<?xml version="1.0"?>
<rss version="2.0" xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:georss="http://www.georss.org/georss"><channel><language>de-DE</language><title>Bijous Blog auf www.dogspot.de - Das Zuhause f&#xFC;r den Hund</title><link>http://www.dogspot.de/feeds/blog/8789</link><description>Bijous Blog auf www.dogspot.de - &#xDC;bersicht &#xFC;ber alle Blogeintr&#xE4;ge</description><pubDate>Fri, 29 Feb 2008 10:37:13 +0100</pubDate><item><title>&#xDC;bung Voraus mit Hinlegen f&#xFC;r den VPG Bereich</title><description><![CDATA[Übung Voraus mit Hinlegen für den VPG Bereich<br />
<br />
Für die Übung Voraus gibt es viele Ausbildungsmöglichkeiten. Hier möchte ich mal meine vorstellen. Sicherlich nichts wirklich bahnbrechend  Neues, aber diese Übung hat mich in den letzten Jahren keinerlei Punktabzug gekostet. <br />
<br />
Ich beginne fast alle Übungen möglichst schon im Welpenalter so auch diese. <br />
Zu Beginn der Vorausübung, dient mir immer ein und der selbe Punkt auf der Platzanlage, zum Ablegen eines Zielobjektes für den Hund. Ich versuche diese Übung in der Hauptsache durch den Gewöhnungseffekt zu formen. <br />
Zum Aufbau : <br />
Ich platziere zunächst eine Futterschüssel oder ein Spielzeug am Zielort. Der Hund soll diesen Vorgang ruhig sehen und darf auch mitgehen zu diesem Punkt. Ich mache ihn noch einmal aufmerksam auf sein Triebziel und ziehe ihn dann einige Meter rückwärts davon weg. Wenn er sich richtig anstrengt um es zu erreichen, lasse ich ihn los und gebe dabei das Kommando VORAUS. Ist der Hund an seinem Ziel, so wird er reichlich gelobt, darf sein Futter fressen oder wir spielen gemeinsam mit seinem Bringsel. <br />
So wird einige Wochen verfahren. Nach und nach wird allerdings die Distanz zwischen Hund und Ziel auf die erforderlichen 30 m erweitert. <br />
Läuft der Hund beständig und triebvoll an sein Ziel über die ganze Strecke, so ist es Zeit für den nächsten Schritt. Ich platziere nun das Triebziel an seinem Punkt, bevor ich den Hund aus der Box hole. Er hat also nun nicht gesehen, dass seine Belohnung abgelegt wurde, der Zielort ist aber nach wie vor der gleiche. <br />
Der Hund wird nun auf die Platzanlage geführt und wie gewohnt auf sein Ziel eingestellt. Wenn der Hund sich sehr anstrengt und loslaufen will, gebe ich ihn frei und weil ihm der Zielort zur Gewohnheit geworden ist, wird er nun auch ohne, dass er gesehen hat wie sein Triebziel abgelegt wurde dorthin laufen, in der freudigen Erwartung es dort zu finden. <br />
Er kann sich seine Belohnung abholen und wird auch in den nächsten Wochen niemals enttäuscht werden. So festigt man die Erwartungshaltung für ein schnelles und zielstrebiges VORAUS. <br />
Gehorsamsübungen wie das Fußgehen fließen dann langsam mit ein. Vielleicht zu Anfang mit Hilfe der Leine. Zunächst wird der Hund aus der Grundstellung heraus geschickt, danach erst nach Blickkontakt zum Hundeführer, später dann nach einigen Schritten Fußgehen usw. <br />
<br />
Die Übung PLATZ  lernen meine Hunde parallel dazu in Lernspielen. Beherrscht der Hund das Kommando verlässlich ohne Hilfen, baue ich es in die täglichen Spaziergänge mit ein. In einem günstigen Moment, indem der Hund sowieso gerade auf mich fixiert ist, gebe ich Kommando PLATZ. Legt der Hund sich hin, bekommt er sofort einen Ball oder ein Futterstück, je nach dem was ihm eben wichtiger ist. Legt er sich nicht gebe ich ein Signal für falsch gemacht und wiederhole das Kommando. Im Laufe der Zeit lernt der Hund so, dass er nur an sein Ziel gelangen kann, wenn er auf das Kommando reagiert. Und er wird lernen, dass er schneller an sein Ziel kommt, je zügiger er es ausführt. <br />
Ist dieser Grundstein gelegt, wird in einer von etwa 15 Übungseinheiten kein Bringsel am Zielort liegen. Stattdessen gebe ich nach dem Voraussenden  das PLATZ Kommando und bestätige diese Übung sofort nach dem Ablegen des Hundes mit einem Spielzeug oder Futter indem ich dieses dem Hund zuwerfe. <br />
Nach einigen weiteren Wochen verzögere ich die Zeit vom sofortigen Bestätigen bis zum Herantreten an den Hund. Dies bleibt aber variabel, so dass der Hund nie weiß, wann genau er seine Belohnung erhalten wird. <br />
Nun ist der Übungsaufbau komplett und trotzdem ist es ganz wichtig, das PLATZ nur in einer von 15 bis 20 Übungseinheiten ab zu verlangen, damit Zielstrebigkeit und Schnelligkeit nicht verloren gehen. (Ein Ablegen am Gegenstand ist für mich grundsätzlich falsch! Der Hund würde hier nur lernen sich in die Nähe eines Gegenstandes zu legen, welchen er aber unter Prüfungsbedingungen nicht hat. Das Ergebnis wäre ein Hund er nach dem PLATZ Kommando nach einem Bringsel sucht um sich dort ab zu legen )<br />
<br />
Jetzt hat der Hund gelernt einen bestimmten Punkt auf der Platzanlage zielstrebig auf Kommando an zu laufen und sich ggf. auf Hörzeichen schnell ab zu legen. Eigentlich kann er nun schon auf einer Prüfung vorgestellt werden. <br />
Um dem ganzen noch eins drauf zu setzen, fange ich dann aber auch an den Zielort zu verändern. Soll heißen, ich beginne damit den Hund nun auch in die entgegengesetzte Richtung VORAUS zu schicken. <br />
Als Hilfe hierzu verkette ich beispielsweise Apportierübung und Voraus miteinander. Der Hund soll wissen, dass nach dem Apport immer die Vorausübung folgt. Sie ist immer der Abschluss der Abteilung B für ihn.<br />
Zu Anfang gehe ich auch hier wieder einen Schritt zurück nach dem gleichen Prinzip wie zuvor und zeige dem Hund zunächst wo sein Triebziel liegt. Auch fange ich nicht an in alle Himmelsrichtungen durcheinander zu schicken, sondern beginne mit einer einzigen. Erst wenn die entgegengesetzte Richtung genauso gut klappt, beginne ich mit der Vorbereitung der nächsten usw. Erst wenn die Übung gefestigt ist, wird variabel in verschiedene Richtungen geschickt. <br />
<br />
Mein Ziel ist es dem Hund am Ende einen gewissen Übungsaufbau zeigen zu können , bei dem es für ihn ersichtlich ist, wo er sein Triebziel am Ende finden wird. Der Hund der diesen Übungsaufbau wirklich verstanden hat, wird seinem Hundeführer vertrauen und in die Richtung laufen, in welche er ihn schickt, denn er erwartet dort immer sein Triebziel zu finden.  Ein solcher Hund kann dann auch auf einer fremden Platzanlage oder in einem Stadion Vorauslaufen. <br />
<br />
<br />
<br />
LG Dagmar]]></description><link><![CDATA[http://www.dogspot.de/benutzer/bijou/blog/uebung-voraus-mit-hinlegen-fuer-den-vpg-bereich/]]></link><guid>http://www.dogspot.de/benutzer/bijou/blog/uebung-voraus-mit-hinlegen-fuer-den-vpg-bereich/</guid><pubDate>Tue, 16 Dec 2008 11:39:51 +0100</pubDate></item><item><title>Aufbau der &#xDC;bungen Sitz,Platz und Steh im VPG Bereich</title><description><![CDATA[Aufbau für die Übungen Sitz, Platz und Steh im VPG Bereich. <br />
<br />
Ich beginne mit meinen Hunden möglichst früh, im Welpenalter mit dem Training. Welpen spielen von Natur aus gern und daher wird ein Beutespiel meist gut angenommen. Gemeinsames Spiel fördert das Vertrauen in die neue Bezugsperson und steigert das Beuteverhalten des jungen Hundes, welches mir ja im VPG Bereich ebenfalls sehr entgegen kommt. <br />
Mir ist es sehr wichtig, dass der Hund von Anfang an nicht nur mit der Beute sondern mit dem Hundeführer spielt. Daher setzte ich mich zu ihm auf den Boden, wo wir auf gleicher Höhe miteinander spielen können und lasse den Welpen eine von mir heftig bewegte Beißrolle jagen, welche ich ab und zu über oder unter meine Beine hindurchführe oder hinter meinem Oberkörper verstecke. Ziel ist es Körperkontakt herzustellen. Der Hund soll absolutes Vertrauen zu seinem Hundeführer aufbauen. Natürlich achte ich darauf, dass der Welpe nicht die Lust am Spiel verliert, bald muss er auch mal seine Beute bekommen, mit mir darum kämpfen und dann darf er auch mal gewinnen und die Rolle wegtragen. Allerdings bin ich hier sehr bestrebt, dass der Hund mir das Bringsel wieder selbstständig zum weiterspielen anbietet. Hierzu arbeite ich mir Körperspannung und animiere den Hund zu mir zurück zu kommen. Meist merkt der Welpe sehr schnell, dass das alleinige Spiel sehr langweilig ist und wenn man das gemeinsame Spiel immer wieder abwechslungsreich gestaltet, kommt er nach einigen Übungseinheiten von selbst zurück und dann kann das Spiel weitergehen. Und wenn das mal nicht so gut klappt, habe ich eben ein zweites Bringsel dabei und biete dem Hund abermals ein gemeinsames Spiel an. <br />
Wenn dieser Grundstock von gegenseitigem Vertrauen, Spaß am gemeinsamen Spiel und Steigerung des Beutetriebes gelegt wurde, baue ich langsam Zweckspiele (nach E. Lind) in das Spiel mit ein. <br />
<br />
Die Übung Sitz ist eigentlich nur eine Rückwärtsbewegung und kann leicht ins Beutetreiben mit eingebaut werden. Ich lasse den Welpen also seine Rolle jagen und führe sie in einem günstigen Moment nach oben und gleichzeitig etwas nach hinten über den Kopf des jungen Hundes. Der Hund folgt ohne darüber nach zu denken seiner Beute und nimmt dabei eine sitzende Stellung ein. Ich gebe dem Welpen das Bringsel wenn er sitzt und bestätige ihn somit für die Arbeit, die er wahrscheinlich gar nicht als solche erkennt. Gleichzeitig gebe ich ihm ein akustisches Signal in Form von einem „JA!“ oder nehme den Clicker zur Hilfe um eine Basis für bestmögliche Verständigung zwischen mir und meinem Teampartner herzustellen.  Nach und nach wird der Hund diese Haltung immer schneller einnehmen, weil er durch Gewohnheit gelernt hat, danach seine Bestätigung zu erhalten. Hier ist dann der richtige Zeitpunkt um das Kommando „Sitz“ mit ein zu fügen. Zuerst werde ich nun Kommando und Körperhilfe gleichzeitig anwenden, nach einiger Zeit beginne ich mit dem Kommando und gebe die Körperhilfe ein wenig später, dann baue ich die Hilfe langsam, aber sicher immer mehr ab bis sie gar nicht mehr nötig sein wird. <br />
