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Tschokki

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Eintrag vom 14.01.2011

Am 23.12.2010 kam also mein Hund TSCHOKKI aus Spanien mit einem Flugpaten zu mir.
Er war ganz nett und kam sofort zu mir her und ich glaub er erkannte mich sofort als sein neues Frauchen.
Zu Hause angekommen (er war inzwischen 18 stunden oder länger unterwegs) hab ich ihm die Wohnung gezeigt und dann gings das erste Mal Gassi. Alles kein Problem Aber kaum daheim angekommen, ich wollte meine Jacke ausziehen - schnapp, er beißt mich in den linken Arm. Volle Kanne.
Am nächsten Tag wieder, eine schnelle Bewegung von hinten und schnapp, der nächste Biss. Auch meinen Freund hat er 2 mal gebissen. Oje. Was für einen Problemhund hatte ich mir da bloß an Land gezogen? Er ist ein Jack Russel Mischling. Und sieht sehr nett aus.
Er kamm dann auch wieder zum Schmusen, aber eine falsche Bewegung und der Biß folgte.
Ich sofort den Vermitller angerufen, der hat mich an eine Hundetrainerin verwiesen, die ein paar Tage später zu mir kam.
Sie meinte, er müßte unbedingt ein Geschirr angelegt bekommen, ich hab auch sofort eins besorgt, aber als ich es schließen wollte kam im Beisein der Trainerin der nächste Biß in meine linke Hand. Inwzwischen waren beide Arme und beide Hände mit reichlich Bißwunden versehen.
Die Traierin riet mir, den Hund nicht mehr anzufassen und gab mir Bachblüten und ich besorgte auf ihren Rat hin einen TAP Stecker, der Mutterhormone in der Luft verstreut, um ihn zu beruhigen. Der Hund stand unter enormen Streß, das war mir schon klar.
Dann hatte ich ein interresantes Gespräch mit einer Frau, die Tierkommunkation macht. Sie bekam heraus, daß dieser Hund sehr viel geschlagen und mißhandelt wurde. Und daß er momentan auch noch Schmerzen hätte, und nicht angefaßt werden wollte. Und daß er die Menschen nicht versteht, und die Menschen ihn auch nicht verstehn. Er war in Spanien in einer sog. Perrera (Tötungsstation). Mehr wußte ich nicht über den Hund.
In diesem MOment war mir klar, daß dies ein Problemhund ist, und ich ihm auch viel Zeit geben muß, damit er bei mir ankommen und Vertrauen gewinnen kann.
Inzwischen verstehen wir uns ganz gut. Hören tut er natürlich nicht. Er macht sich auch nichts aus Fressen, außer Wiener Würstl, die liebt er.
Ich laß ihm viel Ruhe. Er bleibt auch gerne ohne Probleme allein und ich glaub er ist froh. wenn er weine Ruhe hat.
Das nächste Problem ist, daß er sich mit meinem Freund auch gar nicht versteht.
Aber ich denke, auch das wird besser werden, denn unter der Woche bin ich mit Tschokki allein und kann mit ihm arbeiten.
Das Schlimme ist halt, wenn man so ein Tier aus dem Ausland zu sich holt, man weiß absolut gar nichts über dieses Tier, was er erlebt hat usw.
Ich weiß aber, daß ich seine letzte Chance bin, denn wenn ich ihn wieder weitergebe, dann verliert er wahrscheinlich ganz das bisserl Vertrauen im Menschen, und das wäre sein sicheres Ende.
Wer weiß noch ein bisserl Rat, was man ihm noch gutes tun kann?
Fliegermaus
Stichworte: t, bei, problemhund, ausland, dem, aus, hund

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