Bravecto im Fernsehen

Lincan
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Nun ist über die Gefährlichkeit dieses Giftes sowie die Verantwortungslosigkeit von Tierärzten bei der Abgabe an Hundehalter im TV berichtet worden.

Link >>>

http://www.vimeo.com/210777249
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Feuerwolf
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Bravecto war schon vor der Zulassung in der EU sehr umstritten, und es hat etliche Diskussionen etc. um die Zulassung gegeben.

Es wurde dann aufgrund der hohen Resistenz der Zecken gegen andere Mittel z.B. Frontline, Exspot etc. zugelassen um ein Mittel in der Hinterhand / Reserve in solchen Fällen zu haben.

Was soll also ein Hundehalter o. TA machen, wenn man in einer Region lebt in der es sehr viele Zecken und vor allem resistente Zecken gibt?
Es ist also, bzw. sollte eine Risikoabwägung wie immer im Leben sein.

Dass viele TÄ Bravecto als Supermittel großzügig verteilen, war eigentlich so ursprünglich nicht vorgesehen. Leider ist es aber dann wohl so gekommen.

Mir selber wurde Bravecto vor 3 Jahren auch als solches Supermittel offeriert. Ich habe dankend abgelehnt, da es mir schon seltsam vorkam, dass die Zecke erst beißen kann und danach das Mittel seine Wirkung tut. Es also keine repellierende, d.h. zeckenabwehrende, Wirkung hat.
Dann hab`ich mich noch weiter schlau gemacht und kam zu dem Ergebnis, wohl gemerkt FÜR MICH, dass ich so lange auf Bravecto irgendwie verzichten möchte, solange wir noch mit Exspot einigermaßen gut hinkommen.

Sollte sich die Situation aber ändern, werde ich neu darüber nachdenken müssen.

Nichtchemische Geschichten wie Kokosöl, Neem, Citronella, Teebaumöl, Lavendel haben bei uns nix gebracht. Wäre schön gewesen.....Für den Anibio Tic Clip ist mein Hundchen zu groß ( bei kleinen Hunden hat es wohl eine recht gute Wirkung gezeigt, bei größeren leider nicht mehr), Bernstein bringt nix in unserer Gegend mit hohem Zeckendruck, Knoblauch in der Konzentration, dass es wirkt, ist giftig für Hundchen......

Also...welche Möglichkeiten hat dann noch jemand, der in einer Gegend mit großem Zeckendruck wohnt und die Biester dann auch noch ziemlich gegen alles resistent sind?

Auf Spaziergänge verzichten? Nur noch in Städten auf asphaltierten Wegen laufen und zum Gassigang eben in die nächste Stadt fahren?

Eine blöde Situation eben mit den Biestern.

LG Feuerwolf mit Renntier fina
Zuletzt geändert am 01.04.2017 08:58 Uhr
Lincan
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Nun ja, wenn man das Risiko für den Hund bei Gabe von Bravecto geringer einschätzt als durch Zeckenangriffe, kann man ihn natürlich besser vergiften. Es sind zwar auch andere Mittel giftig, aber Bravecto toppt sie alle. Und dabei nützt es ja nicht wirklich was, wenn die Zecke erst andocken muss, denn dann gibt sie sowieso Erreger frei. Und was nehmen Menschen? Und wie schaffen es andere Tiere? Und wie war es vor diesen Mitteln? DAS sind für mich doch sehr spannende Fragen! Es wäre doch sinnvoller, eine Titerbestimmung machen zu lassen - vielleicht wäre es sogar egal, ob Zecken andocken.
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Lincan
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Und warum viele Tierärzte neue Mittel anpreisen, ist auch klar. Sie bekommen Sie für laufen oder nix und können so satte Gewinne einfahren. Dafür müssen sie nur mal berichten, quasi Praxisstudie, oder sogar nichts tun, denn es geht nur darum, ein Mittel zu etablieren. Geht auch mit Impfstoffen bestimmter Firmen, sogar jüngst, obwohl der Impfstoff schon lange auf dem Markt ist. Da ging es schlicht um Konkurrenz. Es gibt aber auch Tierärzte, die sich nicht kaufen lassen. Da ich mit so einigen Tierärzten spreche, erhalte ich meine Infos direkt. Man sollte sich auch alles ganz genau quittieren lassen, auch Produktname und Menge. Ist eh sehr praktisch, da man dann auch weiß, was der Hund verträgt
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Feuerwolf
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hm....Titer...

Ich habe es schon erlebt, dass jemand eine Neuroborreliose hatte, der Titer im Blut negativ war und es erst im Liquor nachweisbar war. Zum Glück gab es jemanden, der gegen die allgemeine Meinung eben eine Liquorpunktion vorgenommen hatte.
Dem Menschen war immer schlechter und schlechter gegangen.

