Abschied nehmen lassen wenn möglich?

Streifling
  • Forenwelpe
Beiträge: 70
Hallöchen

Vielleicht vorweg zur Situation: Ich kümmer mich seit einigen Jahren um einen mittlerweile ziemlich ergrauten Schäferhund. Er lebt als Kettenhund auf einem Hof bei uns im Dorf & hat nicht sonderlich viel Abwechslung - leider sind die gesetzlichen Anforderungen ja auch hier in Deutschland nicht sehr hoch. Seit ein paar Monaten habe ich es endlich geschafft dass ich mit meinem Dicken und ihm gemeinsam eine Runde drehen kann - er wurde nicht wirklich sozialisiert - und mittlerweile freuen sich Beide sich zu sehen und es gab schon öfters Spielversuche.
Fazit: Ich kann kaum mehr an seinem Hof vorbei ohne dass Dino rüberzieht und anfängt zu wedeln.

Leider ist das Kerlchen mit elf Jahren nicht mehr der Jüngste und auch gesundheitlich passt nicht mehr alles - deshalb meine Frage: Angenommen er stirbt auf dem Hof, sollte ich meinen Knopf Abschied nehmen lassen oder ist das Unnötig? Wir besuchen ihn jeden zweiten Tag gemeinsam. Auf dem Gnadenhof ist der Abschied immer wichtig aber wie ist das hier, er wohnt schließlich nicht bei uns...

Wie würdet Ihr es handhaben?
Ignoranz ist die Kunst mit offenen Augen nicht sehen zu wollen.
K.Weber über den Tierschutz
Zuletzt geändert am 20.12.2015 20:37 Uhr
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 8970
Moin !
Da Du ja auch auf diesem Hof bekannt bist darfst Du vermutlich kommen und gehen wie es gerade passt und darum würde ich es so handhaben wie Du es vom Gnadenhof kennst und Deinem Dino einen Abschied von dem Schäfer zugestehen.
Du kennst ja beide nun schon recht gut und wenn Du denkst das es Deinem Dino gut tut , dann lass es ruhig zu das er sich verabschiedet von dem Herrn Schäfer !
Ob das nun alles so einen Sinn hat wie wir Menschen es vermuten weiß ja niemand wirklich genau , aber schaden wird es wohl kaum.
Toll ist jedenfalls das Du Dir Gedanken machst und vor allem dem Schäferhund das Leben etwas versüßt mit der Möglichkeit des Auslebens normaler Hundebedürfnisse , wenigstsns ab und zu !!!
Das ist wohl 100 % mehr als er normalerweise erleben durfte
"Wäre doch nur ein Bruchteil der Schäferhundbesitzer so klug wie ihre Tiere."
(Stefan Wittlin, schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut)
zottellotte
  • Forenwelpe
Beiträge: 118
Hallo Streifling,

die Vorstellung, dass Du Deinen Hund Abschied nehmen lassen möchtest, finde ich gut.

Meine Hunde reagierten stets sehr unterschiedlich auf den letzten Gang der anderen: Manche nahmen es sich zu Herzen und lagen noch lange Zeit angekuschelt neben dem Toten, manche gingen einfach zur Tagesordnung über.
Aber immerhin wollte ich ihnen - wenn möglich - die Wahl lassen. Hier meine ich allerdings mein Rudel und nicht Freundhunde.

Aber wie sähe das denn praktisch aus? Würde der Bauer ihn einschläfern lassen? Wenn ja, am Hof oder in einer Praxis? Dann müsstest Du ja über den Termin informiert werden um den Abschied nicht zu verpassen?!?

Wenn er einfach eines Tages tot da läge (wie es selten der Fall ist) und Du davon Kenntnis bekommen würdest, würde ich sehr wohl an Deiner Stelle Wuffi Abschied nehmen lassen.
Das Geschenk, einfach einzuschlafen und nicht mehr aufzuwachen - ohne vorherigen Leidensweg - haben heutzutage sehr wenige Hunde.
Freut Euch!
Zuletzt geändert am 21.12.2015 12:09 Uhr
Nele12345
  • Halbstarker
Beiträge: 408

Hallo Streifling

Ich bin der Meinung Tiere spüren schon vorher, das es dem Freund/ Kumpel schlecht geht und er bald sterben wird. Sofern sie oft zusammen waren oder zusammen gelebt habe. Bis auf ein Tier konnten sich alle meine Tiere von einander verabschieden weil sie alle bis ins hohe Alter bei mir gelebt haben und hatten meisten einen Altersunterschied von ca 5 Jahren.Ich habe auch erlebt das es dem sterbenden Tier gut tat wenn die anderen tierischen Freunde mit da waren, es wurde ruhiger und wenn die Spritze gesetzt worden war ging es immer innerhalb von wenigen Sekunden bis es gestorben war und unsere Tierärztin hat gesagt sie waren bereit zu gehen und sie sind ganz friedlich eingeschlafen. Die hinterbliebenen Tiere sind noch einige Zeit bei dem toten Freund geblieben und haben sich dann erst mal für ein paar Stunden verzogen. Sie waren anschließend auch einige Zeit traurig aber irgendwann gingen sie zur Tagesordnung über. Eine unserer Katzen wurde leider bei uns im Garten totgebissen von wildernden großen allein rumstreunenden Bauernhofhunden. Sie war so zerbissen und sah schlimm aus das mein Mann sie gleich begraben hat um unserem Hund und mir den Anblick zu ersparen. Unser Hund hat sie lange gesucht war sehr unruhig, unausgegleichen , zuhause tielweise geistig abwesend und das über einen längeren Zeitraum (auch viel länger als die voran gegangenen Trauerzeiten. Unsere Tiere spüren viel mehr als wir manchmal glauben. Und so denke ich man sollte mit den Besitzer des alten Hundes absprechen ob dies möglich ist das er euch Bescheid sagt wenn es soweit ist.
Zuletzt geändert am 21.12.2015 21:04 Uhr
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