Britische Medien warnen vor der Leptospirose-Impfung Nobivac L4

CairnLover
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Durch reinen Zufall habe ich heute mehrere Berichte gefunden, dass in England in den letzten beiden Jahren 2000 schwere Nebenwirkungen einschl. 120 Todesfällen im Anschluss an die Leptospirose-Impfung Nobivac L4, die auch bei uns zugelassen ist, gemeldet wurden.
http://www.telegraph.co.uk/news/2016/07/02/dogs-dying-after-having-protective-vaccine-owners-claim/
http://www.dailymail.co.uk/news/article-3672378/Thousands-dogs-dying-suffering-severe-reactions-vaccinated-against-bacterial-infections.html

Ich finde es nicht richtig, dass Hundehalter in D nicht darüber informert werden, wenn es bei einer Impfung oder einem Medikament zu vermehrten schweren Nebenwirkungen und Todesfällen kommt und im Gegenteil manche Tierärzte die Impfung auch noch als gut verträglich vermarkten, zumal diese Impfung nur eine trügerische Sicherheit gibt.

Trügerisch daher, da Leptospiren eine Familie von Bakterien mit über 200 Untertypen sind.
Der anscheinend vor allem für kleine Hunderassen recht gefährliche modernste Impfstoff Nobivac L4 schützt nur gegen vier der häufiger vorkommenden Untertypen, nicht aber gegen den Rest.

Es ist also für alle Hundehalter sehr wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, dass auch ein geimpfter Hund sehr wohl an einer Leptospirose erkranken kann und bei Verdacht Antibiotika verabreichen zu lassen, um Folgeschäden zu verhindern.
Feuerwolf
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@CairnLover: ..........rein zufällig.......ja.......?
So langsam weiss ich ja, dass Du entschiedener Gegner von Impfungen bist.....vor allem, da Du immer so alte Treads wieder aufleben lässt oder so alte Nachrichten "zufällig" findest, die für mich überhaupt nichts Neues oder Unbekanntes an sich haben!

Und....wer sich informieren möchte, der kann sich auch in Deutschland darüber informieren und findet auch in Deutschland diese Berichte, sogar auf deutsch..... ......soviel zu : "Ich finde es nicht richtig, dass Hundehalter in D nicht darüber informert werden......."
Soll ich Dir den entsprechenden Link mit der Info auf deutsch schicken?

Schade, dass Du aber meine neuen Komis (oder die anderer Leute) zu Deinen alten gefundenen Nachrichten nicht beantwortest.

LG Feuerwolf
CairnLover
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1. Ist Impfen eine sehr persönliche Entscheidung, die jeder halten kann, wie er will und zu der wohl jeder seine Meinung hat. Angst vor dem Nichtimpfen, gepaart mit Impfwerbung, wie Du das hier nach allen meinen Beiträgen propagierst, sind die uralten Mittel von Pharma und der schlechteste Ratgeber.
2. Sind Impfungen für Hunde eines der wichtigen Themen für Hundehalter und haben ein separates Unterforum verdient. Dies ist das Einzige, das ich hier gefunden habe. Die Beiträge im Forum Gesundheit und sonstwo zu verteilen, ist für jemanden, der sich informieren möchte, durch die nervige Sucherei nicht wirklich zielführend.
3. Ich weiß, dass es 1 ausführlichen Beitrag auf einem deutschen Medium gibt, das in meinen Augen aber nicht sonderlich seriös ist. Wer Interesse an diesem Beitrag hat, wird ihn leicht im www finden. Zudem kann dieser Beitrag nicht das Ausmaß der Sache bei unseren britischen Nachbarn zeigen, dass durch die Nachrichten zweier großer seriöser britischer Medien vermittelt wird. Englisch kann heutzutage doch fast jeder.
4. Ist eine Nachricht, die ich hier im Forum nicht gefunden habe, von der die meisten User noch nichts gehört haben dürften und die erst im Sommer letzten Jahres in England richtig hochgekocht ist, in meinen Augen nicht alt, sondern ziemlich aktuell.
5. Falls Du tatsächlich Medien kennst, auf denen gemeldete Nebenwirkungen und Todesfälle von caninen Impfstoffen und Medikamenten einsehbar sind, wie das in der Humanmedizin bei der PEI der Fall ist, dann her damit. Es würden sich alle Interessierten freuen.
Schließlich gibt es viele Anbieter von Impfungen, so dass es für jeden hilfreich zu wissen ist, durch welche Impfungen besonders viele Hunde sterben oder schwer krank werden.
Zuletzt geändert am 04.01.2017 13:26 Uhr
Feuerwolf
  • Halbstarker
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Hilfreich wäre es auch zu wissen wieviele Hunde ohne Impfungen früher an den jeweiligen Erkrankungen gestorben sind oder eingeschläfert werden mussten.