Dann ist wohl die Virulenz der einzelnen Zecken sehr ausschlaggebend, ob eine Infektion vom Körper erfolgreich bekämpft werden kann oder nicht d.h. die Krankheit z.B. FSME o. Borreliose ausbricht oder nicht.
Infizierte Zecke ist eben leider nicht infizierte Zecke. Welche genauen Typen an Viren hat die Zecke?

Ebenso kommt es auf das Immunsystem des Körpers an. Ist es besonders gut, angeschlagen oder sogar immunsuppressiert.
Der Hund hat ein anderes Immunsystem als der Mensch und beide wieder ein anderes als ein Reh.

Das sind alles so Aspekte, die ein Arzt oder Tierarzt beachten sollte und nicht einfach Bravecto als neues Supermittel einfach haufenweise verteilen.

Ebenso machen es ja leider viele Ärzte oder Tierärzte mit neuen Antibiosen bzw. mit Antibiosen, die in der Hinterhand gehalten werden sollten bei bes. resistenten Erregern als Notfallmittel eben.

Ebenso wie bei manchen Zecken sind die Nebenwirkungen von Bravecto zwar nicht so häufig, dann aber gravierend.
Lebe ich in einem Zeckengebiet, in dem sehr, sehr viele Zecken resistent sind und hoch virulent spez. Typen....kann die Wahrscheinlichkeit einer schwerwiegenden Erkankung durch diese Erkrankungen höher sein als die Wahrscheinlichkeit einer gravierenden Nebenwirkung von Bravecto. Ist zwar doof, ist aber durchaus so.

Und was dann?
Zuletzt geändert am 01.04.2017 09:42 Uhr
Lincan
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Nun, ich finde schon, dass die Nebenwirkungen von Bravecto extrem häufig vorkommen. Ich gehe sogar von einer zusätzlichen hohen Dunkelziffer aus, da manche den Zusammenhang nicht herstellen bzw. deren Tierärzte dazu schweigen und andere Ursachen verantwortlich machen.

Es geht hier auch explizit um die Gefährlichkeit von Bravecto, die deutlich höher liegt als bei anderen Chemiekeulen. So ist mir ein Vergiftungsfall von einem Spot - On bekannt,bei dem ein Chihuahua bald draufgegangen wäre. Verabreicht wurde es von einem Tierarzt.

Es macht für mich zudem keinen Sinn, dass eine Zecke erst ihr Werk beginnen muss, denn dann sind die Erreger schon in der Blutbahn. Auch würde es mir nicht einfallen, meinen Hund durch laufende Gabe von Antiwurmmittel zu vergiften, obwohl Würmer üble Probleme machen können, da sie innere Organe befallen können mit verheerenden Auswirkungen.
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Lincan
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Ups, Sätze weg beim Chihuahua. Das mit der Vergiftung durch das Spot-On kann an der Kleinheit des Hundes gelegen haben. Bei Bravecto starben aber auch große Hunde und bekamen auch große Hunde epileptische Anfälle.
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Lupine 3
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Original von Lincan:

Nun, ich finde schon, dass die Nebenwirkungen von Bravecto extrem häufig vorkommen. Ich gehe sogar von einer zusätzlichen hohen Dunkelziffer aus, da manche den Zusammenhang nicht herstellen bzw. deren Tierärzte dazu schweigen und andere Ursachen verantwortlich machen.

Schon alleine die Tatsache, dass Bravecto-Wirkstoff (Fluralaner) sich im Fettgewebe, Nieren, Leber anreichert, lässt die Annahme zu, dass die Dunkelziffer deutlich höher liegen wird als die offiziellen Zahlen an Todesfällen und anderen schweren Nebenwirkungen. Vor einigen Monaten schrieb hier im Forum mal ein Hundehalter über einen durch Bravecto umgekommenen Saluki (ich meine, es wäre ein Saluki gewesen, aber jedenfalls war es ein Windhund) und einen weiteren massiv geschädigten Windhund nach der Gabe von Bravecto. Wie bei vielen Hunden und vergleichbar mit Katzen, sind Medikamente, die sich im Fettgewebe anreichern, für solche Hunde ungeeignet, denn Hunde mit geringem Fettgewebe werden bei Missachtung der Gegebenheiten schlichtweg durch Überdosierung vergiftet.

Es geht hier auch explizit um die Gefährlichkeit von Bravecto, die deutlich höher liegt als bei anderen Chemiekeulen. So ist mir ein Vergiftungsfall von einem Spot - On bekannt,bei dem ein Chihuahua bald draufgegangen wäre. Verabreicht wurde es von einem Tierarzt.

