21 Wochen alter X-Herder Rüde häufiger Durchfall, liegt es an der Futterumstellung???

ToMicPa68
  • Forenwelpe
Beiträge: 1
Ich muss ein wenig ausholen bei meiner Fragestellung.
Haben uns vor 9 Wochen als 2 Hund einen X-Herder Rüden im Alter von 12 Wochen ins Haus geholt.
Leider war der Kurze kaum sozialisiert und da ging es dann schon bei der Fütterung los, er inhalierte sein Trockenfutter förmilch, 3 Fütterungen am Tag, mit jeweils 130gr. mittlerweile sind wir bei knapp 165gr., der Napf ist in gefühlten 10 Sek. leer gesaugt.
Unsere Hündin, derzeit 18 Monate alt, Malinoi, Dobermann, Aussie Mix, braucht hingegen eine gefühlte Ewigkeit und mnuss auch getrennt vom X-Herder gefüttert werden, weil er sonst ihr das Futter wegfressen würde und sie lässt es auch mit sich machen. Allerdings nur beim Futter, Leckerchen z.B. Kauknochen usw. werden verteidigt.
Nun kommen wir zum eigentlichen Problem, der Welpe bekam vom Vorbesitzer Trockenfutter und zwar 6 Welpen in einem abgezäunten Bereiche von vielleicht 10qm, dort wurde dann eine Messbecher mit einer Füllmenge von ca. 1 Liter voll mit Trockenfutter ins "Gehege" geschüttet und wer nicht schnell genug war bekam halt nicht genug.

Wir haben dann zuerst auch weiter Trockenfutter gefüttert, von "Bosch - Welpenfutter bis zum 12 Monat" es gab keinerlei Probleme, kein Durchfall kein Erbrechen, alles völlig normal.

Unser Tierarzt ist ein Verfechter des Barfens, hat uns dann auch empfohlen lieber zu Barfen, statt Trockenfutter zu geben, da er meinte der Kot des Welpen sei von der Konsistenz und Farbe her nicht okay, Hund hatte sich bedauerlicher Weise sich im Sprechzimmer erleichtert.
Also Rohfutter gekauft und dann pro Tag ca. 400gr. Fleisch roh (Mix aus Rind, Pansen, Geflügel) und 350gr. Gemüse in Form von Kartoffeln, Reis, Nudeln und Spinat alles gekocht als Brei dazu gegeben auf 3 Fütterungen verteilt.
Kotabsatz dann nur noch 1 bis max. 2 Mal täglich.

Jetzt kommt es, wenn wir spazieren gehen, inhaliert der Welpe so ziemlich alles was auf dem Boden liegt, Kot und ganz besonders Eicheln, da wir in einem sehr bewaldeten Gebiet wohnen, fast unmöglich es zu verhindern.
Es gibt hier kaum Wege wo keine Eicheln oder Bucheckern auf dem Boden liegen, er hatte dann vor ca. 11 Tagen auch mal an einem Stock rumgekaut und auf dem Spaziergang extrem an der Leine gezogen und sich dabei die Luft auch stark abgedrückt, am folgenden Morgen fing er dann an zu würgen, röcheln.
Tierarzt angerufen und geschildert was am Vortag geschehen war, dieser meinte am besten Sauerkraut geben, wenn denn wirklich ein kleines Stück Holz im Hals hängen sollte, würde es durch das Sauerkraut auf normale Weise abgeführt.
Zusätzlich sollten wir auch noch kalten Quark geben, falls es eine Reizung am Hals sein sollte die durch das starke Ziehen ausgelöst sein könnte.
Gesagt getan, das Husten lies nach und 2 Tage später hatte ich einen Termin zum Nachimpfen, Hund wurde dann auch nochmal dahingehend untersucht ob ein Fremdkörper im Hals stecken könnte und auch abgehört, alles ohne Befund.

In der Nacht zuvor hatte er erstmals Durchfall bekommen, was alle auf das Sauerkraut zurückführten, 1 Tag Schonkost und danach dann erstmals für 3 Tage Barfen.
Da das Trockenfutter ja nicht gerade zu den billig Sorten zählt, habe ich dann wieder das Trockenfutter gefüttert, gleichzeitig war aber immer noch das Problem, dass die Eicheln so lecker sind, leider aber auch giftig wegen der Gerbstoffe.
Es trat ziemlich schnell wieder Durchfall auf, nach einer erneuten Runde Barfen, wieder mit Trockenfutter angefangen und wieder Durchfall!

Ich selber bin mir nicht zu 100% sicher ob es an der Futterumstellung liegt, oder doch eher an den Eicheln die er frisst.
Ganz ehrlich würde ich am liebsten das Trockenfutter verfüttern und danach dann auf das Barfen ganz umsteigen, Problem ist das ich noch gut 20 Kilo von dem Trockenfutter habe.

