Beratung zur Anschaffung eines Hundes.

bami79
  • Forenwelpe
Beiträge: 3
Hallo,
ich bin eine 31 jährige alleinerziehende Mutter (Sohn 3,5 Jahre alt), wohne in einer 2 Zi.-EG. Wohnung mit Terrasse und Garten und arbeite 20 Stunden die Woche.
Die Frage die ich mir nun schon seit mehreren Monaten stelle ist: Kann ich unter den gegebenen Umständen einen Hund halten? Und wenn ja, wie alt sollte der Hund sein.
Zur Zeit verlasse ich in der Woche die Wohnung gegen 12 Uhr Mittags, bringe den Kleinen in den Kiga und fahre zur Arbeit, gegen spätestens halb sechs bin ich wieder zu Hause. Kann man diese Zeit einem Hund zumuten? Es sind immerhin 5,5 Stunden...
Ich würde sehr gerne einen Hund vom Tierhof holen, ich war schon öfters dort um mit einem Hund Gassi zu gehen... aber ich bin mir nicht sicher, ob es für den Hund das Richtige wäre...
Vergessen darf ich natürlich auch nicht die Kosten (Steuern, Versicherung, Tierarzt, Futter, Anschaffung) ... aber wenn das geregelt ist, stellt sich mir immer noch die Frage, ob es zumutbar ist, einen Hund momentan 5,5 Stunden nachmittags, und wenn der Kleine in 2 Jahren zur Schule kommt, diese Zeit dann Vormittags allein zu lassen.
Als nächstes Stellt sich natürlich die Frage, was für ein Hund... Ich würde dann zu einer bereits ausgewachsenen Hündin tendieren, die nicht arg soo groß ist und natürlich mit Kindern umgehen kann. Ein Welpe (Okt 2010) wäre wohl noch zu jung...
Was meint ihr generell Hund ja oder Hund nein... *grüüüübel*

Glg Barbara
xjanax
  • Forenwelpe
Beiträge: 101
najaaaa.... wenn die Zeit jetzt schon knapp bemessen ist, wird es mit Hund eng werden, der braucht ja zu der Gassi-Zeit ja auch noch sStreicheleinheiten, Training, Bürsten, Füttern, Tierarztbesuche,....

Und dir muss klar sein, dass du dein Kind vermutlich nicht immer mitnehmen könnew wirst, wenn du mit dem Hund gehst, da der besonders anfangs dein volle Aufmerksakeit benötigt.

Auf keinen Fall sollte es ein welpe sein, die brauchen nämlich noch mehr aufmerksamkeit :/

wenn dann wriklich eine ruhigen ältern Hund unter Kniehöhe aus dem Tierheim. Da musst du dann eben seeehr genau suchen.
Ob Rüde oder Hündin ist m.M. nach wurchd, es kommt auf den Charakter an.

Die 5,5 Stunden find ich nicht so prickelnd, aber das schafft der Hund auch. Vorrausgesetzt er wird daran gewöhnt.

Also so sehr begeister bin ich bei den Umständen nicht, aber es gibt Leute die schaffen es auch unter solchen Umständen ihrem Hund ein gutes Zuhause zu bieten und es gibt Leute die schaffen das auch dann nicht wenn sie irre viel Zeit hätten.
Laursen
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2588
hej Barbara und willkommen bei dS,

von mir aus gesehen stellt sich die Frage, ob Du wirklich bereit bist, Dich auf Deinen Hund einzulassen.
Nur darum geht es.
Ein Hund "zahlt" mit seiner Liebe all die Mühen, die wir als HH auf uns nehmen.
Du kannst mein Profilfoto anschauen und dann wirst Du den Grund sehen, weshalb ich meinen Hund habe.
Dies Freude und das Strahlen in seinen Augen sind für mich der Grund, dass ich sehr viel auf mich nehmen würde, für meinen Hund.
Wenn Du dies verstehen kannst und glaubst, dass es Dir ebenso gehen könnte, dann gibt es bei Deiner Beschreibung keine Probleme, die man nicht lösen könnte.

Die erste Herausforderung wird sein, den Hund an die Zeit zu gewöhnen, die er alleine sein muss.
Deshalb würde ich schauen, dass ich zuerst etwas Zeit hätte, ihn gleich von Anfang an darin zu üben.
Dies bedeutet, dass Du gleich am ersten Tag ausprobierst, ob er es ertragen kann, wenn Du ganz kurz zur Türe hinaus gehst, wenn das klappt, kannst Du die Zeiträume ausdehnen.
Manchmal geht es unheimlich schnell, vor allem wenn man gleich von Anfang an mit dem Üben anfängt, dann kann dies für den Hund etwas werden, das einfach zu seinen neuen Lebensumständen gehört.
Darauf kannst Du Dich aber nicht verlassen, gerade Hunde aus dem Tierheim können Ängste aufgebaut haben, die für sie das Alleine-sein zu einem echten Problem machen kann.
Deshalb würde ich mir auch schon bevor ich mir den Hund anschaffen würde, versuchen Hilfe zu finden, die mithelfen können, den Hund an das Alleine-sein zu gewöhnen.
In Frage kommen alle, die bereit sind, für den Hund zu schauen, währendem Du weg bist.
Tiefer möchte ich jetzt nicht auf diese Problematik eingehen, weil es ist ja überhaupt nicht sicher, dass sich dieses Problem ergibt.

