Blutbild - Hilfe bei der Übersetzung gesucht

Lincan
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Unter www.tiermedizinportal.de findet man unter Tierkrankheiten Wissenswertes zu Leishmaniose, die dort als zoonotische Erkrankung beschrieben wird.

Tatsächlich können sich Mensch und Tier am Kot eines an Leishmaniose erkrankten Hundes infizieren, da es im Verlauf der Erkrankung zu blutigen Durchfällen kommt.

Oft haben wir alle kleine Läsionen, die so winzig sind, dass wir sie nicht bemerken, aber gross genug für Erreger.

Und ja, erst durch die Auslandsadoptionen wurde das Thema relevant, ist die Gefahr extrem erhöht. Mittlerweile fühlt sich die Sandmücke auch in bestimmten Gegenden in Deutschland heimisch. Wie sie hergekommen ist, kann nur vermutet werden bzw. gibt es verschiedene parallele Wege wie Importe, reisende Menschen oder eben auch Hundeadoptionen. Man kann schon deswegen nichts Genaues sagen, weil die Krankheit erst spät ausbrechen kann oder das betroffene Tier oder der betroffene Mensch selbst nicht erkrankt.

Die Wahrscheinlichkeit, an Leishmaniose zu erkranken ist um so höher, um so mehr Träger von Krankheitserreger herumlaufen. Das hat nichts mit Fantasie zu tun sondern schlicht mit Mathematik.
Und hier schließt sich der Kreis, denn durch die entsprechenden Auslandsadoptionen wurde die Gefahr zumindest rechnerisch signifikant erhöht. Wie es nun in der Praxis aussieht, kann ich nicht beurteilen, denn weil die Erkrankung nicht meldepflichtig ist, kann man auch nicht auf Zahlen zurückgreifen. Es müsste hier also dringend nachgebessert werden, zumal wie gesagt die Sandmücke selbst hier heimisch wird, selbst wenn nicht jede Sandmücke extern infiziert wurde, denn es können Erreger und ihre Vorstufen weitergege0ben werden über Vererbung.

Hierzu kann aber sicherlich Feuerwolf Näheres schreiben.
Nicht meine Hunde brauchen einen Maulkorb sondern ich!
Zuletzt geändert vor 7 Tagen, 11:33 Uhr
Feuerwolf
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+ 3
@ Lincan: Noch einmal : NORMALER KOT ist NICHT infektiös.
Bei blutigem Durchfall ist das Blut infektiös, nicht die eigentlichen Kotbestandteile.
Ist die Blutung im Darm gestoppt.....ist auch nix mehr infektiös !!

Eine Vererbung ist nicht möglich, da die Infektion nichts mit Genen zu tun hat, die eine Vererbung vorraussetzen.

Zu Welpen einer infektiösen Hündin und diaplazentaren Übertragungswegen hatte ich schon geschrieben.

Was diskutiert wird ist eine erhöhte Immunität gegenüber Leish bei Hunden in Endemiegebieten und eine Weitergabe dieser Immunität von der Mutter auf die Welpen, d.h. die Tiere sind AK-positiv bzw. haben "vorprogrammierte" Gedächtniszellen im Blut ohne selbst jemals infiziert gewesen zu sein. Bei einer Infektion kann so das "vorprogrammierte" Immunsystem sofort starten, die Erreger eliminieren und der Hund erkrankt nicht.

Im Darm der Sandmücken bzw. in deren Körper verwandeln und verändern sich zwar die Leishmanien, aber über eine direkte Erregerweitergabe der Mücke an ihren Nachwuchs ist mir nichts bekannt.

.
Zuletzt geändert vor 7 Tagen, 14:27 Uhr
Shibaherz
Beiträge: 20450
+ 6
Gehts noch, CairnLover? Ich soll für Dich im Internet recherchieren, für Deinen fragwürdigen Standpunkt, der von keiner der zitierten Koryphäen in den angegebenen Links geteilt wird? Im Wissenschaftsbetrieb bedeutet es Ausschluss aus der Community, wenn sich einer auf Studien bezieht, die er nicht nennt. Nun ist das Dogspot-Forum selbstredend kein Wissenschaftsforum. Aber Du berufst Dich selbst ja gern auf wissenschaftliche Studien bzw. Interviews mit Wissenschaftlern, um Deine Position zu untermauern.

