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besseres Verbellen
Gast

Geschrieben am 02.11.2009 00:34 Uhr
Hallo,
@bellyeudogs mal zu einer ganz anderen Frage.
Könnte dies auch für meinen Hund (Bingo) einen Lösungsansatz sein?
Mein Problem ist ganz einfach, Bingo rundiert (oder reviert?) von alleine, dies liegt mit grosser Wahrscheinlichkeit an seiner Rasse aber Tatsache ist, er verbellt Menschen die sich verstecken oder sich "gefährlich" verhalten.
In Dänemark ist das Rondieren ein Teil von der Gehorsamkeitsprüfung und die ist wiederum ähnlich der BH, deshalb müsste Bingo es machen, falls ich je diese Prüfung mit ihm Ablegen wollte.
Davor habe ich aber zurück geschreckt, weil ich doch nicht von einem Hund verlangen kann, dass er nicht versteckte Personen verbellt um es dann in einem anderen Moment zu zulassen, dass es Belohnt wird.
Wie man es beibringt wurde hier in DK immer nur erklärt, indem der Helfer belohnen sollte.
Liebe Grüsse aus dem Norden
@bellyeudogs mal zu einer ganz anderen Frage.
Könnte dies auch für meinen Hund (Bingo) einen Lösungsansatz sein?
Mein Problem ist ganz einfach, Bingo rundiert (oder reviert?) von alleine, dies liegt mit grosser Wahrscheinlichkeit an seiner Rasse aber Tatsache ist, er verbellt Menschen die sich verstecken oder sich "gefährlich" verhalten.
In Dänemark ist das Rondieren ein Teil von der Gehorsamkeitsprüfung und die ist wiederum ähnlich der BH, deshalb müsste Bingo es machen, falls ich je diese Prüfung mit ihm Ablegen wollte.
Davor habe ich aber zurück geschreckt, weil ich doch nicht von einem Hund verlangen kann, dass er nicht versteckte Personen verbellt um es dann in einem anderen Moment zu zulassen, dass es Belohnt wird.
Wie man es beibringt wurde hier in DK immer nur erklärt, indem der Helfer belohnen sollte.
Liebe Grüsse aus dem Norden
@Stefan 1981:
In vielen Dingen stimme ich mit Dir überein aber nicht in allen!
Ich habe nicht geschaut was Du für einen Hund führst aber grundsätzlich mit der Peitsche auf dem Platz zu stehen und zu reizen finde ich nicht sinnvoll!
Beim Mali brauchst Du so was dauerhaft nicht machen, da kann er noch sooooo leichtführig in der SD-UO sein - die meisten halten das von den Nerven nicht aus. Sprich du kommst in einen Teufelskreis.
Außerdem der Hund soll ja von sich aus agieren - hier bringst doch Du die Reizlage, in dem Du Dampf machst .....
Ebenso was deine Methode des "Aus"lassens betrifft.
Achtet ihr nicht auf volle Griffe? Oder wie willst du zum trennen den Soft-Stock zwischen Maul-Spalte und Arm bringen? Warum sich das Leben so schwer machen und tausende von Hilfsmitteln benutzen, die ich später nur wieder abbauen muss.
Unsere Welpen lernen das "Aus" nach Balabanov - unterstützt wird das ganze noch mit den Clicker, wobei es auch definitiv ohne funktioniert. Wir haben keinerlei "Aus"-Probleme beim SD später mit dem Helfer!
In vielen Dingen stimme ich mit Dir überein aber nicht in allen!
Ich habe nicht geschaut was Du für einen Hund führst aber grundsätzlich mit der Peitsche auf dem Platz zu stehen und zu reizen finde ich nicht sinnvoll!
Beim Mali brauchst Du so was dauerhaft nicht machen, da kann er noch sooooo leichtführig in der SD-UO sein - die meisten halten das von den Nerven nicht aus. Sprich du kommst in einen Teufelskreis.
