen ein Vermehrer ist. Islandhund und Golden Retriver ist keine Zucht. Es gibt genug arme Hunde in Tierheimen... meine Meinung!
Der Islandhund gehört zu den "spitzartigen" Hunden, dass er sehr bellfreudig ist, ist leider kein Gerücht. Man kann diese Bellfreudigkeit durch entsprechende geduldige und konseqeunte Erziehung etwas einschränken. Da die Vorfahren des Islandhundes zur Jagd eingesetzt wurden, gibt es auch durchaus sehr jagdfreudige Isländer.
Der Islandhund ist eigentlich eine robuste Rasse, bei dem aber leider HD auftritt. Bei der Anschaffung von einem Islandhund, sollte man darauf achten, dass beide Elterntiere HD-frei sind. Denn wenn HD bei Islandhunden auftritt, dann leider häufig sehr hochgradig.
Hier noch eine sehr interessante Rassebeschreibung des DCNH, die auch auf den Ursprung des Islandhundes zurückgeht:
Die Vorfahren des Islandhundes waren zur Jagd verwendete Hunde keltischer und germanischer Sippen, die im 7. Jahrhundert aus Irland und Schottland und später auch aus Norwegen kommend Island besiedelten.
Der Islandhund ist ein reiner Treib-, Hüte- und Haushund, wobei gesagt werden muss, dass die Isländer ihre Hunde nicht mit ins Haus nehmen. Islandhunde werden als Arbeitshunde zu mehreren gehalten und ausschließlich auf ihre Eignung dafür gezogen. den isländischen Bauern und Viehzüchtern sind sie unentbehrliche Helfer. Aufgrund der landschaftlichen Gegebenheiten müssen diese Hunde hohen Anforderungen an Robustheit, Ausdauer, Anspruchslosigkeit und Gehorsam genügen. Sie müssen flink und mutig sein, wenn die Viehherden oft viele Tage durch unwegsames Gelände, reißende Flüsse und Geröllfelder bei extremen Witterungsbedingungen unterwegs sind. Ihr Arbeitseinsatz ist immer von denjenigen gerühmt worden, die Hunde in Island kennengelernt haben und einige von ihnen mitbrachten. Eine Hundehaltung, wie wir sie kennen, ist in Island nicht üblich. Frei an den Gehöften gehalten, dürfen sie keinen aggressiven Charakter haben. Bissige Hunde wurden von jeher getötet. Inzwischen bei uns gesammtelte Erfahrungen lassen durchaus auf eine ausgesprochene Eignung als Familienhund im Haus schließen. Ihre enorme Anpassungfähigkeit, entwickelt während vieler Jahrhunderte harter Lebensbedingungen, macht sie bei uns nun auch zu angenehmen Hausgenossen.
Ausgesprochen gutartig und freundlich, sind Islandhunde für den Umgang mit Kindern besonders geeignet. Eine Notiz aus dem Jahre 1650 besagt, dass Islandhunde von den Engländern als besondere Schoßhunde sehr begehrt waren. Dass sie trotzdem als Rasse keinen großen Ruhm erlangten - denn der Islandhund war in keinem kynologischen Fachbuch bis 1978 aufgeführt - ist vermutlich auf die niedere gesellschaftliche Stellung seiner Züchter und Halter, nämlich Bauern, zurückzuführen.
Noch rudelbezogen hängen sich die Islandhunde voller Hingabe an ihre Menschen, lernen schnell und willig, und es ist eine Freude mit ihnen umzugehen. Sie sind nicht gern allein und vertragen sich gut mit allen Haustieren. Trotz ihrer Robustheit und Vitalität sind sie ausgesprochen sensibel und sollten konsequent, aber ohne Härte erzogen werden. Als Schutzhunde nicht geeignet, sind sie jedoch zuverlässige Wachhunde.
Eine Eignung zur Jagd ist ihnen sicher grundsätzlich nicht abzusprechen. Da es jedoch auf Island seit langem weder Wald noch Wild gibt, ist ihre einstige diesbezüglich Prägung zugunsten der Treib- und Hüteeigenschaften überwiegend verkümmert.
Die ersten Islandhunde kamen durch unsere Pferdeeinkäufer zu uns, die sie auch hier in etwa so halten konnten, wie die Isländer es taten. Einige von ihnen und ihren Nachkommen, sind der Stamm, aus dem bei uns inzwischen auch ausgezeichnete Tiere gezogen worden sind. Ihre Haltung im Haus bringt keine Probleme. Familienanschluss entspricht ihrem geselligen Wesen.
