<?xml version="1.0"?>
<rss version="2.0" xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:georss="http://www.georss.org/georss"><channel><language>de-DE</language><title>gary7s Blog auf www.dogspot.de - Das Zuhause f&#xFC;r den Hund</title><link>http://www.dogspot.de/feeds/blog/51757</link><description>gary7s Blog auf www.dogspot.de - &#xDC;bersicht &#xFC;ber alle Blogeintr&#xE4;ge</description><pubDate>Mon, 21 Sep 2009 19:10:10 +0200</pubDate><item><title>Hundef&#xFC;tterung und Getreide</title><description><![CDATA[Getreide ist kein Muss bei der Fütterung von Hunden, vor allem da Hunde in erster Linie ihre Energie in Form von Fett oder Eiweißen bezieht. Einige vertragen kein Getreide, vor allem Glutenhaltige Sorten wie Weizen, welches aber häufig im Fertigfutter zu finden ist. <br />
<br />
<b>Warum kann Getreide in der Hundefütterung aber dennoch wichtig sein?</b><br />
Wenn man einen verhaltensauffälligen Hund zu Hause hat, sollte man sich auch mit der Fütterung auseinandersetzen. Nicht immer ist die Ursache für Probleme in der Erziehung zu finden, auch die Ernährung kann eine entscheidende Rolle spielen.<br />
Um die nun den Faktor „Getreide in der Ernährung“ besser verstehen zu können, muss man einen kleinen Blick in den Abläufe im Körper werfen.<br />
<br />
<em>Serotonin</em><br />
Ein wichtiger Faktor für die Stimmungslage ist diese „natürliche Droge“. Ist der Serotoninhaushalt ausgeglichen ist der Hund ausgeglichen – „glücklich und zufrieden“.<br />
Ein <u>Mangel</u> hingegen macht müde, antriebslos, gestresst, unkonzentriert, teilweise aggressiv und hyperaktiv, manche Hunde zeigen erhöhtes Neigung zu zwanghaftem Verhalten oder Ängstlichkeit.<br />
<u>Zu viel</u> Serotonin führt zu einer Minderung der Selbstkontrolle, wodurch der Hund zu impulsivem Verhalten neigt, was leider auch eine Reduzierung der Lernfähigkeit zur Folge hat. <br />
Serotonin wird direkt im Gehirn gebildet und besonders wichtig für die Herstellung ist die Aminosäure Tryptophan, welche essentiell ist und damit dem Körper zugeführt werden muss und das unbedingt regelmäßig.<br />
<br />
<u>Zuviel Proteine</u> und gleichzeitig zu wenig Kohlenhydrate können bei einen Hund psychische Störungen auslösen. Die Erklärung ist hier darin zu finden, was in Eiweißen enthalten sind: unter anderem Tryptophan – das „Glückshormon“, welches Einfluss auf den Serotoninspiegel nimmt und damit Entspannung bewirken kann – und Tyrosin – Effekte für den Noadrenalinspiegel und ein „Stimmungsaufheller“. <br />
Proteinreiche Lebensmittel, die vor allem in der Rohfütterung Anwendung finden, sind Geflügel und Rindfleisch, Fisch, Eier und Quark. Theoretisch heißt viel Protein auch viel Tryptophan, also viel Serotonin – das ist aber eine falsche Schlussfolgerung!<br />
Der Grund: die natürliche Blut-Hirn-Schranke eines jeden Wirbeltieres. Die oben genannten Lebensmittel enthalten eine bis zu neunfach so hohe Konzentration an bestimmten Aminosäuren, zum Beispiel Lysin, Leucin, Methionin und Threonin. Der kleine Anteil Tryptophan kann die Schleusen zum Gehirn nicht passieren und dort findet man vor allem die sympathomimetischen Aminosäuren Phenylanin und Tyrosin vor, welche eine große Rolle im vegetativen Nervensystem spielen. Die erhöhte Menge der beiden erhöht die Adrenalinproduktion, beschleunigt die Herzfrequenz und den Puls, der Hund bekommt sichtbar größere Pupillen und die Schilddrüse wird zu einer höheren Tätigkeit angeregt, damit laufen Stoffwechselprozesse mit einer erhöhten Geschwindigkeit ab. <br />
<br />
<em>Zusammenfassung:</em> je mehr Protein der Hund erhält, umso weniger Tryptophan gelangt im Gehirn an.<br />
Umso weniger Tryptophan im Gehirn, desto kleiner die Serotoninproduktion.<br />
Reagiert der Hund empfindlich auf Serotoninmangel, dann wird sein Verhalten sich negativ verändern.<br />
Hunde, welche sehr unausgeglichen sind, eine andauernde und nicht zu bewältigende Stressbelastung aufweisen und eine Überforderung bei vielen Umweltsituationen zeigen, sollten daher eher proteinarm ernährt werden und mehr Tryptophan zugeführt bekommen.<br />
<br />
<b>Welche Rolle spielt nun das angesprochene Getreide vom Beginn des Textes?</b><br />
Eine nicht unwichtige!<br />
Bei einer ausgewogenen Fütterung sollte genügend Tryptophan ins Gehirn gelangen und dafür sind Kohlenhydrate sehr wichtig.<br />
Der Grund ist wieder im Körper zu finden: Werden Kohlenhydrate verdaut, schüttet die Bauchspeicheldrüse Insulin aus. Durch dieses Hormon können die in hoher Konzentration zu findenden Aminosäuren (die bisher dafür sorgten, dass Tryptophan nicht bis ins Gehirn gelangte) für andere Prozesse im Körper nutzbar gemacht werden und die Blut-Hirn-Schranke ist frei für das Tryptophan. Getreide bestehen zu einem großen Teil aus Kohlenhydraten und Vitamin B, welches wieder bedeutend für die Produktion von Serotonin in Verbindung mit Tryptophan ist.<br />
<br />
Kohlenhydrate sind auch gute Energielieferanten, die vor allem schnell Energie bereitstellen. Zu viel davon wird als Fett abgespeichert, weshalb viele Hunde, die mit Fertigfuttern, welches zu großen Teilen aus Getreide bestehen, dick werden.<br />
Aber eine kleine Menge als guter Kohlenhydrat-, sowie Vitamin-, Mineralstoff- und Ballaststofflieferant ist nicht schädigend!<br />
<br />
Wichtig ist, bei der Fütterung darauf zu achten, dass ganze Korn zu verfüttern, denn Vitamine sind nicht gleichverteilt. Naturbelassene Getreidesorten, wie Hirse, Dinkel, Buchweizen, Amaranth und Quinoa, aber auch Gerste, Hafer und Roggen sind besonders wertvoll, da diese Sorten einen hohen Anteil an Randschichten aufweisen, die als Speicherorte der wichtigen Inhaltsstoffe des Getreides dienen. Wenn Getreide verfüttert wird, dann also unbedingt das ganze Korn als Schrot oder Vollkornflocken (eingeweicht oder gekocht).<br />
<br />
Nicht empfehlenswert ist die Getreidefütterung bei Hunden mit Arthrose, Spondylose oder HD. An der Bauchspeicheldrüse und Krebs (fördert Wachstum der Tumorzellen) erkrankten Hunden, ebenso Hunden mit Epilepsie (Nervenreizung) wird von einer Fütterung von Getreide abgeraten.<br />
<br />
Nadine, 14. Mai 2011<br />
<br />
<br />
<br />
Quellen:<br />
<br />
Dr. U. Ganßloser<br />
o’Heare, Das Aggressionsverhalten des Hundes<br />
<br />
http://praxis-fuer-hundeverhaltenstherapie.de/app/download/4743760602/Ern%C3%A4hrung+und+Verhalten.pdf<br />
http://vip.vetsci.usyd.edu.au/contentUpload/content_3052/KateRobson.pdf<br />
http://edoc.ub.uni-muenchen.de/11903/1/Thun_Kristine_von.pdf]]></description><link><![CDATA[http://www.dogspot.de/benutzer/gary7/blog/hundefuetterung-und-getreide1/]]></link><guid>http://www.dogspot.de/benutzer/gary7/blog/hundefuetterung-und-getreide1/</guid><pubDate>Sat, 14 May 2011 14:38:26 +0200</pubDate></item><item><title>Endlich Urlaub, oder: Mein Nervenb&#xFC;ndel und ich auf gro&#xDF;er Fahrt</title><description><![CDATA[Weitläufig heißt es ja, dass Studentenleben sei müßig - dies kann ich leider gar nicht bestätigen :) Nach den letzten Semesterprüfungen war ich Urlaubsreif und wollte einfach mal raus aus der gewohnten Umgebung. <br />