<br />
Für die Übung Platz empfiehlt es sich, den Hund beim Beutetreiben durch die Beine laufen zu lassen, sodass die angewinkelten Knie eine Art Tunnel bilden. Ich platziere die Beißrolle hinter dem „Tunnel“ durch den der Hund aber nur kriechend gelangen kann. Wenn der Welpe beim Versuch an sein Triebziel zu gelangen eine liegende Stellung einnimmt wird er sofort mit seiner Beute bestätigt. Danach verfahre ich genauso wie oben beschrieben, bis der Hund die Übung Platz verstanden hat. <br />
Manche Hunde mögen nicht so gern durch Tunnel laufen und verweigern hier die Mitarbeit. Sollte dies einmal der Fall sein, so bediene ich mich einer anderen Variante. Allerdings funktioniert diese besser mit Futter- als mit Beutemotivation. Ich zeige dem Hund ein Futterstück und verstecke es so in meiner Hand, dass er es zwar riechen, aber nicht erreichen kann. Wenn der Hund also nun das Futter eifrig schiebt und treibt, führe ich ihn an der Futterhand ein wenig nach unten und gleichzeitig nach hinten, sodass er eine liegende Stellung einnimmt, dann wird er sofort bestätigt. <br />
<br />
Für die Stehübung führe ich den beutetreibenden Hund diesmal über meine Beine und ziehe meine Knie leicht an wenn er mit dem Bauch darüber steht. Er wird kurz inne halten, weil er weder nach vorn noch nach hinten ohne Sprung ausweichen kann. Steht er also still, ist der richtige Zeitpunkt für eine Bestätigung. Erst später wird ein Kommando eingebaut und dann werden langsam alle Hilfen abgebaut bis die Übung Steh wirklich verstanden ist. <br />
<br />
Alternativ kann man alle diese Übungen natürlich auch mit Futtertreiben anstelle der Beutemotivation aufbauen. Es empfiehlt sich später alle Stellungen unabhängig von einander, aber zunächst immer in Verbindung mit einem gemeinsamen Spiel abzurufen. <br />
Auf diese Art und Weise des Aufbaus bemerkt der Hund nicht einmal, dass er arbeitet. Spiel und Arbeit gehören einfach zusammen, eigentlich ist die Arbeit das Spiel! So wird er auch in Zukunft immer gerne mit mir arbeiten und ebenfalls Freude am gemeinsamen Training behalten. <br />
<br />
LG Dagmar]]></description><link><![CDATA[http://www.dogspot.de/benutzer/bijou/blog/aufbau-der-uebungen-sitzplatz-und-steh-im-vpg-bereich/]]></link><guid>http://www.dogspot.de/benutzer/bijou/blog/aufbau-der-uebungen-sitzplatz-und-steh-im-vpg-bereich/</guid><pubDate>Wed, 05 Nov 2008 14:31:48 +0100</pubDate></item><item><title>Clicker-Seminar</title><description><![CDATA[Seminar mit Uta Bindels <br />
<br />
\"Lernen am Erfolg, positiv verstärkt durch Clicker\" <br />
<br />
ein voller Erfolg. <br />
<br />
Am 13. /14.09.08 hatten wir Uta Bindels eingeladen um mit uns ein Seminar im Bereich der Abteilung B ab zu halten. Besonders wurde hier auf den Einsatz des Clickers eingegangen. 25 Teilnehmer aus ganz Deutschland waren hierzu angereist. Am Samstag trafen sich alle Teilnehmer um 9.00 Uhr zum gemeinsamen Frühstück bei dem man sich schon entwas näher kennenlernen konnte. Danach ging es dann um 10.00 Uhr mit ein wenig Theorie weiter. Zunächst stellte sich die Seminarleiterin kurz vor, anschließend hatten auch die Teinlehmer Gelegenheit ein bisschen was über sich und ihre Hunde zu erzählen. In der Theorie wurde über die Lerngesetze des Hundes, über Konditionierung und das richtige Timing in der Hundeausbildung berichtet. Nach einer kurzen Kaffeepause wurde dann \"Trockengeclickert\". Um den Einsatz vom Hilfsmittel Clicker besser zu verinnerlichen, übernahm hierbei ein Seminarteilnehmer die Rolle des Hundes und ein anderer die des Hundeführers. In einem teilweise sehr lustigen Rollenspiel wurde deutlich, dass der richtige Einsatz des Clickers gar nicht mal so einfach ist. Aufgabenbereiche wie den \"Hund\" dazu zu bekommen sich auf einen Stuhl zu setzen waren noch recht einfach, wobei sich die Schnürsenkel aufbinden oder auf einem Bein zu hüpfen schon etwas mehr Geschick erforderte. Auf jeden Fall waren \"Hunde\" sowie auch \"Hundeführer\" sehr Kreativ und eifrig bei der Sache. Nach diesen Übungen ging es nach draußen, dort wurde mit der Konditionierung der mitgebrachten Hunde begonnen. Die Mittagspause gab dann Gelegenheit das Erlernte erst mal zu verarbeiten. Bei Grillsteak und Würstchen konnten sich alle Seminarteilnehmer erst mal etwas entspannen. Nachmittags zeigte Uta dann am Beispiel mit dem Hund einige Arbeiten mit dem Targetstick. Um etwa 18.00 Uhr ging dieser ereignisreiche Tag seinem Ende zu. Am Sonntag ging es dann schon früh um 9.00 Uhr munter weiter. In der Theorie wurde kurz die Arbeit mit der Futterhand erläutert und das schon am Samstag erlernte wiederholt. Anschließend ging es, bei diesmal recht gutem Wetter auf die Platzanlage zum praktischen Training. Mit Hilfe der Futterhand wurde z. B. an der Fuß-Position gearbeitet. Danach zeigte Uta wie man mit Hilfe des Clickers eine Apportierübung aufbaut und verbessert. Die Seminarteilnehmer hatten jeder Zeit Gelegenheit Fragen zu stellen und konnen natürlich auch mit ihren eigenen Hunden unter Anleitung arbeiten. Alles in Allem konnte, so denken wir , jeder an diesen Tagen viel mit nach Hause nehmen. Auch für die aktiven Vereinsmittglieder war diese Veranstaltung eine tolle Erfahrung. Wir haben viele nette Leute kennengelernt, neue Ansichten gehört und ein wirklich tolles Wochenende gehabt. Wir möchten uns ganz herzlich bei der Seminarleiterin Uta Bindels bedanken, die wirklich ein interessantes Seminar abgehalten hat und natürlich auch bei allen Teilnehmern die uns an diesem Wochenende besucht haben. Wir hoffen Ihr habt Euch bei uns wohl gefühlt und wir sehen uns bald, auf einer der nächsten Veranstaltungen wieder. <br />
<br />
Liebe Grüße <br />
<br />
das Team vom GHSV Ratheim <br />
<br />
PS. Wenn jemand Interesse an Fotos zu dieser Veranstaltung hat, unter www.ghsv-ratheim.de.am findet Ihr im Bereich News oder Fotos, 2 für Euch angelegte Alben. Ich habe ganz tolle Aufnahmen von einer Seminarteilnehmerin bekommen. Vielen Dank nochmal dafür liebe Simone! Wenn jemand eine CD mit Fotos von seinem Hund haben möchte, bitte einfach eine Mail an maliattack@aol.com schicken. Natürlich sind die Bilder kostenlos! <br />
<br />
Gruß Dagmar <br />
Gruß Dagmar]]></description><link><![CDATA[http://www.dogspot.de/benutzer/bijou/blog/clicker-seminar1/]]></link><guid>http://www.dogspot.de/benutzer/bijou/blog/clicker-seminar1/</guid><pubDate>Mon, 22 Sep 2008 11:34:51 +0200</pubDate></item><item><title>Aufbauarbeit zur Freifolge f&#xFC;r den VPG Bereich</title><description><![CDATA[Aufbau Abteilung B; Freifolge <br />
<br />
Das Fußgehen ist eine der wichtigsten Übungen im VPG Bereich. Jede Übung beginnt mit der Freifolge. Der Hund sollte dies möglichst ausdrucksstark aber auch korrekt und verlässlich ausführen. Möglichkeiten zum Aufbau dieser Übung gibt es viele, hier beschreibe ich mal wie ich es mache. <br />
<br />
Die Freifolge besteht für mich zunächst mal aus zwei Teilübungen. Dem Einhalten der korrekten Position und dem Blickkontakt zum Hundeführer. <br />
Den Blickkontakt zum Hundeführer auf Kommando herzustellen, lernen meine Hunde schon im  Welpenhalter. Hierzu halte ich einen Leckerbissen in der einen Hand und den Clicker in der anderen . Meine Hunde kennen den Clicker als positiven Verstärker. Wenn es clickt ist die Übung korrekt ausgeführt und die Belohnung folgt sofort. So kann ich genau den richtigen Moment bestätigen und eine gute Kommunikation  zum Hund herstellen. <br />
Wenn der Hund nun versucht den Leckerbissen aus meiner ausgestreckten Hand zu nehmen , schließe ich diese einfach und warte bis er anderes Verhalten anbietet. Wenn er, auch nur für einen Bruchteil einer Sekunde, zu mir aufschaut ertönt sofort der click und der Welpe erhält den Futterbrocken. Nach einigen Übungseinheiten wird der Hund begreifen, dass er sein Triebziel nur über den Umweg Blickkontakt bekommen kann. <br />
Die Zeit vom ersten Hochschauen bis zum Click wird dann nach und nach verlängert und das Kommando „Guck“ wird eingeführt. Wenn diese Basis geschaffen ist, verlange ich nun Blickkontakt in vielen verschiedenen Positionen. Zunächst vielleicht in der Grundstellung für einige Sekunden, danach beim angehen eines Schrittes und schließlich für einige Schritte vorwärts, rückwärts und zur Seite. Ich achte hier noch nicht auf die Position in welcher der Hund folgt, Hauptsache er hält den Blickkontakt. <br />
<br />
Parallel hierzu arbeite ich mit dem Hund die Fußposition mit Hilfe der Futterhand aus. Ich halte Futter in der linken Hand und lasse diese vom Hund treiben und schieben. Ist er sehr eifrig bekommt er immer wieder ein  kleines Stück Wurst und ich lasse mich von ihm zu einigen Schritten drängen. Nach dem Vorbild von G. Dildei studiere ich auf diese Weise Geraden, Grundstellungen, Richtungswechsel und Winkel ein. Der Hund wird hierzu in der korrekten Position durch die Futterhand geführt. Da er diese Position über mehrere Wochen eingehalten hat, sollte sie ihm zur Gewohnheit werden und er wird sie auch in Zukunft so beibehalten . <br />
Erst wenn beide Teilschritte gut funktionieren, füge ich die Übungen zusammen und bestätige ab jetzt variabel zunächst noch sehr häufig mit Futter, um dem Hund die nötige Ruhe zu geben diese Übung auch zu begreifen. Später bringe ich dann etwas mehr Trieb in die Sache indem ich auf die Beißrolle oder einen Ball als Bestätigung umstelle. Ab der variablen Bestätigung füge ich hier wieder den Clicker in die Übungen mit ein. So kann ich genau den richtigen Zeitpunkt bestätigen und es kommen erst gar keine Missverständnisse zwischen Hund und Hundeführer auf. <br />
<br />