Islandhunde werden seit 1981 im Deutschen Club für Nordische Hunde zuchtbuchmäßig geführt, sind von der FCI als Rasse anerkannt und werden seither in Deutschland nach internationalen Richtlinen gezüchtet.
zunächst einmal ein Nordischer Hund - egal welcher Rasse ist kein Hund für Jedermann! Deshalb finde ich es gut, wenn man sich vorab gründlich über die Wunschrasse informiert.
Zu Samtpfote: Du hast wie ich deinem Profil entnehmen konnte, einen Islandhund/Golden Retrivermix. So dass, bei deinem Hund wahrscheinlich nur ein Charakteranteil - wenn auch nach deinen Beschreibungen ein großer - dem des Isländers entspricht. Bei einem reinrassigen Islandhund kann noch einiges hinzukommen..... Toll, dass ihr euch zusammengerauft habt und du nicht aufgegeben hast.
Nicht so toll finde ich deinen sogenannten Züchter, der in meinen Augen ein Vermehrer ist. Islandhund und Golden Retriver ist keine Zucht. Es gibt genug arme Hunde in Tierheimen... meine Meinung!
Der Islandhund gehört zu den "spitzartigen" Hunden, dass er sehr bellfreudig ist, ist leider kein Gerücht. Man kann diese Bellfreudigkeit durch entsprechende geduldige und konseqeunte Erziehung etwas einschränken. Da die Vorfahren des Islandhundes zur Jagd eingesetzt wurden, gibt es auch durchaus sehr jagdfreudige Isländer.
Der Islandhund ist eigentlich eine robuste Rasse, bei dem aber leider HD auftritt. Bei der Anschaffung von einem Islandhund, sollte man darauf achten, dass beide Elterntiere HD-frei sind. Denn wenn HD bei Islandhunden auftritt, dann leider häufig sehr hochgradig.
Hier noch eine sehr interessante Rassebeschreibung des DCNH, die auch auf den Ursprung des Islandhundes zurückgeht:
Die Vorfahren des Islandhundes waren zur Jagd verwendete Hunde keltischer und germanischer Sippen, die im 7. Jahrhundert aus Irland und Schottland und später auch aus Norwegen kommend Island besiedelten.
Der Islandhund ist ein reiner Treib-, Hüte- und Haushund, wobei gesagt werden muss, dass die Isländer ihre Hunde nicht mit ins Haus nehmen. Islandhunde werden als Arbeitshunde zu mehreren gehalten und ausschließlich auf ihre Eignung dafür gezogen. den isländischen Bauern und Viehzüchtern sind sie unentbehrliche Helfer. Aufgrund der landschaftlichen Gegebenheiten müssen diese Hunde hohen Anforderungen an Robustheit, Ausdauer, Anspruchslosigkeit und Gehorsam genügen. Sie müssen flink und mutig sein, wenn die Viehherden oft viele Tage durch unwegsames Gelände, reißende Flüsse und Geröllfelder bei extremen Witterungsbedingungen unterwegs sind. Ihr Arbeitseinsatz ist immer von denjenigen gerühmt worden, die Hunde in Island kennengelernt haben und einige von ihnen mitbrachten. Eine Hundehaltung, wie wir sie kennen, ist in Island nicht üblich. Frei an den Gehöften gehalten, dürfen sie keinen aggressiven Charakter haben. Bissige Hunde wurden von jeher getötet. Inzwischen bei uns gesammtelte Erfahrungen lassen durchaus auf eine ausgesprochene Eignung als Familienhund im Haus schließen. Ihre enorme Anpassungfähigkeit, entwickelt während vieler Jahrhunderte harter Lebensbedingungen, macht sie bei uns nun auch zu angenehmen Hausgenossen.
Ausgesprochen gutartig und freundlich, sind Islandhunde für den Umgang mit Kindern besonders geeignet. Eine Notiz aus dem Jahre 1650 besagt, dass Islandhunde von den Engländern als besondere Schoßhunde sehr begehrt waren. Dass sie trotzdem als Rasse keinen großen Ruhm erlangten - denn der Islandhund war in keinem kynologischen Fachbuch bis 1978 aufgeführt - ist vermutlich auf die niedere gesellschaftliche Stellung seiner Züchter und Halter, nämlich Bauern, zurückzuführen.