<br />
Mein sehnsüchtig erwarteter Urlaub begann aber erstmal mit jeder Menge Arbeit: ein LaKoKo-Seminar, auf welches ich seit einiger Zeit schon hin fieberte. Endlich andere Eindrücke sammeln, Denkanstöße bekommen und neue Wege gehen. <br />
So war es dann glücklicherweise auch: Wir waren die einzigen "Patienten" und wir lernten nicht nur die spezielle Arbeitsweise mit dem Halti kennen, sondern wurden rundherum beleuchtet und analysiert. Mein Kopf ist brechend voll mit neuen Wissen und besonders wertvoll - für mich ganz persönlich - ist die Selbstreflektion: man bekommt einen Spiegel vorgehalten und erkennt eigene Fehler, die sich unbewusst eingeschlichen haben und nun allmählich wieder beseitigt werden.<br />
<br />
Wir haben uns danach keine lange Erholungspause gegönnt, sondern gleich Besuch aus dem fernen Karlsruhe bekommen. Eigentlich war eine gemeinsame Tour nach Berlin geplant, die aber aus Krankheitsgründen leider nicht stattfinden konnte. Kein Problem, auch um Dresden gibt es schöne Orte und das Wetter hat gut gepasst. Gary hat sich riesig über sein neues lebendiges Spielzeug in Form eines "Berner Beagles" gefreut und ließ sich am ersten Tag nur schwer bremsen. Wir machten die Elbwiesen und Flutrinnen unsicher und mein Hund lernte, dass er auch dann ruhen kann, wenn sich ein anderer Hund in "seiner" Wohnung befindet.<br />
<br />
Nach den gemeinsamen Tagen ging es auch gemeinsam gen Süden: der Rückbesuch stand direkt an. Es war super: wir haben neue Bekanntschaften geschlossen - menschlicher und hundlicher Natur, kulinarische Experimente gewagt und viel gesehen.<br />
Angst machte mir nur etwas die Rücktour: waren wir noch mit dem Auto bin nach Karlsruhe gekommen, mussten wir bis nach München mit dem Zug und von da aus mit dem Auto bis zu meinen Eltern. Eine Gesamtstrecke von fast 800 Kilometern. Für den Notfall habe ich Rescuetropfen besorgt, die ich Gary aber gar nicht verabreichen brauchte, weil er die Ruhe in Hund war und fast die gesamte Fahrt verschlafen hat: für meinen kleinen Wusel und Nervenbündel eine echte Meisterleistung!<br />
<br />
Fazit: ein gelungener Urlaub, der hoffentlich mal wiederholt wird :)]]></description><link><![CDATA[http://www.dogspot.de/benutzer/gary7/blog/endlich-urlaub-oder-mein-nervenbuendel-und-ich-auf-grosser-fahrt/]]></link><guid>http://www.dogspot.de/benutzer/gary7/blog/endlich-urlaub-oder-mein-nervenbuendel-und-ich-auf-grosser-fahrt/</guid><pubDate>Sun, 20 Mar 2011 01:06:28 +0100</pubDate></item><item><title>Liebe ist bedingungslos, Beziehung nicht. Teil 1</title><description><![CDATA[<b>Der Versuch einer systemischen Betrachtung</b><br />
von Nadin Matthews / www.dogument.de<br />
<br />
<br />
Wieder einer dieser gemeinsamen, ruhigen Abende. Kein aufwendiges Dinner, kein Styling vorher, kein Abschminken danach, keine unbequemen Schuhe. Früherhätte sie um diese Zeit im Bad gestanden oder ihren Kleiderschrank durchwühlt. Sie wäre mit ihren Freundinnen losgezogen und hätte gesucht, um dann doch nicht zu finden.<br />
Auf einem ihren zahlreichen Internetausflüge ist es dann passiert. Sie hatte ihn gegoogelt und sich direkt in sein Bild verliebt. Über Wochen ist sie täglich auf die Seite mit seinem Foto gegangen, um ihn anzusehen. In Gesprächen mit ihren Freundinnen gab es für sie nur noch dieses eine Thema. Aus der Schwärmerei wurde Ernst. Sie hat die Initiative ergriffen und ist zu ihm gefahren. Das ist jetzt sechs Jahre her. Seitdem leben die beiden zusammen. Sie verbringen ihre Abende gemeinsam, am Wochenende machen sie Ausflüge. Manchmal wünschte sie sich, ihn schon früher getroffen zu haben. Sie fragt sich, wo er früher gelebt hat und was er dort erlebt hat. Sie sagt, dass sie ihn liebt.<br />
<br />
Am Anfang ihrer Beziehung hatte sie ihm oft von ihrem Tag erzählt und gefragt, wie der seine war. Mittlerweile haben sie Routine, die Abläufe genügen sich selbst als Erklärung. Sie kennen einander, ein Blick genügt. <br />
<br />
Nicht immer ist es leicht in ihrer Partnerschaft, aber an Abenden wie diesen sind sie sich einig. Gemütliche Klamotten, das Sofa, die Decke und der Fernseher. Zusammen sein. Nicht allein sein. An Abenden wie diesen ist sie sich sicher, sie braucht keinen Mann. Sie hat einen Hund. <br />
<br />
<br />
<i>Die Liebe und der Luxushund</i><br />
Wenn Menschen heutzutage von ihren Hunden sprechen, wird deutlich, wie eng sie mit ihnen zusammen leben und wie wenige Unterschiede es zu menschlichen Beziehungen gibt. Hunde haben sich zunächst von draußen in unsere Häuser und dann in unsere Herzen geschlichen. Die Beziehung zwischen Menschen und Hunden ist nicht mehr nur über die Domestikation zu erklären.<br />
Von einigen seltenen Arbeitshunde oder reinen Prestigeobjekten mal abgesehen, leben sie mit uns in einem Familienverband. Und das, obwohl sie einer anderen Art angehören. Sachlich gesehen ist es leichter, Gründe gegen die Haltung eines Hundes zu finden als tatsächlich dafür. Sie haben keinen offensichtlichen Nutzen, sie riechen nicht immer gut, haben Parasiten, lassen sich von uns durchfüttern, müssen tierärztlich versorgt werden und benehmen<br />
sich häufig daneben. Ein deutscher Hund macht durchschnittlich in seinem Leben einen Umsatz von 10.000.- €. Wir zahlen gern und nehmen sämtliche Umstände in Kauf. Ich selbst zum Beispiel fahre ein Auto, das ich nicht mag und das nur, weil unsere vier Hunde darin auch auf weiten Strecken ausreichend Liegekomfort haben.<br />
<br />
<i>Hunde sind die besseren Verhaltensforscher</i><br />
Die Hunde haben sich gut auf das Leben mit Menschen eingestellt. Sie sind keine Wölfe mehr und ihr natürlicher Lebensraum ist nicht der Wald, sondern die Nähe zum Menschen. Es gibt verblüffende Entsprechungen zwischen menschlicher und hundlicher nonverbaler Kommunikation. Auch wenn Menschen viel mit Hunden sprechen, so genießen sie doch die ausschließlich analoge Kommunikation der Hunde.<br />
Hunde sagen nicht, dass sie sich freuen, sie zeigen es uns. Wir empfinden Glück, wenn Hunde frei miteinander laufen und spielen.<br />
In einer Untersuchung haben Wissenschaftler herausgefunden, dass sich Hunde mehr für die Mimik eines Menschen interessieren als es die uns genetisch näheren Menschenaffen tun. Man könnte sagen, Hunde sind die besseren Verhaltensforscher. Sie können uns einschätzen, erspüren Stimmungen und haben darüber hinaus viel Zeit, um uns zu beobachten und ihre Vorteile daraus zu ziehen.<br />
Erstaunlich ist, welche Nähe sich Menschen und Hunde gegenseitig gewähren.<br />
