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Russen-Hund? Tiervermehrer? Geldmacherei?

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Eintrag vom 23.10.2017

Hermine, ehemals Happy ist vor 2 Tagen bei uns eingezogen. Über Kleinanzeigen wurde arme, frierende Welpen aus russischem Tierheim angeboten. Natürlich rührt das ans Herz, zumal die Kleine ja Ähnlichkeit mit ihrem Vorgängerinnen hat. Es wurden wunderbare Bilder und tolle Videos eines spielenden Hundchens geschickt.
Gleich vorneweg: Die Frau, die die Tiere hier in Deutschland für diese "Organisation" anbietet, macht dies MIT SICHERHEIT reinsten Gewissens! Ich bin überzeugt davon, dass sie die Herkunft dieser Tiere nicht infrage stellt.
Nachdem wir unsere zweite Hündin aus einer "Zucht" in der Tschechei aus dem Kofferraum eines Taxis heraus gekauft hatten vor 24 Jahren, waren wir nun wirklich nicht mehr so naiv. Wir haben einfach nur ein großes Herz für Tiere... und haben uns diesen Hund aus Russland vermitteln lassen....
Es wurde ein riesiger Transport aus dem Osten, allein unsere Vermittlerin hat 10 Welpen gerettet.... in einem Hänger mittlerer Größe unterteilt in ca. 4 Abteile saßen - in "unserem" Abteil - min. 4 Welpen. Ein paar waren ja bereits abgegeben worden..... Es gab Transportfahrzeuge in alle Himmelsrichtungen in Deutschland, nicht nur zu uns! Happy, wie sie da noch hieß, wurde herausgezerrt, die Übergabe fotografiert, ein Vermittlungsvertrag in die Hand gedrückt zum Unterschreiben, Geld einkassiert, "Papiere" übergeben und dann weg gefahren, Deutsch sprachen die Herren nicht, das Fahrzeug kam aus Weißrussland, Impfbuch war ebenfalls mit einer Anschrift in Weißrussland versehen. Hund stank natürlich füchterlich, kein Wunder bei ca. 2000 km Fahrt....
ok, so etwas sollte nicht unterstützt werden, aber WAS bitteschön passiert mit den Tieren dann? Ist es nicht besser, ein solch kleines Seelchen bei sich aufzunehmen? HERMINE, wie sie bei uns heißt, liegt friedlich neben mir auf dem Boden und knackt sich was weg.... Sie lässt die Katzen in Ruhe, freut sich, wenn es Gassi geht, wenn wir sie von der Leine lassen, um mit anderen Hunden zu spielen, kommt sie -bereits nach 24 Std. Zugehörigkeit zu uns - brav wieder zu UNS zurück! Na gut, sie ist nicht stubenrein, und das mit 4 Monaten. Aber sie ist unheimlich gelehrig und wahnsinnig aufmerksam! Natürlich stellte der Tierarzt heute fest, dass sie NICHT -wie lt. Vertrag zugesichert - gechipt ist. Selbstverständlich bekam sie dann eine komplette Grundversorgung (Impfung, Entwurmung...) und ihren Chip, sie ist auch bereits Tasso-registriert.
Nach der Trauer um den Tod unseres Helenchens, die immerhin -als großer Hund- 13 Jahre bei uns sein durfte, hat uns "Happy" wieder ein Lächeln geschenkt. Unsere Hermine! Sie ist lieb, zutraulich, intelligent. In einer Woche geht es zum ersten Mal in die Welpenschule.
Nein, wir werden nichts unternehmen, wie könnten wir solche Machenschaften unterbinden? Gar nicht, denn jede Hundeseele, die gerettet wird, ist es doch wert, oder etwa nicht? Und wenn ein Tier all die Strapazen übersteht, wie unsere Hermine gerade jetzt erst, und dennoch sooooo ein liebenswertes Wesen hat, wer will es uns denn dann verdenken oder uns Vorwürfe machen? Wer immer dagegen vorgehen KANN, der soll es tun, wir sind bereit, unsere Erfahrungen einzubringen. Aber wir bereuen unser Vorgehen nicht.
Stichworte: freude, welpen, hundeleben

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