Noch rudelbezogen hängen sich die Islandhunde voller Hingabe an ihre Menschen, lernen schnell und willig, und es ist eine Freude mit ihnen umzugehen. Sie sind nicht gern allein und vertragen sich gut mit allen Haustieren. Trotz ihrer Robustheit und Vitalität sind sie ausgesprochen sensibel und sollten konsequent, aber ohne Härte erzogen werden. Als Schutzhunde nicht geeignet, sind sie jedoch zuverlässige Wachhunde.
Eine Eignung zur Jagd ist ihnen sicher grundsätzlich nicht abzusprechen. Da es jedoch auf Island seit langem weder Wald noch Wild gibt, ist ihre einstige diesbezüglich Prägung zugunsten der Treib- und Hüteeigenschaften überwiegend verkümmert.
Die ersten Islandhunde kamen durch unsere Pferdeeinkäufer zu uns, die sie auch hier in etwa so halten konnten, wie die Isländer es taten. Einige von ihnen und ihren Nachkommen, sind der Stamm, aus dem bei uns inzwischen auch ausgezeichnete Tiere gezogen worden sind. Ihre Haltung im Haus bringt keine Probleme. Familienanschluss entspricht ihrem geselligen Wesen.
Islandhunde werden seit 1981 im Deutschen Club für Nordische Hunde zuchtbuchmäßig geführt, sind von der FCI als Rasse anerkannt und werden seither in Deutschland nach internationalen Richtlinen gezüchtet.
Zuletzt geändert am 17.12.2009 19:00 Uhr
Original von Kuddelmuddel:
Der Islandhund ist eigentlich eine robuste Rasse, bei dem aber leider HD auftritt. Bei der Anschaffung von einem Islandhund, sollte man darauf achten, dass beide Elterntiere HD-frei sind. Denn wenn HD bei Islandhunden auftritt, dann leider häufig sehr hochgradig.
Der Islandhund ist eigentlich eine robuste Rasse, bei dem aber leider HD auftritt. Bei der Anschaffung von einem Islandhund, sollte man darauf achten, dass beide Elterntiere HD-frei sind. Denn wenn HD bei Islandhunden auftritt, dann leider häufig sehr hochgradig.
Hast Du - oder sonst jemand - genauere Informationen darüber, worin die gravierende HD - Anfälligkeit sowie die offenbar auffällige Hochgradigkeit begründet liegt?
Beim Shiba soll meines Wissens nach ursprünglich keine HD aufgetreten sein. Wobei es mutmaßlich keine gesicherten Erkenntnisse gibt, da diese sich lediglich auf 5 - 7000 Jahre alte Knochenfunde beschränken.
Es würde mich interessieren, ob es beim Islandhund fundiertere Forschungsergebnisse gibt?
LG vom Ostseerudel
Geistige Auseinandersetzungen soll man nicht mit Unbewaffneten führen
Zuletzt geändert am 23.12.2009 09:23 Uhr
Hallo aryushiba,
ob es beim Islandhund fundiertere Forschungsergebnisse über die hochgradige HD-Auffälligkeit gibt, weiß ich nicht - glaube aber eher nicht. Jeder nordische Hund der in Deutschland zur Zucht zugelassen wird, muss sinnvoller Weise vorab auf HD und z. B. Katarakt untersucht werden. Ohne dem keine Zuchtzulassung!
Diese Untersuchungen werden in den Clubnachrichten des DCNH veröffentlicht, so dass man schon einen Überblick hat, welche nordischen Rassen HD haben und wie hoch der Grad ist. Im Vergleich z. B. zum Retriever kommen die nordischen Hunde aber relativ gut weg.
Die Hochgradigkeit von HD, wenn sie auftritt, könnte meiner Meinung an der recht "engen" Zucht mangels geeigneter Deckpartner liegen und weil auch noch mit Hunden mit HD C gezüchtet werden darf, deshalb sollte man immer darauf achten, egal bei welcher Rasse, dass beide Elterntiere HD-frei sind - ist aus den Ahnentafeln über fünf Generationen ersichtlich.
Wie kommst du darauf, dass beim Shiba keine HD auftritt? Es gibt hier in Deutschland sehr wohl Shibas mit HD, sogar mit HD E, also extrem hochgradig. Aber wie gesagt, im Vergleich zu anderen Hunderassen wie z. B. Labrador und Retriver kommen die nordischen Hunde immer noch relativ gut weg.
