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Knoblauch gegen Zecken ?

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Eintrag vom 04.04.2011

Sicherlich eines der Topthemen zum Diskutieren ist die Frage, ob Knoblauch gegen Zecken vorbeugend hilft oder ob es gesundheitsschädlich ist.

Ich versuche mal die verschiedenen Aspekte zusammenzufassen.

1. Warum und wie hält der Verzehr von Knoblauch Zecken fern?

Es gibt Studien über die Wirkung von Knoblauch zur Zeckenabwehr beim Menschen und hier hat sich die Wirkung als nicht zuverlässig genug herausgestellt, die Testperson hatten nur weniger Zecken als die Placebogruppe waren aber eben nicht Zeckenfrei. Da der Biss einer einzelnen Zecken reicht um sich mit schweren Krankheiten anzustecken, wird dies als ein nicht ausreichender Schutz beim Menschen angesehen.
Es gibt keine Studien über die Wirkung bei Hunden.
Zecken werden zum Teil von bestimmten Gerüchen abgehalten, der Geruch eines Menschens verbreitet sich über seine Poren und ein Hund hat diese nicht, abgesehen von einigen wenigen an den Ballen. Deshalb hecheln Hunde auch und können nicht schwitzen. Ein Hund kann also eigentlich nur aus dem Maul und um die Pfoten herum nach Knoblauch riechen.

2. Wie wirkt Knoblauch im Hund?

Knoblauch enthält N-Propyldisulfid, dies führt zur Bildung so genannter Heinz-Körper, die zum Aufplatzen der Blutzellen führen. Die roten Blutkörperchen werden zerstört und dies führt zu lebensgefährlicher Anämie.

Es gibt eine Angabe darüber, ab welcher Menge Knoblauch toxisch ist. Diese liegt bei 5g/kg Körpergewicht während 7 Tagen. Dies sind relative viele Knoblauchzehen bei einem mittelgroßen Hund.

3. Ist ein wenig Knoblauch auch schädlich?

Hier liegt für mich der größte Irrglaube in der Diskussion über das Verfüttern von Knoblauch, denn es führt im Hundekörper immer zur Zerstörung von roten Blutkörperchen. Die unter 2 beschriebene Wirkung findet auch bei einer nicht toxischen Menge statt nur hat man dann einfach noch keine Symptome einer Anämie.
Bei Pferden, bei denen Knoblauch dieselbe Wirkung hat wie bei Hunden, haben kanadischen Wissenschaftler der Universität Guelph im Jahr 2005 ein Experiment durchgeführt. Sie verfütterten 71 Tage lang 0,2 g Knoblauch pro kg/Körpergewicht was bereits zur Anämie führte. Die geringe Menge reicht deshalb aus, weil die Blutkörperchen nicht wie bei einer toxischen Dosis alle auf einmal zerstört werden sondern eben jeden Tage einige wenige. So schnell werden die vom Körper aber eben gar nicht ersetzt. Bei den Pferden dauerte es nach dem Absetzen des Knoblauchs 5 Wochen, bis das Blutbild wieder normal war.

4. Zusammefassung

Bei Menschen wirkt Knoblauch durchaus, aber nicht verlässlich genug um Schutz zu bieten.
Dieser Teilschutz beim Menschen ist vorhanden, weil er durch seine Poren nach Knoblauch riecht und solche Poren hat der Hund einfach nicht.
Knoblauch kann bei Überdosierung und auch bei regelmäßiger Gabe von kleinen Mengen zur Anämie führen.

Ich verstehe durchaus, das man als Hundehalter möglichst keine Chemie benutzen möchte um den Hund Zeckenfrei zu halten ? Zeckenfrei sollte auch das Ziel sein und nicht nur weniger Zecken ? aber Knoblauch halte ich persönlich nicht für das Mittel der Wahl.


Sandra Wenzel Servicefordogs April 2011

Kommentare als RSS-Feed abonnieren 7 Kommentare

katzefrendPremium
03.06.2011 18:29 Uhr
Also ich bin äaserst skeptisch was die Wirkung von Knoblauch zur Zeckenbekämpfung anbetrifft.Sicher wäre mir was natürliches auch lieber, aber nach einigen Versuchen mit natürlichen Mitteln habe ich es aufgegeben. Meine Hündin hat so viel Fell(Unterwolle) das wir nicht mehr klar gekommen sind. Nun wird ein Spot-On benutzt. Trotz allem hat sie immer noch etliche. Das Problem ist, das sie versucht die lästigen Viecher wegzubekommen, und dabei schon zum zweiten Male der Kopf drinbleibt. Das ist blöde und ich weiss nicht was ich dann machen soll. Könnt ihr mir raten??
L.G.Irene
Walburga
05.06.2011 12:41 Uhr
Knoblauch ist für Hunde schädlich. Ich fragte meinen Tierarzt, ob ich Knoblauch zur Abwehr von Zecken geben kann, und er sagte, das Knoblauch Gift für Hunde sei. Also kaufe lieber ein ordentliches Mittel. Gruss Walburga
maira
30.06.2011 06:59 Uhr
Ok, alles ist schädlich für Hund und Katze. Was soll man denn jetzt tun? Diese ganzen Spot-Ons können ja auch nicht das Highlight sein, oder? Teilweise helfen sie dann doch nicht und ich darf meinen Hund danach nicht anfassen!!!? Warum?? Weil das Zeug hoch giftig ist! Und das soll ich meinem Hund ins Fell schmieren? Wie giftig ist es dann für meinen Hund? Wenn ihr mehr über Zecken und Borriliose Wissen möchtet schaut mal auf www.zentrum-der-Gesundheit.de nach, dort gibt es eine Suchmaske dort Zecken oder Borriliose eingeben und mal ganz gemütlich durchlesen. Ihr werdet euch wundern. lg maira
Drei-Scheiben-WurstPremium
26.08.2011 10:37 Uhr
nun vielleicht gibt es nicht nur "das mittel"...
ich selber untersuche meinen hund gleich nach einem spaziergang nach zecken ab.
das hat den vorteil da zum einen die zecken wegkommen die noch nicht gebissen haben und zum anderen genießt es mein vierbeiner und kann somit gleich die bindung festigen und gewöhnt sich auch daran überall untersucht zu werden...
lg wasko + nox
teamplayerhund
16.11.2011 18:30 Uhr
Hallo zusammen,

ganz aktuell wird dringend davor gewarnt, Knoblauch zu verfüttern. Dies wegen der darin enthaltenen Gifte.

Das Mittel der Wahl dürften heute wohl SpotOn´s sein.
teamplayerhund
16.11.2011 18:32 Uhr
Übrigens, die geringe Menge an Gift in so einem SpotOn steht in keinem Verhältnis zu der Menge an Gift die Ihr dem Hund zuführen müsst, wenn er befallen ist.
Butterblume16
06.01.2012 19:53 Uhr
Nabend,
da kann ich mich nur teamplayerhund anschließen, finger weg vom Koblauch bei Hunden ...Verwendet den Knoblauch lieber in einer lecker Pasta

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