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Über Giardien

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Eintrag vom 24.05.2016

Oft liest man in Foren das ein Tier blutigen Durchfall hat und erbricht. Meist liest man als erstes: „Das sind Giardien!“
Erstmal möchte ich betonen, das es Giardien sein können, es aber nicht so sein muss.

Aber was sind Giardien eigentlich?
Giardien sind einzellige Geißeltierchen (Flagelatten, dünndarm-Parasiten) die gegebenenfalls zu blutigen oder schleimigen Durchfall führen können.
Dieser tritt aber nicht immer auf, sondern immer mal mehr und mal weniger.
Einige Tiere nehmen rapide ab, bekommen stumpfes Fell und fühlen sich schlapp.
Es kann aber auch sein, das sich das Tier garnicht so viel anmerken lässt.
Mit den Spulwürmern sind sie die am Meisten vorkommenden Darm-Parasiten.

Die Ansteckung erfolgt oft durch Artgenossen die infiziert sind, konterminiertes Wasser usw.
Leider sind die kleinen Tierchen richtige Überlebenskünstler.
Bei guten Bedingungen können sie z.B. im Wasser (4C°), bis zu drei Monate überleben und im kühlen Boden um die ca. 7 Wochen.
Also kann es schneller gehen, als man denkt, gerade weil sie höchst ansteckend sind (Kot schnuppern, Wegekreuzung etc.).
Meist sind Welpen, Senioren, oder Tiere mit einem schlechten Imunsystem betroffen.

Man muss sich vorstellen das in 1 Gramm Kot, ca. 10.000.000 Zysten vorhanden sind, wo von 10 schon für eine Infektion reichen.
Ist der Hund z.B. infiziert, sollte er mit anderen Hunden bestenfalls nicht in Kontakt kommen. Ist zwar blöd für den Hund, aber da muss er dann durch.

In dieser Zeit sollte in der Ernährung des Hundes auf Kohlenhydrate verzichtet werden, da sich Giardien davon ernähren.
Während der Behandlung muss auf starke Hygiene geachtet werden, alles nach Möglichkeit auf höchsten Temperaturen waschen, Decken, Kissen und Fußböden desinfizieren.
Ob der Hund Giardien hat, ist über eine Kotprobe oder einen Schnelltest herauszufinden.
Die Materialien für das Labor, bekommt ihr von eurem Tierarzt.
Das bedeutet es wird 3-4 Tage Kot gesammelt und in ein Labor geschickt. Somit kann geklärt werden, ob Parasiten im Kot vorhanden sind. (ELISA-Test)

Die Behandlung erfolgt in der Veterinärmedizin mit folgenden Mitteln:
– Fenbendazol (z.B. Panacur)
– Metronidazol (Antibiotikum gegen Parasitenbefall, Bakteriell)

Die wohl bekannteste Vorgehensweise ist die Behandlung mit Panacur.
Das bedeutet: Dem Tier wird 5 Tage Panacur verabreicht, dann wird eine Pause von 5 Tagen gemacht und dann wieder 5 Tage Panacur verabreicht.
Wobei Tierärzte auch andere Vorgaben geben können.
Das wird dann auch Gründe haben, die individuell zu besprechen sind.
Gegebenenfalls muss die Behandlung wiederholt werden.

Wenn damit kein Erfolg gegen die hartnäckigen Parasiten zu sehen ist, kommt meist Metronidazolzol zum Einsatz, was aber aufgrund der Stärke gut auf die Leber geht.
Also sollte es meiner Meinung nach, nicht die erste Wahl sein.

Der Kot des Hundes sollte in der Zeit der Behandlung draußen auf jeden Fall entfernt werden (auch im Feld/Wald) um die Ansteckungsgefahr für andere Hunde zu verringern und über den Hausmüll entsorgt werden.

Aus der Kräuterheilkunde habe ich ein Rezept für euch gefunden, ich habe es selber noch nicht ausprobiert, aber BEGLEITEND kann man damit bestimmt nichts verkehrt machen.

Keinesfalls sollte selber „rumgedoctort“ werden, gerade für Welpen/Kitten und alte Tiere, können Giardien im schlimmsten Falle tödlich Enden.
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1/4 Liter Buttermilch (oder Kefir) mit
– 2 EL Oregano
– 2 EL Majoran
– 2 EL Thymian
vermengen und lange ziehen lassen.
3 mal täglich 1 bis 2 EL über das Futter geben, bis der Durchfall verschwunden ist. Anschließend reichen 1 bis 2 EL täglich. Diese Kur sollte in den nächsten 3 Wochen durchgeführt werden.

Nebenwirkungen sind keine bekannt.
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Viel Spaß mit dem Artikel und ich hoffe ich konnte euch etwas weiterhelfen. Ich hoffe ich habe nichts vergessen.
Stichworte: giardien, gesund, ernährung

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