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Er war ein Denker ...

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Eintrag vom 03.08.2016

Kopfarbeit

Mein Hund ist ein klassischer Denker. Er denkt und denkt und denkt und dann schläft er ein. Denn Nachdenken macht müde und im Traum sollen ja vielen intellektuellen Berühmtheiten auch schon sensationelle Einfälle gekommen sein. Im wachen Zustand sinniert er am liebsten – frei nach dem ollen Faust - über das, was die Welt im Innersten zusammenhält. Vor allem über Rindermarkknochen, Schweineohren in der Verpackung und Mettwurst am Stil. Apropos: Wenn er gefressen hat, dann fühlt er sich oft so pudelwohl, dass er mit dem Kopf voran über den Boden schiebt. Er legt den Kopf auf die Seite und wischt mit seiner dichten Gesichtsbehaarung breit und quer über das Laminat, bis es beinahe glänzt. Dazu stößt er zufriedene Grunzlaute aus und versucht, das Hinterteil abenteuerlich in die Luft gestreckt, sein Gleichgewicht zu halten. Abschließend bugsiert er seinen Kopf und alle vier Beine durcheinander in seinen Korb und setzt seinen Abendessen-Abschluss Kopfstand auf dem Hundekissen fort. Dass er dabei mit seiner Birne schon einmal an den harten Rand stößt, stört ihn keineswegs. Manchmal schafft er es sogar, sich soweit zu beugen, dass sein Po Übergewicht bekommt und er eine verunglückte Vorwärtsrolle hinlegt. Überraschten Besuchern erklären wir ihm ruhigen Ton, dass das „ganz normal“ sei – bei unserem Haustier zumindest, (manchmal erfinden wir auch eine exotisch klingende neue Hunderasse). Die Reaktionen fallen sehr unterschiedlich aus: Einige kugeln sich förmlich vor Lachen und liegen bald mit in Columbos Körbchen, andere halten nervös Abstand und fragen die ganze Zeit über, ob er denn auch gleich Schaum vor der Schnauze kriegen würde. Die Hartgesottenen, meist enge Familienmitglieder und gute Freunde, amüsieren sich, indem sie ihn noch mächtig anfeuern. Auch draußen gleicht er oft einem „Hans-Kopf-in-die-Luft“: Columbo steht an der Ampel und guckt dösig in der Gegend herum. Plötzlich fällt ihm ein Blatt auf den Kopf. Er zuckt, überlegt, dreht verwundert die Augen nach oben… Es wird grün, wir gehen los. Aber er bemerkt, dass ihm noch immer etwas nicht „vom Kopf“ geht. Schließlich schüttelt er sich wild, und das Blättchen, das so wohl auf seinem felligen Kopf geruht hat, fällt hinunter. Zufrieden latscht er drüber hinweg und setzt seinen intelligentsten Hundeblick auf. Als ihm aber kurz darauf eine Feder zwischen den Ohren liegt, die sich nicht so leicht abschütteln lässt, setzt er sich nachdenklich, schaut wieder nach oben und fordert seine grauen Zellen, dass ihm der Rauch quasi aus den Schlappohren steigt. Da steht er nun, der armer Tor! Und ist so klug als wie zuvor…

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