Bachblüten und Silvester
Hallo dog walker,
wir hatten mal einen tollen Blog über Silvester der sich auf einen Artikel von Dr. Gansloßer und Sophie Strodtbeck, leider sind beide nicht mehr auffindbar, daher versuch ich mal es zusammenzufassen:
Als erstes mal: Warum haben Hunde überhaupt Angst?
Silversterknaller und auch das Donnern beim Gewitter sind Geräusche, die aus unterschiedlichen Richtungen kommen, aus unterschiedlicher Entfernung und in unterschiedlicher Lautstärke. Durch Studien wurde belegt, dass die unterschiedliche Entfernung, Lautstärke und Dynamik zu einer Angstreaktion bei Hunden führen können.
Bei älteren Hunden und auch beim Eintritt in die Pubertät haben Hunde einen erhöhten Cortisolwert. Cortisol ist ein „Stresshormon“, heißt also, das der Hund in unterschiedlichen Entwicklungsstufen, von Hause gestresster und damit auch anfälliger ist, für das Auftreten einer Angstreaktion.
Die Anwendung von Medikamenten sollte sehr kritisch hinterfragt werden, oft werden Mittel verschrieben, die völlig ungeeignet sind. Zum Beispiel verlangsamt Sedalin die Motorik, nimmt aber keinen Einfluß auf die Sinne des Hundes – hier hat man dann einen Hund der die gleiche Angst hat wie vorher und sich jetzt nur zusätzlich dazu nicht mehr vernünftig bewegen kann. Also besser nicht nutzen, es verschlimmert die Angstreaktion nur.
Bachblüten können nur bedingt helfen und müssen genau auf das Tier abgestimmt sein, außerdem müssen sie soweit ich weiß eine Weile vor dem Silvesterabend eingenommen werden und dann regelmäßig gegeben werden.
So kurzfristig wie bei euch könnte ein DPA- Zerstäubern und Behandlungen nach Tellington Touch (einfach mal googlen) helfen die Stressreaktion zu mildern.
Während des Feuerwerkes ist das Verhalten des Halters auch wichtig! Wichtig ist vor allem die soziale Unterstützung! Eine Beruhigung durch Zureden kann die Angstreaktion verstärken. Ein Ignorieren des Hundes, wenn dieser Angst hat, ist aber keine Alternative – hier lässt man den Hund einfach nur allein mit seiner Angst. Der Halter muss also dem Hund Sicherheit vermitteln zum Beispiel durch Anlehnen lassen und gleichzeitig gelassen und entspannt sein, um dieses Gefühl auf den Hund zu übertragen. Das ist nicht einfach, will man als Mensch doch in erster Linie trösten..
Reagiert der Hund extrem auf die Knallerei, kann es helfen, den Hund für den Bereich des meisten Lärmes (also wahrscheinlich um Mitternacht) in einen abgedunkelten, kleinen Raum mit angeschaltenem Radio alleine zu lassen. Aber nur für die schlimmsten 30- 45 Minuten, davor und danach muss der Halter Sicherheit vermitteln. Für einige Hunde ist auch eine kleine Höhle, in die sie sich zurückziehen können, eine gute Sache.
Lieben Gruß,
Nadine
Nachtrag: http://www.wuff.at/cms/Geraeuschempfindlichke.1921.0.html
wir hatten mal einen tollen Blog über Silvester der sich auf einen Artikel von Dr. Gansloßer und Sophie Strodtbeck, leider sind beide nicht mehr auffindbar, daher versuch ich mal es zusammenzufassen:
Als erstes mal: Warum haben Hunde überhaupt Angst?
Silversterknaller und auch das Donnern beim Gewitter sind Geräusche, die aus unterschiedlichen Richtungen kommen, aus unterschiedlicher Entfernung und in unterschiedlicher Lautstärke. Durch Studien wurde belegt, dass die unterschiedliche Entfernung, Lautstärke und Dynamik zu einer Angstreaktion bei Hunden führen können.
Bei älteren Hunden und auch beim Eintritt in die Pubertät haben Hunde einen erhöhten Cortisolwert. Cortisol ist ein „Stresshormon“, heißt also, das der Hund in unterschiedlichen Entwicklungsstufen, von Hause gestresster und damit auch anfälliger ist, für das Auftreten einer Angstreaktion.
Die Anwendung von Medikamenten sollte sehr kritisch hinterfragt werden, oft werden Mittel verschrieben, die völlig ungeeignet sind. Zum Beispiel verlangsamt Sedalin die Motorik, nimmt aber keinen Einfluß auf die Sinne des Hundes – hier hat man dann einen Hund der die gleiche Angst hat wie vorher und sich jetzt nur zusätzlich dazu nicht mehr vernünftig bewegen kann. Also besser nicht nutzen, es verschlimmert die Angstreaktion nur.
Bachblüten können nur bedingt helfen und müssen genau auf das Tier abgestimmt sein, außerdem müssen sie soweit ich weiß eine Weile vor dem Silvesterabend eingenommen werden und dann regelmäßig gegeben werden.
So kurzfristig wie bei euch könnte ein DPA- Zerstäubern und Behandlungen nach Tellington Touch (einfach mal googlen) helfen die Stressreaktion zu mildern.
Während des Feuerwerkes ist das Verhalten des Halters auch wichtig! Wichtig ist vor allem die soziale Unterstützung! Eine Beruhigung durch Zureden kann die Angstreaktion verstärken. Ein Ignorieren des Hundes, wenn dieser Angst hat, ist aber keine Alternative – hier lässt man den Hund einfach nur allein mit seiner Angst. Der Halter muss also dem Hund Sicherheit vermitteln zum Beispiel durch Anlehnen lassen und gleichzeitig gelassen und entspannt sein, um dieses Gefühl auf den Hund zu übertragen. Das ist nicht einfach, will man als Mensch doch in erster Linie trösten..
Reagiert der Hund extrem auf die Knallerei, kann es helfen, den Hund für den Bereich des meisten Lärmes (also wahrscheinlich um Mitternacht) in einen abgedunkelten, kleinen Raum mit angeschaltenem Radio alleine zu lassen. Aber nur für die schlimmsten 30- 45 Minuten, davor und danach muss der Halter Sicherheit vermitteln. Für einige Hunde ist auch eine kleine Höhle, in die sie sich zurückziehen können, eine gute Sache.
Lieben Gruß,
Nadine
Nachtrag: http://www.wuff.at/cms/Geraeuschempfindlichke.1921.0.html
Zuletzt geändert am 28.12.2011 18:23 Uhr
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