Alle an Tollwut erkrankten Hunde zu 100% z.B.

Für mich ist Impfen nicht der schlechteste Ratgeber schlechthin, zumal wenn ich mich mit Medizingeschichte z.T. befasst habe und hat nichts mit "uralten Mittel von Pharma" zu tun.

Jeder muss sich die Frage stellen, was für ihn mehr Gewicht hat: Ein Hund , der wegen Nichtimpfung evtl. an bestimmten Infektionen stibt oder evtl. die eigenen Kinder damit ansteckt (Leptospirose mit Verlaufsformen bis hin zum Tod) oder das geringere Risiko in Kauf nehmen von Impfrisiken.

Hier ein, für mich seriöser Link zum Thema Impfen:

http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=19443

Eine grundsätzlich ablehnende Haltung gegenüber Impfungen ist für mich persönlich fahrlässig seinem eigenen Tier gegenüber, anderen Tieren gegenüber und seinen Mitmenschen gegenüber auch.
Zuletzt geändert am 04.01.2017 14:29 Uhr
CairnLover
  • Forenwelpe
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+ 1
Es wäre schön, wenn Du deine Beiträge inhaltlich den Themen zuordnen könntest.
In diesem Thread geht es um eine Leptospirose-Impfung.

Da Du, wie vermutet, leider nur Impfwerbung betreibst, habe ich selbst gesucht und zumindest etwas gefunden.

Viele, die mit Ihrem Hund negative Impferfahrungen gemacht haben, werden dies nicht weitergegeben haben und möglicherweise gleich den Tierarzt gewechselt haben.
Doch das mag ein Fehler sein. Denn auch in D gibt es eine Erfassung von Impfkomplikationen für Tiere. Und die kann eigentlich erst wirklich aussagefähig sein, wenn Hundehalter darüber informiert sind und die meisten Meldungen auch dort eingehen. Denn aktuell sind dort kaum Meldungen erfasst.
Ganz abgesehen davon, dass die Meldungen auch keinen Impfherstellern zugeordnet sind.
Zu viele Details soll der Verbraucher auch nicht erhalten.
http://www.pei.de/DE/arzneimittelsicherheit-vigilanz/veterinaermedizin-pharmakovigilanz/jahresberichte/jahresberichte-pharm-vet-node.html
Feuerwolf
  • Halbstarker
Beiträge: 409
+ 1
"Es wäre schön, wenn Du deine Beiträge inhaltlich den Themen zuordnen könntest. " ZITAT CairnLover

Ähm....ich hab`nicht Bezug genommen auf Leptospirose und deren Impfung?
Ich hab`nicht Bezug genommen auf Deinen vorangegangenen Komi ?
Ich hab`nicht, wie von Dir gewünscht einen Link zum Thema Impfen reingestellt u.a. mit Bezug zur Leptospirose?
Ich betreibe nur Impfwerbung????

Hast Du meine Komis überhaupt ganz gelesen und auch den Link, den ich reingestellt habe? Wohl leider eher nicht, sonst könntest/würdest Du wohl all` so etwas nicht behaupten können.

Schade.....so ist eine wirkliche Diskusion leider nicht möglich mit Dir oder Du willst gar keine über das Thema, kann auch sein.
Zuletzt geändert am 04.01.2017 16:49 Uhr
Feuerwolf
  • Halbstarker
Beiträge: 409
+ 1

Auszug aus o.g. Link "Hunde und Katzen richtig impfen: Eine Positionsbestimmung" vom 10.1.16 bezugnehmend auch auf Nobivac L4 vom TA Rückert