Wo es innerhalb der eigenen Art durchaus eine Individualdistanz gibt, scheint sie zwischen Mensch und Hund nahezu aufgehoben. Wir lassen einen fremden Hund teilweise dichter an unseren Körper als wir es bei einem uns bekannten Menschen zulassen würden.<br />
<br />
<i>Konflikte sind allgegenwärtig</i><br />
Wie in jeder anderen Beziehung gibt es Missverständnisse und auch Konflikte. Dort, wo man eng zusammen lebt, entsteht Reibung. Die Art und Weise, wie Konflikte ausgetragen werden, verrät viel über die Beziehung.<br />
Nach der anfänglichen Schwärmerei in einer Partnerschaft kommt häufig die erste Ernüchterung. Die Verschiedenheiten und Schwächen des anderen werden deutlich. Nicht alle Erwartungen können erfüllt werden. Hunde sind Hunde und werden sich immer als solche verhalten. Beide Seiten versuchen sich gegenseitig zu ihrem Vorteil zu manipulieren. Ein normaler Prozess.<br />
Menschen versuchen ihre Hunde über Erziehung zu verändern und nach ihren Erwartungen zu formen. Je nach Hundetyp gelingt dies mal besser und mal schlechter. Es ist zum Beispiel schwierig, einem Husky zu erklären, dass er sich auf dem Spaziergang ohne Leine nur für seinen Menschen interessieren soll, weil dieser ein großes Nähebedürfnis hat. Für Menschen, die gern allein sind (auch auf einem Spaziergang) ist es hingegen der ideale Hund. Aber ist die Rasse allein der Grund, warum sich Mensch und Hund mit einer Leine<br />
aneinander gebunden, sich gegenseitig ziehend durch den Wald bewegen?<br />
Und wieso tolerieren wir soviel, wenn doch wir diejenigen sind, die sich für oder gegen einen Hund entscheiden können? Manche Menschen drehen sich nur noch um den Hund. Und wollen für jede seiner Aktionen eine klar umrissene Begründung.<br />
<br />
<i>Lineare Erklärung für komplexe Beziehung?</i><br />
Warum macht er das? Diese Frage ist bei Hundehaltern sehr beliebt, aber gleichermaßen schwierig zu beantworten. Sie zielt darauf ab, dass es den einen Grund oder die eine Ursache für Verhalten geben muss. Schaut man sich aber die Komplexität sozialer Kommunikation an, so wird die Beantwortung unmöglich. Warum verhält sich ein Hund aggressiv an der Leine? Weil er nie ohne Leine läuft und deshalb frustriert ist. Weil er seinen Besitzer oder sein Territorium verteidigt. Weil er grundsätzlich unausgelastet ist und nur 10 Minuten vor die Tür kommt. Weil er sich zur Zeit in der Pubertät befindet und seine Hormone ihn verwirren. Weil seine Besitzerin Angst vor anderen Hunden hat und sich dementsprechend unsicher verhält. Weil er das mitgeführte Futter oder seinen Ball verteidigt. Weil er als junger Hund einen Beinbruch und keinen Kontakt zu Artgenossen hatte oder aktuell unter Schmerzen leidet. Weil seine Besitzer ihn ungewollt dafür belohnen. Weil er aufgrund seiner Rasse ein höheres Aggressionspotenzial Artgenossen gegenüber hat. Ja, das ist alles richtig oder könnte es sein und es gäbe noch andere Faktoren, wenn auch nicht Gründe, die hier zu nennen wären. Sie allein sind es aber nicht. Faktoren haben in einem System Auswirkungen, wie ein Stein, der ins Wasser fällt und seine Kreise zieht. Sie rufen Reaktionen hervor, die wiederum Aktionen darstellen, auf die reagiert wird. <br />
Wie in einer Spirale, bedingt das eine das andere. Am Ende wird deutlich, dass es keinen greifbaren Anfang gibt und das Ergebnis übersummativ ist. Es ist durch die Kommunikation ein Mehr entstanden. <br />
<br />
[...]<br />
<br />
Nadin Matthews<br />
http://www.nadin-matthews.de/uploads/Liebe_ist_2e8.pdf]]></description><link><![CDATA[http://www.dogspot.de/benutzer/gary7/blog/liebe-ist-bedingungslos-beziehung-nicht-teil-12/]]></link><guid>http://www.dogspot.de/benutzer/gary7/blog/liebe-ist-bedingungslos-beziehung-nicht-teil-12/</guid><pubDate>Tue, 04 Jan 2011 01:07:57 +0100</pubDate></item><item><title>Wolfsr&#xFC;de des Welzower Rudels von Auto &#xFC;berfahren</title><description><![CDATA[Hallo,<br />
<br />
ich habe leider eine traurige Meldung für euch. Am Freitag den 3. November wurde der Wolfsrüde des Welzower Rudels bei Spremberg von einem Auto angefahren und dabei getötet. Heute wurde die Meldung vom Landesumweltamt in Potsdam bestätigt. Seit Sichtung des ersten Wolfes in Deutschland im Jahr 2000 ist dies der zehnte, der durch einen Verkehrsunfall ums Leben kam.<br />
<br />
Der Verlust des Vatertieres, der trotz einer Behinderung (ihm fehlte ein Vorderbein) der Ernährer war, trifft das Rudel, in welchem Einjährige und Welpen leben, sehr. Für die zurückbleibende Fähe ist es schwer, die Versorgung des Nachwuchses allein zu übernehmen, aber sie kann auf Hilfe ihrer Jährlinge in der Aufzucht der diesjährigen Welpen bauen.<br />
<br />
Das weitere Bestehen des einzigen Brandeburger Rudels ist aber nicht komplett ungewiss: die fünf Rudel in Sachsen und weitere im nahen Polen geben Hoffnung, dass ein neuer Rüde die entstandende Lücke schließt.<br />
<br />
Der getötete Wolf wird nun in das Wildtierinstitut in Berlin überführt und dort obduziert.<br />
<br />
Quelle: <a href="http://www.nabu.de/aktionenundprojekte/wolf/verkehrsopfer/12993.html" target="_blank">NABU</a> <br />
<br />
Traurige Grüße,<br />
Nadine]]></description><link><![CDATA[http://www.dogspot.de/benutzer/gary7/blog/wolfsruede-des-welzower-rudels-von-auto-ueberfahren/]]></link><guid>http://www.dogspot.de/benutzer/gary7/blog/wolfsruede-des-welzower-rudels-von-auto-ueberfahren/</guid><pubDate>Wed, 03 Nov 2010 22:42:18 +0100</pubDate></item><item><title>Der winterfeste Hund - Pflege f&#xFC;r und in der kalten Jahreszeit</title><description><![CDATA[Langsam werden die Tage kürzer und die Temperaturen erreichen den Nullpunkt. Nicht mehr lang und der Boden ist mit Schnee und Eis bedeckt.<br />
Wir Menschen decken uns mit Allerlei zusätzlichen Kleidungsstücken und Pflegemitteln ein: Handschuhe, Ohrschützer, Thermohosen, Gesichtscreme für den Winter mit extra hohem Lichtschutzfaktor und und und..<br />
Hunde, die gesund sind und sich viel bewegen dürfen, sind robuste Tiere, die an für sich ausreichend gerüstet sind und in der Regel keine Winterschutzkleidung benötigen, trotzdem sollte man sich vor der eisigen Jahreszeit einige Gedanken über Zubehör und extra Pflege für den Hund machen.<br />
<br />
<br />
<b>Nicht die Bodenhaftung verlieren! Vorsorge für die Hundepfote</b><br />
<br />
Die Hundepfote ist von ihrem Aufbau her besonders gut geeignet, um für eine sichere Bodenhaftung zu gewährleisten. Die groben Krallen wirken wie Spikes von Fußballerschuhen und bohren sich bei schnellen Gangarten in den Untergrund. Die Ballen haben ein besonderes Feinprofil, welches den Hund auch auf eisigen Flächen kaum rutschen lässt. Die Gesamtkonstruktion Hundepfote ist ideal für jedes Wetter und jeglichen Untergrund.<br />
