Auslandshunde: Wirklich so toll sozialisiert / sozialisierbar?

aryushiba
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+ 2
Hiermit möchte ich mal einige Denkanstöße zum Thema „zu vermittelnde Auslandshunde“ anregen:

Häufig ist nicht nur hier in dogspot zu lesen, daß Hunde aus dem Ausland (sei es aus vermeintlichen Tötungsstationen, Tierheimen, Auffangstationen etc.) Probleme haben und bereiten. Beissvorfälle sind keine Seltenheit, wenn man genau beobachtet und zwischen den Zeilen liest. Auch ich selbst wurde schon Opfer einer Beißattacke, als ich meine Hündin verteidigte, die von einer fremden Hündin mehrfach böse attackiert worden war. Diese stammte aus Griechenland, war zu der Zeit ca. sieben Monate alt und gerade sechs Wochen in Deutschland. Angeblich wäre sie in einer Tötungsstation gelandet, hätten sie nicht mitleidige selbsternannte „Tierschützer“ importiert. Nun war sie also hier, und zwischengeparkt in einer Familie (?) bis zur Weitervermittlung.

Diese Hündin hat sich seit seiner Ankunft als aggressiv erwiesen, und auch andere Hunde (auch Rüden) nachhaltig attackiert. Sie wurde von Anfang von der Leine gelassen, und tobte in Begleitung zweier weiterer Hündinnen, mit denen sie wohl zusammen lebt, ausgelassen und weit entfernt ihrer Führer herum. Sobald sich jemand näherte, schoss sie heran und stellte Mensch und Hund – und ging auf den anderen Hund los. Nicht nur meine Hündin war ihr „Opfer“, ich wurde auch Augenzeugin eines weiteren Falles. Und hörte von anderen. Fast ausschließlich werden die drei Hunde von einem oder zwei ca. 10 – 12jährigen Mädchen ausgeführt, manchmal von einem Mann, der nicht der Besitzer ist, und sich selbst als hundeunerfahren bezeichnet.

Nun muß dies nicht in ihrer Herkunft begründet liegen. Jedoch: Gerade Auslandshunde werden von vermittelnden Stellen immer wieder als „ganz besonders (sozial)verträglich“ angepriesen, weil sie im Rudel aufgewachsen seien und/oder gelebt hätten. Aber ist das ein Garant dafür, daß diese Hunde hierzulande mit allen gegebenen – und für sie bis dahin teils völlig unbekannten – Umständen zurechtkommen? Auch das wird gern behauptet – ein fataler Trugschluß, wie schon etliche Menschen erlebt haben. Vor kurzem wurde hier erst der Fall eines Spanienimports geschildert, der das Kind der Familie biß und wieder abgegeben werden mußte.

Eine Schlußfolgerung wäre: Auslandshunde sind nicht unbedingt so toll, wie sie beschrieben werden. Nicht wenige sind mit den gegebenen Umständen überfordert, und äußern dies durch Angstaggressivität. Dies wiederum kann fatale Folgen haben, sowohl für den Menschen als auch für die Hunde.

Eine weitere Schlußfolgerung: Auslandshunde vermittelnde Stellen sagen nicht immer die (ganze) Wahrheit. Es wird falsches Mitleid erzeugt, unsachgemäße Angaben gemacht, und dies ggfs. sogar vorsätzlich. Mit dem Mitleid läßt sich auch Geld verdienen.

Könnte ein generelles Importverbot für zu vermittelnde Tiere weiterhelfen? Auszuschließen wären einschlägig registrierte Zuchttiere, oder Tiere die umzugsbedingt mitgenommen werden dürfen. Ggfs. auch solche, die im Ausland (!) fest an einen neuen Besitzer vermittelt worden sind, d.h. findet jemand z.B. in Spanien seinen Traumhund in einer Auffangstelle o.ä., dürfte dieser unter strikten vertraglichen Auflagen mit nach Deutschland gebracht werden (Utopie, ich weiß… von wegen Vor- und Nachkontrolle, Registrierung… ).