LG Kuddelmuddel
ob es beim Islandhund fundiertere Forschungsergebnisse über die hochgradige HD-Auffälligkeit gibt, weiß ich nicht - glaube aber eher nicht. Jeder nordische Hund der in Deutschland zur Zucht zugelassen wird, muss sinnvoller Weise vorab auf HD und z. B. Katarakt untersucht werden. Ohne dem keine Zuchtzulassung!
Diese Untersuchungen werden in den Clubnachrichten des DCNH veröffentlicht, so dass man schon einen Überblick hat, welche nordischen Rassen HD haben und wie hoch der Grad ist. Im Vergleich z. B. zum Retriever kommen die nordischen Hunde aber relativ gut weg.
Die Hochgradigkeit von HD, wenn sie auftritt, könnte meiner Meinung an der recht "engen" Zucht mangels geeigneter Deckpartner liegen und weil auch noch mit Hunden mit HD C gezüchtet werden darf, deshalb sollte man immer darauf achten, egal bei welcher Rasse, dass beide Elterntiere HD-frei sind - ist aus den Ahnentafeln über fünf Generationen ersichtlich.
Wie kommst du darauf, dass beim Shiba keine HD auftritt? Es gibt hier in Deutschland sehr wohl Shibas mit HD, sogar mit HD E, also extrem hochgradig. Aber wie gesagt, im Vergleich zu anderen Hunderassen wie z. B. Labrador und Retriver kommen die nordischen Hunde immer noch relativ gut weg.
LG Kuddelmuddel
Danke für Deine Ausführungen.
Das hat für den DCNH / VDH Gültigkeit - aber ist das bei allen anderen Zuchtvereinen /-verbände, die den Islandhund vertretetn, auch so? Beim Shiba wird das völlig unterschiedlich gehandhabt, einige testen erst ab einer Schulterhöhe von 40cm (frag' mich nicht, warum, auch kleinere haben HD). Auf der sicheren Seite sein kann man nur beim DCNH, der dem VDH angeschlossen ist. Ich schätze, daß es beim Islandhund ähnlich unterschiedliche Handhabungen gibt, und man deshalb beim DCNH auf der sichersten Seite wäre.
Lies' bitte nochmal, was ich schrieb - ich bezog mich auf den Ursprung! Heutzutage gibt es HD, nur worauf das dann zurückzuführen ist, ist ungeklärt soweit ich weiß. Möglicherweise liegt die Begründung darin, daß die Rasse Anfang des vorigen Jahrhunderts nahezu ausgestorben war und man zur Erhaltung / Neugenerierung zwangsläufig nur auf einen sehr begrenzten Genpool zurückgreifen konnte. Dies wiederum deckt sich mit Deiner Mutmaßung bzgl. der "engen Zucht".
Original von Kuddelmuddel:
>Jeder nordische Hund der in Deutschland zur Zucht zugelassen wird, muss sinnvoller Weise vorab auf HD und z. B. Katarakt untersucht werden. Ohne dem keine Zuchtzulassung!
>Jeder nordische Hund der in Deutschland zur Zucht zugelassen wird, muss sinnvoller Weise vorab auf HD und z. B. Katarakt untersucht werden. Ohne dem keine Zuchtzulassung!
Das hat für den DCNH / VDH Gültigkeit - aber ist das bei allen anderen Zuchtvereinen /-verbände, die den Islandhund vertretetn, auch so? Beim Shiba wird das völlig unterschiedlich gehandhabt, einige testen erst ab einer Schulterhöhe von 40cm (frag' mich nicht, warum, auch kleinere haben HD). Auf der sicheren Seite sein kann man nur beim DCNH, der dem VDH angeschlossen ist. Ich schätze, daß es beim Islandhund ähnlich unterschiedliche Handhabungen gibt, und man deshalb beim DCNH auf der sichersten Seite wäre.
Wie kommst du darauf, dass beim Shiba keine HD auftritt?
Lies' bitte nochmal, was ich schrieb - ich bezog mich auf den Ursprung! Heutzutage gibt es HD, nur worauf das dann zurückzuführen ist, ist ungeklärt soweit ich weiß. Möglicherweise liegt die Begründung darin, daß die Rasse Anfang des vorigen Jahrhunderts nahezu ausgestorben war und man zur Erhaltung / Neugenerierung zwangsläufig nur auf einen sehr begrenzten Genpool zurückgreifen konnte. Dies wiederum deckt sich mit Deiner Mutmaßung bzgl. der "engen Zucht".
