Blähungen und Sodbrennen

Gast
Hallo,

mein 12 Jahre alter Rüde hat abwechselnd (und manchmal kombiniert) Blähungen und Sodbrennen. Ranitidin oder Omeprozol, wie vom Tierarzt empfohlen, helfen nur selten bzw. haben unangenehme Nebenwirkungen.

Wir (also mein Dicker und icke) hatten jetzt mal 1 Monat Ruhe, als ich ihm vorm schlafen gehen nochmal ein "Wurstbrot" ( Hundewurst in Scheiben auf Buttertoast) gegeben habe - seit 3 Tage hilft das aber nicht mehr. Habe seitdem keine Nacht durchschlafen können, weil er so unruhig war (permanent Blähungen und hecheln).

Ich füttere jetzt schon täglich 3 kleine Portionen. Der TA sagt, der Hund sei halt alt, da kommen solche Probleme auf.

Deswegen meine Frage: gibts denn von eurer Seite aus noch Tipps was ich tun kann? Irgendwas natürliches? Er verträgt leider keine Milchprodukte mit hohem Milchanteil, muss ich noch dazu sagen.

Heute werde ich ihm mal eine Diätkost mit Reis machen.
christianeadler
  • Moderator
Beiträge: 20211
+ 1
Meine Hunde (und Katzen) bekommen als Verdauungsunterstützung Fencheltee. Bei denen, die ihn nicht mögen mische ich ihn mit dem Futter. In akuten Fällen bietet sich auch Heilerde an.
Tierhalter.... was für ein Wort? Aber leider trifft dies oft zu.... ein Mensch der das Tier davon ab-hält frei zu sein (Stefan Wittlin)
Zuletzt geändert am 03.09.2014 13:59 Uhr
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 8970
+ 1
vielleicht (hoffentlich) hilft davon ja etwas :

10 Tipps gegen Hundeblähungen
Es ist einmal wieder passiert. Ein unangenehmer Duft durchzieht das Wohnzimmer, weil der Hund mal wieder Blähungen hat.
Ist ja klar, dass gerade dann Besuch da ist. Hat dieser Kinder dabei, kann man die vielleicht ein- oder zweimal noch böse angucken und ihnen die Schuld zuschieben.
Irgendwann funktioniert das aber auch nicht mehr.
Sofern keine gesundheitlichen Probleme dahinterstecken, können ein paar kleine Tricks helfen, das Problem zu reduzieren.
Blähungen beim Hund – was dagegen hilft
Grundsätzlich sollten zunächst gesundheitliche Probleme ausgeschlossen werden. Es gibt tatsächlich einige Krankheiten beispielsweise der Bauchspeicheldrüse, die Blähungen verursachen. Auch Futtermittelallergien bzw. –unverträglichkeiten machen sich nicht selten auch durch Darmgase bemerkbar.
Futterwahl überdenken
Minderwertiges Hundefutter verursacht Fehlgärungen im Darm und kann so zu Blähungen führen. Manchmal hilft die Umstellung auf hochwertiges Futter, welches einen höheren Fleischanteil und weniger Nebenerzeugnisse wie Getreide u.ä. enthält.
Eine feste Futtersorte
Kein Hund hat das gleiche Darmmillieu wie ein anderer. Je nachdem, was ein Hund frisst, unterscheiden sich auch die Bakterien im Darm. Das Millieu passt sich der Ernährung an. Wer ständig das Futter wechselt, sollte sich für eine Sorte entscheiden und diese langfristig geben. Während es anfangs noch Blähungen verursacht, können diese nach einer Weile nachlassen.
Ausschlussdiät umgekehrt
Gerade für Hundehalter, die das Futter selbst zubereiten, kann es Sinn machen, einzelne Bestandteile für eine Weile wegzulassen und zu beobachten, was passiert. Ein Hund verträgt vielleicht keine Milchprodukte, ein anderer bekommt von Nudeln oder einer bestimmten Gemüsesorte Darmrumpeln.
Das Futter dosieren
Anstelle von einer großen Mahlzeit sollte der Hund mehrere kleine Portionen bekommen. Dies entlastet den Verdauungstrakt, vor allem dann, wenn Fertigfutter gegeben wird. Mindestens zwei Mahlzeiten täglich sollten es schon sein. Optimal sind drei Portionen am Tag.
Ungestörtes Fressen
Hunde neigen dazu hastig zu fressen, wenn Artgenossen mit am Napf stehen. Sollte mehr als ein Hund im Haushalt sein, sollten die Vierbeiner allein essen. Dadurch wird die Nahrung langsamer aufgenommen, was wiederum eine gesunde Verdauung fördert.
Anti-Schlingnäpfe
Wer schnell alles herunter schlingt, schluckt häufig auch Luft. Hier können spezielle Näpfe helfen. Ein großer Stein im altbewährten Napf tut es aber auch. Aber Vorsicht! Einige Hunde regen sich dabei so auf, dass sie dann erst recht Luft schlucken.
Einschränkung von Nahrungsergänzungsmitteln
Die Gabe von Nahrungsergänzungsprodukten sollte eingeschränkt oder zumindest in mehrere kleinere Mengen aufgeteilt werden. Die Vitamine und Mineralstoffe beeinflussen stark die Darmbakterien, was zu einer erheblichen Gasbildung führen kann. Auch einige Medikamente können Blähungen und Durchfälle provozieren.
Ein Teelöffel Orangensaft
Hat der Hund Blähungen, kann ihm ein regelmäßig gegebener Teelöffel Orangensaft verabreicht werden. Dies lindert häufig die Beschwerden, da Orangen die Verdauung anregen, gegen Übersäuerung hilft und eine leicht abführende Wirkung hat.
Naturheilprodukte und Tees
In der Naturheilkunde gibt es diverse Präparate, die Hunden bei Blähungen gegeben werden können. Dazu gehören u.a. Nux moschata C3, Colosan, Schüßler-Salz Nr.7 Löwenzahnsud und Vier-Winde-Tee. Sie sollten aber nicht dauerhaft, sondern nur bei Bedarf als Kur gegeben werden. Und natürlich nicht alle zusammen.
Mein persönlicher Tipp
Ja, wir haben einen Pups-Hund.
Pauli hat uns gezeigt, dass Barfen eben doch nicht gegen alles hilft und man manchmal einfach mit einigen Eigenarten leben muss. Wir kommen ganz gut damit zurecht, solange wir sein Futter nicht ständig wechseln. Und irgendwann stört es einem selbst doch auch gar nicht mehr.
Bei Pauli hilft ein kleiner Schuss Gemüsesaft im Futter. Wir nehmen den billigen Bio-Gemüsesaft von Aldi. Auch hier muss man etwas Geduld haben. Anfangs ändert sich einfach nur der Geruch – nicht unbedingt ins Angenehme. Doch nach ungefähr einer Woche lassen die Winde deutlich nach.
Probiert es aus!