Doch vor allem Stadthunde laufen viel und oft auf asphaltierten Wegen und rauen Steinplatten. Der empfindliche Ballen wird regelrecht wundgelaufen und besonders im Winter, wo die Wege mit Splitt vor dem Rutschen geschützt werden und anderswo Salz gestreut wird, leidet die Hundepfote: in kleinsten Risse und Wunden, durch die winzigen Splitter verursacht, brennt das Salz und kann durchaus auch zu Entzündungen führen<br />
<br />
Die Hundepfote braucht demnach einen besonderen Schutz, der jetzt schon aufgebaut werden sollte, wenn dem noch nicht so ist. Beginnt man frühzeitig mit der Vorsorge, kann der Hund mit gut gepflegten Pfoten in die Wintersaison starten.<br />
Neben diversen Pflegemitteln für empfindliche und rissige Hundepfoten im Fachhandel kann man auch bewährte Hausmittel nutzen: Hirschtalg, Wollfett (Lanolin), Vaseline oder Melkfett. In den Wintermonaten selbst dienen fettige Cremes (besonders das Lanolin und Vaseline), vor dem Spaziergang aufgetragen, als natürliche Barriere vor Streusalz und als Schutz vor einer Bildung von schmerzhaften Eisklumpen zwischen den Ballen. An überlangem Fell zwischen den Zehen und Ballen kann sich dennoch immer Eis festsetzen, daher regelmäßig bis auf Höhe der Ballen zurechtstutzen!<br />
<br />
<em>Nach jedem winterlichen Spaziergang nicht vergessen die Pfoten zu kontrollieren!</em> Zwischen den Ballen können Reste von Splitt oder Eis versteckt sein, die ungesehen, dem Hund Schmerzen zufügen können, weil sie Scheuerstellen verursachen. Eventuelle Salzreste können mit warmem Wasser entfernt werden, da sie, vom Hund abgeschleckt, zu Erbrechen und Verdauungsstörungen führen können. Auch danach nicht vergessen, den Ballen geschmeidig zu halten, in dem man ihn eincremt.<br />
<br />
<br />
<b>Winterschutzbekleidung</b> <br />
<br />
Im Regelfall sind unsere Hunde durch ihr Fell und Unterfett vor Kälte und Nässe ausreichend geschützt. Viele toben besonders gern, wenn es richtig eisig und schneebedeckt ist und haben augenscheinlich keinerlei Probleme mit dem Wetter.<br />
Kranke und alte Hunde sollte man besonders gut beobachten und ihnen einen zusätzlichen Kälteschutz in Form eines Mantel bieten. Dies trifft auch auf Tiere mit wenig oder fehlendem Unterfett (besonders Hetzrassen wie Windhunde) zu.<br />
Für Pfotenempfindliche Hunde, oder diese, deren Vorsorgeschutz nicht ausreichend ist, sind Booties empfehlenswert. Diese besonderen Hundeschuhe für den Winter bestehen aus wasserfestem Material und sind verstärkt. Salz und Splitt stellen damit kein Problem mehr da.<br />
<br />
<br />
<b>Weitere Vorsorge</b> <br />
<br />
<em>Bei jedem Wetter spazieren gehen!</em> Um kalte Monate ohne Erkältungskrankheiten zu überstehen, sollte der Hund abgehärtet sein und sich langsam an den Wetterumschwung gewöhnen. <br />
Im Winter selbst, gefährden überhitzte Autos und Wohnungen (Richtwert 22°C) die Gesundheit des Hundes auf Grund der drastischen Temperaturumschwünge. <br />
Der Energiebedarf steigt auf Grund der kälteren Temperaturen an, daher darauf achten, dass die Futterrationen entsprechend angepasst wird. <br />
<br />
<br />
<em>Ich wünsch' euch allen einen schönen und vor allem unfallfreien Winter! </em>  <img src="http://www.smilies-paradies.de/smileys/winter/animierte-smilies-winter-027.gif" /><br />
<br />
<br />
<br />
Nadine, November 2010]]></description><link><![CDATA[http://www.dogspot.de/benutzer/gary7/blog/der-winterfeste-hund-pflege-fuer-und-in-der-kalten-jahreszeit/]]></link><guid>http://www.dogspot.de/benutzer/gary7/blog/der-winterfeste-hund-pflege-fuer-und-in-der-kalten-jahreszeit/</guid><pubDate>Mon, 01 Nov 2010 21:14:32 +0100</pubDate></item><item><title>Turnierhundesport - eine &#xDC;bersicht</title><description><![CDATA[<b>Geschichtlicher Hintergrund</b><br />
<br />
Bis zu den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts war der Hundesportbereich durch eine sehr einseitige Ausrichtung geprägt. Auf den Hundeplätzen konzentrierte man sich vornehmlich auf die Schutzhundeausbildung und war damit nur für einen sehr eingeschränkten Kreis an Hundehaltern, mit den geeigneten Rassen, interessant. Zudem war es eine reine Männersache den Gebrauchshund abzurichten. Ein Sportprogramm für alle Hundehalter, Hundearten und –größen, welches Zwei- und Vierbeinern ein lockeres und freudiges Betätigungsfeld bietet, fehlte bis dato.<br />
<br />
Der heutige dhv-Ehrenvorsitzende Max Sutter war die eingeschränkte Welt des Hundesport nicht ausreichend und er gab die ersten Denkanstöße für eine neu zu schaffende Sportart. Im HSV Mühlacker fand er aufgeschlossene Partner für die Entwicklung und Umsetzung, um das starre Sportgefüge völlig zu verändern.<br />
<br />
Das "1. Freizeitturnier für Hunde aller Rassen und Größen", welches am 17. September 1972 im Rahmen der Leistungssiegerprüfung des Südwestdeutschen Hundesportverbandes (swhv) für Schutzhunde im Käppele-Stadion in Mühlacker stattfand, läutete den immensen Wandel in den Vereinen ein. Der neu geschaffenen Turnierhundesport kann als Freizeit-, Breiten- oder Leistungssport betrieben werden und wurde zu einer Sportart für die ganze hundebegeisterte Familie<br />
<br />
<br />
<b>Der Sport</b><br />
<br />
In den THS-Wettbewerbsformen bringen sich Mensch und Tier zu gleichen Teilen in das Ergebnis ein. Je besser die beiden als Team agieren, umso höher sind die Gewinnchancen, dass heißt, dass die Art des Hundes nicht die alles entscheidende Rolle spielt, wie das bei anderen Sportarten der Fall sein kann.<br />
<br />
Der Jugendanteil ist im Turnierhundesport sehr groß, da Einsteiger-Wettkampfformen zur Verfügung stehen, die besonders Anfängern Erfolgserlebnisse verschaffen und Spaß auf anspruchsvollere Diziplinen machen.<br />
<br />
<i>Hindernislauf-Turniere</i><br />
Ein Einsteiger-Wettkampf, da er rasche Erfolgserlebnisse verschafft. 75 Meter Turnierbahnlänge sind mit acht Hindernissen bestückt (1. und 8. Hürde 50 cm hoch, 2. Treppe oder Schrägwand, 3.Tunnel, 4. Laufdiel, 5. Tonne, 6. Durchsprung oder Reifen, 7. Hoch- Weitsprung). In die Wertung kommt die Zeit des zuletzt die Ziellinie überschreitenden Team-Partners und eventuelle Hindernis-Fehler werden als Fehlersekunden der Laufzeit hinzugerechnet. Bedingt durch dieses Platzierungskriterium sind Disqualifikationen im THS (mit der Ausnahme QSC) nicht üblich.<br />
<br />
<i>Vierkampf</i><br />
Der Viekampf ist im Turnierhundesport die "Königsdisziplin" und setzt sich aus den verschiedenen Disziplinen Hindernislauf, Hürdenlauf, Slalom und der Gehorsamsübung zusammen. Diese Wettkampfart ist somit vielseitig angelegt und stellt an das Team fortgeschrittene Ausbildungs-Ansprüche in Kommunikationsfähigkeit, Führigkeit und Schnelligkeit. <br />
-	Hindernislauf: siehe oben<br />
-	Hürdenlauf: besteht aus einer Laufstrecke von 50m, auf der drei hintereinander aufgestellte 40cm hohe Hürden gemeinsam in zwei Durchgängen bewältigt werden müssen. Bei jeder dieser Hürden liegt die Stange lose auf. <br />