Am 6.8. hast Du geschrieben: „ … sieht man nach einer neueren Studie ein hohes Infektionsrisiko für Leishmaniose im Kot von Nagetieren ...“. Kannst Du mir bitte klar mitteilen, was ich Dir unterstelle? Deine Denunziationen von wegen „Niveaulosigkeit“ und „Mangel an gesundem Menschenverstand“ kannst Du Dir von mir aus getrost an den Hut stecken.

Auch in dem tierärztlichen Portal, das Lincan angegeben hat, steht unter Leishmaniose nichts über eine Übertragung durch Hunde- oder Nagerkot. Der Artikel dort stammt aus dem Jahr 2011.

Du stellst den Auslandstierschutz insgesamt und generell an den Pranger. Für Dich handelt doch jeder HH, der einen Hund aus dem Mittelmeerraum adoptiert, gleichgültig, ob der Hund überhaupt oder negativ getestet ist, unverantwortlich, nicht? Weil der Test nichts beweist.
Halsbänder, Spot-ons? Alles Mumpitz, ein Importverbot für Mittelmeerhunde muss her!
Am besten auch gleich ein Tourismusverbot für alle Hunde, und für die Menschen gleich mit! „Ick bün al dor!“ ruft der Igel, ähm, summt die Stechmücke. Infizierte Hunde sind auch schon da.


@Lincan: Stimme Dir teilweise zu. Man hat die Meldepflicht nicht für notwendig erachtet (s. a. Feuerwolfs Ausführungen dazu). Das Thema gewinnt jetzt, mit der Klimaveränderung, der Verbreitung der Mücken v. a. am Oberrhein und im Kölner Becken und der Zunahme an infizierten Hunden an Brisanz. Die Winter bei uns werden zunehmend feucht statt kalt, das ist den Plagegeistern willkommmen. Panikmache ist trotzdem unangebracht. (Geht nicht an Deine Adresse)
Dass ich an einem Übertragungsweg Kot, egal ob von Hunden oder Nagern, so interessiert bin, liegt daran, dass man seinen freilaufenden Hund in diesem Fall ja nur durch Erziehung schützen kann.
In allen mir hier bisher zugänglichen Veröffentlichungen wird der Übertragungsweg Kot verneint.
Du stellst das einfach so in den Raum. Ich möchte verstehen, weshalb es bei L. zu BLUTIGEM Durchfall kommen kann (oder hat das dann Gründe, die nichts mit L. zu tun haben) und inwiefern der dann einen direkten Übertragungsweg von Hund zu Hund darstellen KANN. Die Wahrscheinlichkeit dieses Übertragungsweges ist sicher, falls überhaupt gegeben, ganz niedrig.


@NeeleCh: Ich stimme Dir – allgemein gesehen - zu. Es gibt aber schon einen Unterschied zwischen „leben und leben lassen“ und „reden und reden lassen“, oder? Ich bin wirklich die Letzte, die nicht für freie Meinungsäußerung eintritt. Zu ihr gehört, bei Diskussionen von allgemeinem Interesse, notwendigerweise das Recht auf Widerspruch. Erst durch die Diskussion der verschiedenen Standpunkte in der Öffentlichkeit kann sich so etwas wie ein am Gemeinwohl orientierter Gemeinwille herausbilden, der ja nötig ist. Hier, in einem Hundeforum von vielen, müssen wir uns nicht unbedingt bei jedem Thema einig werden, wir können uns die Schwächen unseres Gedankenaustausches gegenseitig eingestehen. Aber die Regeln demokratischer Diskussion sollten auch für uns gelten, und die schließen Herabwürdigung, Denunziation, aggressive Einstellung nun mal aus. Dein berechtigter Widerwille richtet sich für mich daher eher gegen das Fehlen von Gesprächskultur, die nirgendwo eingeübt wird und in der anonymen Internetwelt vielen erst recht überflüssig erscheint. Das geht bei einzelnen so weit, dass man sich seiner impertinenten und präpotenten Art sogar noch selbst rühmt.