Außerdem der Hund soll ja von sich aus agieren - hier bringst doch Du die Reizlage, in dem Du Dampf machst .....
Ebenso was deine Methode des "Aus"lassens betrifft.
Achtet ihr nicht auf volle Griffe? Oder wie willst du zum trennen den Soft-Stock zwischen Maul-Spalte und Arm bringen? Warum sich das Leben so schwer machen und tausende von Hilfsmitteln benutzen, die ich später nur wieder abbauen muss.
Unsere Welpen lernen das "Aus" nach Balabanov - unterstützt wird das ganze noch mit den Clicker, wobei es auch definitiv ohne funktioniert. Wir haben keinerlei "Aus"-Probleme beim SD später mit dem Helfer!
Liebe Grüße
Michi und das Rudel
Michi und das Rudel
Original von Sy Mehl:
Interessant.
Aber einiges bleibt offen:
Was meint ihr konkret mit: "Hund blöd anmachen...".bedeutet das verbale Anmache?
Und was bedeutet: Einwirken? Klar, dass es um körperliche Einwirkung geht, aber das Wie bzw. das Maß solltet ihr nennnen bzw. genau beschreiben. - Konkrete Beschreibungen verhindern falsche Vorstellungen.
Interessant.
Aber einiges bleibt offen:
Was meint ihr konkret mit: "Hund blöd anmachen...".bedeutet das verbale Anmache?
Und was bedeutet: Einwirken? Klar, dass es um körperliche Einwirkung geht, aber das Wie bzw. das Maß solltet ihr nennnen bzw. genau beschreiben. - Konkrete Beschreibungen verhindern falsche Vorstellungen.
mit Hund blöd anmachen war nur auf verbale art gemeint, mein Fehler hätte ich dazu schreiben sollen, der Hund wird nicht mit peitsche leinenruck oder sonstiges angemacht.
Hunde wie zB. ein Mali braucht meist dies nicht da sie Trieblich schon sehr hoch stehen dies machen wir bei Hunden die trieblich nicht so hoch stehen.
Bei uns läuft das, so das der Hundeführer im Gehorsam also mit kommando Fuß auf den Platz kommt, der Helfer steht bereit, so ca mitte platz hält der HF an und nimmt die Grundstellung ein lässt sich vom Hund anschauen und schickt ihn voran wobei der Hund nur ca 2m weit hinaus darf, der HF bzw. Leinenhalter hat darauf zu achten das der Hund nicht zu weit vor geht (Lange Leine ist im Brustgeschirr ), der Helfer kommt und macht ihn stimmlich an oder verwehrt ihm die Beute. Sobald der Hund trieblich soweit ist oder das bellen sich auch nach bellen anhört ( und nicht nach quitschen oder sonstiges ) bekommt er seine beute.
Zum Thema Einwirken:
Einwirkung ist lediglich ein leichtes Leinenrucken vom Leinenhalter, der darauf achtet das der Hund sauber bleibt und nicht zum stupfen geht. Es wird nicht am Hund gezerrt das er sich den Hals verrenkt, beim verbellen kommt die lange leine ins halsband
ich hoffe das ich dies nun klar stellen konnte
ich werde mich in Zukunft anstrengen die Dinge etwas besser zu beschreiben.
LG
Yve
Zuletzt geändert am 02.11.2009 10:08 Uhr
Mit Verlaub: WARUM sollte irgendein Hund das"Aushalten"? - Ich frage nach dem WARUM auch in der Hinsicht: nicht mehr als 2m wegzuschicken, ..Peitsche, Arm etc.. Sind das nicht unhinterfragte Rituale sehr, sehr alter Zeiten, deren Sinn heute keiner mehr erklären kann?? Werden diese ohne Wenn und Aber befolgt, ohne also den Sinn dahinter erklären zu können? Das wäre schade: denn bei guter Erklärung gäbe es sicherlich weniger Ablehnung. - Bitte erläutert es genauer: das Warum und die Zielsetzung.