-	Slalom: erstreckt sich über eine Strecke von 75m, die aus einem Start- und Zieltor und fünf weiteren Toren (die im Zick-Zack-Kurs aufgestellt sind) besteht. Hund und Hundeführer müssen alle Tore durchlaufen. <br />
-	Gehorsamsübung: dieser Teil des Vierkampfs ist auf die Begleithundprüfung Teil1 aufgebaut. Nur auf das Durchlaufen einer Menschengruppe verzichtet man im Vierkampf .<br />
<br />
<i> Combinations Speed Cup - CSC</i><br />
Der CSC ist ein Kombinationslauf für eine Mannschaft, bestehend aus 3 Mitgliedern, die je eine Teilstrecke (Sektion) laufen, und setzt sich aus den Elementen des Slalom, Hürdenlauf, und Hindernislauf zusammen. Der Parcours wird durch zwei weitere Geräte, den Frankfurter Kreisel und die Mühlacker Harfe, erweitert.  Die Läufer starten der Reihe nach, sobald der vorherlaufende Teilnehmer mit seinem Hund die Ziellinie überquert hat.<br />
<br />
<i>Shorty</i><br />
Der Shorty ist ein Kurz-Bahn-CSC für Zweier-Mannschaften, die auf sich kreuzenden Hindernisbahnen laufen. Besonders für Einsteiger mit Hindernislauf-Turnier-Erfahrung ist diese Wettbewerbsform geeignet. <br />
<br />
<i> Qualifikations Speed Cup - QSC</i><br />
Dies ist ein anspruchsvoller Wettkampf nach dem K.O.-System. Zwei Hund/Mensch-Teams laufen zeitgleich auf zwei baugleichen, parallelen Hindernisparcours.<br />
<br />
<i>Geländelauf mit dem Hund (2.000 oder 5.000 m)</i><br />
Eine Laufstrecke, über Wald- beziehungsweise Feldwege, sowie freies Gelände und selten asphaltiert, wird mit angeleinten Hund bewältigt. Der Hund muss auf den Geländelaufstrecken, an der Leine geführt werden und läuft im Idealfall ohne zu ziehen neben seinem Hundeführer]]></description><link><![CDATA[http://www.dogspot.de/benutzer/gary7/blog/turnierhundesport-eine-uebersicht/]]></link><guid>http://www.dogspot.de/benutzer/gary7/blog/turnierhundesport-eine-uebersicht/</guid><pubDate>Sun, 31 Oct 2010 15:25:09 +0100</pubDate></item><item><title>Deprivationssyndrom &#x2013; Angstverhalten beim Hund</title><description><![CDATA[<b>Was ist Angst?</b><br />
Die Natur hat allen Lebewesen ein lebenswichtiges, köpereigenes Alarmsystem gegeben – die Angst. Gefahren sollen erkannt und adäquat darauf reagiert werden.  Erhebliche Erregung und körperliche Prozesse, die bei Angst auftreten, setzen bei jedem eine Angstreaktion aus.<br />
Das Alarmsystem beim Hund sagt als erstes: Versteck dich! Wenn dies nicht geht: Flüchte! Ansonsten: Kämpfe! Dies tut er anschließend auch. Ein Hund, der an Trennungsangst leidet, nimmt die Wohnung auseinander, obwohl aus unseren Augen dafür kein Grund besteht - für sein Alarmsystem schon.<br />
Viele der unterschiedlichen Verhaltensweisen können so einfach erklärt werden, aber trotzdem sind auch viele Angstverhaltensweisen nicht durchschaubar, da die Angst kompliziert ist und der Hund sich nicht auf einer Couch therapieren lässt.<br />
<br />
Den geringsten Stresspegel hat ein Hund, der sich fürchtet. Die <em>Furcht</em> ist eine mäßige Verhaltensreaktion des Hundes vor einem bekannten oder unbekannten Reiz, den er nur als wenig gefährlich betrachtet. Körperlich und psychisch ist er in der Lage, den Reiz zu erforschen oder zu flüchten.<br />
<br />
<em>Angst</em> kann man als eine heftige Verhaltensreaktion vor einem bekannten oder unbekannten Reiz, den der Hund als sehr gefährlich ansieht, beschreiben. Er ist in dieser Situation weder psychisch noch körperlich zur Erforschung oder Flucht fähig.<br />
Speicheln, Hecheln, erhöhte Herzfrequenz, Schwitzen an den Pfoten, emotional bedingten Harn- und Kotabsatz oder Entleeren der Analbeutel zeigt er in einer für ihn auswegslosen Lage als Symptome seiner Angst.<br />
<br />
Zeitlich kurzfristige Reaktion der Angst vor einem genau definierten tatsächlichen Reiz wie bestimmte Geräusche, Männer, andere Hunde, und so weiter nennt man <em>Phobie</em>.<br />
<br />
Dagegen ist <em>Ängstlichkeit</em> der andauernde diffuse Zustand der Angst vor wechselnden und vielfach minimalen Reizen in der Umwelt. Der Hund lebt mit einer Vorahnung und einer folgenden (übersteigerten) Wachsamkeit den kleinsten Veränderung der alltäglichen Umgebung. Je nach Stadium der Erkrankung reagieren Hunde sehr leicht reizbar und aggressiv, in einer ständigen Verteidigungshaltung gegenüber einer als feindlich angesehenen Umwelt, oder sie werden in ihren Verhaltensweisen immer stärker gehemmt und suchen Entlastung in Ersatzhandlungen wie dauerndes Trinken, Fressen, Pfoten lecken oder übersteigerter Bindung an ihre Bezugsperson.<br />
<br />
<b>Deprivationssyndrom</b><br />
Die Gesamtheit der Symptome, die durch ein Aufwachsen in reizarmer Umgebung entstehen und die auftreten, wenn der Hund sich in einem Leben in einer komplexen und anregenden Umwelt befindet, nennt man Deprivationssyndrom. Durch Reizentzug in prägenden Phasen und/oder Misshandlungen kommt es zu einer Störung der Entwicklung und äußert sich durch geistige (auch körperliche) Unterentwicklung und Ängstlichkeit. Defizite in der Gehirnstruktur lassen den Umgang mit Umwelteinflüssen nicht oder kaum zu.<br />
<br />
Die wichtigen und sensiblen Phasen in der Entwicklung eines Hundes sind die Sozialisations- und die Pubertätsphase. Während der Sozialisation (bis etwa zu 12. Woche) wird das erhebliche Programm der Gehirnentwicklung durch erste Erfahrungen mit der Umgebung beeinflusst. Schon während sich der Welpe im Mutterleib befindet, beginnt sich das Gehirn auszubilden, beeinflusst durch Berührungsreize der Mutter durch die Bauchdecke. Nach der Geburt entwickeln sich nach und nach langsam die Sinnesreize der kleinen. Kann der Welpe in dieser Zeit nicht möglichst oft seinen Sinne nutzen (z. B. in reizarmen Umgebungen), bleibt ein strukturelles Defizit im Gehirn für sein ganzes Leben, was nicht mehr nachzuholen ist. Er wird mit seiner Umwelt – der Welt des Menschen – immer überfordert sein, denn ihm wird das nötige Material dafür nicht mitgegeben.<br />
Ab dem 5. Monat kann man von der Pubertätsphase sprechen, in welcher die körperlichen und psychischen Ausreifungsvorgänge stattfinden. Die Hunde reagieren sensibler und empfindlicher auf neues. Die kleinsten unangenehmen Erfahrungen können ein starken Einfluss auf die Entwicklung und das Weltbild des Hundes nehmen, deren Symptome sich vielleicht erst später zeigen.<br />
<br />
Diese Ängste und emotionale Reaktionen, im frühen Alter entstanden, können sich mit zunehmendem Alter manifestieren, wenn nicht daran gearbeitet wird. Der Hund lebt in einem dauerhaftem Zustand des Stresses und Angst und lernt schnell in seiner angespannten und überwachsamem Situation, dass aggressives Verhalten eine nützliche Methode sein kann, sich alles was Angst macht, vom Leib zu halten. Diesem chronisch kranken Hund fehlt eine vernünftige Selbstkontrolle, die zu einer nicht zu unterschätzenden Gefahr für die Öffentlichkeit und unter Umständen auch für die Familie werden kann.<br />