...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Zuletzt geändert vor 7 Tagen, 14:55 Uhr
Feuerwolf
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+ 3
@Shibaherz: Leismanien können sich an verschiedenen Stellen im Körper aufhalten z.B. im Blut, in der Tränenflüssigkeit oder im Gehirnwasser. Werden die Leishmanien durch eine Therapie oder die körpereigene Krankheitsabwehr drastisch reduziert im Körper "verstecken" sie sich gerne irgendwo und überdauern dort (ähnlich wie bei Windpocken beim Menschen). Dann sind sie auch nicht im Blut nachweisbar und somit ist dann auch Blut nicht infektiös (auch nicht das Blut in blutigem Durchfall !!) und der Hund zeigt keinerlei Krankheitssymptome, ist nicht infektiös und es kann die Leishmaniose nicht durch einen Mückenstich von diesem Hund ausgehend übertragen werden.

Dann kann es z.B. durch eine andere Infektionskrankheit oder eine akute Immunschwäche, durch verschiedene Faktoren ausgelöst, zu einem Leishmaniose-Schub und einer schnellen Vermehrung der Leishmanien kommen. Sie verbreiten sich dann wieder im Körper und sind auch wieder im Blut, Tränenflüssifkeit o.ä. zu finden. Der Hund ist dann wieder infektiös.

Die Behandlung der Leishmaniose zielt daher auf eine drastische Reduzierung der Leoishmanien im Körper an, sowohl beim Menschen, Hund, Pferd etc.

Es gibt z.Zt. eine Leishmanien-eindämmende und eine Leishmanien-tötende Therapie neben immunmodulaotrischen Medikamenten.

Ein Symptom der ungehandelten oder schlecht therapeutisch erreichbaren Leishmaniose kann blutiger Durchfall sein, da der Darm geschädigt wird und es so zu Damrblutungen kommen kann, ähnlich den Hautschädigungen und damit einhergehenden nässenden und evtl. blutenden Wunden.

Sollte jetzt ein gesunder Hund einen blutigen, infektiösen Durchfall von einem anderen Hund fressen ( wobei es wohl sehr selten sein sollte, dass ein Hund blutigen Durchfall aufnimmt) werden die Leishmanien zuerst von der Salzsäure im Magen angegriffen und dann weiter im Magen-Darm-Trakt verdaut, ebenso wie andere Eiweiße oder gar Insektenfutter für Hunde.
Sollte dennoch widererwartend eine Leishmanie überleben, kann sie nicht ins Blutsystem gelangen, da es keine direkte Verbindung dazu gibt und selten Sandmücken im Hundedarm umherfliegen.....

S.g. Durchfallerreger (Norovirus) sind dem Verdauungstrakt angepasst und werden nicht von der Magensäure angegriffen oder später verdaut....aber nicht die Leishmanien eben....oder z.B. Grippeviren.
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 757
+ 2
@Pelzball: Meintest Du Prof. Julius Wolfgang Weichardt .......der hat von 1875 - 1943 gelebt......und das Buch wurde 1934 herausgegeben......

bei Amazon steht dazu :
Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer Book Archives mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen. Dieser Titel erschien in der Zeit vor 1945 und wird daher in seiner zeittypischen politisch-ideologischen Ausrichtung vom Verlag nicht beworben.

https://www.amazon.de/Ergebnisse-Bakteriologie-Immunit%C3%A4tsforschung-experimentellen-Therapie/dp/3642905374

Dass die Forschung noch nicht am Ende ist, dem stimme ich uneingeschränkt zu, aber in den letzten 83 Jahren dürfte sich doch einiges getan haben....Außerdem hat mich das, was der Springer-Verlag dazu schreibt, doch nachdenklich gemacht, ob diese Ergebnisse wirklich heute noch up to date sind.....ich für mich denke eher nicht.
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 757
+ 2
Original von Pelzball:

Also es steht dort Fortsetzung des Jahresberichtes 23. Band
Aus 2013

Ob es sich tatsächlich um eine Uraltauflage handelt,
deren Forschungsergebnisse jetzt keine Gültigkeit mehr haben,
Kann ich dir nicht sagen.

Also...Band 24 ist 1941 erschienen .....Es sind Uraltauflagen mit Uraltergebnissen .

Diese Bücher sind 2013 nur neu gedruckt worden als Geschichtsbücher quasi und ins Digitalisierungsprojekt vom Springer-Verlag genommen worden . Genauso wie Schriften von Ovid, Paracelsius etc. heute noch neu gedruckt erscheinen aber vor vielen, vielen Jahren geschrieben wurden.