- Sonderfall Leptospirose beim Hund (im Impfpass: L, oft kombiniert mit einer Zahl, also z.B. L4): Ob gegen diese Krankheit geimpft werden soll oder nicht, ist sicher die schwierigste Entscheidung für sowohl Besitzer als auch Tierarzt. Leptospiren sind eine Familie von Bakterien mit über 200 Untertypen. Der zu diesem Zeitpunkt modernste Impfstoff (Nobivac L4) schützt nur gegen vier der häufiger vorkommenden Untertypen, nicht aber gegen den Rest. Es ist also sehr wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, dass auch ein geimpfter Hund sehr wohl an einer Leptospirose erkranken kann. Die Impfung verbessert also eigentlich nur die Chancen des Hundes, sich nicht anzustecken. Die Schutzwirkung erreicht nicht mal annähernd das Niveau, das wir von den gegen Viren gerichteten Impfungen kennen Dazu kommt, dass die Lepto-Impfstoffe als relativ "bissig" gelten und speziell bei Zwergrassen ein gewisses Potential für unerwünschte Nebenwirkungen der gemeineren Art haben.

Selbst unter den Immunologie-Koryphäen der verschiedenen Impfkommissionen herrscht bezüglich dieser Impfung absolut keine Einigkeit. Während die deutsche Stiko Vet die Leptospirose-Impfung nach wie vor als Core-Komponente und somit als absolut notwendig einstuft, rät die WSAVA dazu, speziell bei Zwergrassen (Toy Breeds) nur dann zu impfen, wenn sicher ist, dass im lokalen Umfeld des Hundes mit dem Auftreten der Leptospirose zu rechnen ist. Die Leptospirose wird durch den Harn von Wildnagern (Ratten und Mäusen) übertragen. Besonders sich gut erwärmende, stehende Wasserflächen und Pfützen stellen ein Risiko dar. Da unser Terrier Nogger ein echter Wasserhund ist und die Leptospirose in Ulm immer wieder mal Hunde erwischt, wird er im Sinne einer Chancenverbesserung regelmäßig geimpft. Bei einem wasserscheuen und mehr oder weniger in der Handtasche lebenden Chihuahua würde ich dagegen eher dazu neigen, auf diese Impfung zu verzichten. Wichtig zu wissen: Im Gegensatz zu den Viruserkrankungen ist die Leptospirose als bakterielle Infektion in der Regel mit Antibiotika erfolgreich zu behandeln, was aber eine frühe Diagnose voraussetzt, weil sehr schnell irreparable Schäden entstehen können. Ich kann also allen Besitzern, auch denen von geimpften Hunden, nur dringend raten, sich die leider wenig spezifischen Symptome einer Leptospirose (Fressunlust, Erbrechen, Fieber) einzuprägen und beim geringsten Verdacht schleunigst die Tierarztpraxis des Vertrauens aufzusuchen, idealerweise gleich mit einer Urinprobe im Gepäck.

Wenn Sie sich für die Leptospirose-Impfung entscheiden, so besteht die Grundimmunisierung aus zwei Impfungen im Abstand von 3 bis 4 Wochen ab der 8. Lebenswoche und einer dritten Impfung mit 15 Monaten. Die Verträglichkeit (gerade bei kleinen Hunden) kann nach unserer Erfahrung verbessert werden, indem man die Leptospirose-Komponente zeitlich getrennt von den anderen Impfstoffen verabreicht.
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Dies ist am Thema vorbei ??????

LG Feuerwolf
Zuletzt geändert am 04.01.2017 17:35 Uhr
gundhar
  • Halbstarker
Beiträge: 248
+ 1
Original von Feuerwolf:

Hilfreich wäre es auch zu wissen wieviele Hunde ohne Impfungen früher an den jeweiligen Erkrankungen gestorben sind oder eingeschläfert werden mussten.

>...


Leptospirose hat lt. Wikipedia eine Mortalitätsrate von 10% https://de.wikipedia.org/wiki/Leptospirose_der_Hunde

Die Impfung gegen Leptospirose ist eine der häufigsten Impungen unserer Hunde. Wenn von ca. 5 Millionen Hunden in Deutschland nur die Hälfte geimpft wird, so sind das 2.5 Mio geimpfte Hunde. Die Anzahl gemeldeter Nebenwirkungen (47 (!!) pro Jahr in Verbindung mit Leptospirose) wie z.B. bei http://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/vigilanz/pharmakovigilanz-veterinaermedizin/pharmakovigilanzreport-2013-2014.pdf;jsessionid=EF524281DDD88943B5CF08260F0ECB91.1_cid319?__blob=publicationFile&v=2
ist dabei doch wirklich zu vernachlässigen.
Eine absolute Sicherheit gibt es nicht, das Risiko an der Krankheit zu sterben ist jedenfalls um Größenordnungen höher als das Risiko an Nebenwirkungen der Impfung zu sterben.
Hoch qualifizierter und staatlich geprüfter Jäger, der diese Tätigkeit ehrenamtlich ausführt.
Feuerwolf
  • Halbstarker
Beiträge: 409
+ 1
Original von gundhar:

Original von Feuerwolf:

Hilfreich wäre es auch zu wissen wieviele Hunde ohne Impfungen früher an den jeweiligen Erkrankungen gestorben sind oder eingeschläfert werden mussten.