Trotz gewissenhafter Vorarbeit neigen einige sehr triebstarke Hunde doch dazu leicht vor zudrängen. Daher versuche ich meinen Hunden bei zu bringen ausschließlich mein linkes Bein als Anhalspunkt für die korrekte Position an zu nehmen. Hier kommen jetzt Halsband und Leine zum Einsatz. Zunächst bringe ich den Hund in die Grundstellung ( Hund sitzt in korrekter Position und hält Blickkontakt). Das Kommando Fuß wird gegeben und der Hundeführer stellt nun das rechte Bein einen Schritt vor. Der Hund jedoch soll sich angewöhnen, ausschließlich dem linken Bein zu folgen . Eigentlich sollte er also, seine Position nicht verlassen, weil das linke Bein ja stehen bleibt. Tut er es trotzdem erfolgt eine Korrektur über Halsband und Leine und der Hund wird hierbei wieder in die richtige Position gebracht. Verbal bekräftige ich diesen Fehler noch mit einem scharfen „nein“ .  Das Nein ist meinen Hunden als ein Zeichen für „falsch gemacht“ bekannt. Ich nutze es genau wie den Clicker zur besseren Kommunikation. <br />
Nach einigen Übungseinheiten wird der Hund begreifen, dass er sitzen bleiben soll und wenn er dies tut, bekommt er sofort seinen Click und die Bestätigung durch ein gemeinsames Spiel. <br />
<br />
Wenn das verlässlich klappt, gehe ich nach dem Kommando Fuß 2 Schritte an. Wobei sich das linke Bein aber nur einen Schritt weiter bewegt und der Hund auch wieder dort in Grundstellung gehen sollte. Das rechte Bein des Hundeführers steht also absichtlich nun einen Schritt vor, damit der Hund hier einen deutlichen Positionsunterschied erkennen kann. Sicherlich muss der Hund auch bei dieser Übung einige Male korrigiert werden. Hier ist natürlich genauso darauf zu achten korrektes Verhalten sofort zu bestätigen. Nur wenn das Timing stimmt kann der Hund hier eine Verknüpfung herstellen. <br />
Klappt nun dieser eine Schritt nach vorne, wäre die nächste Übung dann ein Schritt nach rechts, wenn das gut läuft ein Schritt nach links und dann einer rückwärts immer nach dem gleichen Prinzip. Stets ist darauf zu achten die korrekte Position sofort zu bestätigen und jeden Fehler im Gegenzug sofort zu korrigieren. So entsteht ein für den Hund gut lesbares Konzept. (Schwarz und weiß) <br />
Wenn all diese Teilübungen verstanden sind, sollte einer korrekten und ausdrucksstarken Freifolge nichts mehr im Wege stehen. <br />
<br />
LG Dagmar und Bijou]]></description><link><![CDATA[http://www.dogspot.de/benutzer/bijou/blog/aufbauarbeit-zur-freifolge-fuer-den-vpg-bereich/]]></link><guid>http://www.dogspot.de/benutzer/bijou/blog/aufbauarbeit-zur-freifolge-fuer-den-vpg-bereich/</guid><pubDate>Wed, 17 Sep 2008 09:38:55 +0200</pubDate></item><item><title>Aufbau des H&#xFC;rdensprunges &#xFC;ber die 1m Wand f&#xFC;r den VPG Bereich</title><description><![CDATA[Ich beginne mit der Aufbauarbeit für diese Übung mit dem Hund wenn er so etwa 12 Monate alt ist. <br />
Natürlich wird die Hürde erst einmal auseinander genommen, so dass die zu meisternde Höhe bei der ersten Übungsstunde ausschließlich aus einem einzigen Brett besteht. Diese Distanz hat den Vorteil, dass sie a: leicht übersprungen werden kann ohne vom Hund berührt zu werden und b: der Hund ist in der Lage zu sehen was sich hinter der Hürde befindet, kann er dies nicht könnte sich hier eine gewisse Unsicherheit einschleichen, die uns am freien Arbeiten des Hundes hindert. Auch bei dieser Übung möchte ich den Hund nur passiv beeinflussen und nicht zum Springen zwingen. Vielmehr soll er frei und selbstständig seine eigene Sprungtechnik entwickeln, denn wer sollte besser wissen wann man am besten abspringt, wenn nicht der Hund selbst. Die Hürde an sich hat auch zunächst einmal überhaupt nichts mit Apportieren zu tun. <br />
der Hund soll nun erst mal Hin- und Rücksprung miteinander verbinden, so dass es später egal sein wird, wo sich der Hundeführer befindet. Hin- und Rücksprung gehören einfach immer zusammen! <br />
<br />
Damit für den Hund ein gewisser Anreiz entsteht das Hindernis zu überspringen, wird eine gut sichtbare Dose mit Futter hinter der Wand positioniert. Nun haben wir ein konkretes Ziel, das wird dem Hund helfen den richtigen Punkt zum abspringen zu finden und wir benötigen keine Zwangseinwirkung. Ich halte den Hund so dicht vor der Hürde, dass ein Vorbeilaufen kaum möglich ist und mache ihn auf das Futter aufmerksam. Dann wird er losgelassen, beim Überspringen des Hindernisses erfolgt der CLICK und auf der anderen Seite darf gefressen werden. Idealer Weise könnte nun eine Hilfsperson den Hund neu einstellen, damit der Hundeführer Zeit hat eine zweite Futterdose auf der anderen Seite auf zu stellen und wir verfahren wie gehabt. <br />
Der Hund  neigt nicht dazu dem Hindernis aus zu weichen, es ist ja auch noch nicht wirklich hoch. Normalerweise stellt sich ein solcher Fehler auch nicht ein, wenn man nicht zu schnell die Höhe verändert und der Hund sein Ziel gut sehen kann. Später wird ihm dann diese Übung zur Gewohnheit werden und er wird seine Futterdose an der anderen Seite der Hürde erwarten. Sollte er doch einmal vorbei laufen, darf natürlich auch keine Bestätigung erfolgen. Am besten steht immer eine Hilfsperson bereit, die dann die Futterdose einfach wegnimmt wenn die Hürde verweigert wurde. Die Übung wird mit einem Wort für "Falsch gemacht" z. B. NEIN!   beendet und von Neuem begonnen. Der Hund soll möglichst aus eigenem Antrieb verstehen das es eine Belohnung nur nach dem Sprung gibt. Nach vielen, vielen Übungsstunden wird die Hürde immer ein Bisschen höher gestellt, je nach alter und Sprungtalent des Hundes natürlich. Hierbei ist darauf zu achten, dass der Hund niemals eine Negativverknüpfung mit der Hürde haben darf. Also lieber noch mal ein Brett rausnehmen wenn`s mal nicht so gut klappt.  Hat der Hund nach einigen Trainingseinheiten dann wirklich verstanden, also Springen=CLICK=Triebziel,  dann wird im Laufe der Zeit nur noch nach dem Rücksprung belohnt. Das Lernziel Hin- und Rücksprung gehören zusammen sollte dann erreicht sein. Bei diesem Übungsaufbau wird der Hürdensprung schnell zur Lieblingsbeschäftigung des Hundes und wir erhalten einen sicher springenden und freudig arbeitenden Teampartner. <br />
<br />
Viele Leute beginnen den Hürdensprung erst mit dem erwachsenem, körperlich ausgereiften Hund und ziehen ihn dann gleich über die komplette 1 m Wand, am Besten noch mit einem Leinenruck mit dem Ergebnis das der Hund dann die Hürde negativ verknüpft und diese dann ständig abtaxiert und nie den richtigen Punkt zum abspringen findet. Zögerndes Springen, Aufsetzen oder Anstoßen ja sogar verweigern der Hürde sind dann die Folge. Auch finde ich, dass der Apport erst hundertprozentig am Boden klappen muss, bevor man mit dem Bringen über die Wand beginnt. Weil ich leider kein besonderes Talent zum geraden Werfen habe, ist es für mich ebenfalls sehr wichtig, dass der Hund von allein weis das der Hürdensprung aus Hin- und Rücksprung besteht, sodass bei Schräglage des Holzes nicht die Gefahr besteht, dass er sofort zum Hundeführer läuft nur weil der aus seiner Sicht,  nicht genau hinter der Hürde positioniert ist. Meine Bijou hat das auf diese Art und Weise gut begriffen und mir so einige Male "das Leben gerettet!!<br />
<br />
Lieben Gruß <br />
Dagmar Bijou + Banzai]]></description><link><![CDATA[http://www.dogspot.de/benutzer/bijou/blog/aufbau-des-huerdensprunges-ueber-die-1m-wand-fuer-den-vpg-bereich/]]></link><guid>http://www.dogspot.de/benutzer/bijou/blog/aufbau-des-huerdensprunges-ueber-die-1m-wand-fuer-den-vpg-bereich/</guid><pubDate>Mon, 07 Jul 2008 11:50:00 +0200</pubDate></item><item><title>Clickertraining wie geht das?</title><description><![CDATA[Es gibt ja so viele Vorurteile und Vermutungen  gegenüber der Arbeit mit dem Clicker. Ich arbeite schon seit Jahren begeistert mit diesem Hilfsmittel im VPG Bereich und zwar in allen drei Sparten. Hier mal ein paar Grundbegriffe, kurz und knapp zusammengefasst. <br />
<br />
Bedeutung und Vorteil in der Ausbildung<br />
    <br />
Der Clicker oder vielmehr das laute und immer gleichbleibende Klick-Geräusch, welches er erzeugt soll es dem Hundeführer leichter machen seinem Hund zu zeigen, dass das was er gerade tut, gewünschtes Verhalten ist. Für den Hund ist das Clicken eine Garantie für Bestätigung. Es zeigt ihm "das was Du gerade machst ist richtig und führt Dich an Dein Triebziel !"<br />
<br />
Der Clicker kann anders als jedes andere Motivationsobjekt unmittelbar und sofort gewünschtes Verhalten bekräftigen. Manchmal ist es notwendig den Hund in Sekundenbruchteilen zu bestätigen. Eine Beißwurst aus der Jacke zu zaubern oder  Futter heraus zu kramen dauert immer deutlich länger. Wenn ich beispielsweise eine gelungene Freifolge mit einer Beisrolle bestätigen möchte, wird der Hund beim herausholen des MO schon in freudiger Erwartung vorprellen oder hochspringen. Ich möchte aber nicht das Vorprellen sondern die vorher gelungene Freifolge bestätigen und so kommt die Verknüpfung für den Hund viel zu spät. Der Clicker ersetzt diese Motivationshilfen nicht, sondern überbrückt nur die Zeit bis sie eingesetzt werden können. Nach dem Click erfolgt also immer eine Belohnung durch Beute, Spiel oder Futter manchmal auch die Freigabe einer beliebten Übung. <br />
                            <br />
<br />
Der Cicker hört sich immer gleich an, er ist nicht stimmungsabhängig oder verändert Tonlage und Lautstärke. Er wird somit unmissverständlich.  <br />
<br />
Ein weiterer Vorteil der Clickerarbeit : Wir erhalten einen freudigen und "mitdenkenden" Hund, der immer bestrebt sein wird, selbst heraus zu finden was er tun kann um an seine Belohnung zu kommen.  Das nahezu fehlerfreie Erlernen einer Übung wird in kleinen Teilschritten erreicht. Eine Korrektur ist später meist nicht notwendig, daher erhalten wir einen sehr motivierten Hund.<br />
<br />
Da der Aufbau einer Übung mit Clicker ohne Zwangseinwirkungen auskommt, können wir schon beim Welpen frühzeitig mit der Ausbildung beginnen.  <br />