Bis in die 70er Jahre dachte man auch noch Hunde könnten definitiv Toxoplasmose verbreiten und währen Überträger. Heute weiss man, dass dies nicht stimmt.

Ich persönlich bevorzuge daher doch aktuellere Forsachungsergebnisse
Zuletzt geändert vor 6 Tagen, 12:48 Uhr
CairnLover
  • Halbstarker
Beiträge: 334
Original von Pelzball:

Ergebnisse der Hygiene Bakteriologie Immunitätsforschung und Experimentellen Therapie
08.03.13 von Wolfgang Weichard

Unvollständiges Zitat

Auftreten von Leishmanien in Speichel- und Nasensekret in einem Versuch in 9 von 15 Fällen.
Es bestanden keinerlei Anzeichen einer Blutung oder Schleimhautverletzung.
ferner wurden Erreger im Kot, im Urin und im Prostatasekret gefunden.
Diese Leishmanien waren nicht etwa degeneriert sondern hochinfektiös


für eine Kontaktinfektion sprechen Versuche, bei denen man ein gesundes und ein
krankes Tier in einem insektenfreien Käfig zusammen gesperrt hat und dann das
gesunde Tier krank wurde.

Zitat Ende
Die genauen Versuche und Ergebnisse kann jeder im Buch nachlesen.

Die orale Aufnahme eines Leishmaniose Breies aus den Erreger des Hundekotes entnommen, hat nur zur Erkrankung geführt, bei Erregermengen, die in der Natur so nicht vorkommen.

Für mich bedeutet dies, die Forschung ist noch nicht so weit, die genauen Übertragungswege nachzuweisen.

Vielleicht etwas mehr Zurückhaltung mit Aussagen wahr oder nicht wahr

Dann wundert es ja eigentlich nicht mehr, dass man das heute genauso in Studien feststellt.

Feuerwölfin hat wohl teilweise ein Problem mit der Diskrepanz zwischen dem was publiziert wird, und dem, was eigentlich Sache ist, aber nicht publiziert wird.

Wobei ich ehrlich gesagt nicht verstehen kann, wie es sein kann, dass die Tierärzte aus der Schweiz sich wundern, dass sie Hunde im Land haben, die im eigenen Land durch an Leishmaniose erkrankte Hunde infiziert wurden.
Ärzte sollten das wissen, denn sie haben, im Gegensatz zu anderen Menschen im deutschsprachigen Raum, Zugang zu Studien.
Auch neuen Studien kann man z.B. entnehmen, dass die Paarung von an Leishmaniose erkrankten Hunden mit gesunden Hunden dazu führt, dass ein Teil der gesunden Hündinnen und ein Teil von deren Welpen infiziert ist.

Es gibt auch neue Studien, in denen man die Erreger im Kot und Nasensekret von Menschen oder im Kot von Hunden gefunden hat.
Scheint mehr eine Sache des Suchens zu sein.
Zuletzt geändert vor 6 Tagen, 16:17 Uhr
CairnLover
  • Halbstarker
Beiträge: 334
@Shibaherz

Du hast Geschrieben:
@CairnLover: Leider hast Du uns bisher den Link für die ominöse Studie (Übertragung von L. durch Fressen des Kots von Nagetieren) nicht genannt. Reichst Du ihn noch nach?

Von so einer Studie habe ich nie geschrieben.

Wie Du festgestellt hast:
Am 6.8. hast Du geschrieben: „ … sieht man nach einer neueren Studie ein hohes Infektionsrisiko für Leishmaniose im Kot von Nagetieren ...“.

Ferner hatte ich Geschrieben:
Christiane, Du schreibst, dass eine Infektion über Kot nicht möglich wäre, weil Leishmanien an der Luft sterben. An der Luft ist aber nur die äußere Hülle eines Kothaufens. Der Rest ist erstmal eine recht luftdichte Masse. Und wenn ich an die Hunde denke, die gerne mal die Haufen anderer Hunde fressen, was hier schon öfters Thema war, dann kann ich mir auch eine Übertragung durch Kot sehr gut vorstellen.
Wobei ich stark bezweife, dass diese unappetitliche Unart mancher Hunde jemals in Punkto Leishmaniose untersucht wurde.