Quelle : Mein Hund 24
"Wäre doch nur ein Bruchteil der Schäferhundbesitzer so klug wie ihre Tiere."
(Stefan Wittlin, schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut)
Gast
Und was könnte noch so gegen Sodbrennen helfen?

Habe schon gegoogelt. Aber das was man da so findet hilft kaum dauerhaft was. Ich habe jetzt aus der Apotheke Ranitic geholt, das hilft gegen die Symptome, aber Chemie mag ich pers. nicht so gerne.
Darmkuren usw. - alles nur von kurzer Dauer.
meerestaucher
  • Hundetrainer
Beiträge: 4196
was fütterst du denn?
meine Hündin hatte auch mal Sodbrennen. hatte das gefühl dass es stark vom Rindfleisch und rinderpansen kam.
das fütter ich seitdem weniger (ich mach das futter selbst) und koch/ überbrühe ihr fleisch auch mal eher als dass ich es roh verfüttere und gebe auch öfter auch hühnchen (gekocht) plus kohlenhydrate (nudeln, reis, Kartoffeln). seitdem keine Probleme mehr, gsd, so Sodbrennen ist ja echt übel.

wie hat er denn auf die Schonkost mit reis reagiert? hast du da auch hühnchen gemacht?

damals hat man mir geraten Ziegenmilch zu versuchen, soll wohl auch gegen Sodbrennen helfen. wäre vielleicht mal ein versuch wert, ich weiss allerdings nicht obs hilft, hab es dann nicht mehr gebraucht nach der nahrungsumstellung.
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast

Antoine de Saint-Exupéry
Hundeli
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2020
Guten Morgen

ja, was fütterst Du?
Wenn frisch, wie viel Fleischanteil?
Gibst ihm auch getrocknete Fleischwaren zum Knabbern?
Belohnerlis, Goodis und CO?

Verdauungssorgen sind leider oft wegen zu viel Eiweiss pro Tag, was bei älteren Hundis eh schon 'ungut' ist...........

Bin gespannt auf Deine Schilderung und grüss Dich mal
Hundeli
Gast
So, da bin ich wieder.

Ich und der Hund waren letztens bei einem anderenTierarzt. Organisch ist beim Hund alles ok, es liegt also rein am Futter- glücklicherweise.
Haben jetzt auf ein Trockenfutter ohne Getreide umgestellt- seitdem gibts keine Blähungen und nächtliche Beschwerden mehr.

Vorher hatten wir Chappi Nassfutter mit Ja! Trockenfutter, das hat er wohl nicht gut vertragen. Jetzt nehmen wir Chappi Nassfutter gemixt mit einem Trockenfutter ohne Getreide.
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