>...


Leptospirose hat lt. Wikipedia eine Mortalitätsrate von 10% https://de.wikipedia.org/wiki/Leptospirose_der_Hunde

Die Impfung gegen Leptospirose ist eine der häufigsten Impungen unserer Hunde. Wenn von ca. 5 Millionen Hunden in Deutschland nur die Hälfte geimpft wird, so sind das 2.5 Mio geimpfte Hunde. Die Anzahl gemeldeter Nebenwirkungen (47 (!!) pro Jahr in Verbindung mit Leptospirose) wie z.B. bei http://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/vigilanz/pharmakovigilanz-veterinaermedizin/pharmakovigilanzreport-2013-2014.pdf;jsessionid=EF524281DDD88943B5CF08260F0ECB91.1_cid319?__blob=publicationFile&v=2
ist dabei doch wirklich zu vernachlässigen.
Eine absolute Sicherheit gibt es nicht, das Risiko an der Krankheit zu sterben ist jedenfalls um Größenordnungen höher als das Risiko an Nebenwirkungen der Impfung zu sterben.

@gundhar: Aus dem von Dir genannten Schlußsatz heraus hab`ich ja diese , fast rhetorische, Frage gestellt.-
Ich stimme Dir absolut zu.
Allerdings sind wirklich nirgends die verendeten oder getöteten Tiere gezählt worden, für die eine Infektionskrankheit ursächlich war.
Diese Infektionskrankheiten incl. Viruserkrankungen waren neben bakt. Infektionen die meistgefürchtesten Erkrankungen der Menschen neben den daraus entstandenen Epidemien und Pandemien bevor es Antibiosen und Impfungen gab weltweit.
christianeadler
  • Moderator
Beiträge: 19913
Eure Rechnung hat einen kleinen Haken. Es gibt keine Meldepflicht für Leptospirose beim Hund, Daher lässt sich auch nichts über die Anzahl der jährlich erkrankten Hunde aussagen, es sei denn, man würde die Berliner Doktorarbeit von 2015 hochrechnen. Dort wurde festgestellt, dass in den letzten sieben Jahren 99 Hunde wegen Leptospirose tierärztlich behandelt wurden, was pro Jahr gerade einmal 0,015 Prozent der gesamten Hundepopulation Berlins ist. Von einer weit verbreiteten Krankheit, gegen die eine Impfung dringend erforderlich ist, würde ich da nicht unbedingt sprechen. Da denke ich eher an Verbreitungen von 30 bis 80 Prozent, wie es z.B. bei den Mittelmeerkrankheiten der Fall ist. Allerdings bekommt selbstverständlich Leptospirose grössere Bedeutung, weil sie auch auf Menschen übertragbar ist.
Leptospirose ist für mich unter den möglichen Impfungen ohnehin ein schwer kalkulierbarer Sonderfall. In vielen Fällen verabschieden sich die Bakterien, vom Halter völlig unbemerkt, als Durchfallerkrankung. Wenn ein Tierarzt dazu gezogen wird, reicht häufig die übliche Antibiotikabehandlung. Ohne ausführliche Labortests kommt es überhaupt nicht zur Diagnose Leptospirose. Daher dürfte die Dunkelziffer recht hoch liegen. Es ist aber nun mal so, dass die älteren Impfstoffe nur gegen zwei Bakterienstämme wirken, die in Deutschland kaum noch auftreten. Die neueren (wie Nobivac L4) umfassen dann zwar zwei weitere, häufigere Arten, sind aber so unausgereift, dass sie ein hohes Risiko an Nebenwirkungen haben. Zudem liegt die Wirkungsdauer wahrscheinlich nur bei sechs Monaten. Ob man einen halbjährlichen Angriff aufs körpereigene Immunsystem seines Hundes für sinnvoll hält oder eher das Risiko einer bakteriellen Infektion eingeht, sollte jeder Hundehalter für seinen Hund gewissenhaft entscheiden.
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