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Artus ist eingezogen - Teil 2

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Eintrag vom 28.02.2014

Im Hundehaus war nun noch eine Mitarbeiterin hinzugekommen. Sie riet uns von vornherein ab, die Hündin zu nehmen.

Beagle sind Meutehunde, denen das Bellen eingezüchtet wurde und absolut nicht für Anfänger geeignet. Da hatte der Mitarbeiter von vorher aber anders geredet, sagte wir, doch dieser stritt das ab. Wir wollten aber einen Hund und legten es nun nich auf diese Richtigkeit an. Wenn wir uns jetzt stritten, würde wir am Ende wohl gar keinen Hund bekommen.

Wir redeten mit der sehr freundlichen und kompetenten Frau und sie fragte, ob wir und den Terrier-Mix nicht doch anschauen wollten. ich sah meine Eltern fragend an. Ich hätte ihn vorhin schon angesehen. Die Beaglehündin habe ich nur holen lasse, weil meine Mama Beagle liebt und Terrier nicht abkann. Nun tat sie so, als hätte sie nichts dazu zu sagen und so holte die Mitarbeiterin der Terrier.

Als sie mit dem kleinen Kerlchen durch die Tür kam, war es als würde die Sonne plötzlich im Raum scheinen. Es war Liebe auf den ersten Blick und ich strahlte wie ein Honigkuchenpferd. Das war mein Hund! Sie hatten gesagt, de rkleine sei ängstlich, doch offenbar lag das an den anderen Hunden, die immerzu bellten. Bei uns im Raum, war er total freundlich und offen und leckte alle ab.

Wir erfuhren, dass der kleine Kerl nicht stubenrein war und auch sonst keinerlei Erziehung genossen hatte. Doch mir war das egal. Ich hatte nur Augen für Artus, der offiziell Atos heißt.

Ich Unterschrieb hundert tausend Unterlagen und dann gingen wir zur Info. Geld bezahlt und den kleinen Kerl nach Hause gebracht. Wir fuhren Auto. Wir erwarteten einen kleine bellenden, verängstigten Welpen. Und wurden von einem ruhigen, freundlich-aufgergten Kuschelwelpen überrascht, der brav auf seinem Platz saß. Unterwegs hielten wir noch bei Fressnapf. Während meine Eltern Körbchen, Leine und co. besorgten, ging ich mit Artus auf dem Parkplatz spazieren. Doch er wollte/konnte nicht Pipi machen und so stiegen wir wieder ins AUto und fuhren nach Hause.

Dort warteten unsere Katzen Rosi und Lotti auf den Schreck ihres Lebens. Meine Mutter gab ihnen klugerweise noch was zu fressen, bevor ich mit Artus rein kommen sollte. So hatten die beiden den Rücken der Haustür zu gewandt. Sie bemerkten gar nicht, wir ich mit Artus rein kam. Mit etwas Sicherheitsabstand, setzte ich mich auf den Boden und hielt Artus bei mir. Irgendwann musste Lottis Blick, doch zu uns rüber geschweift sein. Denn plötzlich gab es eine Geräuschkulisse ohnegleichen. Sie machte eine Kehrtwende und sprang gegen Rosi, dann gegen den Schrank im Flur und sauste schlielich die Treppe hoch. Als sie losgesprungen war, hatte sie die Fressunterlage weggeschoben, sodass der Metallnapf klappernd aus der Fassung gesprungen war. Rosi war zum einen von diesem Geräusch, zum anderen von Lottis Zusammenstoß so erschrocken, dass sie böse gefaucht hatte. Dann erblickte sie Artus und versteinerte. Mit aufgestelltem Fell sah sie doppelt so groß aus wie sonst. Schließlich zog sie sich knurrend zurück.
Artus hatte die ganze Situation erstaunlich entspannt, jedoch nicht ohne das nötige Interesse verfolgt. Nachdem die Katzen weg waren, hatte er jedoch nur eines im Sinne: Ihre Näpfe klinisch rein auszulecken!