<br />
Vorurteile <br />
<br />
Der Clicker ist kein Lockmittel und kann auch Motivationshilfen wie Beißrolle oder Futter nicht ersetzten, sondern wird so zu sagen als Vorbote hierfür eingesetzt. Er dient ausschließlich dem punktgenauen Bestätigen. <br />
<br />
Die Behauptung, bei der Arbeit mit dem Clicker könne oder müsse man auf jegliche Korrekturmaßnahmen verzichten ist schlicht weg falsch. Ich persönlich denke, dass eine fachgerechte Ausbildung oder auch nur das einfache Zusammenleben mit einem Hund nur dann funktioniert, wenn ein gewisses Dominanzverhalten von Seiten des Hundeführers ausgeht. Korrektur oder Zwangseinwirkungen können mit Hilfe des Clickers auf ein Minimum herab gesetzt werden, d. h. nicht das man gänzlich darauf verzichten kann.  Der Clicker dient nur zur leichteren Verständigung zwischen Hund und Hundeführer.   <br />
<br />
Niemand wird vom Clicker abhängig. Jeder Zeit kann das Clickern durch andere Ausbildungsmethoden ersetzt oder ergänzt werden. Auch das Arbeiten von mehreren Teams mit Clicker auf einer Platzanlage stellt kein Problem dar. <br />
<br />
Wer mit dem Argument kommt, auf der Prüfung könne man ja den Clicker auch nicht einsetzen, müsste von selbst erkennen, dass auch sämtliche anderen Motivationshilfen hier nicht zulässig sind und somit auch kein Nachteil entstehen kann. <br />
<br />
Konditionierung und Arbeit mit dem Clicker<br />
                  <br />
<br />
Damit der Hund einen positiven Effekt mit dem Clicker verknüpft müssen wir zunächst eine Verbindung herstellen. Hierzu bedienen wir uns einer Schüssel mit Futter in die wir unmittelbar nach dem Clicken hineingreifen um den Hund zu füttern. Diese Prozedur wiederholt man einige Male. Also Click, zur Schüssel greifen, dann den Hund mit einem Brocken füttern..... usw. Nach einigen Übungseinheiten wird der Hund nun das Futter erwarten wenn er das Click-Geräusch war nimmt. Jetzt können wir damit beginnen gewünschtes Verhalten mit dem Click zu belohnen. Wir werden also bei richtigem Verhalten, wie z. B. korrektem Einhalten der Fußposition oder der Gleichem, den Clicker betätigen und gleich im Anschluss den Hund mit Futter oder auch Spiel belohnen. Diese Arbeitsweise hat den Vorteil, direkt im richtigen Moment bestätigen zu können. Der Hund wird allerdings sofort nach dem Click die Übung abbrechen und vielleicht durch Hochspringen oder Bellen nach seinem Motivationsobjekt verlangen. Dieses Verhalten ist nicht fehlerhaft!! Der Click hat bereits das gewünschte Verhalten bestätigt, somit ist die Übung beendet und der gewünschte Lerneffekt schon erreicht. Zerlegt man die komplette Übung in mehrere Teilabschnitte um sie ein zu studieren, ist es mit Hilfe des Clickers möglich, fast völlig auf Korrekturmaßnahmen  zu verzichten.  <br />
                                    <br />
<br />
Die klassische Ausbildung mit dem Clicker basiert ausschließlich auf Lernen am Erfolg. Das heißt der Hund wird nicht vom Hundeführer manipuliert oder beeinflusst, vielmehr wird abgewartet bis der Hund das gewünschte Verhalten selbständig zeigt, vielleicht zu Beginn eher zufällig. Auch ein Kommando wird erst dann eingebaut wenn der Hund die Übung bereits fehlerfrei beherrscht. <br />
<br />
Alles Können, aber nichts Müssen!<br />
<br />
Um ganz ehrlich zu sein benutze ich selbst den Clicker zum punktgenauen Bestätigen. Kommandos baue ich schon zu Beginn der Übung ein und eine Manipulation z. B. durch nach oben ziehen der Futterhand beim Einstudieren der Sitzübung o. ä.,  halte ich auch nicht für hinderlich. Auch bekommen meine Hunde beim täglichen Spaziergang, hier und da mal ein Leckerchen ohne, dass ich immer einen Clicker dabei habe.  Ich benutze später zum verlängern der Zeit bis zum Click ein Wort für "Du machst das gut, weiter so!" Und beende die Übung dann mit dem Clicker. Ebenso lernen meine Hunde ein Wort, welches negativ belegt wird damit sie genau wissen, dass das was sie gerade tun falsch ist und eine Konsequenz nach sich ziehen wird. Korrektur durch Zwangseinwirkung beschränke ich auf ein Minimum, halte sie aber für notwendig zumindest dann, wenn der Hund hoch im Trieb arbeitet oder versucht sich über den Hundeführer hinweg zu setzen. Dies alles ist mit der Clickertechnik gut vereinbar und ich halte diese Motivationsmethode für absolut empfehlenswert. <br />
<br />
Für alle die es interessiert,hier mal ein tolles Clicker-Video der besonderen Art :<br />
 <br />
http://www.youtube.com/watch?v=YKnSls3zz9A<br />
<br />
von wegen "blödes Schaf"!<br />
<br />
Lieben Gruß <br />
Dagmar Bijou+Banzai]]></description><link><![CDATA[http://www.dogspot.de/benutzer/bijou/blog/clickertraining-wie-geht-das/]]></link><guid>http://www.dogspot.de/benutzer/bijou/blog/clickertraining-wie-geht-das/</guid><pubDate>Wed, 11 Jun 2008 07:40:48 +0200</pubDate></item><item><title>Aufbautraining Abteilung C (Schutzdienst) f&#xFC;r den VPG Bereich</title><description><![CDATA[Hier ein kleiner Einblick in das Aufbautraining Abteilung C (Schutzdienst) für den VPG Bereich. <br />
<br />
In der Definition der Abt. C spricht man von Gehorsam unter trieblicher Belastung. <br />
Dem Hund angeborene Triebe und Verhaltensweisen werden von Hundeführer und Schutzdiensthelfer entsprechend gefördert  und in sinnvolle Bahnen gelenkt. Je nach Prüfungssparte (VPG 1/2/3) müssen verschiedene Gehorsamsübungen bewältigt werden. Die Benotung erfolgt durch Punktevergabe und der TSB-Bewertung. (Trieb/Selbstsicherheit/Belastbarkeit) Der Hund soll sich gegenüber dem Scheintäter selbstsicher und belastbar zeigen und erhält hier dann das Prädikat ausgeprägt, vorhanden oder nicht genügend. <br />
<br />
Die Aufbauarbeit in der Abt. C beginnt schon im Welpenalter, mit etwa 10 Wochen. <br />
Wie schon zuvor im Aufbau Abt. B beschrieben, sind dem Welpen Beutespiele mit seinem Hundeführer bereits bekannt. Nichts anderes passiert nun auch im Aufbau der Abt. C. Nur spielt der Hund jetzt nicht mit seinem Hundeführer, sondern mit dem Schutzdiensthelfer. Vorraussetzung für den Beginn des Trainings, ist ein Hund der ohne Scheu oder Aggressivität mit Menschen umgehen kann.<br />
 Ist der Welpe eher scheu und zurückhaltend, sollte zunächst dieses Problem aus der Welt geschafft werden. Manchmal benötigt der junge Hund nur etwas Zeit um ausreichend Vertrauen in seine Umwelt setzen zu können. Ein Tipp. wie bei so vielem geht Liebe schließlich auch hier durch den Magen . <br />
Wenn der Welpe Vertrauen zu fremden Personen hat wird er auch gerne mit dem Schutzdiensthelfer spielen und seine Triebe werden sofort in die Richtigen Bahnen gelenkt. <br />
Erstrebenswert im Welpenalter ist die Förderung des bereits angeborenen Beutetriebes. Ein Hund der nur aus Angst und daraus resultierender Aggressivität beisst ist nicht für den VPG Bereich geeignet! <br />
<br />
Nun aber zur ersten Übungseinheit unseres Welpen. Hund und Hundeführer begeben sich gemeinsam auf die Platzanlage. Der Welpe wird an einem breiten Halsband (Hetzband) oder einem Hetzgeschirr geführt und darf  hier auch ruhig an der leine ziehen, schließlich soll er ja zum Helfer nach vorne gehen und sich dabei nicht den Hals zu ziehen oder sich gar wehtun. <br />
Der Schutzdiensthelfer nähert sich und fordert den Hund mit einer Spielbeute (z. B. Jutesack) zum gemeinsamen Spiel auf. Die meisten Welpen reagieren sofort auf das eifrig hüpfende Spielzeug und ziehen in Richtung Helfer. Der Hundeführer hält den Hund an der Leine zurück, um den Anreiz zu steigern. Etwas das man nicht erreichen kann, will man umso mehr!<br />
 Der Helfer zeigt sich durch die Vorwertsbewegung des Hundes sehr beeindruckt und weicht bei jedem Versuch des Welpen an die Beute zugelangen kurz zurück. Der Vierbeiner soll immer den Eindruck vermittelt bekommen, dass er die Situation fest im Griff hat. Das stärkt sein Selbstvertrauen und ist wichtig für den Aufbau der Abt. C. Wenn der Hund am eifrigsten ist bekommt er seinen Anbiss. Nach kurzem Zerrspiel mit dem Helfer wird ihm die Beute überlassen und er darf sie tragen. Der Hundeführer lobt ihn jetzt reichlich und der Welpe wird seine Beute stolz über den Übungsplatz tragen. Nach einer Runde laufen sollte man versuchen den Hund wieder in Richtung Helfer zu führen, dieser greift nach der Beute und belebt sie so neu. Der Hund soll Vertrauen zur Hilfsperson aufbauen und ihm die Beute bereitwillig zum weiterspielen anbieten. <br />
Da der Welpe in der Regel noch keine negative Verknüpfung mit Drohgebärden herstellen kann, gehören diese einfach zum Spiel dazu. Soll heißen, der Helfer greift dem Hund über den Kopf, droht mit den Händen dicht vor seinen Augen und bedrängt den Welpen ab und zu ein wenig.Natürlich muss man hier behutsam sein und erstmal schaun wie der Hund reagiert aber meistens ist das in diesem Alter kein  Problem.  Jede dieser Bewegungen wird dem Hund auch später absolut vertraut sein. Er wird keinerlei Angst oder Scheu entwickeln und dem Helfer immer Vertrauen schenken. <br />
<br />
Auch das Trennen der Beute lernt der Welpe bereits in den ersten Übungseinheiten. Hierzu legt der Hundeführer eine Hand unter den Hals des Hundes und die andere hält den Vierbeiner im Becken fest. Ruhig stehen ist langweilig. Der Welpe wird versuchen sich zu entziehen und dabei die Beute fallen lassen. Sobald  er dieses gewünschte Verhalten zeigt ,gibt der HF Kommando AUS und der Helfer macht sofort wieder Trieb von Vorne. Der Welpe lernt AUS heißt Beute fallen lassen, mache ich das wird weitergespielt ansonsten bleibt es langweilig. So entsteht kein Konflikt und Druck ist auch nicht nötig. <br />
<br />
In den folgenden Wochen wir der Hund schon triebig auf die Platzanlage gehen weil er das Spiel mit dem Helfer erwartet und sein Beuteverhalten sich gesteigert hat. Er wird mehr nach vorne drängen, kräftiger zupacken um seine Beute kämpfen und kontern was das Zeug hält. Während der Zahnung macht man verständlicher Weise eine kleine Pause. Ein Hund dem das Maul weh tut hat sicher keine Freude an Zerrspielen. <br />