Etwas anderes, was ich Dir empfehlen möchte, besorge Dir "Tapsi komm ..." dieses Büchlein dient der Unfallprävention im Umgang von Hunden und Kindern.
Wenn Du auf die blaue Schrift klickst, kannst Du Dir das Büchlein auf der neuen Seite als Pdf herunterladen und ausdrucken.
Ansonsten kann man es auch bestellen, gegen Portogebühren, beim Bundesamt für Veterinärwesen BVET ( http://www.bvet.admin.ch/index.html?lang=de ) die Gebühren sind einsehbar, bevor man bestellen muss.
Übrigens, beim Suchfeld " Tapsi komm ... " eingeben.
Falls Du dann noch einen Grund haben möchtest, weshalb man immer etwas vorsichtig sein soll, wenn es um Kinder und Hunde geht, dann kannst Du auch Zwei Geschichten über Kinder und Hunde anklicken, das ist ein Blog den ich geschrieben habe.

Liebe Grüsse aus dem Norden
bami79
  • Forenwelpe
Beiträge: 3
Vielen Dank für eure Meinungen.
Ich bin als Kind mit Hund, Katze und Vögel groß geworden... habe aber durch meine Mutter Beobachtungen gemacht, wie man es z.B. nicht machen sollte.
Ich habe fast 20 Jahre lang Katzen gehabt (erst einen Kater, dann später, weil ich ohne Tiere nicht konnte zwei BKH-Kater ...weil ich gearbeitet habe zwei)... ich wollte schon immer einen Hund haben, nachdem unser Charly weg war... aber ich habe bis zur Geburt meines Sohnes den ganzen Tag gearbeitet, DAS geht dann wirklich nicht!
Wenn ich zum Tierhof fahre und dort mit einem der Hunde Gassi gehe und in diese Augen schaue und merke, wieviel Spaß dieser Hund hat, wenn er mit mir los ist, dann ist es mir jedes Mal die Strecke wert (fahre ca. 45 min. eine Tour)...
Am Samstag werde ich den Kleinen mal mit zum Tierhof nehmen um zu schauen, wie er überhaupt mit Hunden klar kommt.
Und dann wollte ich erst einmal eine zeitlang die Besuche dort fortsetzen...
Ich weiss, das es reiflich überlegt sein soll, sich einen Hund anzuschaffen, und das ein Hund auch Zeit kostet.
Aber was, wenn ich nicht getrennt wäre...wenn ich ein Baby statt einen Hund bekäme (ja kein ganz so guter Vergleich in manchen Augen...ok), dann müsste der Kleine mich auch "teilen", dann würde ich auch vorerst viel Zeit in das Baby investieren... ICH bekomme aber kein weiteres Baby mehr! Und ein Hund sollte nicht unbedingt als "Gefahr" für Kinder gesehen werden... eher die Menschen sind da doch die Gefahr. die Menschen die nicht auf den Hund/das Kind achten.
Ich denke, wenn man sich einen Hund in die Familie holt, sollte die Familie zusammen mit dem Hund den Alltag neu strukturieren. Das muss besprochen und abgeklärt sein.
Ich denke, ich werde vorerst mit den Besuchen beim Tierhof fortfahren und dann schauen, wie sich der Kleine den Hunden gegenüber verhält, und dann evtl. wenn die Schule für den Kleinen beginnt, noch einmal ausschau halten nach einem Hund der in unsere kleine Familie und Situation passt.
Über weitere Anregungen und Ratschläge freue ich mich aber trotzdem sehr...
Glg Barbara
Gast
  • Begleithund
Du... ich will mir mal einen Satz aus deinem Posting herausgreifen.

Diesen hier:

"Und ein Hund sollte nicht unbedingt als "Gefahr" für Kinder gesehen werden... eher die Menschen sind da doch die Gefahr. die Menschen die nicht auf den Hund/das Kind achten. "

ICH würde niemals Hund und Kind unbeaufsichtigt lassen... Die Zwerge sind noch so klein, trotzdem kreativ und machen Vieles, was nicht hundekompatibel ist. Und das kann böse enden.