Wie eingangs erwähnt, es sind alles Denkanstöße, die hier hoffentlich ohne Anfeindungen jeglicher Art diskutiert werden können. Bin gespannt auf Eure Beiträge.
LG vom Ostseerudel

Geistige Auseinandersetzungen soll man nicht mit Unbewaffneten führen
SUCy-Chan
  • Halbstarker
Beiträge: 394
+ 3
Hay,

Ich bin Pflegestelle für den Verein Waisenhunde, also mit dem Thema bestens vertraut. Ich muss sagen du hast nicht ganz unrecht, aber pauschalisieren kann man das Verhalten auch nicht. Das Problem ist sicherlich das es viele schwarze Schafe unter den "tierschutz" Orgas gibt und auch viele die sich privat Hunde aus eine Tötung hohlen, aus Mitleid und keinen Schimmer haben was da eventuell auf sie zukommen könnte. Die Sache mit dem "total verträglichen Auslandshund" Viele sind dort in der Tat unauffällig, weil sie in de Rudel in dem sie Leben eben ihren festen Platz haben. Oder immer untergebuttert werden, sobald sie sich auch nur falsche bewegen machen. Wär bezeichnet schon einen und als Unverträglich der sich immer duckt und bekümmert aus seiner Hütte schaut? Hier sind sie dann in einer vollkommen andern Lebenssituation, werden oft mit Liebe und Zuneigung wort wörtlich erdrückt. Das verwirrt und das verändert auch das Verhalten. Unsere ersten beiden Pflegehunde Finn und Pedro ein Geschwisterpärchen kam aus der Tötung, damals waren wir noch bei einer anderen Orga. Sie waren damals ca. 4 Monate als sie hier, total verängstigt und unsicher ankamen. Die ersten Tage haben sie sich nich anfassen lassen, aber die Beiden haben sich hervorragend entwickelt. Wir haben in den 2 1/2 Monaten die sie bei uns waren intensiv mit ihnen trainiert und heute sind sie Stadtfeste Familienhunde. ABER die beiden sind sehr grob und bestimmend im umgang mit jüngeren - kleineren Hunden. woran das liegt? Wahrscheinlich an großer unterdrückung im Spanischen Rudel, nehme ich zumindest an. Den den man unterbuttern kann sollte man unterbuttern denn sonst hat man dort als Straßenhund oder in den Auffangstationen oder Töttungen als Hund keine Chance.
Dagegen unsere anderen Benjy, Monalisa und jetzt Nicky, haben keinerlei solche Probleme oder Auffälligkeiten. Die Beistzer von Benjy und Lisa sind überglücklich mit ihren Rackern und andersrum ist es genauso. Nicky ist bei Fremden am Anfang recht scheu, das legt sich aber nach ein paar Stunden dann ist sie genauso verschmust wie bei vertrauten Personen. Auch sie hat ihren ersten Stadtgang super gemeistert, auch wenn bei ihr noch viel geübt werden muss, damit die Sicherheit ihr in Fleisch und Blut übergeht.
Menschen die sich für einen Auslandshund entscheiden, sollten sich genau überlegen, was da auf einen zukommen kann. Vor allem wenn man weis das der Hund aus einer Tötung rausgeholt wurden ist, denn wenn ein Welpe da drinne war, haben sie meistens nichts gutes erlebt, die Zustände dort sind einfach absulut Hundeunmöglich. Welpen und Jungehunde die hingegen in einer ordentlichen Auffangstation landen können genauso unbeschrieben sein wie ein Hund vom Züchter, oft werden sie ja auch schon dort geboren. Bei Erwachsenen Hunden die eben aus schlechter Haltung oder von der Straße oder sonst wo herkommen, wo man nicht genau sagen kann was ihnen davor passiert ist. Sind und bleiben eben Überraschungspakete. Dessen sollte man sich bewusst sein. Und wenn man sich solchen eventuell auftauchenden Problemen nicht gewachsen fühlt, sollte man es lieber lassen. Nicht destotrotz gibt es solche Hunde auch im heimischen Tierheimen, die austicken oder sonst irgendwelche Probleme haben die auch erst mit einem Besitzerwechsel auftauchen können. Deswegen fände ich es reichlich unfair ein Einfuhr Verbot zu machen. Würde es aber begrüßen wenn die schwarzen Schafe unter den Orgas irgendwie das Handwerk gelegt werden könnte. Aber das wird genauso wenig gelingen wie die Welpenmafia für immer zu stoppen. Also machen wir einfach das beste draus.