Danach wird der Jutesack oder die Beißrolle durch den Junghundhetzarm ersetzt. Wenn der Hund diesen gut halten kann wird die noch sehr weiche Beute durch den normalen Hetzarm ausgetauscht. <br />
In vielen, vielen Trainingseinheiten  hat der Hund nun reichlich Trieb aufgebaut, Selbstvertrauen bekommen und auch das Kommando AUS ist ihm bekannt. Eine gute Grundlage für die Abt. C ist geschaffen. Alle weiteren  Übungen kann man hierauf aufbauen. Der Hund lernt nun den stehenden Helfer (also die wehrlose Beute) los zulassen. Dies geschieht ebenfalls auf der gleichen Basis wie schon erlernt.  Ruhe=Ablassen    Aktion=Spielen/Beissen, auf eine Ruhephasse folgt immer eine Spielphase also lohnt es sich ab zu lassen. Drohgebärden mit dem Softstock kommen hinzu, alles schon mal gesehen im Welpenaufbau. Normaler Weise also kein Problem. <br />
Der Hund lernt auf Kommando des HF Verstecke zu um laufen und den Helfer zu suchen. Steht der Scheintäter ruhig im Versteck, darf er nicht anbeißen sondern muss durch bellen anzeigen, dass er den Helfer gefunden hat. <br />
Der ausgebildete VPG Hund muss sich in jeder Situation bedingungslos vom Hundeführer kontrollieren und leiten lassen. Dieser Gehorsam wird langsam und mühevoll auf verschiene Arten immer den Eigenschaften des jeweiligen Hundes angepasst auf der Basis von Versuch und Irrtum erarbeitet. <br />
Hund, Hundeführer und Schutzdiensthelfer müssen bei dieser Ausbildung ein gutes Team bilden. Das Ergebnis ist ein triebiger, selbstsicherer Hund , der von einem Hundeführer in jeder Situation kontrollierbar und bleibt und sehr viel Spaß an der Arbeit hat. <br />
<br />
Der Hund wird in der Abt.C also keines Falls auf Menschen gehetzt, sondern spielt mit seinem Partner Schutzdiensthelfer um seine Beute, den Schutzarm. Lästig für ihn hierbei ist, der Hundeführer der ihm zwischendurch immer wieder Gehorsamsübungen und auch eine Spielunterbrechung auf Kommando abverlangt. Nur der Hund der bedingungslos in der Hand seines Führers steht kann das Prüfungsziel erreichen. <br />
Meine Hunde sind weder aggressiv noch beißlustig und werden in ?ihrer Freizeit? als ganz normale Familienhunde gehalten. Eine Ausbildung im VPG Bereich macht weder aggressiv noch ängstlich eher erreicht man meines Erachtens nach das Gegenteil. <br />
<br />
Liebe Grüße <br />
Dagmar+Bijou +Banzai]]></description><link><![CDATA[http://www.dogspot.de/benutzer/bijou/blog/aufbautraining-abteilung-c-schutzdienst-fuer-den-vpg-bereich/]]></link><guid>http://www.dogspot.de/benutzer/bijou/blog/aufbautraining-abteilung-c-schutzdienst-fuer-den-vpg-bereich/</guid><pubDate>Thu, 05 Jun 2008 15:19:57 +0200</pubDate></item><item><title>Aufbau Abteilung B (Unterordnung) f&#xFC;r den VPG Bereich</title><description><![CDATA[Aufbau Abteilung B (Unterordnung) für den VPG Bereich <br />
<br />
Die Abteilung B beinhaltet je nach Prüfungssparte (VPG 1/2/3) verschiedene Übungen die möglichst in Perfektion vom Team Hund/ Hundeführer vorgeführt werden sollen. Der Hund soll freudig und aufmerksam seinem Hundeführer folgen, sodass ein harmonisches Gesamtbild entsteht. <br />
<br />
Für mich und meine Hunde beginnt die Ausbildung in der Abteilung B im Welpenalter. Etwa mit der 8. Lebenswoche beginnen wir mit dem Training. Es besteht zunächst einmal im gemeinsamen Spiel um eine gute Vertrauensbasis zwischen Hund und Hundeführer herzustellen. Gegenseitiges Vertrauen ist die Basis für eine effektive Hundeausbildung und auch für das reibungslose Zusammenleben mit dem Teampartner Hund. <br />
Beute- und Futterspiele ermöglichen es dem Hundeführer ebenfalls, sich ein erstes Bild über die trieblichen Veranlagungen seines Hundes zu machen und sich diese angeborenen Eigenschaften  in der späteren Ausbildung zu Nutze zu machen.<br />
<br />
Motivation ist die Grundlage für einen freudigen und konzentrierten Teampartner. Beim täglichen Spiel kann der HF leicht herausfinden auf welches Triebmittel sein Welpe am besten reagiert. Hierzu begibt man sich mit dem Hund in Augenhöhe, setzt sich auf den Boden oder geht in die Hocke. Diese Art von Spiel mit gleichwertigen Partnern ist dem Welpen bereits von seinen Wurfgeschwistern bekannt und wird in der Regel gern angenommen. <br />
Motivationsobjekte wie Ball, Beißrolle oder Quietsch-Igel werden zum „flüchtenden Hasen“ umfunktioniert, die der Kleine jagen, fangen und wegtragen darf. Das fördert den Beutetrieb und stellt ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Hund und Hundeführer her. Mir ist es sehr wichtig, dass der Hund lernt ein gewonnenes Spielzeug freudig zum HF zurück zu bringen. Entweder besteche ich ihn daher zu Anfang mit einem zweiten Bringsel oder biete ihm Futter zum Tausch an. Wenn man das Beuteobjekt mit einer Schnur versieht, kann man diese nachher auch wieder packen und der Beute so neues Leben schenken. Bald wird der Welpe lernen, dass das Spiel viel schöner und spannender ist wenn man es zu zweit bestreitet und von allein die Beute zum weiterspielen anbieten.  Jedes Spiel sollte abgebrochen werden bevor der Welpe die Lust verliert. Bei mir enden Zerrspiele immer mit dem Gewinnen des Hundes. Er darf seine Beute wegtragen. Anschließend lenke ich ihn mit Futter ab und lasse die Beute schnell verschwinden, so bleibt immer ein gewisser Anreiz zum Spiel, denn das gibt es nicht unbegrenzt lange und man bekommt es nur beim Hundeführer. Die Basis für einen aufmerksamen Teampartner ist geschaffen! <br />
<br />
Im weiteren Verlauf der Ausbildung fließen immer mehr auch Zweckspiele mit ein. Z. B. kann man eine Platzübung leicht einstudieren, wenn man die Beute durch seine angewinkelten Beine hindurchführt. Wenn der Hund versucht ihr zu folgen muss er sich hinlegen und lang machen, hat er die gewünschte Platzposition erreicht, gebe ich das Hörzeichen und bestätige gleichzeitig mit der Freigabe der Beute. Die Position Steh erreicht man wenn Die Beute über die Beine einer auf dem Boden sitzenden Person geführt wird und diese dann die Knie leicht anwinkelt. Wir halten einfach kurz inne, wenn der Hund ruhig steht geht das Spiel weiter. Hinsetzen oder Legen geht nicht weil die leicht angewinkelten Beine an den Bauch des Welpen stoßen, er wird also leicht stehen bleiben, wenn die Bestätigung im richtigen Moment kommt wird er diese Übung schnell verstehen.  <br />
<br />
Die Motivation durch Beute hat immer einen triebigen, schnellen und aufmerksamen Hund zur Folge. Manchmal wird der Hund aber auch leicht fahrig und verspannt seinen gesamten Körper vor Aufregung. Dieses Verhalten ist in machen Übungsabschnitten durch aus von Vorteil und verleiht z. B. beim Fußgehen dein Eindruck von Eleganz und Arbeitsfreude. Bei einer Sitzübung aber kann das Verspannen im letzten Moment zu einem nicht korrekten Durchsitzen führen, welches auf der Prüfung jede Menge Punkte verschlingt. Daher eignet sich die Futtermotivation für das Einstudieren solcher Übungen viel besser. Überall wo ich eine sehr korrekte Position erreichen möchte, motiviere ich den Hund über seinen Fresstrieb. Hierbei bleibt er sehr viel ruhiger als bei der Motivation durch Beute und lässt sich besser leiten. <br />
Futtertreiben ist hier eine gute Variante. Hierzu nehme ich einige leicht zu schluckende Futterbrocken (Wurst oder Käse) in meine Hand und verschließe sie. Nun lasse ich den Welpen Witterung aufnehmen und wenn er eifrig schiebt und drängt um an das Futter zu gelangen, öffne ich die Hand ein wenig und überlasse ihm ein Stücken. So bestätigt wird er mit der Zeit immer eifriger die Hand seines Hundeführers treiben, so eifrig dass man ihn dann auch in beliebige Positionen hineinführen kann. <br />
<br />
Für das Einhalten einer korrekten Position beim Fußgehen, führe ich den Hund an der Futterhand einfach so, dass seine Schulter an meinem Bein bleibt, für die nachfolgende, korrekte Grundstellung wird die Hand etwas nach links und nach oben gebracht, so sitzt der Hund immer gerade und eng beim HF. Zwischenzeitlich wird der Hund immer wieder für sein Drängen und verfolgen der Futterhand mit einem kleinen Wurststück belohnt. Hat der Welpe das Prinzip verstanden und klebt nun förmlich an der Futterhand, kann man so fast alle Übungen einstudieren oder verbessern. <br />
<br />
Für die Sitzübung führe ich die Hand etwas nach oben und  nach hinten und schon setzt sich der Hund von ganz allein. Ebenso funktioniert das auch mit der Platzübung, sollte diese Übung mit der eben beschriebenen Passivhilfe beim Beutespiel nicht klappen, führt man die Futterhand einfach nach unten und schiebt den eifrig drängenden Welpen dann etwas nach hinten. Das Ergebnis sollte dann eine perfekte Platzposition sein.  <br />
<br />
Diese Arbeitsweise baut auf die Macht der Gewohnheit. Wenn man den Hund nur lange genug in der gewünschten Position führt, gewöhnt er sich daran und wird sie auch nach Abbau der Hilfe immer bei behalten. Langsam und über mehrere Monate werden im weiteren Verlauf der Ausbildung alle Führerhilfen ausgeschlichen.<br />
 <br />
Die Ausbildung für einen BH Hund (Begleithund/Basis für VPG oder Obedience/Agility oder THS) dauert mindestens ein ganzes Jahr! Gerade die Abteilung B verschlingt auf Grund der Präzision der verlangten Übungen sehr viel Zeit und Ausdauer. Aber wie bei jeder Sportart ist auch hier eben der Weg das Ziel! <br />
<br />
