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Abschied

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Eintrag vom 10.10.2017

Helenchen ist gestern sanft über die Regenbogenbrücke gegangen.

Unsere kleine Spanierin, mit Augen wie Cleopatra, mit schwarzem Kajalstift dick umrandet, unsere "schöne Helena", sie kam 2004 mit ca. 8 Wochen zu uns. Als Straßenhund rannte sie allen anderen Hunden hinterher, wir waren bei Sicht eines "Rudels" egal. Aber bald war ihr klar, dass WIR ihr Rudel waren. Eine liebe treue Seele. Unsere Bergziege, denn sie kam jede Steigung hoch, fand auch nach 500 m den hinterlegten Schlüsselbund wieder, kletterte mit mir über Treppenroste und Baumstämme. Ihr Urvertrauen und ihre Liebe zu uns waren eines der größten Geschenke, die wir im Leben bekommen haben.
Am Sonntag wurden ihre bisherigen leichten Atembeschwerden zu einem stetigen Hecheln, deshalb gingen wir mit ihr gleich gestern früh zum TA. Zu unserem Entsetzen kam ein riesengroßer bereits verwachsener Milztumor zum Vorschein. Wir haben sie nach der Sedierung sanft einschlafen lassen. Die Trauer kann sicher jeder hier nachvollziehen. Der Tag ist so leer, die Tagesstruktur fehlt......
Natürlich trösten uns unsere vorhandenen Fellnasen, schlichtweg jede einzelne unserer Katzen kommt zu uns, gibt Köpfchen, der Kleine spielt Clown um uns zum Lachen (Lächeln) zu bringen..... auch ihnen fehlt ihre "Große", auch wenn es gelegentlich Verständigungsprobleme gab.....

Helenchen war unser dritter Hund im Laufe von über 30 Jahren, Hundinchen 1, unsere Hexe, war eine Leonberger-Schäfer-Mix. Eigentlich war nicht wirklich ein Hund geplant damals, mit einem 1jährigen Kind und Kater im Haus, noch halbtags berufstätig.... es war eine Anzeige "Welpen zu verschenken", und just for fun rief ich an, "glücklicherweise" waren alle vergeben..... 2 Wo. später bekam ich einen Anruf, ob ich noch Interesse hätte. Klar fuhr ich hin, dort fand ich eine Leonberger-Hündin in einer kleinen 3ZiWG in der Dusche (Platz für Dusche, Waschmaschine und Waschbecken) mit ihrer kleinen Tochter vor, Wortlaut der Besitzerin "wir wollten züchten, nun ist sie mit einem Schäferhund auf und davon, jetzt geht das nicht mehr. Wenn Sie die Kleine nicht mitnehmen, wird sie entsorgt". Wortlos nahm ich das kleine Knäuel mit. Eine Leonberger-Schäferhündin, die - zu Hause angekommen - KLEINER war als unser Kater, also gerade mal 5 Wo. alt.... war folglich mit 3 Wo. der Mutter weggenommen worden..... sie starb mit 9 Jahren an Borreliose, obwohl in TA-Behandlung, hatte dieser die Borreliose nicht festgestellt..... Hexe war ähnlich wie Helenchen, treu, unkompliziert, verständnisvoll, Sohnemann als Kleinkind benutzte am allerliebsten seine Hexe als Schmusekissen, einträchtig lagen beide nebeneinander auf dem Kuschelplatz.... und Kater durfte sogar aus Fressnapf fressen! Als Hexlein starb, wurde Kater krank.....
Ihre Nachfolgerin, Henrietta, trat in große Fußstapfen, füllte diese aber aus durch ihre Intelligenz. Eine "echte" Malinois, allerdings aus dem Kofferraum heraus gekauft aus Tschechien importiert.... was wir jedoch erst herausfanden, als wir ihre Papiere einforderten. Und wer einmal Tiere wie Eier auf dem Markt aus dem Auto heraus angeboten bekommt, und ein großes Herz für Tiere hat, überlässt zumindest wenigstens ein Tier nicht seinem ungewissen Schicksal.... Henny ist, wie bei Kindern, der "Sandwichhund", dennoch unvergessen.... nach mehreren OPs, die noch ein paar glückliche Jahre mit ihr uns bescherten, starb sie 2004 an Krebs. Daher weiß ich, dass ein vorhandener Tumor innerhalb von 3 Tagen zum Vorschein kommen und Fußball-groß werden kann, denn dies war bei ihr der Fall....
Und nun ist auch ihre "Nachfolgerin" von uns gegangen. Ich weiß nicht, ob dieser Aufschrieb wirklich Erleichterung verschafft, eher nicht, aber die Zeit geht rum.....
Sicher ist, dass wir uns so schnell als möglich wieder ein Hundemädchen holen werden, denn das Haus ohne Hund .... geht nicht. Selbst die Katzen laufen "wie ein Schluck Wasser" durch die Gegend, sag einer, Tiere haben keine Emotionen - den kann ich nur milde belächeln. Sie fühlen genauso wie wir, Freude, Trauer, Zuneigung, sie lieben uns.... und wir können nur dankbar sein dafür. Also sind wir dankbar für die Zeit und die Freude, die uns unsere Fellnase Helenchen geschenkt hat
Stichworte: abschied, trauer, gedanken

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