Mörfi

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Die Erziehung des Huskys

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Eintrag vom 19.10.2008

Häufig wird die Meinung vertreten, Nordische Hunde seien nicht zuletzt wegen ihrer Urtümlichkeit unerziehbar. Ein Argument, mit dem sich mancher Halter dieser >Urgetümeschwer ErziehbarenRudelführerhier herkomm herran daPfui, das ist Pfui> - nur dann seine Wirkung, wenn der Übeltäter auf frischer Tat ertappt wurde.

Ein Rügen hinterher ist immer sinnlos, weil der Hund nicht zu begreifen vermag, warum man ihn schimpft. An der Leine gehenSchon bald kann dem jungen Nordischen Hund ein Halsband angelegt werden. Zuerst versucht er wahrscheinlich, es mit den Pfoten abzustreifen oder durch Schütteln abzubekommen. Von all dem lenkt ihn ein Übergang zum Spielen ab, und er vergisst rasch das neue Halsband. Der nächste Schritt zielt auf das Mitgehen an der Leine ab. Manche Hunde bereiten überhaupt keine Schwierigkeiten und marschieren mit, als hätten sie sich nie frei und ohne Leinenzwang bewegt. Wenn der Hund versucht, in entgegengesetzter Richtung wegzuziehen, sollte ihm ruhig ein wenig nachgegeben werden.

Nur Geduld und Ruhe führen zum Ziel. Meist genügt es - das gilt auch für das Herkommen auf Zuruf ohne Leine -, wenn sich der Hundehalter niederhockt und ruft. Der neugierige Nordische Hund kommt herbei, um nach seinen Herrn in solch veränderter Lage zu sehen. Das KommenKein Fehler seitens des Hundebesitzers wird so häufig begangen wie der , den Hund zu strafen, wenn er auf Anruf nicht sofort reagiert, nach seinem Erkundungsausflug aber freiwillig und freudig zu seinem Herrn zurückkehrt. Und kein Fehler ist so schwer wieder gutzumachen. Der Hund verbindet mit dem Zurückkommen bevorstehende Strafe und wird seine Ausflüge nur noch länger ausdehnen.

Er verliert auch das Vertrauen zu seinem Herrn und Meister und ein gestörtes Vertrauensverhältnis ist nicht mehr reparabel.Erfolgsversprechender ist, den Hund an einer langen Leine ruhig weglaufen zu lassen, die Leine aber durch einen spürbaren Ruck anzuziehen, wenn der Hund auf den ersten Anruf nicht reagieren sollte.

Kommt er aber zurück, darf mit Lob nicht gespart werden.Es sind heute überlange Hundeleinen im Handel zu bekommen, die dem Hund durch einen Auf- bzw. - Abrollmechanismus ein größtmögliches Maß an Bewegungsfreiheit gewähren.Sicher eine gute Erfindung, aber zum Erlernen des Gehens an der Leine und gar bei Fuß eignen sich diese Leinen nicht, es sei denn, durch entsprechendes Nachfassen würde die Länge bzw. die Entfernung reguliert. Später wenn der Hund aufs Wort folgt, kann man sie verwenden.

Das Gehen bei FußZuerst wird das Gehen bei Fuß noch mit der Leine geübt. Dabei befindet sich der Hund stets auf der linken Seite mit dem Kopf in Höhe des linken Beines seinen Herrn. Dessen rechte Hand, vor die Nasenpartie des Hundes gehalten, wirkt einem Vorgehen entgegen. Diese Übung kann erst dann ohne Leine versucht werden, wenn der Hund ohne Abweichung und ohne Zug auszuüben, nicht nur kurzzeitig bei Fuß geht, sondern auch absolut bei Fuß bleibt, solange es von ihm verlangt wird. Ist die Übung - zunächst - angeleint - zuverlässig ausgeführt worden, ist anzunehmen, dass sie auch ohne Leine gelingt.

Das Sitz und Platz machenDie Vorstufe der Übung >Platzbei FußSetz dich> oder >sitzPlatz MachensPlatzPlatzausAusAusSitz< machen zu lassen. Entsprechendes Lob verbindet er so mit der für ihn angenehmeren Art, Herrchen zu begrüßen. Das AlleinseinDie ersten Tage im neuen Zuhause sollte der von Mutter und Geschwistern getrennte Welpe nicht allein gelassen werden.

Doch schon bald muss ihm begreiflich gemacht werden, dass der Mensch nicht unentwegt bei ihm sein kann. Das lässt sich in der weise üben, dass der Hund seinen Platz in einem Raum alleine innehat, vom dem er seinen Herrn nicht sehen kann. Verhält er sich ruhig, erfolgt ab und zu ein Besuch des Besitzers, bei dem es einen Belohnungshappen gibt. Heult er aber, kommt Herrchen, schimpft (aus, ruhig) und es gibt keine Belohnung.

Das Alleine bleiben sollte unterschiedlich lange geübt werden, so dass der Hund nie weiß, wann jemand zu ihm kommt. Verlässt der Besitzer die Wohnung, muss er sich überzeugen, ob der Hund ruhig bleibt. Auch ein Nachbar kann diese Kontrollfunktion übernehmen. Das Laufen am FahrradBesonders für den Schlittenhund ist das Mitlaufen am Fahrrad eine wertvolle Vorübung für das spätere Gespanntraining. Zum Gewöhnen an das Fahrrad wird dieses zuerst geschoben und der Hund mit ihm vertraut gemacht. Er soll dabei an kurzer Leine gehen. Danach sitzt man auf und wählt das Tempo so, dass der Hund trabt.

Wenn der Hund Leinen führig ist, und das sollte vorausgesetzt werden, wird er auch am Fahrrad weder rechts noch links ziehen. Schon jetzt führt man die späteren Kommandos, wie Stopp zum Anhalten, ein. Hunde die sicher ohne Leine bei Fuß gehen, könnten natürlich auch frei am Rad mitlaufen, was aber für den Schlittenhund im Hinblick auf seine spätere Arbeit am Schlitten nicht förderlich wäre. Deshalb ist es gut, dem Schlittenhund für die Bewegung am Fahrrad bereits das Geschirr anzulegen, damit er von Anfang an weiß, dass das Anschirren mit ernster Arbeit verbunden ist.
Stichworte: tipps, haltung, erziehung

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