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Turnierhundesport - eine Übersicht

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Eintrag vom 31.10.2010

Geschichtlicher Hintergrund

Bis zu den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts war der Hundesportbereich durch eine sehr einseitige Ausrichtung geprägt. Auf den Hundeplätzen konzentrierte man sich vornehmlich auf die Schutzhundeausbildung und war damit nur für einen sehr eingeschränkten Kreis an Hundehaltern, mit den geeigneten Rassen, interessant. Zudem war es eine reine Männersache den Gebrauchshund abzurichten. Ein Sportprogramm für alle Hundehalter, Hundearten und –größen, welches Zwei- und Vierbeinern ein lockeres und freudiges Betätigungsfeld bietet, fehlte bis dato.

Der heutige dhv-Ehrenvorsitzende Max Sutter war die eingeschränkte Welt des Hundesport nicht ausreichend und er gab die ersten Denkanstöße für eine neu zu schaffende Sportart. Im HSV Mühlacker fand er aufgeschlossene Partner für die Entwicklung und Umsetzung, um das starre Sportgefüge völlig zu verändern.

Das "1. Freizeitturnier für Hunde aller Rassen und Größen", welches am 17. September 1972 im Rahmen der Leistungssiegerprüfung des Südwestdeutschen Hundesportverbandes (swhv) für Schutzhunde im Käppele-Stadion in Mühlacker stattfand, läutete den immensen Wandel in den Vereinen ein. Der neu geschaffenen Turnierhundesport kann als Freizeit-, Breiten- oder Leistungssport betrieben werden und wurde zu einer Sportart für die ganze hundebegeisterte Familie


Der Sport

In den THS-Wettbewerbsformen bringen sich Mensch und Tier zu gleichen Teilen in das Ergebnis ein. Je besser die beiden als Team agieren, umso höher sind die Gewinnchancen, dass heißt, dass die Art des Hundes nicht die alles entscheidende Rolle spielt, wie das bei anderen Sportarten der Fall sein kann.

Der Jugendanteil ist im Turnierhundesport sehr groß, da Einsteiger-Wettkampfformen zur Verfügung stehen, die besonders Anfängern Erfolgserlebnisse verschaffen und Spaß auf anspruchsvollere Diziplinen machen.

Hindernislauf-Turniere
Ein Einsteiger-Wettkampf, da er rasche Erfolgserlebnisse verschafft. 75 Meter Turnierbahnlänge sind mit acht Hindernissen bestückt (1. und 8. Hürde 50 cm hoch, 2. Treppe oder Schrägwand, 3.Tunnel, 4. Laufdiel, 5. Tonne, 6. Durchsprung oder Reifen, 7. Hoch- Weitsprung). In die Wertung kommt die Zeit des zuletzt die Ziellinie überschreitenden Team-Partners und eventuelle Hindernis-Fehler werden als Fehlersekunden der Laufzeit hinzugerechnet. Bedingt durch dieses Platzierungskriterium sind Disqualifikationen im THS (mit der Ausnahme QSC) nicht üblich.

Vierkampf
Der Viekampf ist im Turnierhundesport die "Königsdisziplin" und setzt sich aus den verschiedenen Disziplinen Hindernislauf, Hürdenlauf, Slalom und der Gehorsamsübung zusammen. Diese Wettkampfart ist somit vielseitig angelegt und stellt an das Team fortgeschrittene Ausbildungs-Ansprüche in Kommunikationsfähigkeit, Führigkeit und Schnelligkeit.
-Hindernislauf: siehe oben
-Hürdenlauf: besteht aus einer Laufstrecke von 50m, auf der drei hintereinander aufgestellte 40cm hohe Hürden gemeinsam in zwei Durchgängen bewältigt werden müssen. Bei jeder dieser Hürden liegt die Stange lose auf.
-Slalom: erstreckt sich über eine Strecke von 75m, die aus einem Start- und Zieltor und fünf weiteren Toren (die im Zick-Zack-Kurs aufgestellt sind) besteht. Hund und Hundeführer müssen alle Tore durchlaufen.
-Gehorsamsübung: dieser Teil des Vierkampfs ist auf die Begleithundprüfung Teil1 aufgebaut. Nur auf das Durchlaufen einer Menschengruppe verzichtet man im Vierkampf .

Combinations Speed Cup - CSC
Der CSC ist ein Kombinationslauf für eine Mannschaft, bestehend aus 3 Mitgliedern, die je eine Teilstrecke (Sektion) laufen, und setzt sich aus den Elementen des Slalom, Hürdenlauf, und Hindernislauf zusammen. Der Parcours wird durch zwei weitere Geräte, den Frankfurter Kreisel und die Mühlacker Harfe, erweitert. Die Läufer starten der Reihe nach, sobald der vorherlaufende Teilnehmer mit seinem Hund die Ziellinie überquert hat.

Shorty
Der Shorty ist ein Kurz-Bahn-CSC für Zweier-Mannschaften, die auf sich kreuzenden Hindernisbahnen laufen. Besonders für Einsteiger mit Hindernislauf-Turnier-Erfahrung ist diese Wettbewerbsform geeignet.

Qualifikations Speed Cup - QSC
Dies ist ein anspruchsvoller Wettkampf nach dem K.O.-System. Zwei Hund/Mensch-Teams laufen zeitgleich auf zwei baugleichen, parallelen Hindernisparcours.

Geländelauf mit dem Hund (2.000 oder 5.000 m)
Eine Laufstrecke, über Wald- beziehungsweise Feldwege, sowie freies Gelände und selten asphaltiert, wird mit angeleinten Hund bewältigt. Der Hund muss auf den Geländelaufstrecken, an der Leine geführt werden und läuft im Idealfall ohne zu ziehen neben seinem Hundeführer

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