Zu tun, als würde man jemanden zitieren und ihm dabei Aussagen unterstellen, die er so nicht gemacht hat, was hier der Fall, ist niveaulos und hat keinen Stil.

Original von Shibaherz:

Gehts noch, CairnLover? Ich soll für Dich im Internet recherchieren, für Deinen fragwürdigen Standpunkt, der von keiner der zitierten Koryphäen in den angegebenen Links geteilt wird?

Nö, Shibaherz. Wieso sollst Du für mich recherchieren? Ich habe das gelesen und brauche es nicht nochmal zu lesen. Wenn, dann tust Du es doch für dich, weil Du etwas wissen willst.

Ich bin schon als neugieriger Mensch auf die Welt gekommen und will es, wenn ich etwas wissen will, genauer wissen. Nachdem mich Ärzte jahrelang verarscht haben, gehe ich seit dem www bei medizinischen Fragen an einem bestimmten Punkt immer den Weg mir Studien anzuschauen.
Sei versichert, ich hätte hier gleich diverse Studien gepostet, wenn ich in einem anderen Forum wäre. Bin ich aber nicht.
Hier ist es unerwünscht englisch-sprachige Links zu posten.
Dafür wurde ich schon mehrfach hier zerrissen. Und dafür mache ich mir auch nicht mehr die Arbeit der Übersetzung, um mich dann noch für in der Sache völlig nebensächliche Übersetzungsfehler anmachen zu lassen. Vergiß es.

Medizinische Studien sind im deutschsprachigen Raum in der Regel leider Herrschaftswissen, dass dem gemeinen Volk nicht zur Verfügung steht.
Aber medizinische Studien aus allen Ländern werden in der Regel auch in der Weltsprache Englisch publiziert, da die Wissenschaftler ja wollen, dass alle erfahren, was sie herausgefunden haben.

Da in den USA medizinische Studien für jeden öffentlich einsehbar sind, ist es kein Problem für Menschen mit guten Englischkenntnissen, endlos viele Studien zu den gewünschten Themen in englischer Sprache zu finden.
Shibaherz
Beiträge: 20450
+ 6

xxx

„Wenn Leishmaniose nicht durch Kot übertragen werden kann, warum sieht man nach einer neueren Studie ein hohes Infektionsrisiko für Leishmaniose im Kot von Nagetieren wie Mäusen und Ratten?“

Das hast Du am 6.8. (12:42 h) geschrieben.

Wie infiziert sich der Hund denn mit Erregern im Kot von Nagetieren wie Mäusen und Ratten, entsprechend der hier nur Dir bekannten Studie?

...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Zuletzt geändert vor 6 Tagen, 19:27 Uhr
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 757
+ 2

Jetzt wird es klarer.......

Die in Amerika vorkommende Form der Leishmaniose ist aber nicht die, die bei uns, Spanien oder Italien vorkommt !

Die Leishmaniose ist nicht dieselben, sondern eine andere Unterart als unsere. Da sind sowohl die Symptome, der mögliche Sitz der Krankheit als auch z.T. die Behandlungsmöglichalternativen ganz anders. Es ist die monocutane Leishmaniose, die s.g. Schleimhautleishmaniose, nicht die viszerale L., die durch Leishmania infantum ausgelöst wird( !!), sondern eine Unterart der cutanen Leishmaniose.

Sie befällt nur die Haut und Schleimhäute! Nicht die inneren Organe wie die viszerale L. !

Den Nachweistest, den es in Brasilien z.B. gibt, mit Kot weist NUR diese Leishmanien nach, die für diese Unterart zuständig ist, NICHT die Leismania infatum, die die viszerale Leishmanios hier und in Europa auslöst.
Die Form der L. in Amerika befällt die Schleinhäute, also auch die Darmschleimhaut (und vor allem die Nasenschleimhaut) u. andere Schleimhäute, daher ist der Erreger im Kot nachweisbar.

L. infantum ist nicht im Kot nachweisbar, da dort nicht vorhanden im Gegensatz zur L. viannia.

Du darfst nicht Äpfel mit Birnen vergleichen und durcheinanderbringen, nämlich die Leishmania infatum und die Leishmania viannia, zu der auch die Leishmania brasiliensis gehört.
Zuletzt geändert vor 6 Tagen, 20:22 Uhr
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