Ich habe hier nur einen kleinen Teil der Aufbauübungen der Abt. B für den VPG Bereich beschrieben. Sicherlich gibt es auch Hundeführer die ihre Unterordnungsarbeit völlig anders vorbereiten.Es gibt eben viele verschiedene Wege, aber ich denke man konnte erkennen, dass sich die Ausbildungsmethoden im Laufe der Zeit geändert und stark verbessert haben. Wir sehen nun nicht mehr den sturen oder dummen Hund den man zur Arbeit zwingen muss, sondern bemühen uns einen Weg zu finden um dem Tier auf der Basis seiner natürlichen Verhaltensweisen, bei zu bringen was wir von ihm wollen. Unsere Hunde merken letztendlich gar nicht dass sie arbeiten, sondern perfektionieren lediglich ihr Spiel. Ganz klar, keine Hundeausbildung ist möglich ohne einen gewissen Zwang oder Druck, aber ich glaube auch nicht dass das normale Zusammenleben mit dem Hund gänzlich ohne Strafe auskommt. Auch das gehört in die natürlichen Verhaltensweisen unseres Vierbeiners. Ich hoffe aber, dass dieser Artikel zeigt, dass im VPG Bereich keine Hunde verprügelt werden. Dieses Vorurteil möchte ich gern aus der Welt schaffen. Wir beginnen die Ausbildung früh und lassen uns so einiges Einfallen um das Prüfungsziel zu erreichen. Wenn etwas nicht klappt, ist nie die Schuld beim Hund zu suchen, sondern immer nur beim Hundeführer. Nur der freudig und fei arbeitende Hund kann wirklich viele Punkte erreichen und nur ein solches Team kann wirklich Harmonie ausstrahlen. <br />
<br />
Grüße von <br />
Dagmar + Bijou + Banzai]]></description><link><![CDATA[http://www.dogspot.de/benutzer/bijou/blog/aufbau-abteilung-b-unterordnung-fuer-den-vpg-bereich/]]></link><guid>http://www.dogspot.de/benutzer/bijou/blog/aufbau-abteilung-b-unterordnung-fuer-den-vpg-bereich/</guid><pubDate>Tue, 03 Jun 2008 13:50:39 +0200</pubDate></item><item><title>Aufbau Abt. A F&#xE4;hrtenarbeit f&#xFC;r VPG und FH</title><description><![CDATA[Hallo, <br />
<br />
ich möchte Euch gern mein Hobby etwas näher bringen und vielleicht versuchen einige Vorurteile den VPG Sport betreffend aus der Welt zu räumen. Hierzu werde ich von Zeit zu Zeit einen Block einstellen, in dem Ihr etwas über den Aufbau der einzelnen Sparten im VPG Bereich erfahren könnt. Natürlich gibt es viele Ausbildungsmethoden und viele Wege führen bekanntlich auch nach Rom. Hier kann ich nur einen kleinen Einblick in meinen persönlichen Ausbildungsweg geben und meine eigenen Erfahrungen mit einfließen lassen, aber ich hoffe trotzdem das es den ein oder anderen interessiert. Für Kritik und Fragen habe ich immer ein offenes Ohr, also lasst hören wenn Euch was nicht gefällt oder Ihr was nicht versteht. Ich gehe auch keiner Diskussion aus dem Weg. Ich möchte zeigen, dass wir im VPG Bereich keine Killermaschinen herstellen, sondern viel Wert auf den immer kontrollierbaren, gut erzogenen Hund legen der mit Freude und voller Arbeitseifer mit uns gemeinsam als Teampartner diese Sportart betreibt.   <br />
<br />
Und nun zur ersten Übungsstunde unseres Welpen. <br />
Abteilung A (Fährtenarbeit) <br />
Grundlegendes : <br />
Durch das Legen der Fährte entsteht eine Veränderung der Bodenflora- und Fauna, welche sich von der sonstigen Bodenbeschaffenheit abhebt. Da der Hund ein Nasentier ist, ist er in der Lage, diese feinen Veränderungen, zu erkennen und der Spur zu folgen. Demnach folgt der Hund der Veränderung der Molekularstruktur des Bodens bzw. der Luft und wenn möglich dem Individualgeruch des Fährtenlegers.<br />
<br />
Im Idealfall beginne ich die Fährtenarbeit mit dem Welpen im Alter von etwa 10 bis 12 Wochen. Die ersten Fährten lege ich gern in einer Wiese, da der Hund hier nur wenig Möglichkeit zu einer Sichtfährte hat und von Anfang an seine Nase einsetzen muss. Natürlich sollte das Gras nicht zu hoch sein. Ich binde den Welpen in Sichtweite an und entferne mich um den Abgang zu treten. Hierzu wird ein kleines Dreieck ausgetreten, dessen spitz zu laufendes Ende in eine nachfolgende kurze Gerade führt. Damit der Welpe auch einen Anreiz hat meiner Spur zu folgen verteile ich auf dem Abgang einige Futterbrocken. Das Futtermittel sollte natürlich vom Hund gerne angenommen werden und sich farblich nicht zu sehr vom Boden absetzen (Hundewurst). <br />
Danach trete ich eine Gerade von etwa 5 bis 6 m und lege in jeden Fußabdruck ein weiteres Leckerchen. Der Hund sollte seinen Kopf beim Verfolgen  dieser Fährte in Pendelbewegungen von rechts nach links bewegen und ständig eine Bestätigung finden. Am Ende der Spur lege ich schon in der ersten Übungseinheit einen Gegenstand, der zunächst einmal nur positiv belegt werden soll (dazu später mehr). <br />
Unmittelbar nach dem legen der Fährte binde ich unseren kleinen Freund los und gehe mit ihm gemeinsam zum Fährtenabgang der durch ein Schild gekennzeichnet wurde. Die meisten Hunde haben bis hier her alles mit Spannung verfolgt und sich vielleicht auch ein bisschen aufgeregt, weil sie nicht näher heran konnten und wollen nun auf jeden Fall nachsehen, was der Hundeführer dort versteckt hat. Am Abgang zeige ich dem Welpen das ausgelegte Futter gebe Kommando SUCH und halte ihn solange dort fest bis er alle Leckerchen gefunden hat. Anschließend zeige ich ihm den nächsten Futterbrocken im nachfolgenden ersten Tritt der Fährte. <br />
Findet der Hund etwas, wird er von mir auch mit lobenden Worten in seinem Tun bekräftigt. Das Lob sollte hierbei aber nicht zu überschwänglich ausfallen .Fährtenarbeit sollte von Ruhe und Konzentration geprägt sein, ansonsten wird ein triebstarker Hund leicht zu fahrig und schnell. <br />
Hat der Welpe das Futter gefressen zeige ich ihm den nächsten Schritt usw.   <br />
Wie schon gesagt, der Welpe sollte in den ersten Übungseinheiten lernen seinen Kopf in einer Pendelbewegung von einer Seite zur anderen in jeden Schritt des Hundeführers zu legen um dort seine Bestätigung auf zu sammeln. Der Kritiker wird sagen, dieses Verhalten hat noch nichts mit der eigentlichen Fährtenarbeit zu tun, der Hund sucht nicht er sammelt nur Leckerchen auf. Das ist auch zum Teil richtig. Ich setze hier auf die Macht der Gewohnheit. Ich möchte einen Hund haben der auch in der späteren Ausbildung ruhig und beständig sucht. Des Weiteren soll er bemüht sein jeden Fußabdruck des Fährtenlegers ab zu wittern. Er soll nicht rennen, nicht stöbern und er darf sich in keinem Fall ablenken lassen. Das Futter wird erst sehr viel später ganz langsam reduziert bzw. teilweise abgebaut. Auch der VPG 3 Hund bekommt auf Übungsfährten bei mir immer mal wieder ganz viel Futter und auf der nächsten Geraden dafür vielleicht überhaupt keines. Das Ergebnis ist ein ruhiger und langsam arbeitender Hund, mit einer hohen Erwartungshaltung,  der später auch keinen Winkel überläuft. Im Übrigen nimmt der Hund bei diesem Training sehr wohl auch den Bodengeruch war und orientiert sich beim weiteren Aufbau daran. <br />
Hat unser Welpe jeden Schritt unserer kleinen Fährte abgesucht und leergefressen kommt er schließlich beim ausgelegten Gegenstand an. Nimmt er ihn war, lege ich sofort Futter aus meiner Tasche darauf und lobe jetzt ausgiebig und heftig, wenn der Hund auf den Clicker konditioniert wurde kommt er hier natürlich auch zum Einsatz. Das Futter ist am Gegenstand ein anderes als auf der restlichen Fährte (vielleicht Käse oder Leberwurst aus einem Döschen). Der Gegenstand soll etwas ganz tolles sein, verweisen braucht der Hund ihn zunächst nicht (dazu später mehr), er soll sich nur freuen, dass er dieses komische Ding gefunden hat. Die Arbeit ist hier jetzt beendet und der Hund hat seine Sache toll gemacht, nun darf er auch springen und ein nachfolgendes Spiel mit seinem HF genießen. <br />
Ein positiver Abschluss der Übungsfährte ist hierbei sehr wichtig. Nach diesem Schema verfahre ich einige Wochen und baue sämtliche Körperhilfen langsam Schritt für Schritt ab. Erst wenn der Hund wirklich verlässlich und ohne meine Hilfe den Kopf in jeden Tritt des Fährtenlegers legt und alle Futterbrocken aufnimmt beginne ich langsam mit der Reduktion des Triebmittels (Futter). <br />
<br />
Hierzu werde ich dann zu einem späteren Zeitpunkt mehr berichten. <br />
<br />
Liebe Grüße <br />
Dagmar Bijou +Banzai]]></description><link><![CDATA[http://www.dogspot.de/benutzer/bijou/blog/aufbau-abt-a-faehrtenarbeit-fuer-vpg-und-fh/]]></link><guid>http://www.dogspot.de/benutzer/bijou/blog/aufbau-abt-a-faehrtenarbeit-fuer-vpg-und-fh/</guid><pubDate>Sat, 31 May 2008 11:06:18 +0200</pubDate></item><item><title>Clicker-Seminar</title><description><![CDATA[Hallo, <br />
mein Verein bietet ein ganz tolles Seminar zum Thema Hundeausbildung mit dem Clicker an. Die Seminar-Leiterin Uta Bindels ist eine der erfolgreichsten Hundeführer im Bereich VPG . Vielleicht hat ja der ein oder andere von Euch Interesse : <br />
<br />
Der GHSV-Ratheim plant ein<br />
<br />
Unterordnungs-Seminar mit Uta Bindels !<br />
<br />
Lernen am Erfolg, positiv verstärkt durch Clicker!<br />
<br />
am 13./14.09.08 im Vereinsheim an der Buscherbahn in Hückelhoven-Ratheim.<br />
(Nähe Mönchengladbach/Heinsberg/Erkelenz)<br />
<br />
Seminargebühr : mit Hund 75 ,- Euro (Teilnehmerzahl begrenzt) <br />
ohne Hund 65,- Euro. <br />
Ablauf : <br />
<br />
1. Seminartag:<br />
<br />
Theorie: Lerngesetze beim Hund, Konditionierungen, Timing<br />
Praxis: Konditionierung auf den Clicker am Bsp. einiger Hunde<br />
Theorie: ?Trockenclickern?<br />
Praxis: Kunststücke mit dem Clicker <br />
Theorie: Arbeiten an und mit der Futterhand<br />
Praxis: Fussarbeit<br />
Praxis: Positionen <br />
<br />
2. Seminartag:<br />
Theorie: Arbeiten mit Objekten <br />
Praxis: Apportieren <br />
Praxis: Voraus bzw. Arbeiten mit Targetstick<br />
<br />
(schriftliche Anmeldung erforderlich)<br />
<br />
Weitere Infos und Anmeldung bei : <br />
<br />
Dagmar Lücke (Bijou)<br />
Stülpend 14<br />
41812 Erkelenz <br />
Tel : 02431/944999 E-Mail : maliattack@aol.com]]></description><link><![CDATA[http://www.dogspot.de/benutzer/bijou/blog/clicker-seminar/]]></link><guid>http://www.dogspot.de/benutzer/bijou/blog/clicker-seminar/</guid><pubDate>Mon, 26 May 2008 14:19:38 +0200</pubDate></item><item><title>Bestimmung des richtigen Deckzeitpunktes</title><description><![CDATA[Erfahrungsbericht zum Thema Deckzeitpunktbestimmung bei der Hündin. <br />