Wir beschlossen, ihm eine Handvoll Futter zu geben. Im Tierheim wurde uns gesagt, was seine reguläre Portion wäre (man forme eine Schale aus seinen Händen und fülle sie mit etwas Trockenfutter) und dass er heute sicherlich nur die Hälfte fressen würde. Wir gabe ihm also die Hälfte. Doch nach einer halben Stunden Katzennäpfe lecken, eigenen Napf lecken und Futterbetteln gaben wir ihm die zweite Hälfte, die er in nicht mal 30 Sekunden verputzt hatte. So viel also zu diesem Thema.

Er bekam einen Seliknoten und eine Schweinehautrolle und dann legte er sich mit seinen neuen Spielzeugen ins Körbchen. Glücklich kaute er darauf herum.

Am nächsten Tag (Sonntag) kam er gleich mit zum Pferd. Romeo ist ja total cool was Hunde angeht. Er findet sie super spannend. Artus fand Romeo ganz schön groß. Er kamm ständig zu mir, stellte dann aber fest, dass Romeo auch da war und sprang wieder weg. Mein Papa führte Artus, ich Romeo und so machten wir einen schönen Sonntagsspaziergang durchs Dorf.

Sonntagabend begann Artus dann zu bellen. Wenn wir mit ihm aus dem Haus gingen bellte er, wir vom Grundstück gingen bellte er, wenn wir anderen Hunden begegneten bellte er und wann immer wir uns auf den nach Hause weg machten, zog er als würde er von Monstern gejagt.
Am Dienstag wollte meine Mutter zum Tierheim fahren, um die Unterlagen für Artus zu holen und die Probezeit zu beenden. Doch das ständige Bellen ließ uns zweifeln. War Artus die richtige Entscheidung? War er doch zu unerzogen? Hatten wir uns mit ihm übernommen?
Wir überlegten hin und her. Montagabend war ich kurz davor mein Einverständnis zu geben, ihn wieder zurück zu bringen. Dienstagfrüh redete ich nochmal mit meiner Mutter. Ich sagte ja zum zurückbringen. Auch wenn es mit in der Seele wehtat. Bevor ich zur Arbeit fuhr verabschiedete ich mich nochmal ganz doll von Artus und dachte, ich würde ihn nun nie wieder sehen.

Auf Arbeit erhielt ich dann eine SMS von meiner Mutter, die mit einer Kollegin geredet hatte. Diese hatte ihr Mut gemacht. Auslöser für das Gespräch, war eine winzige Beobachtung von meiner Mutter. Sie war mit Artus noch mal raus gegangen und als sie am Grundstück entlang lief bellte er Richtung andere Straßenseite und was war da? Gelbe Müllsäcke,, die der Nachbar vors Grundstück gestellt hatte! War es nur Angst? Wollte er alles wegbellen?
Die Kollegin bestätigte das. Sie hatte den gleichen Fehler mit ihrem Hund gemacht. Sie wollte vorbildlich sein und sind eine Woche nach der Ankunft ihres Hundes zur Hundeschule gegangen. Der Hund war total überfordert. So wie Artus. Meine Mutter fragte im Tierheim nach, ob man die Probezeit verlängern könnte.
Do die verneinten, das Artus noch ein Welpe ist und dafür gäbe es ja Hundetrainer. Hin und her überlegt und schließlich beschlossen: Artus darf doch bleiben.
Meine Mutter kam zu mir auf Arbeit. Ich musste eine Vollmacht schreiben, dass sie den Hund doch nicht zurückbringen sondern behalten durfte.

Am Nachmittag war ich dann überglücklich. Ich hatte endlich meinen eigenen Hund! Ich nahm mir für den Rest der Woche Urlaub.

Fortsetzung folgt im nächsten Blogeintrag!

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