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"Hilfe, mein Hund knurrt mich an!"

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Eintrag vom 12.01.2016

Viele Besitzer kommen mal in die Situation, dass der eigene Hund plötzlich einen selbst oder ein Kind anknurrt.

Aber welche Reaktion ist nun richtig?

Man sollte den Hund nun auf keinen Fall für's Knurren "bestrafen". Denn der Hund fühlt sich in der Situation, in der er momentan ist, nicht wohl und macht dies mit einem Knurren verständlich. Doch ein Knurren ist doch besser, als ein Zuschnappen oder?

Würde man den Hund jetzt für sein Knurren bestrafen, schnappt er vielleicht das nächste Mal gleich zu.

So wie wir Menschen ein Recht darauf haben, dass unsere Privatsphäre geschützt wird, haben Hunde das ebenfalls.

Wie verhindert man die Situation?

Als Besitzer sollte man versuchen seinen Hund richtig zu "lesen". Das bedeutet, man soll bereits leise Töne beachten, die höflich sagen "Lass mich in Ruhe". Dazu gehören unter anderem sämtliche Beschwichtigungssignale, Stress-Symptome und das Einfrieren.

Man sollte wirklich versuchen die Körpersprache des Hundes gut zu kennen und zu verstehen. Dabei ist es egal, welcher Stressfaktor der Auslöser dafür ist.

Leider wird oft bei kleineren Rassen das Knurren nicht ernst genommen, denn dann hält man halt dem Kleinen das Maul zu. Wenn dagegen ein Rottweiler knurrt, erzielt er meist eine bessere Wirkung. Dabei meinen beide genau das selbe: "Es wird mir gerade zu viel! Lass mich bitte in Ruhe!".
Auch vom Menschen sollte beides Mal die gleiche Reaktion kommen: den Hund in Ruhe lassen und aufhören!

Aber mein Hund kann doch nicht jedes Kind anknurren?!

Das stimmt, wenn dein Hund nicht nur in brenzligen Situationen knurrt, sollte man anfangen das Verhalten umzulernen. Meist erfordert dies zunächst ein Umlernen beim Menschen.

Diese Situationen sollte man unbedingt vermeiden:
- den Hund am Halsband festhalten und ihn dabei würgen
- man sich frontal und von oben auf ihn beugt
- ihn festhalten, herumschieben oder drücken
- fremden Menschen erlauben den Hund zu streicheln
- ihn mit Hunden zusammen lassen, die ihm Angst machen

Andere Situationen, die nicht vermeidbar sind, müssen neu aufgebaut werden, damit der Auslöser der Angst verschwindet. So sollte man diese Situationen mit etwas Positivem für den Hund verbinden. Dass er gar keinen Grund mehr hat, sich unwohl zu fühlen.

Das wichtigste ist aber, dass man es nicht auf die leichte Schulter nimmt! Denn dein Hund soll sich auf dich verlassen können!

Quelle: denktier.at
Stichworte: knurren

Kommentare als RSS-Feed abonnieren 7 Kommentare

Feuerwolf
20.01.2016 13:00 Uhr
Ich sehe es etwas anders......meine Hunde haben mich nicht anzuknurren.....egal in welcher Situation!!!!!! Es gibt auch für einen Hund andere Arten ihre Privatphäre zu schützen! Es darf NICHT geknurrt werden !!!
Jeder meiner Hunde hat einmal im Leben versucht mich anzuknurren......dann habe ich ihm jeweils klar gemacht, dass ich so ein Verhalten NICHT dulde! Entweder durch "Grossmachen" und den Hund auf seinen Platz schicken ( also ein eindeutiger Verweis in Hundesprache) bzw. einmal wollte ein Welpe gleich nach mir schnappen und es gab reflexartig von mir einen Klaps vor die Schnauze (nicht Nase) und ein scharfes Nein.
Anouk hat, als Fina zu uns kam, ihre Privatphäre deutlich gemacht mit leichtem Leftzenhochziehen. Das hat gereicht. Jeder meiner Hunde weiss, dass sein Körbchen seni Rückzugort ist und der andere Hund akzeptiert das auch. Ansonsten, bis der andre Hund dies akzeptiert hat, helfe ich dem Hund, der in seinem Korb liegt und seine Privatphäre haben will, bis der andere Hund dies kapiert hat. Er wird weggeschickt von mir.
Einem Hund, der anknurrt, sei es einen Menschen oder einen anderen Hund, wird irgendwann auch beissen, wenn er merkt, das dieses Verhalten vom Halter toleriert wird!
Ebenso sollte aber auch Kindern beigebracht werden, dass der Rückzugsort des Hundes tabu ist.
Merkt der Hund, dass Frauchen/Herrchen dafür sorgt, dass der Rückzugsort respektiert werden muss, braucht er es nicht selber zu verteidigen und knurrt nicht.
Wie weit es sonst kommen kann hat ein hochaktuelle Beispiel bei uns im Dorf gezeigt. Erst wurden voon dem Hund andere Hunde angeknurrt, dann massi gebissen , danach auch Menschen richtig angeknurrt........das Ende vom Lied möchte ich hier nicht kundtun. Der Besitzer hat den Hund nie für sein Verhalten gemaßregelt und ihn immer machen lassen ohne Konsequenzen für dieses unerwünschte Verhalten.......leider......Konnte aber auch direkt nie wirklich eingreifen, da der Hund meist ohne Leine draussen lief........zuletzt wurde Besuch im Haus massiv angeknurrt!
Natürlich sollte man seinen Hund lesen können und anhand von kleinen Anzeichen sofort intervenieren können. D.h. klar manchmal sofort aus der jeweiligen Situation rausgehen oder diese abbrechen.
uklawitter
21.01.2016 13:23 Uhr
Eigenlich ist dem Kommentar von Feuerwolf nicht viel hinzuzufügen.
Der Hund könnte das verständnisvolle Tolerieren einer Drohgebärde als Aufforderung zur Übernahme der Rudelführung verstehen. Das halte ich zumindest bei großen Hunden für gefährlich.
meerestaucher
22.01.2016 21:13 Uhr
da frag ich mich doch warum manche Hunde ihre Halter anknurren? ich hab meine Hündin in den ganzen 6 Jahren in denen ich sie hab noch nie knurren hören, wann auch? Situationen wo es vorkommen könnte (wie z.B. Futterneid) haben wir ganz locker geübt, da besteht also schon mal gar kein bedarf zu knurren.