<br />
Die Hochbrunst fällt stets mit der Ovulation , der Abgabe befruchtungsfähiger Eier aus dem Eierstock der Hündin in den Eileiter zeitlich zusammen. Bei den meisten Hündinnen setzt die Hochbrunst etwa zwischen dem 10. und dem 13. Tag nach Beginn der Blutung ein, dieser Zeitpunkt variiert von Hündin zu Hündin. Meine Hündin ist übrigens erst ab dem 16. Tag empfängnisbereit! Die paarungsbereite Hündin zeigt eine deutlich erkennbare abgewinkelte Rutenhaltung und lässt den Deckrüden bereitwillig aufspringen. Dieses Verhalten zeigt sie allerdings ausschließlich in der Hochbrunst. Auch ein erfahrener Deckrüde springt nur zum richtigen Zeitpunkt auf. <br />
<br />
Das teilerektierte Glied wird in die Scheide der Hündin eingeführt. Unter mehreren, kurzzeitig hintereinander folgenden, kräftigen Stoßbewegungen des Rüden kommt es zur vollständigen Erektion, das heißt zum Anschwellen des Penisknollen. In dieser Phase wird ausschließlich Vorsekret abgesetzt. Erst die maximale Erektion bringt die Genitalverankerung von Rüden mit Hündin (Hängen). Die Koppelung der Hunde verhindert einen Rückfluss der folgenden Ejakulate. (Dauer des Hängens zwischen 5 und 40 Minuten). Hat der Rüde den Penis voll eingeführt, hört er mit dem Stoßen auf, erst dann wird das Hauptsekret, reich an Spermien, ausgestoßen. Im weiteren Verlauf des Hängens kommt es zu einem dritten Ejakulat, dem Nachsekret, welches spermienfrei ist. Seine Aufgabe ist es die zweite Ausschüttung sozusagen in die Hündin hineinzuspülen. Das kleine Volumen des zweiten Ejakulats reicht in der Regel nicht aus um aus eigener Bewegung tief genug in die Hündin vorzudringen. <br />
<br />
Die eigentliche Befruchtung findet in den Eileitern statt. Bereits nach 25 Sekunden treffen die ersten Samenzellen in der Eileitermündung ein. Aus der Vereinigung von Eizelle mit Samenzelle entsteht ein Zygote in der die Erbanlagen beider Elterntiere zu gleichen Teilen vereinigt werden. Durch Zellteilung entsteht die eigentliche Keimblase. In einem Zeitraum von etwa 8 Tagen wandert diese durch den Eileiter zur Gebärmutter. Etwa am 18. Tag nach der Befruchtung nistet sich die Frucht in der Gebärmutterschleimhaut ein. <br />
<br />
Die Tragezeit dauert etwa 63 Tage.  Ab der 3. Woche kann man einen leichten Scheidenausfluss feststellen. Er zeigt sich zähflüssig und glasig und hält über den gesamten Zeitraum der Trächtigkeit an. Die Hündin hat jetzt meist ein hohes Schlafbedürfnis und wird ruhiger. Einige Hündinnen haben jetzt vermehrt Brechreiz andere steigern enorm ihre Fressgier. Ab der 4. Woche lassen sich bei großen Würfen Anfangsrundungen erahnen. Spätestens ab der 5. Woche wird auch das Gesäuge mehr durchblutet und tritt nun hervor. Von der 8. Woche an sind tatsächlich bei ruhigem Handauflegen und viel Geduld auch zuckende Bewegungen der Welpen spürbar!<br />
<br />
Pleiten, Pech und Pannen<br />
<br />
Das liest sich alles so schön ,aber in der Praxis läuft eben doch meist alles anders als geplant. Bei unserem A-Wurf zum Beispiel wurde Bijou erst mit dem 21. Tag nach Beginn der Blutung gedeckt! Die Hündin hat die ganze Zeit über durchweg geblutet. Die Vulva schwoll nur wenig bis gar nicht an, sodass hier über den Deckzeitpunkt kein Urteil gebildet werden konnte. Auch das charakteristische Rutenwegdrehen und das Hochziehen der Vulva gaben keinen treffsicheren Anhaltspunkt, denn Bijou meinte jeden Tag deckbereit zu sein. Der anscheinend sehr talentierte Tierarzt schickte uns zu allem Überfluss nach einigen, für die Hündin sehr unangenehmen Scheidenabstrichen einfach am 12. Tag zum Deckrüden und meinte die Hündin müsste nun soweit sein. War natürlich nicht so!Alle gehören "Expertenmeinungen" halfen uns nicht weiter. Schlussendlich sind wir dann jeden Tag zum Rüden gefahren weil dieser es besser wusste und siehe da, am 21. Tag wurde sie dann erfolgreich gedeckt. 9 Welpen gingen nachweislich aus diesem Deckakt hervor obgleich keiner mehr daran geglaubt hat. Beim geplanten B-Wurf haben wir uns einen anderen TA gesucht . Da der Anfahrtsweg doch recht weit war, wollten wir zumindest den besten Deckzeitpunkt etwas eingrenzen.  Am 10. Tag nach Beginn der Blutung wurde ein Abstrich vorgenommen, am 12. und 15. Tag wurde zusätzlich noch ein Progesterontest durchgeführt. Uns wurde gesagt der beste Zeitpunkt sollte nun zwischen dem 16. und 18. Tag liegen. Am 16. Tag fuhren wir los und am selben Tag wurde Bijou auch gedeckt. Wir denken erfolgreich, denn das Bäuchlein rundet sich! (5 Welpen kamen zur Welt)<br />
<br />
Hier zeigt sich, nicht jeder "Experte" weis alles, nicht jeder Tierarzt hat für solche Untersuchungen Talent und nicht jede Hündin hat zwischen dem 10. und 13. Tag ihren Eisprung! Die Abläufe innerhalb der Hitze können grundsätzlich sehr verschieden sein. Von Tier zu Tier und von Zyklus zu Zyklus wandelt die Natur die Abläufe nach ihren eigenen Regeln. Wenn Euch also mal so etwas passiert nicht die Nerven verlieren, alle sog. Experten ignorieren und einfach weiter versuchen! Die Natur findet immer ihren Weg!]]></description><link><![CDATA[http://www.dogspot.de/benutzer/bijou/blog/bestimmung-des-richtigen-deckzeitpunktes/]]></link><guid>http://www.dogspot.de/benutzer/bijou/blog/bestimmung-des-richtigen-deckzeitpunktes/</guid><pubDate>Fri, 28 Mar 2008 13:04:07 +0100</pubDate></item><item><title>Apport mit dem Clicker</title><description><![CDATA[Auszug aus einem Erfahrungsbericht bei der Ausbildung der Übung Bringen auf ebener Erde. (mehr auf www.maliattack.de)<br />
<br />
Erste Schritte zum Apport<br />
  <br />
Ein großes Projekt in der Abteilung B ist der Apport. Ehrlich gesagt habe ich das Apportieren noch nie mit dem Clicker aufgebaut, aber nun möchte ich es gerne versuchen. Da Alice ein eher ruhiger Vertreter ist, denke ich es kann auch nicht schaden jetzt (Alice ist 4 Monate) schon damit an zu fangen. Versuch macht klug! Wie bei allen Übungen mit Welpen soll hier das ruhige halten des Holzes absolut ohne Druck einstudiert werden. Zunächst halte ich dem Hund ein in der Größe angepasstes Bringholz vor die Nase und warte ab was passiert. Greift er danach, reagiere ich sofort mit Click und Futter. Nach einigen Übungseinheiten wird der Welpe verlässlich nach dem Holz fassen um an sein Futter zu gelangen. Nun gehen wir zum nächsten Schritt, dem Halten des Apportierholzes. Der Click kommt jetzt einfach etwas später, also erst wenn der Hund das Holz für einige Sekunden im Fang gehalten  hat. Nach dem Click wird der Hund das Holz fallen lassen. Keine Panik! Das ist kein Problem, nach dem Click ist die Übung beendet, er braucht das Holz jetzt nicht mehr halten und erwartet seine Belohnung. Im Gegensatz zu vielen anderen Methoden , die meistens auf das Lernen durch vermeiden basieren , macht das an dieser Stelle überhaupt nichts  und ist völlig normal. Die Zeit bis zum Click,  wird einfach langsam immer etwas mehr hinausgezögert. Später achten wir darauf, erst dann zu clicken wenn das Holz auch ruhig im Fang gehalten wird, ein Knautschen ist mir aber bisher nicht aufgefallen. Da bei dieser Art des Apportierens keinerlei Trieb auf das Holz entsteht, sondern das Triebziel beim Hundeführer bleibt, kommt dieses Fehlverhalten wohl nicht zum tragen. <br />
<br />
Selbständiges Aufnehmen<br />
<br />
Bisher hat Alice in Einzelschritten gelernt, nach dem Holz in meiner Hand zu fassen und danach es ruhig für einige Sekunden zu halten. Dieser Schritt klappt nun reibungslos auch in fremder Umgebung. Nun soll sie lernen, das Holz selbst auf zu heben. Wir möchten diese neue Übung wieder in kleinen Schritten vorbereiten um den noch sehr jungen Hund nicht zu überfordern und seine Freude an der Arbeit zu erhalten. Also lege ich das Holz auf einen erhöhten Punkt, möglichst in Augenhöhe des Hundes (hier eine Bank). Da das Aufnehmen für den Hund doch eine sehr knifflige Angelegenheit sein kann, halte ich das Holz erst einmal an einem Ende fest, damit Alice den Steg besser greifen kann. Es liegt jetzt etwas schräg und kann so leichter aufgenommen werden.  Zunächst ist der Hund meist etwas verunsichert, weil ihm das Holz nicht mehr direkt angeboten wird. Jede Bewegung des Hundes in Richtung Holz wird dann von mir mit einem Wort für "Du bist auf dem richtigen Weg Deine Belohnung zu bekommen" in dem Falle GUT,  bestätigt. Dieses dem Hund bekannte Hörzeichen signalisiert "Prima, Weiter so!" und beugt einer zu schnellen Frustration beim einstudieren neuer Übungen vor. Natürlich kennt Alice dieses Wort schon aus anderen Übungen. Ich benutze es gern um die Zeit bis zum Click etwas hinaus zu zögern. (Z. B. beim Entfernen des Hundeführers vom abliegenden Hund usw.) Greift der Hund deutlich nach dem Holz wird sofort geclickt! In weiteren Übungseinheiten wird die Zeit bis zum Click immer weiter hinaus gezögert. Wir warten dann bis der Hund das Holz wirklich im Fang hat und nach weiteren Übungsstunden wird erst geclickt wenn der Hund das Holz einige Sekunden festgehalten hat. Der nächste Schritt wäre dann, das wir das Holz nicht mehr schräg halten sondern einfach auf die Bank legen. Wenn auch diese Hürde genommen ist, werden wir dazu über gehen den Hund das Holz vom Boden aufnehmen zu lassen. Aber bis dahin dauert es noch etwas. <br />
<br />
Aufmahme des Holzes vom Boden    <br />
<br />