Noch ein kurzer Nachsatz, der Welpe wie auch die Hündin bekommen beide Kalzium in Form von Knochenmehl bem Barfen zugefüttert, auch noch "Luposan Gelenkkraft 30"

Bei der Hündin tritt auch kein Durchfall auf, obwohl sie genauso mal Barfen mal Trockenfutter bekommt, allerdings verschmäht sie auch die Eicheln.
Zuletzt geändert am 27.10.2016 07:15 Uhr
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 8971
Moin !
Ich denke (bin wirklich kein Speziaist !), das unkontrollierte Fressen von allerlei "Unfug" auf dem Spaziergang ist erstmal das Hauptproblem (?) und das solltest Du ihm umgehend abtrainieren.Wer weiß, was er sich in der Zukunft noch alles einverleibt und das kann ja wirklich lebensgefährlich werden !
Da es aber ganz sicher einige Zeit dauern wird, bis das Training erfolgreich ist, würde ich ihm als "Sofotmaßnahme" einen Maulkorb antrainieren.Es gibt da ja z.B. solche Nylonschlaufen für die Schnauze, die sind recht angenehm zu tragen, sehen nicht so wild aus, verhindern aber umgehend (ich kenne die nur vom Anschauen, getestet habe ich die noch nie) das unkontrollierte Futtern von dem ganzen Mist der überall rumliegt.Im Notfall würde ich auch einen richtigen Maulkorb verwenden, z.B. mit einem Lederkorb, o.ä., einfach um die Gefahr abzuwenden, natürlich erst nach Gewöhnung und Korbtraining.
Wie gesagt, das wäre nur eine erste "Sofortmaßnahme" bis das Training Erfolg zeigt.
Auch würde ich (!) erstmal bei einer Futterart bleiben, also nicht ständig wechseln zwischen Barf und Trofu, das alleine kann schon die Ursache für Durchfall u.s.w. sein, ist es sehr oft auch !
Ich bin auch überzeugter Barfer, aber das ist ja nicht das Thema und wichtig wäre erstmal, das sich seine Verdauung normalisiert und dabei finde ich egal, ob nun Bosch Trofu (ist ja nicht das schlechteste Futter), oder Barf.
Eine "normale" Verdauung wäre zunächst vorrangig mein Ziel.Wie auch immer das Ziel erreicht wird.
Sicher kommen noch viele bessere Tips, aber das wäre meine umgehende Gefahrenabwehr (!) für den Wuffel
"Wäre doch nur ein Bruchteil der Schäferhundbesitzer so klug wie ihre Tiere."
(Stefan Wittlin, schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut)
Zuletzt geändert am 27.10.2016 12:16 Uhr
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 919

@ToMicPa68

Eicheln, besonders auch schon in kleinen Mengen für Welpen, können sehr giftig sein.
Typische Symptome sind Magenbeschwerden, Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung, während ganze Eicheln, bei Welpen und kleineren Hunden, auch den Verdauungstrakt blockieren können.
Die in Eicheln vorhandenen Gallotannine können Nierenschäden verursachen.

Daher wundern mich die Beschwerden von Deinem Kleinen nicht. Dass Welpen gerne alles möglich fressen ist normal, kleine Kinder haben auch ihre Phase, wo sich alles in den Mund stecken und am liebsten essen würden.
Vermeide aber unbedingt, dass Dein Kleiner Eicheln, besonders die unreifen, frisst. U.U. kann das tödlich für ihn enden!

Ebenso sind Buckeckern giftig. Sie enthalten u.a. Blausäure, Fagin + Oxalsäure.
Die Symptome sind: Zittern, vermehrter Speichelfluss, starkes Hecheln, Atemnot. Hat er mehrere Bucheckern auf einmal gefressen und treten oben beschriebene Symptome auf, ist es ein Fall für den tierärztlichen Notdienst.

Ich würde auch jetzt erst enmal keine weiteren Futterumstellungen wagen, wie TomStep schon geraten hat. Der kleine Organismus ist jetzt schon arg überlastet, obwohl er noch nicht ausgewachsen ist, das Immunsystem längst noch nicht ausgereift. Das Magendarmsystem ist also auch noch im Aufbau begriffen. Alles noch sehr empfindlich.
Ich würde erst das bekannte Welpenfutter weiterfüttern, bis sich der kleine Körper von den Strapazen erholt hat, was eine Weile dauern wird.

LG Feuerwolf
Hundeli
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2020
Guten Morgen

Beide haben Recht!
Kommt jedoch noch dazu, dass junge Hundis mal riesen viel Hunger haben und dann wieder viel weniger! Das hängt mit dem Wachstum und Entwicklung zusammen!
Da er 'gelernt' hat, sich das Futter quasi erkämpfen zu müssen, frisst er auch schnell........also kaut er nicht und so rum, beginnt die normale Futterverdauung auch nicht.............. Es gibt diverse Möglichkeiten, das Fressen zu verlangsamen, wär evt. eine gute Hilfe.
Ich denk auch, mach nun nicht zu viel, das macht den Hundi höchstens nervös.........

Grüesslis
Hundeli
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