LG SUCy
"In zukünftigen Zeiten gibt es womöglich keine Seelenwanderer mehr, und die Freundschaft zwischen Mensch und Hund ist alles, was davon bleibt: Als Erinnerung an das, was einmal war."
Gast
+ 4
Hallo!

Ja, du magst nicht Unrecht haben.
Wenn die Organisation schlecht arbeitet, kann es passieren das sie die Hunde nicht genug selektieren.
Auch die Auswahl der Neubesitzer wird nicht ordentlich durchgeführt.
So wie du die Situation schilderst, waren es sehr unfähige Hundebesitzer.

Aber deshalb jetzt keinem Auslandshund mehr eine Chance in Deutschland geben?
Ich arbeite für mehrere gut geführte Organisationen. es ist von Anfang bis Ende alles gut organisiert.
Bei mir sind schon sehr viele Hunde in Pflege gewesen. Die meisten waren gut sozialisiert. Sie waren gesund und auch nicht verkorkst. Erziehung fehlte fast allen Hunden. Da habe ich halt die Vorarbeit geleistet.
Bisher habe ich alle Hunde gut vermittelt, sie sind alle nett und leben ohne Schwierigkeiten.

Den schwierigsten Pflegehund hatte ich aus Deutschland, Peggy hätte ich an normale Hundehalter nicht vermitteln können.
Ich habe sie selbst behalten.

Es ist gilt auch beim Auslandshund: Augen auf beim Hundekauf und nicht blauäugig handeln.
Deswegen keinen Hund aus Tötungsstationen zu holen wäre nicht fair.

Lieben Gruß von Helga und ihrer Bande
Zuletzt geändert am 11.03.2010 12:04 Uhr
heidrun
  • Halbstarker
Beiträge: 340
+ 2
Ich habe nicht wirklich Erfahrung mit Auslandshunden, aber mir ist aufgefallen das mit der Rassebezeichnung schon manchmal die neuen Besitzer falsche Vorstellungen vom Wesen des Hundes haben. z.B. alles was schwarz ist und kurze Haare hat wird Labradormix genannt. Ein Labrador hat den Ruf lieb und verträglich zu sein, also ist das ein besonders verträglicher Hund. Aber das passiert leider auch sehr oft in den Tierheimen / Tierhilfen hier in Deutschland. Solche Hunde werden eben besser vermittelt.
Grüße von Heidrun und Yukon
Zuletzt geändert am 11.03.2010 12:12 Uhr
jeanny50
  • Halbstarker
Beiträge: 283
+ 1
Wir haben mit Amy auch einen " Auslandhund www-kaws-info.com "bei uns aufgenommen ...unser erster Hund und wir würden es sofort wieder tun.
Auch Hunde dieser Organisation kann ich nur von ganzen Herzen weiterempfehlen
Sei meines Hundes Freund und du bist auch der meinige
Lupi_
  • Forenwelpe
Beiträge: 61
+ 11
Du beschwerst dich, zu Recht, dass Auslandshunde oft pauschal als sozial beschrieben werden. Schade nur, dass du am Ende deines Posts selber pauschalisierst und ein generelles Einfuhrverbot als Lösung in den Raum stellst. ( Aber Hauptsache die "tollen" Zuchthunde können rein, damit mit noch mehr Hunde produziert werden können. Ich weiß, ich weiß, es geht nur um den Genpool). Das heisst Zuchthunde ja, ein Mischling nein! Ist das dein Ernst?
Unseriöse Orgas, die Geld machen und den Leuten das blaue vom Himmel lügen, wer mehrfach nachweislich betrogen hat, die sollte man verbieten. Generell halte ich davon gar nichts.
Ich habe beides hier, einen Hund aus einem deutschen Tierheim und einen aus dem Ausland. Unsozial ist der aus Deutschland. Trotzdem würde ich nie pauschal sagen, Hunde aus dem Tierheim haben alle einen an der Waffel und genauso gut niemals, dass Auslandshunde alle lieb sind. Auch da habe ich schon sehr heftige Fälle erlebt, aber auch genug "Zuchthunde". Es sind Lebewesen, genau wie ihre Besitzer, nichts kann man pauschalisieren.
Das sowas von Hundebesitzern kommt finde ich echt traurig.