OK, nun ist Alice schon 6 Monate alt. Bisher haben wir trainiert das Apportierholz von einem erhöhten Punkt aus auf zu nehmen, damit der Hund in seiner Augenhöhe arbeiten konnte und es ihm so leichter viel die Übung zu begreifen. Zunächst erfolgte der Click sofort nach Aufnahme des Holzes, wenig später erweiterten wir diese Übung dann auf das Festhalten und Warten einiger Sekunden bis zum Click. Nun beginnen wir das Aufnehmen vom Boden. Das Kommando BRING hat der Hund ja nun schon einige Male beim Aufnehmen des Holzes gehört und mit dem gewünschten Verhalten verknüpft, es sollte also nun ein Leichtes sein das Holz auch vom Boden aus auf zu nehmen. Hierzu wird der Apportiergegenstand einfach vor dem Hund abgelegt. Ich mache den Hund mit Kommando BRING und ggf. mit einem Sichtzeichen auf das Holz aufmerksam und warte ab was passiert. Wenn Alice sich in Richtung Holz orientiert oder sogar danach greift, bestätige ich das mit einem freundlichen GUT damit sie genau weis , sie ist im Begriff das Richtige zu tun. Sofort nach der Aufnahme erfolgt der Click und beendet die Übung. Nach einigen Übungseinheiten wird dann die Zeit bis zum Click solange erweitert bis die Hündin in der Lage ist, selbstständig das Holz auf zu nehmen und einige Sekunden fest zu halten. <br />
Wenn auch hier das gewünschte Verhalten von Aufnahme und ruhigem Haltens für einige Sekunden erreicht ist, können wir bald schon zum nächsten Schritt übergehen. Der Hund soll sich nun einige Schritte in Richtung Hundeführer bewegen und dabei das Holz ruhig im Fang behalten. Hierzu wird das Holz zwischen Hund und Hundeführer abgelegt. Auf Kommando BRING nimmt der Hund es auf, gleich nach der Aufnahme entfernt sich der Hundeführer einige Schritte rückwärts, weg vom Hund. Nun wird das Kommando HIER gegeben und der Hundeführer lockt den Hund mit Sichtzeichen zu sich heran. Macht der Hund nur einen Schritt in Richtung HF , mit dem Holz im Fang wird sofort geclickt! Lässt er es vorher fallen wird die Übung mit einem NEIN oder FALSCH abgebrochen und es erfolgt keine Belohnung. Die Übung wird einfach neu begonnen. Langsam kann nun die Zeit bis zum Click wieder erweitert werden, erst wird schon der eine Schritt belohnt, nach und nach werden es dann mehrere, bis der Hund irgendwann mit dem Holz beim HF sogar in ein Vorsitz gebracht werden kann. <br />
<br />
Es ist bei diesem Übungsaufbau darauf zu achten, die einzelnen Schritte nicht in einem zu kurzem Zeitraum ab zu verlangen. Zu leicht wird der Hund frustriert und hat keine Lust mehr zu arbeiten, weil er einen Teilschritt nicht richtig verknüpft hat und so nur selten zu einer Belohnung kommt. Ein einstudierter Teilbereich sollte absolut routiniert ablaufen bevor man den nächsten beginnt. Nur so funktioniert die Arbeit mit dem Clicker. Auch empfiehlt es sich, alle Übungen zunächst in gewohnter Umgebung zu trainieren. Klappt es hier sicher, kann man langsam auch an anderen Orten üben. Ab und zu muss man dann auch mal Abstriche machen und wieder einen Schritt zurück gehen. <br />
<br />
Es sei hier nochmals darauf hingewiesen, das es völlig normal ist, wenn der Hund das Holz nach dem Click fallen lässt. Alle Übungen werden  sofort und selbstständig nach dem Click beendet. Der Click ist und bleibt eine Garantie für die Belohnung, da zuvor gewünschtes Verhalten gezeigt wurde. Macht der Hund einen Fehler und führt die Übung nicht richtig zu Ende, erfolgt keinerlei Strafe. Statt dessen bleibt die Belohnung aus und man beginnt die Übung von Neuem. Der Hund soll sich selbst, aus eigenem Antrieb für den richtigen Weg entscheiden. Das Ergebnis dieser Arbeit sollte ein freudiger und mit denkender Vierbeiner sein, der immer bestrebt ist das Richtige zu tun.<br />
<br />
Bringen des Holzes zum Hundeführer<br />
   <br />
Im letzten Teilschritt erlernte Alice das Aufnehmen des Apportierholzes vom Boden und bewegte sich schon einige Schritte in Richtung Hundeführer ohne das Holz fallen zu lassen. Zeit für den nächsten Abschnitt im Apport. Jetzt geht es daran alles etwas schneller und triebvoller zu gestalten und das Vorsitzen mit dem Holz möchten wir auch langsam einbauen. Hierzu wird der Hund ins SITZ gebracht, langsam entfernt sich  der Hundeführer mit dem Holz in der Hand und versucht durch Körperhaltung und Mimik eine gewisse Spannung auf zu bauen. Das Bringholz wird zwischen Hundeführer und dem gespannt wartenden Hund abgelegt, dann wird die Übung mit dem Kommando BRING freigegeben. Alice staut durch die Tatsache, dass sie jetzt auf das Kommando warten muss bevor es los geht, Trieb auf und spurtet so sehr rasch zum Holz. Die Position des Hundeführers direkt hinter dem Holz macht es der Hündin leichter schnell zu ihrem Triebziel zu gelangen, da keinerlei Richtungswechsel erforderlich wird. Zunächst wurde die Übung hier nach dem Aufnehmen, danach nach einigen Schritten Richtung Hundeführer durch einen CLICK beendet. Nun bauen wir aber schon das Vorsitz ein, welches dem Hund ja ohne das Holz bereits bekannt war. Erst genügen schon einige Sekundenbruchteile des ruhigen Vorsitzens, dann wird die Zeit bis zum CLICK immer weiter hinausgezögert. Nach dem CLICK lässt Alice das Holz fallen und erhält Futter für ihre Arbeit. <br />
<br />
Nach und nach wird die Übung immer sicherer, schneller und sehr triebvoll ausgeführt. Ein Knautschen des Holzes ist uns bisher nicht aufgefallen.   Wir denken mit dieser Art der Ausbildung einen guten Weg zum sicheren Apport gefunden zu haben. Nach einigen Übungsstunden werden wir dazu übergehen das Holz zu werfen wie es in der PO verlangt wird und auch das abgeben nach Hörzeichen AUS wird eingebaut. Durch variable Bestätigung erhoffen wir uns dann, Grundschnelligkeit und Arbeitsfreude zu erhalten und zu fördern.]]></description><link><![CDATA[http://www.dogspot.de/benutzer/bijou/blog/apport-mit-dem-clicker/]]></link><guid>http://www.dogspot.de/benutzer/bijou/blog/apport-mit-dem-clicker/</guid><pubDate>Fri, 28 Mar 2008 08:31:11 +0100</pubDate></item><item><title>Einstudieren der &#xDC;bung AUS</title><description><![CDATA[Hier mal ein paar Gedanken eines Schutzhundlers zur Übung AUS.<br />
(mehr auf : www.maliattack.de)<br />
<br />
Immer wieder sieht man auf den Hundeplätzen Leute die mit ihren Hunden um Beißwurst oder Ball regelrecht kämpfen müssen. Eine Bestätigung mit Beute ist für diese Teams nur schwer möglich und endet meistens mit Machtkämpfen und viel Stress für beide Parteien. Somit wird der gewünscht positive Effekt schnell gelöscht und es entstehen nur all zu leicht Vertrauensbrüche die für die gesamte Zusammenarbeit von Hund und Hundeführer schadhaft sind.  Meine Hunde lernen deshalb schon im Welpenalter, dass das Abgeben der Beute auf Kommando kein Weltuntergang sein muss, sondern sogar Spaß macht. <br />
<br />
Beutetausch <br />
<br />
Eine sehr schöne Variante um das Zurückbringen und Ablassen der Beute zu fördern, ist das Spiel mit zwei gleichen Bringseln. Der Hund wird auf die eine Beißrolle oder der Gleichen aufmerksam gemacht, dann wird diese geworfen. Der Hund darf die Rolle holen. Gleichzeitig nimmt der Hundeführer die zweite Beute und beschäftigt sich auffällig und lautstark damit. Ziel ist, dass der Hund mit der ersten Beute im Fang zum Hundeführer läuft, um nun auch die zweite zu bekommen. Kommt er beim HF an wird er mit dem zweiten Motivationsobjekt solange gereizt bis er den Fang öffnet und die vorhandene Beute fallen lässt, sofort danach muss der zweite Gegenstand vom HF geworfen werden damit der Hund sich seine Belohnung für den Beutetausch holen kann. Dieser Vorgang wird dann einige Male wiederholt. Bald wird der Hund seine Beute schon im Laufen zum HF von ganz allein fallen lassen um das zweite Bringsel zu bekommen. <br />
<br />
Aus und Trieb<br />
<br />
Meine Hunde lernen sehr verschiedene Arten mit mir zu spielen und auch sich von der Beute zu trennen. Ich finde es  wichtig, dass schon der Welpe in der Lage ist mir eine Beißrolle zu bringen und mit mir darum zu kämpfen. Alice hat gelernt, dass zum Hundeführer laufen auf jeden Fall mehr Spaß macht als sich allein zu beschäftigen, weil ich sie einfach nicht beachte wenn sie nicht zurück kommt. Eine gespannte Körperhaltung und Rückwärtsbewegung vom HF, veranlasst die meisten Hunde zu ihm zu laufen. Wenn der Welpe lernt immer als Gewinner aus dem Zerrspiel mit seiner Bezugsperson hervor zu gehen, wird er dies mit Freude und ohne Einwirkung von Zwang tun. Das Kommando Aus gebe ich ab und zu auch in Ruhephasen nach dem "Gewinnen" des Hundes. Hierzu halte ich eine Hand unter dem Hals des Welpen und streichle ihn zunächst lobend über den Rücken. Dann wird ruhig das Kommando AUS gegeben und sofort nach dem Ablassen beginnt das Spiel mit viel Aktion und Trieb von Neuem. Vielleicht muss man zu Beginn ein wenig den Fang öffnen damit der Hund die Beute fallen lässt, aber nach einigen Übungen trennt der Hund von ganz allein beim Kommando, damit das Spiel weitergeht. <br />
<br />
Aus gegen Futter <br />
<br />
Eine weitere Variante um dem Hund das AUS verständlich zu machen ist das Tauschen gegen Futter. Hierzu wird dem Junghund der eine Beute im Fang hält,  ein schmackhafter Brocken Futter angeboten. Der Hundeführer kann auch mit dem Futter spielen um den Hund dafür zu interessieren. Meistens reicht es das Leckerlie dicht vor seine Nase zu halten und der Fang öffnet sich von ganz allein. Wichtig auch hierbei; nicht immer sofort die Beute wegnehmen und das Spiel beenden. Ein weiteres spannend gestaltetes Beutespiel sollte nun folgen, damit der Hund auch weiterhin das Vertrauen zu seinem Teampartner behält. <br />
<br />
Alle diese Variationen sind sinnvoll  und sollten abwechselnd einstudiert und praktiziert werden. Ein AUS durch Zwang ist im Normalfall nicht notwendig wenn der Hund versteht, dass er seine Beute wieder bekommt, sobald er sie losgelassen hat, auch in der Ausbildung zum Schutzhund.]]></description><link><![CDATA[http://www.dogspot.de/benutzer/bijou/blog/einstudieren-der-uebung-aus/]]></link><guid>http://www.dogspot.de/benutzer/bijou/blog/einstudieren-der-uebung-aus/</guid><pubDate>Fri, 28 Mar 2008 08:17:38 +0100</pubDate></item></channel></rss>