<br />
<b>Wie lebt man mit einem ängstlichen Hund?</b><br />
Das wichtigste im Leben mit einem ängstlichen Hund ist, dass man sein Verhalten nicht unterschätzt. Holt man sich einen Hund aus einem Tierheim und seine Ängstlichkeit ist noch nicht so bekannt gewesen, wie sie sich zu Hause aufzeigt, sollte man sich genau bewusst sein, dass es ein langer, steiniger und schwerer Weg sein wird, diesem Hund ein fast angstfreies Leben zu ermöglichen. Das Training kann sehr deprimierend und mit vielen Rückschritten geprägt sein, aber das Ziel ist es allemal wert. Kann man dem Hund nicht genügend Geduld und Zeit aufbringen, oder traut es sich selber nicht zu, sollte man den Hund wieder zurückgeben. Weder sich selbst, noch dem Hund ist ein Gefallen getan, ihn zu behalten.<br />
<br />
Möchte man dem Hund an seiner Seite behalten und ihm die Welt zeigen, sollte man sich einen vertrauensvollen Trainer suchen, der Erfahrung mit unsicheren und ängstlichen Hunden hat. Zu Beginn ist die eigene Unsicherheit etwas falsch zu machen so groß, dass es nur die Angst des Hundes steigern wird. Ein Trainer kann den Rücken stärken, Übungen aufzeigen und Fehler korrigieren.<br />
<br />
Der Hund benötigt einen souveränen und sicheren Führer, an den er sich halten kann und es auch machen wird, sobald das Vertrauen groß genug ist. Das Vertrauen in dem Hund-Mensch Gespann wir vor allem in der Arbeit zur Bezwingung der Angst eine unbedingte Voraussetzung. Die Möglichkeiten der Vertrauensbildung sind vielfältig:<br />
- Handfütterung<br />
- Streicheleinheiten (wenn der Hund dies als angenehm erachtet)<br />
- gemeinsames Spiel und Spaß zusammen<br />
- neues und ungefährliches entdecken, neue Wege gehen - gemeinsam<br />
- Selbstbewusstsein aufbauen, Tricks beibringen und seinen Stolz über Leistungen zeigen<br />
- Kontaktliegen (ohne Zwang)<br />
- Trainingserfolge<br />
<br />
Arbeitet man mit seinem Hund an der Angstbewältigung sollte man immer eine geringe Stressdosierung wählen und bei erfolgreicher Bewältigung der Aufgabe den Stresspegel in der nächsten Übungseinheit gering anheben. Schafft der Hund es noch nicht damit umzugehen, den Schritt wieder zurück gehen und länger an einer Stabilisierung arbeiten.<br />
Das Ziel ist es, dem Hund andere Wege aufzuzeigen, statt sich in der Angst zu verkriechen oder aus Angst nach vorn zu gehen.<br />
<br />
<i>Ein Beispiel und eine Taktik (kann von Hund zu Hund unterschiedlich sein):</i><br />
Hat ein Hund z. B. Angst vor Menschen, wählt man also Wege die nur sehr gering frequentiert sind. Da man nicht möchte, dass der Hund ängstlich auf einen Menschen reagiert, wählt man ein Alternativverhalten: in dem Fall soll der Hund bei Fuß laufen und den Hundeführer anschauen. Dies wurde auch schon in einer reizarmen Umgebung geübt und der Hund beherrscht es dort. Nun geht man diesen Weg mit ihm gemeinsam, zwischen dem Angstauslöser und dem Hund. Zeigt der Hund keine Angst, sondern das gewünschte Alternativverhalten, lobt man ihn mit seinem am meisten motivierendem Mittel (Leckerli, Spielzeug, verbales Lob – je nach Hund).<br />
Die Übung darf am Anfang nicht so lange andauern, da es dem Hund sehr schwer fällt. Beendet wird eine Übung immer mit einem positiven Ergebnis und einem anschließendem angenehmen Abschluss, z. B. gemeinsames Toben.<br />
<br />
Durch gering gesteckte Ziele und ein Training in einem kleinen Stressniveau bekommen Hund und Halter Erfolgserlebnisse, die das Selbstbewusstsein aufbauen.Bevor man eine Übung beginnt, sollten Ziel und die Durchführung klar sein. Auch Rückschritte dürfen nicht deprimieren, diese sind schon vorprogrammiert und müssen eingeplant sein. Viel eher sollen sie anspornen!]]></description><link><![CDATA[http://www.dogspot.de/benutzer/gary7/blog/deprivationssyndrom-angstverhalten-beim-hund/]]></link><guid>http://www.dogspot.de/benutzer/gary7/blog/deprivationssyndrom-angstverhalten-beim-hund/</guid><pubDate>Thu, 25 Mar 2010 01:32:03 +0100</pubDate></item><item><title>Schritt.. f&#xFC;r Schritt.. f&#xFC;r Schritt - ein Angsthund holt auf</title><description><![CDATA[<em>Bei Angsthunden rechnet man nicht in Tagen oder Wochen, sondern in Jahren.</em><br />
<br />
Das habe ich Anfang Dezember 2009 gelesen, als ich im Forum unseren Fall geschildert habe. Ich habe Kraft daraus geschöpft und Mut, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Die Fortschritte sind manchmal so unglaublich klein, man kann sie nur schwer erkennen, meist dann, wenn es wieder Riesensätze zurück macht. Doch wie könnte man auch schnell fast 2 Jahre fehlender Sozialisation und Erfahrung überbrücken. Zeit, Geduld, viele viele Nerven und Ruhe sind nötig, um zum Ziel zu gelangen, dass habe ich aus diesem Satz mitgenommen.<br />
<br />
Als ich im Oktober nach Dresden gekommen bin, hatten wir etwas mehr als ein halbes Jahr Übungsphase hinter uns. Auf Usedom war es nicht perfekt gewesen, aber ein Anfang - die ersten Schritte in die richtige Richtung haben wir gemacht.<br />
Hier ging es weiter.. immer wieder üben. Jedes Puzzlestück einzeln erstellen: an einer stark befahrenen Straße entlang laufen, eine Straßenbahn in weiter Entfernung ertragen, dann immer weiter ran gehen, in nächster Nähe an ihr entlang laufen, Straßenbahnhaltestellen ertragen - mit vielen Straßenbahnen! Alles was Angst macht, alles was Gary zum Schreien bringt, üben wir - und die Liste ist sehr lang: schreiende Kinder, Kinder, die hochgenommen werden, Kinderwagen, klappernde Fahrräder, Busse, LKWs, alte Herren am Krückstock, Rollstuhlfahrer, Skateboardfahrer,.. ich weiß gar nicht wo ich anfangen, wo ich aufhören soll. Obwohl Gary aus Berlin kommt, macht ihm alles Angst. Ich versuche ihm Halt und Orientierung zu geben, nicht immer einfach.<br />
<br />
Gestern waren wir 4 Stunden unterwegs, haben bei dem schönen Wetter ausgiebig getobt, gespielt und Spaß gehabt. Heute morgen sah ich den ausgeruhten Gary und das schlechte Wetter und habe beschlossen, ein erstes großes Puzzlebild zusammen zu fügen: eine Stadttour. Bislang waren es immer nur kurze Besuche, mal am Hauptbahnhof, mal eine große Hauptstraße, aber noch nie eine längere Sightseeingtour, so weit waren wir nicht, aber heute wusste ich, es war ein guter Tag, um es zu probieren.<br />
<br />