LG vom Ostseerudel
Geistige Auseinandersetzungen soll man nicht mit Unbewaffneten führen
Zuletzt geändert am 01.01.2010 13:57 Uhr
Oh, sorry du hast Recht bzgl. HD beim Shiba. Ich habe flüchtig gelesen.
Soweit ich weiß, wird der Islandhund hier in Deutschland nur über den DCNH gezüchtet. Es gibt keine anderen Zuchtverbände- /vereine für ihn. Soviele Islandhundzüchter gibt es in Deutschland nicht. Da im DCNH - wie in jedem anderem Verein Unstimmigkeiten vorhanden sind, haben sich einige Züchter abgesplittet und eigene andere Verbände/Vereine gegründet wie z. B. Huskyzüchter, die zahlreich vertreten sind oder auch Shibazüchter. Ob diese nun unbedingt schlechter sind kann ich nicht beurteilen - auch sie züchten meistens nach VDH/FCI.
Im DCNH kann ja auch noch mit Hunden, die z. B. HD C (bei einem Zuchtpartner) haben gezüchtet werden und da kommt es dann auch schon vor, dass die Welpen einen höheren HD-Grad aufweisen.
Meiner Meinung ist man nur auf der relativ sicheren Seite, wenn beide Elterntiere und deren Vorfahren HD-frei sind/waren.
Wir haben Norwegische Elchhunde, die alle Norwegenimporte sind bzw. beide Elterntiere Norwegenimporte waren. Zwischen ihnen und den deutschen Nachzuchten gibt es äußerlich und charakterlich gewaltige Unterschiede. In Norwegen sind sie z. B. auch heute noch über 98 % HD frei. Hier in Deutschland gibt es auch Elchhunde mit hochgradiger HD, was in Norwegen nie vorkommt.
LG Kuddelmuddel
Soweit ich weiß, wird der Islandhund hier in Deutschland nur über den DCNH gezüchtet. Es gibt keine anderen Zuchtverbände- /vereine für ihn. Soviele Islandhundzüchter gibt es in Deutschland nicht. Da im DCNH - wie in jedem anderem Verein Unstimmigkeiten vorhanden sind, haben sich einige Züchter abgesplittet und eigene andere Verbände/Vereine gegründet wie z. B. Huskyzüchter, die zahlreich vertreten sind oder auch Shibazüchter. Ob diese nun unbedingt schlechter sind kann ich nicht beurteilen - auch sie züchten meistens nach VDH/FCI.
Im DCNH kann ja auch noch mit Hunden, die z. B. HD C (bei einem Zuchtpartner) haben gezüchtet werden und da kommt es dann auch schon vor, dass die Welpen einen höheren HD-Grad aufweisen.
Meiner Meinung ist man nur auf der relativ sicheren Seite, wenn beide Elterntiere und deren Vorfahren HD-frei sind/waren.
Wir haben Norwegische Elchhunde, die alle Norwegenimporte sind bzw. beide Elterntiere Norwegenimporte waren. Zwischen ihnen und den deutschen Nachzuchten gibt es äußerlich und charakterlich gewaltige Unterschiede. In Norwegen sind sie z. B. auch heute noch über 98 % HD frei. Hier in Deutschland gibt es auch Elchhunde mit hochgradiger HD, was in Norwegen nie vorkommt.
LG Kuddelmuddel
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- Halbstarker
Beiträge: 398Mir gefällt die Größe, die Fellbeschaffenheit, und der fehlende Jagdtrieb. Auf Ausstellungen konnte ich mir ein äußerliches Bild des Islandhundes verschaffen.
Man sagt der Rasse oftmals Bellfreudigkeit zu, was ein Aspekt ist, der mich abschreckt, denn ich möchte mich und meine Umwelt nicht mit einem Kläffer plagen. Auch habe ich gelegentlich gehört, daß der Islandhund sehr wohl Jagdtrieb hat, wenn dieser auch weitgehend abgezüchtet worden sein soll. Was ist dran an diesem Hörensagen?
Welche genetischen Krankheiten / Auffälligkeiten treten in Erscheinung, worauf sollte sich ein Welpenkäufer möglicherweise einstellen müssen? Was wäre unbedingt beim Züchter zu hinterfragen bei der Anschaffung?
Mich interessieren insbesondere persönliche Erfahrungen von Islandhundebesitzern und -züchtern.