Oder geht es um Austesten von Reizgrenzen? - Wohl kaum...
Oder geht es um Austesten von Reizgrenzen? - Wohl kaum...
Jedes Lebewesen ist ein Individuum. NIEMAND kann ein Lebewesen BESITZEN.
Sy Me
Sy Me
@bellyeudogs ich mach es noch ein bisschen informativer und Schildere was ich mit Bingo erlebt habe, das einzige Mal als ich es gemacht habe.
Das war während meiner Trainerausbildung, wir hatten zuerst eine kurze Stunde Theorie und sollten dann das Rondieren vorführen.
Bei der Theorie hatte ich schon darauf hingewiesen, dass ich es noch nie gemacht hatten und auch erklärt weshalb.
Es wurde mir gesagt, ich solle es doch einfach zeigen, das machte für mich Sinn.
Zur Ausgangslage, wir standen ca. 20m entfernt von einem Figuranten, der stand im hüfthochen Gebüsch.
Wir sollten unsere Hunde zum Figuranten schicken und der Hund sollte dann den Figuranten verbellen.
Ob man dann den Hund abrufen sollte oder ihn Sitzen lassen und Abholen weiss ich nicht mehr.
Das hat einen einfachen Grund, alle scheiterten, der Figurant stand unbeweglich in den Büschen und schaute in den Himmel, die Hunde wurden vorgeschickt und machten entweder nichts oder waren absolut unsicher bei dem was sie taten.
Als letzter sollte ich es mit Bingo versuchen, nun vorausschicken konnte ich ihn, auch wenn ich absolut nicht einsah, was dies für einen Sinn haben sollte, man sagte wieder, ich soll es einfach einmal vormachen.
Ich schickte Bingo voraus, nachdem Bingo ca. 15m vorausgelaufen war, reagierte er auf den Mann im Gebüsch und verbellte ihn heftig, ich tat dies was ich immer in solchen Situationen tat und rief ihn ab.
Natürlich unter dem Beifall der anderen Kursisten.
Nun, die Kursleiterin hat uns dann anschliessend erklärt, dass wir den grössten Fehler gemacht hätten, den man machen kann, wir hätten uns nicht mit dem Figuranten abgesprochen, wie er auf den Hund einwirken/belohnen soll, damit er das gewünschte tat.
Ich sagte darauf wieder, dass mein Problem sei, dass Bingo sich von alleine so verhalten würde.
Mir wurde dann darauf entgegnet, dass ich sein Verhalten sehr wahrscheinlich besser steuern könnte, weil ich ihn auf Befehl verbellen liesse und das Bingo auch nicht über Hindernisse springen würde, nur weil ich mit ihm Agility machen würde.
Andere Argumente bekam ich nicht.
Nun ist es aber so, dass wenn man ein Verhalten belohnt, dass es dann ein Hund auch vermehrt zeigt.
Der Vergleich mit dem Agility hinkt nun deshalb, weil ich mit dem Rudeltrieb arbeite, wenn ich mit Bingo Agility mache, er wird nicht dafür belohnt, über irgendwelche Hindernisse zu springen und deshalb macht er dies ausserhalb des Agilitys auch nicht häufiger.
Allerdings springt er auch auf einem Spaziergang über ein Hindernis, wenn ich es ihm wie im Agility anzeige.
Der Punkt der mich also am meisten skeptisch hat werden lassen, ist der, dass der Figurant Bingo für sein Verhalten belohnen sollte.
Wieso sollte dann Bingo einen Unterschied machen zwischen einem Figuranten und einem Spaziergänger, er kennt schlussendlich beide nicht.
Falls Dir die Übung immer noch unklar ist, kannst Du ruhig die entsprechende Übung im VGP nehmen.
Mit Bingo habe ich auch schon VGP gemacht aber nie mit einem Figuranten im Versteck gearbeitet.