11 Uhr Start, warten auf die S-Bahn und Gary war aufgeregt, er zitterte während der Fahrt zum Hauptbahnhof. Dort angekommen liefen wir die Prager Straße entlang, an einem Sonntag haben die Geschäfte zu, das schlechte Wetter tat das übrige: nur wenige Leute waren unterwegs. Gary war ruhig, schnüffelte, schaute sich die Tauben und die Gegend an. Die Überquerung der Straße zum Altmarkt war keine Hürde, die Straßenbahn interessierte ihn gar nicht. Ich guckte mir die Schaufenster an und mein Hund wartete bis es weiter ging. Es kamen immer mehr Menschen, je näher wir der Frauenkirche kamen, aber Gary entspannte sich auch immer mehr. Ich wagte gar nicht mich zu atmen, geschweige denn mich zu freuen, zu verwegen fand ich es. Niemals hätte ich erwartet, dass er so ruhig an meiner Seite läuft, kein ziehen, nein, an meiner Seite, immer wieder meinen Blick suchend, lief mein Angsthund in dieser Situation. Zwinger, Semperoper, Brühlsche Terasse, Fürstenzug, Straßenbahnen, Kinder, Fahrradfahrer,.. alles kein Problem, noch nicht einmal andere Hunde brachten ihn aus der Ruhe.<br />
Einmal machte mein Herz einen Satz: ein Doppeldeckerbus fuhr um die Ecke, Gary hat so etwas meines Wissens nach nie gesehen, aber er schaute kurz interessiert hin, setzte sich und blickte mich an - unglaublich, ich hätte weinen können vor Glück.<br />
Wir überquerten die Elbe auf der Albertbrücke und ich ließ Gary kurz auf der Elbwiese laufen. Eine Straßenunterführung mit Skateboardern machte mir etwas Sorgen, aber mein Hund belehrte mich eines besseren: zwar etwas hibbelig, aber durchaus im Rahmen schafften wir auch dieses Hindernis.<br />
<br />
<a target="_blank" href="http://img39.imageshack.us/i/pic1105.jpg/"><img src="http://img39.imageshack.us/img39/534/pic1105.jpg" width="400" /></a><br />
<br />
<a target="_blank" href="http://img251.imageshack.us/i/pic1110.jpg/"><img src="http://img251.imageshack.us/img251/6406/pic1110.jpg" width="400" /></a><br />
<br />
<br />
Etwa 2 Stunden schauten wir uns die Innenstadt an, bevor wir in eine Straßenbahn einstiegen, um an die Elbwiesen am Blauen Wunder zu gelangen. Weitere 2,5 Stunden gingen wir spazieren, um uns von diesen spannenden Tag zu erholen.<br />
Um aller guten Dinge drei zu machen, sind wir die letzten zwei Stationen mit dem Bus gefahren.<br />
<br />
Ich bin so stolz auf meinen kleinen schwarzen und könnte wirklich weinen vor Glück. Ein weiterer wichtiger Schritt ist gemacht, der uns Selbstbewusstsein und den Glauben gibt, dass wir zusammen alles erreichen. Kein einziger Moment sah ich heute den Hund, der vor allem und jeden Angst hatte, den ich aus dem Tierheim übernommen habe. Es war, als wäre er total souverän und würde Spaziergänge dieser Art ständig machen.<br />
<br />
An alle mit einem traumatisiertem Hund: Glaubt an euch, auch ihr werdet eure Glücksmomente haben, die jede harte Arbeit wert machen!<br />
<br />
Mit Grüßen, Nadine und Gary]]></description><link><![CDATA[http://www.dogspot.de/benutzer/gary7/blog/schritt-fuer-schritt-fuer-schritt-ein-angsthund-holt-auf/]]></link><guid>http://www.dogspot.de/benutzer/gary7/blog/schritt-fuer-schritt-fuer-schritt-ein-angsthund-holt-auf/</guid><pubDate>Sun, 28 Feb 2010 22:20:57 +0100</pubDate></item><item><title>Erkl&#xE4;rungen zu Stiftung Warentest 09/2006 Trockenfuttersorten</title><description><![CDATA[Stiftung Warentest hat in der September Ausgabe 2006 einen Bericht über Trockenfutter gebracht. Die Futtersorten wurden ausschließlich aus den bekanntesten Supermarkt- und Heimtierbedarfketten gewählt. Produkte aus unabhängigem Fachhandel wurden nicht in den Test mit einbezogen.<br />
Der Test stützt sich allein auf die analytische Prüfung des Futters und die Beurteilung der Deklaration (ist das drin, was drauf steht). Beim Ergebnis wurden die Fütterungsempfehlungen des Bedarfs eines 15 kg schweren, wenig aktiven Hundes mit den Inhaltsstoffen verglichen.<br />
<br />
Getestet wurde also die ernährungsphysiologische Qualität (Gewichtung 55 %); der analytisch ermittelte Gehalt des Futters an Mineralstoffen (Kalzium, Phosphor, Magnesium, Kalium, Natrium), Spurenelementen (Zink, Kupfer, Eisen, Selen), Vitaminen (Vitamin A u. E), ungesättigten Fettsäuren und Protein; die Schadstofffreiheit (Schwermetallgehalte, Schimmelpilzgifte, Gewichtung 20 %); Mikrobiologische Qualität (aerobe Keime, Gewichtung 10 %); die Deklaration (Gewichtung 15 %) und es gab eine Überprüfung der futtermittelrechtlichen Kennzeichnungsbestimmungen inklusive Überprüfung auf GMO-Material (Gentechnisch Modifizierte Organismen).<br />
<br />
Das Testergebnis „sehr gut“ sagt aufgrund der getesteten Kriterien folgendes aus:<br />
1. die analytisch ermittelten Nährstoffgehalte im Futter sind ausgewogen und decken den Mindestbedarf eines wenig aktiven Hundes ab<br />
2. das Produkt enthält keine nennenswerten Mengen an Schwermetallen oder Schimmelpilzen<br />
3. das Produkt weist keine erhöhten Keimzahlen auf (bei gepressten Futter, das auf über 100 °C erhitzt wird, auch kaum zu erwarten, daher haben alle Produkte ein „sehr gut“ bei der mikrobiologischen Qualität erhalten) <br />
4. das Produkt entspricht den futtermittelrechtlichen Kennzeichnungsbestimmungen<br />
<br />
Was ist aber mit anderen, für den Hundehalter auch sehr konstitutiven Kriterien? Es gibt keine Futterwertleistungsprüfung (Verwertung und Verdaulichkeit) des Futters und der enthaltenen Nährstoffe. Biologische Unterprüfungen am Hund waren nicht Inhalt des Tests, es können keine Aussagen gemacht werden, ob das geprüfte Futter vom Tier verwertet werden kann, denn es macht einen nicht unerheblichen Unterschied für die Qualität eines Futtermittels, ob man den Nährstoff Protein zum Beispiel in Form von Federmehl oder hochwertigem Geflügelfleisch liefert.<br />
Ebenfalls wurde nicht berücksichtigt, ob die deklarierte Zusammensetzung des Futters Art und Qualität der verwendeten Rohstoffe erkennen lässt. Ein Futtermittel mit einer Gruppendeklaration (z. B. Aldi Alnutra: Getreide, Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, pflanzliche Nebenerzeugnisse) wurde genauso bewertet wie ein Futtermittel mit hochwertiger Einzeldeklaration. <br />
In welcher Form Zusatzstoffe des Futters (künstliche Farb-, Geschmacks-, Konservierungsstoffe oder Antioxidantien) verwendet wurden, war überhaupt nicht Gegenstand des Tests. Wenn man bedenkt, dass die im März/April 06 gekauften Testprodukte zum Beispiel Mindesthaltbarkeiten aufwiesen, die bis August/September 07 (Aldi Alnutra; Aldi Maximus) oder sogar bis 20.03.08 (Lidl Belosan) liefen, darf bezweifelt werden, ob dies ohne Konservierungsstoffe und künstliche Antioxidantien möglich ist.<br />
Wichtige Nährstoffe für die Qualität eines Futters sind auch die B-Vitamine oder Biotin (Fellqualität & Hautgesundheit!). Diese Vitamine wurden ebenfalls, wie die Gehalte an essentiellen Aminosäuren (Maßstab für die biologische Wertigkeit des Eiweißes), nicht geprüft. <br />
<br />