Mein Rüde knurrt fremde Menschen an, wenn er ohne Leine unterwegs ist. Darf er auch, ist ein reines Zeichen dafür dass er nicht angegrabscht werden möchte. Mich knurrt er nicht an, da gibts dann auch keinen Grund, denn er kennt mich ja.

Würden meine Hunde mich anknurren, würde ich nicht einfach auf die Schnauze hauen, sondern erst mal schauen was da nicht stimmt. Denn irgendeinen Grund muss der Hund ja haben. Und anstatt das zu verbieten, würde ich dann eher an der Situation arbeiten.
masches
02.11.2017 11:24 Uhr
Hier wird nur im allgemeinen vom knurren des Hundes gesprochen. Es osllte aber nicht ausser acht gelassen werden, dass das knurren auch bedeuten kann, das er vielleicht schmerzen hat. Ic habe diese situationzum beispiel gehabt, das mein kleiner knurrte, wenn ich ihn an bestimmten stellen streichelte. es war ihn somit unbehaglich und habe es auch beim tierazt cheken lassen. es war , bzw.ist nichts feststellbar... ich probiere natürlcih immer wieder mla diese stelle(n). er knurrt aber nicht immer und duldet es aber, das ich ihn dort anfasse... es ist halt immer bein streicheln, vllt ist es etwas ähnliches wie beim menschen die fibromyalgie... oder er hatte dort mal etwas und es hat sich im kopf eingeprägt.... ganz ganz schwer, hier das richtige zu machen, denn es ist wirklich tagesabhängig und bislang konnte niemand, auch die tierklinik nichts feststellen
helgemnielsen
02.11.2017 13:34 Uhr
Wenn mein Hund (Border Terrier) mich anknurrt, dann knurre ich zurück. Notfalls auch in face-to-face. Das klappt immer. Finn entschuldigt sich immer sofort, indem er mir die Nase leckt. Dann ist aller wieder in Ordnung.
michabe
03.11.2017 05:06 Uhr
Feuerwolf hat genau das geschrieben was ich auch denke, ein Hund muss folgen , egal wie groß er ist.
ckalb
03.11.2017 12:43 Uhr
Ich sehe das im großen und ganzen genauso wie Feuerwolf

Meiner weißer Schäferhund zurück gezüchtigt auf Wolf hat das nur einmal versucht

Jetzt wenn er meint er muss das Rudel übernehmen brauche ich nur mit meinen Lippen in die Nähe der Ohren und zukommen und vorzutäuschen leicht in die Ohren zu beißen, dann ist Ruhe (machen die Älteren im Rudel auch so)

Ich habe ihn jetzt seit über 6 Jahren und seit der damaligen Situation keine Probleme mehr ihn frei an der Leine laufen zu lassen - ihn mit Kindern oder Fremden in Berührung kommen zu lassen (aber ich einer von uns sollte dabei sein (außer bei guten Freunden und Bekannten, die er kennt)) - Einbrecher und Leute die mir Böses tun wollen haben nach wie vor keine Chance)

Und ein Hund - egal wie groß - hat sein Herrchen (auch die weiblichen) zu akzeptieren und als Rudelführer anzusehen

Wie hat man früher gesagt - Man beißt nicht die Hand, die einen füttert und hat sie zu respektieren

Wir kommen damit sehr gut aus und auch die Katze (die nach ihm gekommen ist) - sie ist eher die, die ihm Stress macht, selbst dann bleibt er friedlich.

Resume: im angemessenen Rahmen ist es notwendig die Kleinen/Großen in die Schranken zu weisen - aber wie gesagt, im angemessenen Rahmen auf Rudelart und NICHT mit Gewalt oder gar Schlagen

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