Ich zähle mal auf, was mir sponatn einfällt oder was ich selbst erlebt habe:

Den Hund auf seinem Rückzugplatz stören
Am Schwanz/an den Ohren ziehen
Mit der Wasserpumpgun den Hund bespritzen wollen
Das eigene, ungemochte Essen dem Hund hinhalten
Plötzlich losrennen

Alles völlig normale Dinge. Aber... und ich denke, DU denkst an einen Tierheimhund, an den du dich herantasten musst.. durchaus Dinge, die ein Hund vielleicht nicht mag und auf die er unterschiedlich reagieren kann.

(Mein erster RR "hütete" z.B. die Zwerge: Wenn sie rannten, rannte er mit und korrigierte sie, wenn er fand, sie waren zu schnell.)

Und mir fällt grad die blöde Geschichte einer Mutter ein, die in einer kleinen Wohnung mit vielen Gästen Geburtstag feierte. Ein RR war auch da. Die Mutter foderte ihr Kind auf, den Hund zu küssen und wollte das auch noch mit Blitzlicht knipsen. Der Hund erschrak (fühlte sich wohl eh bedrängt) und schnappte vor Schreck, leider ins Gesicht des Stöpsels.
#

Unsere Zwerge sind mit Asad aufgewachsen. Jetzt sind sie sechs und sieben. Und ich lasse sie noch immer nicht allein.

Asad hat noch niemals geschnappt. Ich will aber auch verhindern, dass es Situationen geben könnte, in denen das passieren könnte. Egal, wie "normal" das Verhalten des Hundes wäre: Das Kind wäre traumatisiert und... das Vetrauen in den Hund vielleicht perdue.

Auf jeden Fall würde ich dir raten, dir Urlaub zu nehmen, wenn du einen Wuffel zu dir nimmst.
bami79
  • Forenwelpe
Beiträge: 3
+ 1
Sollte ich einen Hund zu mir nehmen, würde ich AUF JEDEN FALL Urlaub nehmen... Denn dann brauchen wir alle zusammen die Eingewöhnungszeit... und das geht nicht von jetzt auf gleich, das ist mir klar.
Und, wie ich schon sagte, man muss auf KIND und Hund achten... ich habe drei Brüder und 6 Cousins und Cousinen... Kinder sind unberechenbar Und bei Hunden aus dem Tierheim kennt man meist die wahre Vorgeschichte nicht...
Aber ich denke auch, ein Welpe wäre für uns nicht das Richtige... selbst wenn ich 2 Wochen Urlaub nehmen würde...weiss ich nicht, ob die Zeit ausreicht, den Kleinen Hund darauf vorzubereiten, den Nachmittag allein zu sein. Ein ausgewachsener Hund, der Vormittags gut beschäftigt wurde und ordentlich spazieren war, freut sich dann vielleicht, eine Weile ausruhen zu können ... bevor man Abends noch mal eine größere Runde dreht...
Ich denke, es wird vorerst wohl dabei bleiben, Spaziergeh-Besuche beim Tierhof zu machen... so mache ich Hunden eine Freude und habe selbst auch viel Freude dran.
Vielleicht kommt ja irgendwann der Zeitpunkt, wo es einfach passt.

Vielen Dank für dein Kommentar und noch einen schönen Tag.
Glg Barbara
horselady83
  • Halbstarker
Beiträge: 298
Ich finde es sehr gut, dass Du Dir so viele Gedanken machst!!! Ein großes Lob an Dich!!
Die Besuche beim Tierhof würde ich an Deiner Stelle auch weiterführen und Deinen Sohn auch nach Möglichkeit immer mitnehmen! Er gewöhnt sich dann bestimmt recht schnell daran und wenn Du ihm erklärst, was er warum darf oder auch nicht darf, dann lernt er gleich den Umgang mit Hunden.
Und vielleicht ist ja irgendwann mal Euer Hund bei den Gassihunden dabei?
Bei einem älteren Tier sind 5,5 Stunden nicht zu viel. Das dürfte gehen, wenn der Hund entsprechende vorbereitet wird... Ich denke, dass ist nicht zu lang! Ein Welpe scheidet da natürlich aus, da er das erst ganz langsam lernen muss und auch sehr viel Aufmerksamkeit braucht! Und vor allem ganz viel Erziehungsarbeit!
Natürlich weiß man nicht, was man bekommt, wenn man einen Hund aus dem Tierheim nimmt, aber ich denke, dass einem das Bauchgefühl sagt, ob es passt oder nicht und auch die Betreuer können einen vielleicht einen guten Rat geben!
Also, weiter so, wie Du es machst und ich drücke Dir die Daumen, dass es mit einem Hund bei Euch klappt!
Sternenbande
  • Forenwelpe
Beiträge: 94
Hast du denn vor, dauerhaft nur 20 Stunden arbeiten zu gehen? Max. 5,5 Stunden am Tag finde ich o.k., aber mehr sollte es nicht unbedingt sein.
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