Mörfi

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Die Krankheiten des Huskys

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Eintrag vom 19.10.2008

Jeder gewissenhafte Hundehalter und Züchter wird auf das Wohlergehen seines Hundes achten und jede Veränderung im Verhalten oder Abnormitäten sogleich feststellen. Das frühzeitige Erkennen einer Erkrankung ist wichtiges Kriterium für eine erfolgreiche Therapie. Normalerweise wird davon ausgegangen, dass zum gesunden Hund eine feuchte Nase gehört. In den allermeisten Fällen ist das auch so. Umgekehrt findet man aber auch kerngesunde Hunde mit einer ständig trockenen Nase.

Sicher ist dies nicht die Regel und hier kommt es auf das erfahrene Auge des Hundehalters an.Erhöhte Temperatur hingegen ist immer ein Alarmzeichen. Die Normaltemperatur, rektal gemessen, liegt beim Hund zwischen 37,5 und 38,5 °C. Ab 39,5 °C ist berechtigte Sorge am Platz und der Tierarzt aufzusuchen, dem alle beobachteten Auffälligkeiten zu schildern sind.Als Ergebnis der Diagnose ist es oft notwendig, geeignete Medikamente zu verabreichen, die der Hund sicher nicht freiwillig schluckt. Schwerwiegende Erkrankungen, die mit totaler Nahrungsverweigerung einhergehen, machen sowieso das Verabreichen von Spritzen durch den Tierarzt notwendig. Wenn Tabletten verordnet werden, hilft eine kleine List:

Die Tablette, Kapsel oder das Dragee wird in einem Hackfleischbällchen oder Leberwurst versteckt und in den meisten Fällen frisst der Hund das Fleisch oder die Wurst samt Füllung. Tabletten, weit in den Rachen geschoben, werden bei auf der flachen Hand ruhendem Kopf beziehungsweise bei gestreckten Hals durch den Schluckreflex heruntergeschluckt. Ein wenig Kraulen am Hals als Ablenkungsmanöver unterstützt diesen Vorgang. Flüssige Medizin ist etwas leichter zu verabreichen, da man sie bei hochgehobenen Lefzen in die Seitentaschen träufeln kann. Auch hierbei krault man den Hund am Hals, damit er schluckt und sich nicht etwa verschluckt, wenn die Medizin direkt in den Rachen gelangt.

Wurde bereits mit dem jungen Hund in spielerischer Weise das Fangöffnen geübt, bereitet es kaum Schwierigkeiten, auch eine nicht nach Leckerbissen schmeckende Arznei zu verabreichen. Wovor die Hunde nicht immer geschützt werden können, sind Verletzungen bei Unfällen oder Beißereien, die sowohl bei den Schlittenhunden auf der Strecke als auch bei Jagdhunden während ihres Einsatzes vorkommen können. Bei im Rudel gehaltenen Hunden geht das Austragen von Rangkämpfen um Führungsansprüche oft nicht ohne Schrammen ab. Wenn nur oberflächliche Wunden entstanden sind, braucht man hier nicht einzugreifen.

Es empfiehlt sich jedoch, die Haare um die Verletzungsstelle herum abzuscheren, damit keine Verklebungen und Eiterungen entstehen können. Tiefere Verletzungen bedürfen möglichst umgehender tierärztlicher Versorgung, da sie meist genäht werden müssen.Aber auch durch Eintreten von Glassplittern können an den Pfoten Verletzungen entstehen. Aus diesem Grund, und um ein Wundlaufen zu vermeiden, tragen manche Schlittenhunde Booties (Kleine Schuhe).Bei Bissverletzungen, wenn Schmutzpartikel in die Wunde eindringen, ist an die Gefahr des Wundstarrkrampfes zu denken und es ist beruhigend für den Hundebesitzer, wenn er weiß, dass sein Hund gegen Tetanus geimpft wurde.

Nach Unfällen, wenn der Hund von einem Auto angefahren wird, bei einem Sturz oder Aufprall (gerade Schlittenhunde können manchmal an einem Baum landen), gilt es vor allem Ruhe zu bewahren. Umsichtiges, ruhiges Verhalten überträgt sich auch auf den Hund und da ist im Moment das Allerwichtigste. Tritt nach einem Unfall ein Schock zustand mit Bewusstseinstrübung, ansteigende Pulsfrequenz und abfallendem Blutdruck mit gestörter Atemrhythmik ein, ist ohnehin schnellst möglichste tierärztliche Hilfe notwendig.

Bis dahin soll der Hund in Seitenlage gebracht werden, ihm die Zunge seitlich herausziehen. Ebenso können auch Knochenbrüche und Prellungen als folge von Unfällen auftreten. Die Aufzählung aller Erkrankungen würde den Rahmen dieser Site übersteigen, und deshalb werden die bekanntesten und typischen Krankheiten vorgestellt. In allen weiteren Krankheitsfällen wendet man sich an einen Tierarzt oder zieht die entsprechende Fachliteratur zu Rate.

Und noch ein Paar Worte zum alternden und alten Hund, ein Thema, das sehr gerne aus den Überlegungen verdrängt wird, mit dem sich jeder Hundebesitzer eines Tages konfrontiert sieht.Dem Hund, der uns willig im Gespann Freude - Lebensfreude - bereitete, schulden wir als - Wohlstandsbürger - einen hundewürdigen Lebensabend voller Rücksichtnahme auf das Alter.Ist der Hund dann, wenn die Beine ihren Dienst versagen, nicht mehr in der Lage, sich von seinem Lager zu erheben, oder ständige Schmerzen lassen das alte Tier leiden, sollte der Mensch durch den Tierarzt ein erlösendes und gnädiges Ende herbeiführen lassen.

Ein solcher Entschluss wird ohnehin nicht spontan gefasst und meist lange hinausgeschoben, ehe man zusammen mit dem Tierarzt die letzte bittere Entscheidung trifft.
Stichworte: huskykrankheiten

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