Es macht für mich zudem keinen Sinn, dass eine Zecke erst ihr Werk beginnen muss, denn dann sind die Erreger schon in der Blutbahn. Auch würde es mir nicht einfallen, meinen Hund durch laufende Gabe von Antiwurmmittel zu vergiften, obwohl Würmer üble Probleme machen können, da sie innere Organe befallen können mit verheerenden Auswirkungen.

Nervengifte aller Art können dauerhaft nicht "gesund" sein und bis auf wenige Ausnahmen, haben die meisten Spot on-Produkte und Antiparasitenhalsbänder und -Puder aber genau diese als "Wirkstoff".
Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen. (Ernst R. Hauschka) Beurteile Menschen nicht nach ihren Worten, sondern nach ihren Taten, denn viele reden vortrefflich, aber handeln schlecht. (Matthias Claudius)
Feuerwolf
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Ich habe ja nicht in Abrede gestellt, dass Bravecto ein heftiges Zeugs ist, s.o., heftiger als Exspot o.ä.
Exspot wird auch beim Menschen verwendet, Bravecto nicht.

Die Dunkelziffern was Nebenwirkungen angeht, sind meiner Meinung nach immer und bei jedem Medikament höher.
Bes. wenn ein Lebewesen mehr als 3 Medikamente tgl. einnimmt. Das ist mittlerweise bewiesen.
Es gibt aber zu viele Medikamente und noch mehr verschiedene Kombinationen, als dass man jede Kombi austesten könnte bzw. die speziellen Nebenwirkungen diese Kombis kennen kann.

Es gibt aber auch noch immer eine hohe Dunkelziffern, bei der eine Erkrankung durch eine Zecke dieser nicht zugeschrieben wird, weil die Symptome zu unspezifisch oder schlicht nicht erkannt werden.

Für mich sind aber die heftigen Nebenwirkungen von Bravecto nicht wirklich so massenhaft.
Man muss dabei immer die Prozentzahl sehen im Verhältnis zur ausgegebenen Menge des Medikaments sehen.

Bravecto scheint in den letzten Jahren leider massenhaft als Supermittel gegen Zecken ausgegeben worden zu sein auf der ganzen Welt. Da git es natürlich mehr gravierende Nebenwirkungen als bei einem selten ausgegebenden Medikament.
Auf die Relation kommt es an.
Man kann auch an einer Tablette Paracetamol sterben, das ist frei verkäuflich und gilt leider als absolut harmlos.

Da müßte man schon die genauen Zahlen der ausgegebenen Menge der Zahl der gravierenden Nebenwirkungen gegenüberstellen können.

Was macht man aber, stelle diese Frage jetzt erneut, wenn man in einem Zeckengebiet lebt, die Zecken resistent sind gegen alle anderen Antizeckenmittel und darüber hinaus mit aggressiven und vielen verschiedenen Erregern ausgestattet sind?
Die Gefahr an einer durch Zecken ausgelösten heftigen Erkrankung höher ist als die Gefahr an einer gravierenden Nebenwirkung durch Bravecto zu erkranken?

Ich bin froh, nicht in solch einem Gebiet zu wohnen (noch) und diese Entscheidung nicht treffen zu müssen.
In allen anderen Gebieten sollte m.M.n. Bravecto eben auch nicht eingesetzt werden. (Ich dachte diese Meinung ging aus meinen Komis hervor....)
Lupine 3
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Original von Feuerwolf:

Was macht man aber, stelle diese Frage jetzt erneut, wenn man in einem Zeckengebiet lebt, die Zecken resistent sind gegen alle anderen Antizeckenmittel und darüber hinaus mit aggressiven und vielen verschiedenen Erregern ausgestattet sind?
Die Gefahr an einer durch Zecken ausgelösten heftigen Erkrankung höher ist als die Gefahr an einer gravierenden Nebenwirkung durch Bravecto zu erkranken?

Hier liegt ja das Problem, dass trotz Bravecto-Gabe eine Infektion genauso erfolgen kann wie ohne das Medikament, da die Zecken erst beißen und dann absterben durch den "vergifteten" Hund. So gesehen schützt Bravecto nicht vor Zeckeninfektionen. Das wiederum ist für mich aber das Ziel, meine Familienmitglieder komplett und vorbeugend vor allerlei Blutsaugerinfektionen zu schützen, indem ich sie "uninteressant" für Zecken, Mücken und Co. mache, ohne dass die Blutsauger erst tätig werden, um während oder nach der Blutmahlzeit zu sterben, während die Zecken beispielsweise dann allerlei Ungesundes in den Blutkreislauf des angezapften Wirts entlassen (können)...
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Zuletzt geändert am 03.04.2017 13:09 Uhr
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