Auch aus dem Grund, weil ich weiss, dass Bingo jeden Figuranten verbellen würde, den er in einem Versteck vorfinden würde und mir auch dort nicht zufriedenstellend erklärt werden konnte, ob ich dann nicht automatisch das unerwünschte Verhalten bestärken würde.
Liebe Grüsse aus dem Norden
Das war während meiner Trainerausbildung, wir hatten zuerst eine kurze Stunde Theorie und sollten dann das Rondieren vorführen.
Bei der Theorie hatte ich schon darauf hingewiesen, dass ich es noch nie gemacht hatten und auch erklärt weshalb.
Es wurde mir gesagt, ich solle es doch einfach zeigen, das machte für mich Sinn.
Zur Ausgangslage, wir standen ca. 20m entfernt von einem Figuranten, der stand im hüfthochen Gebüsch.
Wir sollten unsere Hunde zum Figuranten schicken und der Hund sollte dann den Figuranten verbellen.
Ob man dann den Hund abrufen sollte oder ihn Sitzen lassen und Abholen weiss ich nicht mehr.
Das hat einen einfachen Grund, alle scheiterten, der Figurant stand unbeweglich in den Büschen und schaute in den Himmel, die Hunde wurden vorgeschickt und machten entweder nichts oder waren absolut unsicher bei dem was sie taten.
Als letzter sollte ich es mit Bingo versuchen, nun vorausschicken konnte ich ihn, auch wenn ich absolut nicht einsah, was dies für einen Sinn haben sollte, man sagte wieder, ich soll es einfach einmal vormachen.
Ich schickte Bingo voraus, nachdem Bingo ca. 15m vorausgelaufen war, reagierte er auf den Mann im Gebüsch und verbellte ihn heftig, ich tat dies was ich immer in solchen Situationen tat und rief ihn ab.
Natürlich unter dem Beifall der anderen Kursisten.
Nun, die Kursleiterin hat uns dann anschliessend erklärt, dass wir den grössten Fehler gemacht hätten, den man machen kann, wir hätten uns nicht mit dem Figuranten abgesprochen, wie er auf den Hund einwirken/belohnen soll, damit er das gewünschte tat.
Ich sagte darauf wieder, dass mein Problem sei, dass Bingo sich von alleine so verhalten würde.
Mir wurde dann darauf entgegnet, dass ich sein Verhalten sehr wahrscheinlich besser steuern könnte, weil ich ihn auf Befehl verbellen liesse und das Bingo auch nicht über Hindernisse springen würde, nur weil ich mit ihm Agility machen würde.
Andere Argumente bekam ich nicht.
Nun ist es aber so, dass wenn man ein Verhalten belohnt, dass es dann ein Hund auch vermehrt zeigt.
Der Vergleich mit dem Agility hinkt nun deshalb, weil ich mit dem Rudeltrieb arbeite, wenn ich mit Bingo Agility mache, er wird nicht dafür belohnt, über irgendwelche Hindernisse zu springen und deshalb macht er dies ausserhalb des Agilitys auch nicht häufiger.
Allerdings springt er auch auf einem Spaziergang über ein Hindernis, wenn ich es ihm wie im Agility anzeige.
Der Punkt der mich also am meisten skeptisch hat werden lassen, ist der, dass der Figurant Bingo für sein Verhalten belohnen sollte.
Wieso sollte dann Bingo einen Unterschied machen zwischen einem Figuranten und einem Spaziergänger, er kennt schlussendlich beide nicht.
Falls Dir die Übung immer noch unklar ist, kannst Du ruhig die entsprechende Übung im VGP nehmen.
Mit Bingo habe ich auch schon VGP gemacht aber nie mit einem Figuranten im Versteck gearbeitet.
Auch aus dem Grund, weil ich weiss, dass Bingo jeden Figuranten verbellen würde, den er in einem Versteck vorfinden würde und mir auch dort nicht zufriedenstellend erklärt werden konnte, ob ich dann nicht automatisch das unerwünschte Verhalten bestärken würde.
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