edit wegen Tippfehler
"Meiner Erfahrung nach werden die Menschen immer radikaler, je theoretischer sie denken" Temple Grandin -Ich sehe die Welt wie ein frohes Tier-
Zuletzt geändert am 11.03.2010 12:46 Uhr
aryushiba
  • Halbstarker
Beiträge: 398
+ 2
@Lupi_
Leider hast Du mich mißverstanden, oder nicht richtig gelesen. Hier also noch einmal:

Original von aryushiba:

Wie eingangs erwähnt, es sind alles Denkanstöße, die hier hoffentlich ohne Anfeindungen jeglicher Art diskutiert werden können. Bin gespannt auf Eure Beiträge.´

DENKANSTÖSSE dienen der Anregung einer Diskussion und spiegeln nicht unbedingt eine persönliche Meinung wider .

@alle
Ich freue mich auf weitere sachbezogene und inhaltvolle Beiträge, die ggfs. zu einer Horizonterweiterung führen können.
LG vom Ostseerudel

Geistige Auseinandersetzungen soll man nicht mit Unbewaffneten führen
Zuletzt geändert am 11.03.2010 13:48 Uhr
Charlik
  • Begleithund
Beiträge: 844
+ 8
Original von aryushiba:

Eine weitere Schlußfolgerung: Auslandshunde vermittelnde Stellen sagen nicht immer die (ganze) Wahrheit. Es wird falsches Mitleid erzeugt, unsachgemäße Angaben gemacht, und dies ggfs. sogar vorsätzlich. Mit dem Mitleid läßt sich auch Geld verdienen.

Geld verdienen????? An 250 Euro Schutzgebühr? Wie kommst du auf solche Gedanken???
Orgas sagen nicht die Wahrheit??? Hallo??? Meinst du wirklich, dass die lügen?

Wenn zum Beispiel der schwarze Hund doch kein Labbi ist, dann liegt das vielleicht nur daran, das Tierschützer nicht den ganzen Tag Zeit haben, sich mit Rassebestimmung zu beschäftigen.
Und wenn der Hund zu Hause vielleicht doch nicht sooo verträglich wie im Tierheim ist, dann könnte das vielleicht auch daran liegen, dass der Hund im Tierheim verträglich war. Hallo! Das sind keine Hellseheher...die wissen nicht wie der Hund in seinem neuen Zuhause mal werden könnte. Und das Verhalten im Tierheim ist sehr oft anders als zu Hause.

Könnte es nicht vielleicht auch hin und wieder mal am Menschen liegen, dass der Hund schwieriger ist als erwartet? Warum soll immer gleich der Hund oder der Verein schuld sein?

aryushiba, mit welcher Intention eröffnest du so ein Thema? Um zu diskutieren? Worüber?

Menschen sind fähig Tiere zu quälen...da brauchen wir nicht über Sinn und Unsinn irgendwelcher Tierschutzsachen (Inland / Ausland) zu diskutieren und ob die Hunde nen Knall haben oder nicht...Handeln ist das Wichtigste!!!

Sorry, das ich mich da jetzt so darüber aufrege...aber ich kann es einfach nicht nachvollziehen, wie man auch nur ansatzweise auf die Idee eines Importverbotes von "nicht gezüchteten Hunden" kommen kann!!! Auch wenn es nur ein Denkanstoß ist....NEIN, über sowas sollte man gar nicht nachdenken, solange wir Menschen Tiere misshandeln.

Vielleicht wäre es besser damit aufzuhören immer nur die schlechten Dinge zu berichten, die schwarzen Schafe unter den Vereinen unter die Lupe zu nehmen...es gibt so viele Menschen, die sich ehrenamtlich im Tierschutz engagieren...die sollte man hervorheben!!! Es ist toll, dass diese Menschen gibt...alles andere ist nebensächlich!