Mit Sicherheit ist der Test nicht vollkommen aussagenfrei, die getesten Kriterien sind von Bedeutung. Aber bei biologischen Produkten wie Futtermitteln ist die Aussagekraft von reinen Labortests, wie sie von der Stiftung Warentest durchgeführt werden, für die Qualität des Produktes aber nun mal eine andere als bei technischen Produkten wie Fotoapparate oder Zahnbürsten.]]></description><link><![CDATA[http://www.dogspot.de/benutzer/gary7/blog/erklaerungen-zu-stiftung-warentest-092006-trockenfuttersorten/]]></link><guid>http://www.dogspot.de/benutzer/gary7/blog/erklaerungen-zu-stiftung-warentest-092006-trockenfuttersorten/</guid><pubDate>Sun, 21 Feb 2010 00:48:20 +0100</pubDate></item><item><title>Unser erstes gemeinsames Jahr</title><description><![CDATA[Am 7. April wird sich mein Zusammensein mit meinem Gary das erste Mal jähren. Etwas weniger als 2 Monate davor lasse ich unser erstes Jahr Revue passieren.<br />
<br />
Gewünscht habe ich mir einen Hund schon als Kind, aber meine Eltern war das (im Nachhinein glücklicherweise) nicht recht. Stattdessen habe ich alles verschlungen was ich über Hunde finden konnte.<br />
Als ich das erste Mal in der Lage war Tiere zu adoptieren, habe ich mich gegen einen Hund und für zwei wundervolle Katzen aus dem Tierheim entschieden. Zu lang waren die Arbeitstage und zu kurz die freie Zeit für einen Hund. Aber der Wunsch blieb.<br />
<br />
Als ich Ende März eine Freundin besuchte, die in einem Tierheim arbeitete, versprachen mir die Mitarbeiter mich zu informieren, sobald ein "geeigneter" Hund zur Vermittlung steht. Am 06. April bekam ich die Nachricht und direkt einen Tag danach bin ich die 250 km mit einem Freund zu meinen Hund in spe gefahren. Ein schwarzer Cocker-Mix, 1,5 jährig, abgegeben aus Zeitgründen waren die einzigen Angaben.<br />
Vor dem Zwinger die Überraschung: ein kleiner, struppiger und wahnsinnig ängstlicher Hund, der sich in die äußerte Ecke verkroch, doch ich wollte ihn kennenlernen. Als die Tierheimmitarbeiterin ihn herausholte, hat er den Schwanz eingekniffen und er musste herausgeschliffen werden, solche Angst hatte er. Das Fell war bei näherer Betrachtung fast weiß, vor lauter Schuppen aus Stress. Der erste Spaziergang war nicht einfach mit dem kleinen, doch nach einer Stunde Überlegung war für mich klar, dass ich Gary vorerst für vier Tage mitnehme und schaue, wie es zu Hause läuft.<br />
Unglücklicherweise war das Wochenende darauf Ostern und ich konnte keinen Urlaub nehmen, da ich in der Gastronomie tätig war. Mein Freund und viele Bekannte machten es möglich, dass Gary nicht alleine bleiben musste.<br />
Schon beim ersten Gassi fiel uns auf, dass er schrie, aber in welchem Ausmaß wurde mir erst später klar. Die Vorbesitzer machten die Angaben, er würde aggressiv auf andere Hunde, Autos und Fahrradfahrer reagieren, doch wie das genau aussieht nicht.. Gary legte sich bei vielen Gelegenheiten in die Leine und schrie ohrenbetäubend - für mich als totalen Hundeanfänger nicht erklärbar. An einer befahrenen Straße konnten wir nicht entlang gehen, er blieb stehen und weigerte sich. Als die vier Tage um fahren, fuhren wir zum Tierheim und haben uns eigentlich erst im Auto für Gary entschieden. Seine Umweltverträglichkeit machte mir sehr zu schaffen und ich überlegt, ob er es nicht woanders besser haben könnte. Aber ich konnte diesen liebenswürdigen Hund nicht mehr zurückgeben - es war entschieden: er wird MEIN Hund!<br />
<br />
Die nächsten Wochen waren erfahrungsreich. Wir gewöhnten uns aneinander, an die Verantwortung einen Hund zu haben, übten das Alleinbleiben, aber waren völlig verzweifelt mit diesen Verhaltensauffälligkeiten. Gary war gegen den Informationen des Tierheims nicht stubenrein (oder die neue Situation war schuld) und diese Situation war ziemlich stressig.<br />
Da wir sehr abgelegen wohnten, konnten wir auch nicht in die Hundeschule und uns Tipps holen, die nächsten, die ich im Internet fand, waren über 100 km entfernt. Die einzige Möglichkeit war ein Hundesportverein, der mir aber erst mal eine Abfuhr erteilte, als sie hörten, dass Gary erst 3 Wochen bei mir war - wir sollten doch erst mal an unserer Bindung arbeiten. Trotzdem bin ich öfter vorbeigefahren, um mir die Arbeit anzuschauen. Als man mir mitteilte, ich darf nur mit einen Gliederhalsband mir Würgefunktion mitarbeiten, habe ich diesen Platz nie wieder besucht.<br />
Den richtigen Tipp gab mir darauf meine Tierärztin, sie kannte eine Hundetrainerin, die auch Verhaltenstherapeutin war und "nur" 60 km entfernt wohnt. Sie schaute sich Gary auf ihrem Platz an, ich erklärte, was in den 6 Wochen geschehen ist und sie meinte, dass er sehr unsicher ist und wahrscheinlich sehr schlecht sozialisiert wurde. Mit ihrer Hilfe konnte ich die ersten Fortschritte erzielen und wurde sicherer im Umgang mit dem unsicheren Gary.<br />
In dem Sommer 2009 haben wir hart gearbeitet, um Gary die Angst vor den bösen Dingen in der Welt zu nehmen. Ich habe vesucht, ihm ganz viele neue Sachen zu zeigen und dass diese nicht gefährlich sind.<br />
In der Hundeschule haben wir an einem 3 monatigen Seminar zum "Familienhund" teilgenommen. Leinenführigkeit geübt, Sitz, Platz, Auflösungskommando, und einiges andere.<br />
<br />
Im Herbst zogen wir dann nach Dresden und ich war froh, Gary die Monate vorher schon vorbereiten zu können. Autos waren mittlerweile erträglich, Busse und LKWs  eher tagesformabhängig. Doch hier angekommen, gab es völlig neue Eindrücke: Straßenbahnen. Gary hatte ein neues Gefahrenpotential entdeckt.<br />
<br />
Das Üben geht jeden Tag weiter, aber ich sehe immer wieder Fortschritte, die es mich nicht bereuen lassen, diesen schwierigen "gebrauchten" Hund aus dem Tierheim zu nehmen. Mittlerweile können wir an einem guten Tag an Straßenbahnen, Bussen und anderen Fahrzeugen vorbeigehen, ohne dass Gary mit dem Wimper zuckt. Regelmäßig gehen wir an den Bahnhof und fahren auch gern mal mit.<br />
Hundebegegnungen sind immer noch problematisch, aber Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.<br />
Ich bin wirklich froh, dass sich unser Zusammensein in diese Richtung entwickelt hat, ich mag gar nicht dran denken, was mit ihm wäre, hätte ihn eine weniger geduldige Familie geholt.. :afraid: <br />
<br />
Irgendwann möchte ich gern mir ihm die Begleithundeprüfung ablegen. Ich hoffe, dass er bald einmal ohne Angst durch die Welt laufen kann. Wenn ich den mittlerweile vor Selbstbewusstsein strotzenden Hund sehe (in dem meisten Situationen), weiß ich, dass es irgendwann eintreten wird. Er wird nie "normal" sein, aber wer ist das schon  :smile: <br />
<br />
Ich wünsche mir, dass alles so weiter läuft, wie bisher, dass ich viel von meinem Hund lerne und wir eine tolle, ereignisreiche Zeit miteinander verbringen dürfen.<br />
<br />
Nadine mit Gary]]></description><link><![CDATA[http://www.dogspot.de/benutzer/gary7/blog/unser-erstes-gemeinsames-jahr/]]></link><guid>http://www.dogspot.de/benutzer/gary7/blog/unser-erstes-gemeinsames-jahr/</guid><pubDate>Sat, 20 Feb 2010 00:29:56 +0100</pubDate></item></channel></rss>