LG
Nadine

PS: Es soll sich bitte keiner persönlich angegriffen fühlen, es geht mir lediglich um das Thema!
Je hilfloser ein Lebewesen ist, desto größer ist sein Anspruch auf menschlichen Schutz vor menschlicher Grausamkeit.
Mahatma Gandhi
Charlik
  • Begleithund
Beiträge: 844
+ 3
Mit Kastrationsprojekten kannst du leider nur einen Teil erreichen, du kannst aber zum Beispiel spanische Jäger nicht dazu bewegen ihre Hunde nicht mehr am Baum aufzhängen um sie die Ehre als Jäger wiederzubeschaffen.
Da fehlt es einfach an Hirn bei solchen Menschen.

Mein Tipp an diejenigen, die mit Auslandstierschutz unzufrieden sind...
Aktiv mitmachen..so könnt ihr was verbessern

LG
Nadine
Je hilfloser ein Lebewesen ist, desto größer ist sein Anspruch auf menschlichen Schutz vor menschlicher Grausamkeit.
Mahatma Gandhi
Gast
+ 2
Hallo,

ich denke nicht, dass man die "schlechten" Auslandshunde an einem Beispiel wie dieser Hündin fest machen kann, weil ganz klar nicht die Hündin, sondern die Menschen dahinter auf ganzer Linie versagen und ziemlich vollverfellt an die ganze Sache ran gegangen sind - "hauptsache ein TierCHEN gerettet", ob man das Zeug dazu hat oder nicht, dazu fehlt jegliche Kompetenz auch in Sache Selbstkritik.

Allerdings stimmt es schon, dass gerade Orgas, die Tiere aus dem Ausland "einschleusen" wollen, sehr oft nicht mal die halbe Wahrheit offen legen, von daher liegt es wiederum am Interessenten, sachlich und möglichst nüchtern Alles bis ins kleinste Detail zu hinterfragen.

Ich kenne einige Tiere (Katzen wie Hunde), die aus dem Ausland kamen, von dort gebracht, geholt oder eingeflogen wurden und die wirklich reine Sonnenscheine sind - auch wenn sie eigentlich als "schwierig" beschrieben wurden.

Liegt das dann entweder daran, dass solche Tiere einfach dankbarer sind, als ein Hund der innerhalb einer "geordneten Welt" "weiter gereicht" wird oder sind einfach nur die richtigen Menschen und der richtige Hund zusammen getroffen?!?

Wie einige mitbekommen haben, zieht demnächst ein Spaniokel bei mir ein, aber ich muss auch ganz ehrlich sagen: würde meine beste Freundin nicht dahinter stehen, hätte ich mir nicht einmal annähernd Gedanken um die Zukunft dieses einen Hundes, geschweige denn über den Rest der Tiere gemacht, eben weil ich auch schon das generelle Vertrauen in den (Auslands)Tierschutz verloren habe.

Selbst den Leuten von der Hundehilfe, von der ich Gino habe, würde ich nicht annähernd mehr soviel Glauben und Vertrauen schenken, wie ich es ggü Manuela aufbringe.
Ok, ich bzw. der kleine Spaniokel, hat das Glück, dass es eine äußerst seltene, aber gehaltvolle Konstellation ist: Manuela und ich kennen uns gut 10 Jahre, wir waren lange Zeit Lkw-Kolleginnen, wir sind aus dem gleichen Stoff und obwohl sich unsere Wege trennten, sich in recht unterschiedliche Richtungen entwickelten, haben wir nie den Kontakt zueinander verloren; auch wenn wir uns nur alle heiligen Zeiten mal sehen - wenn überhaupt.

Ich denke, am allerwichtigsten ist es immer, wie der Interessent selbst dahinter steht.

Lässt er sich mit Zuckerwatte-Beschreibung locken und mit Krokodilstränen täuschen oder hat er ehrliches Interesse an sauberem Tierschutz?!

Jeder, der einigermaßen klar bei (Tier)Verstand ist weiß, dass ein Auslandshund niemals Friede-Freude-Eierkuchen mit sich bringt - irgendwo ist immer ein Haken und sei es "nur" die nicht gewohnte Leinenführigkeit oder eine "nicht 100%ige" Stubenreinheit, eben weil sie frei und offen im Rudel mitlaufen.

vlg.
Zuletzt geändert am 11.03.2010 19:13 Uhr
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